Beiträge von Trotz Matte Glatze

    Schwarzwaldine Gut erkannt. Ich liebe die Schuhe, da sie sau bequem sind. Ich laufe sie ohne die Einlage, was bis auf grobe Schotterpisten auch gut geht. Am letzten Tag habe ich meinen rechten Mittelfuß etwas gemerkt, was eher an meinem Hohlspreizfuß und zu viel Gepäck liegt. Grundsätzlich sollte das kein Problem für “eingelaufene” Barfußläufer sein.

    Allerdings haben sie eine Konstruktionsschwäche. Die umlaufenden Nähte an der Sohle, scheuern relativ schnell durch, weil die doch sehr exponiert sind. Deswegen waren sie bereits mehrfach beim Schuster, der das dann durch das Innenfutter nachgenäht hat. Die Naht durch die Membran macht sie dann natürlich anfällig für Wassereinbruch, wenn man viel in Schlamm/Wiese unterwegs ist, wo die Nähte durchgehend benetzt werden. Trockenlaufen bei gutem Wetter dauert einen halben Tag.

    An diesem Tag verließ mich meine Begleitung und es ging alleine weiter. Die Nacht war spannend. Ich merkte nämlich das ich morgens quatschenderweise meine Ridgline für’s Tarp am Lager hatte hängen lassen. Da wurde dann mit Guylines ausgeholfen, aber was hab ich mich geärgert. Als ich dann gemütlich fast eingeschlafen war gab es Besuch von Wildschweinen . Es grunzte auf einmal laut und ich hatte wieder Puls und etwas die Hosen voll. Statt cool zu bleiben hab ich dann kurz die Lampe angemacht. Danach war Ruhe.

    Da meine Frau samt Auto am Ende der Etappe zwei verweilte und ich keine Lust mehr auf Forstautoban hatte, habe ich dann am Sa entschieden die letzte Etappe zu streichen und stattdessen meine Ridgeline zu holen. Also gab es noch Frühstück und 18 km. Anschließend Hotel mit Sauna und wieder richtiges Essen.

    Fazit: Wieder ein paar Gear Teile besser kennengelernt. Don‘t pack your fears. Ich hatte im letzten Moment doch noch meine Daunenjacke eingepackt (zusätzlich zur Fleecejacke), die ich am Ende nur einmal benutzt habe, um sie über die Beine zu legen. 🥴 Dafür hab ich meine Windjacke richtig lieben und ihr zu vertrauen gelernt. Unglaublich was dieses fragil wirkende Miniding ausmacht. Das erste mal die Navigation mit der Fenix ausgiebig getestet. Mit Clip-On Stöcken einfach nur geil. Die Powerbank war leider nur an einem Tag (+ der letzte halbe) wirklich im Einsatz, aber ich meine, dass da trotz sehr durchwachsen Wetter trotzdem ordentlich was rein ging. Jedenfalls war die 10 k Bank noch halb voll am Ende.

    Planung mit Essen für 5 Tage hat ziemlich gut gepasst. Aber nächstes mal definitiv wieder so leicht wie möglich. Wahnsinn wie einen ein paar Kilo ausbremsen.

    Am Ende kann ich sagen: Auch Schietwetter macht Spaß.

    Nur den Niebelungensteig kann ich sehr eingeschränkt empfehlen. Ich hatte ihn ausgewählt weil es ein „zertifizierter Qualitätswanderweg“ ist. Zwar ist es landschaftlich ganz ok, jedoch läuft man überwiegend auf Forstautobahnen durch Wirtschaftswald. Es waren wenig Leute unterwegs, was aber auch am Wetter gelegen haben dürfte.

    Zu zweit ist es geselliger deswegen etwas weniger Landschaftsfotos. Aber ich konnte die Schuhe, die immer noch nass waren etwas trockenlaufen.

    Am Bach wurde Wasser aufgenommen für die Nacht.

    Die Lagersuche mit Bodenbrüter war dann auch etwas schwieriger, aber auch erfolgreich.

    Gepackt Faden nächsten morgen sollte der dritte Tag beginnen. Mit dummer Aktion aber dazu später mehr…

    Der Mittwoch ging mit Regen los. Dazu so viel Wind, dass der Schirm alleine nicht gereicht hat. Dazu hatte ich die hands-free Befestigung am Schultergurt wenig optimal angebracht. Also den Poncho raus. Ich habe eine echte Hassliebe zu dem Teil entwickelt. Das nassen Teil alleine bei Wind über den Rucksack zu bekommen, ist eine echte Herausforderung. Dazu gehen ständig die Druckknöpfe auf. Aber er tut was er soll und das bei Schlanken 230g. Mit Schirm zusammen etwas over the Top. Regenrock hätte auch gereicht. Zumal nach einem ganzen ducking Tag Regen sowieso alles nass ist.

    Nach ein paar km habe ich einen Mini Hobo gefunden (und natürlich da gelassen).

    Nach einer Weile dann Kaffeepause und Tarp trocken in einer Hütte.

    Dann den Rest des Tages weiter durch den Regen und über Forststraßen.

    Wenigstens einige Wegbegleiter wussten das Wetter zu schätzen.

    Gegen Abend klarte es dann auf, so dass ich im Trockenen aufbauen konnte. Ich war komplett nass, inkl. Schuhe und trotz Poncho. Lob an die Zehensocken. Trotz aufgeweichter Haut keine Blasen. Abends stieß dann ein Bekannter dazu.

    Ich war letzte Woche von Dienstag bis Samstag auf dem Niebelungensteig.

    Das Ganze war ein Test für den Sommer, wo ich mit ein paar Leuten 2 Wochen in Schweden unterwegs sein werde. Ziel des Tests war zu gucken wieviel Futter ich wirklich einpacken muss, da wir im Sommer auch bis zu 5 Tage ohne Resuply haben werden und ich sonst eigentlich gerne Unterwegs esse.

    Da mein Schlafsack für die Crosshammock noch nicht angekommen war, war das relativ schwere XLC Setup mit Minifly dabei.

    Scheiß Wetter war angesagt und ich wollte meinen Schirm etwas besser kennen lernen. Dazu mein STS Nanosil Ponchotarp, das auch noch getestet werden wollte. Das neue Solarpanel war auch dabei. Insgesamt viel zu schwer 🥵. Aber wie gesagt, war es mehr Testlauf als Ausrüstung für die Tor und die Gegend.

    Los ging es am Dienstag Nachmittag in Freudenberg, also eigentlich am Ende des Weges. Das Wetter war bis auf ein paar Tropfen super.

    Erstmal ging es rauf mit herrlichem Blick ins Tal.

    Um ca. 5 hab ich dann Pause gemacht, etwas gekocht und den Blich auf die Orte Miltenbach und Bürgstadt genossen.

    Dann ging es weiter durch die Orte und auf Suche für‘s Nachtlager.

    Damit hatte ich noch nie Probleme, in zwei anderen Wohnungen hat das mit einem Haken pro Seite immer gut geklappt. HM-Calculator und dann einfach zuerst mit Stahlnägeln die avisierten Höhen austesten. Die Nägel halten meist so gut, das man eine HM mit Quilt anhängen kann, dann erhält man schon gut ein Gefühl für die Winkel und die Einstiegshöhe.

    Was heißt Probleme? Auch eine nicht ganz optimal hängende Matte ist noch halbwegs bequem. Wie hast du denn ohne Verstellmöglichkeit getestet, ob Du das Optimum hattest? Bei meiner Traveler XL bzw. XLC sind es teilweise wenige cm, die das Komfortoptimum ausmachen. Die Messunsicherheit (Ablesegenauigkeit, Seildehnung, Seilwindungen, Messwinkel) bei der Ridgelinelänge liegt bereits im Bereich einiger cm, was sich dann auch durch einen Calculator durchzieht/vergrößert. Selbst nachdem die Schienen hingen, hab ich es noch 2 mal zum Optimieren geändert. Unbequem war es vorher auch nicht, aber auch noch nicht perfekt.

    Mit Stahlnägeln testen heißt reinlegen? Da musst du gute Wände haben. 😉 Ob das Ding sauber hängt, merke ich zumindest erst abschließend wenn ich drin gelegen habe.

    Naja vllt. bin ich auch zu nerdig, aber bei GE-HM, die nicht gleich hoch aufgehängt werden, würde ich persönlich immer mindestens eine Seite verstellbar halten.

    Vorausgesetzt du verwendest nur eine Matte, musst du trotzdem erstmal die jeweils optimale Höhe kennen. Und zwar vorm Bohren, was die erste Schwierigkeit darstellt. Dazu ist eine Aufhängung mit Gurten halt doch geringfügig anders als an Stahlösen.

    Sobald Du wirklich verschiedene HM aufhängen willst oder den Ort z.b. näher an die Wand verschieben willst, wirst Du kaum mit 2 Fixen Punkten auskommen.

    Ich weiß warum ich das Superfly habe.... ich will in jedem Fall (auch bei stärkerem Regen mit Wind) trocken bleiben und wundere mich immer über die Kompromißfähigkeit einiger Mitglieder hier. Klar, ist ein kleineres Tarp leichter. Aber was nützt mir das bei üblem Wetter?

    Das Superfly ist ein Palast. Hab ich und liebe ich. Aber das Minifly ist schon ein vollwertiges Tarp. Wenn man damit tief - also nah - an der HM abspannt, wird man da auch nicht nass, was auch nur bei viel Wind nötig wird.

    Mal zum Vergleich das STS NanoSil auf dem Minifly. Da fehlt an diversen Stellen einiges und das Minifly ist ja schon relativ schlank geschnitten. Ich hatte den Tag unterm Pocho durchgehend Regen und war total nass. Fortsetzung in der Nacht brauchst du da nicht

    Ich hab schon jmd. an Lash it Hängen sehen. Ich hab mich einmal gelegt, weil ich mich neben die Matte gesetzt hab :D. Standardisierte Verfahren wie Bruchlastbestimmung hast Du ja schon genannt. Dazu geben Hersteller Empfehlungen. Mehr Sinnvolles gibt's nicht. Der größte Risikofaktor bist Du selbst. Wenn dein gear für dein Gewicht empfohlen wird, wird es halten. Zumindest solange Du es gut pflegst, aussortierst, wenn es Macken hat und vor allem nichts dummes tust.

    Hier einmal Kollege 3 von den von hangloose gelisteten Panels. (Immer wieder schön Neuware sofort mit dem Dremel zu bearbeiten 😅)

    Nächste Woche wird das Ding im Odenwald getestet.

    Wie mach ihr das neben Levi’s Klettvariante mit der Powerbank? Wo lasst ihr die? Ich überlege mit Gaffa eine Tasche auf der Rückseite zu kleben.

    Wie sensibel sind die Panels bzw. Buchsen bei Regen? Braucht das Panel ein Verhüterli?

    Ich hab mein Kochsystem etwas optimiert.

    Kocher ist für 550er bzw. 750er Pot, aber kann auch für die #Pangate Pfanne genutzt werden, wenn die bei Fresstouren auch mit dabei ist. Inkl. Toaks 37g.

    Für die #Pangate hab ich dazu einen Deckel aus einer Grillschale „gebaut“. Dazu habe ich die Ecken gefalzt, so dass das ganze etwas stabiler wird und etwas an der Pfanne klemmt. (Praxistest steht aus)