Ich habe eine Frage zum ersten Bild...
Beiträge von Trotz Matte Glatze
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Ich würde das gerne Mal aufdröseln was Gummikordel kann und was nicht.
Erstmal Basics: Gummi dehnt sich proportional zur eingetragenen Kraft. Das heißt je mehr Kraft wirkt, um so länger wird es bzw. andersherum wirkt mehr Kraft je länge ich das Gummi dehne. Das heißt, dass ein Gummi keinerlei Kraft "puffert", sondern nur "mehr Seillänge" zur Verfügung steht. Um wirkende Kräfte zu bregrenzen bräuchte man eine Sollbruchstelle.
Das ganze gilt aber ohnehin nur, wenn ich eine ausreichend dicke Gummikordel nehme, die nicht sowieso beim Abspannen auf Anschlag ist. Mit "auf Anschlag" meine ich, dass nicht mehr der Gummikern die Kraft aufnimmt, sondern der gewebte Mantel. Meine 2mm Kordel ist dafür in Guylines definitiv zu schwach. 3mm geht dafür so naja. .
Was heißt das jetzt für den Fall A, dass jemand in die Leine latscht und für den Fall B, wo Wind auf das Tarp wirkt.
Fall A. Der Fuß des Deppen trifft mit einer Masse X und eine Geschwindigkeit Y auf die Leine und bringt einen Impuls (Masse x Geschw.) bzw. eine Kraft (Masse x Beschleunigung) auf die Leine. Über einen Gewissen Zeitraum wird die Leine länger sowie die Kräfte größer. Ohne Gummi läge der volle Impuls im Gegensatz dazu sofort an. Da wir normalerweise nicht durchziehenwie Fußballer auf Epo und auf die Sinneswahrnehmung am Bein reagieren um uns nicht zu maulen, steigt durch das Gummi die Wahrscheinlichkeit, dass der Schlag auf das Tarp geringer ausfällt als ohne.
Fall B. Die Kraft, die (zusätzlich) auf das Tarp bzw. die Leinen wirkt, hängt nur ab von der Angriffsfläche des Winds am Tarp. Das ist so weil der Wind ist wie er ist, egal ob Gummi oder nicht. Die Frage, ob mehr oder weniger Kraft wirkt hängt also davon ab, ob durch die sich verlängernde Leine mehr Angriffsfläche entsteht. Im allgemeinen wird man diese Frage mit ja beantworten können. Deswegen spannt man bei Sturm auch so tief wie möglich ab, damit der Wind nicht "unter das Tarp greifen" kann. Da will ich auch keine Dehnung im Seil, sondern "festballern".
Fazit: Gegen Stolpern hilft es bis zu einem gewissen Grad. Bei Sturm hilft das wenig oder ist sogar kontraproduktiv.
Wirklich Sinn ergibt das Ganze, um bei Silnylon Tarps die Dehnung des Stoffs bei Nässe abzufangen, was eine Leine ohne Dehnung nicht kann. Hier kann man sich so das Nachspannen bei Regen sparen.
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Wie wär's mit Kartuschen einfach umfüllen?
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Das mit dem Heißverformen ist eher eine akademische Geschichte. Federstahl hat eine hohe Festigkeit und einen großen elastischen Bereich. Wenn ich innerhalb dieses elastischen Bereichs verforme, federt das einfach zurück, wenn ich nicht erwärme. Beim Kaltverformen (= über den elastischen Bereich hinaus biegen) erhöht man die Versetzungen im Material. Dadurch sind Deine Spitzen jetzt härter und spröder als der Rest des Materials, was aber praktisch für Deinen Anwendungfall irrelevant ist. Du brauchst ja keine Feder die einer hohen Frequenz an Lastwechseln ausgesetzt ist.
Problem beim Erwärmen zu Hause ist die Temperaturführung. Mit einem Brenner bin ich schnell zu warm.
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Mir stellt sich jetzt aber auch die Frage, einen UQ waschen?
Ja bestimmt mal irgendwann, oder wenn da mal was dran gekommen ist.
Kann ganz banal sein, dass das notwendig wird. Bei meinem Schlafsack von Cumulus hat sich eine Naht von einem Innensteg gelöst. Eigentlich kein Thema, weil Garantie. Nur geben die halt vor, dass Reparaturen nur an gereinigten/sauberen durchgeführt werden.
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Ach, liebe Leute,
hätt' ich mir das Thema doch einfach verkniffen.
Schade um die ganze Verballhornung.
Ich hatt's tatsächlich ganz ernst gemeint, aber nun gut...

Da hattest Du wohl eine Lange Leitung...
Manches kann man sich nicht verkneifen...
Bei Fäkalhumor nässen halt manche ein...
Dann wird's feucht fröhlich...
Wenn's erstmal läuft ist's schwer aufzuhören...
Sei nicht angepisst...
Ich glaub ich bin fertig...
Ok, ich verpiss mich ja schon...
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Wie reinigt ihr verrußte Alutöpfe ( z.B. Trangia) nach der Tour? "Gar nicht" zählt nicht.
Die werden ganz normal von Hand gespült. Was da nicht abgeht, bleibt dran.
Ruß am Topf ist Zeichen von Ehre und Erfahrung 💪😅 (Wie bei Arbeitsschuhen erkennt man die Anfänger an Sauberkeit 🙈😂)
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Sich am nächsten Morgen mit einem Beutel Pisse auseinander setzen zu müssen und dazu dann Pipibehaftetes Zeug mitschleppen zu müssen... Da springe ich gern eben raus. Und über mögliche Leckagen haben wir da noch nicht geredet.
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Danke

Also meine Erfahrung ist, das bei entsprechender Witterung behandelte und unbehandelte Daune früher oder später kollabiert. Da gibt es für mich keinen so großen Unterschied. Anders sieht das beim trocknen aus, da finde ich das die behandelte Daune schneller wieder fit ist. […]
das deckt sich mit dem was was ich an Informationen zusammen bekommen habe. Hast Du die Hydrodaune schon gewaschen? Weil genau da wird es spannend. Normale Daune kann man einigermaßen problemlos Waschen und hat danach wieder einen freshen Quilt/Schlafsack. Bei hydrophober Daune scheint das zumindest nicht selten zu Problemen zu führen.
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Mal davon ab habe ich auch eigene Erfahrungen mit behandelten und unbehandelten Daunen.
Deine Erfahrung wollte ich gar nicht in Abrede stellen. Im Gegenteil würde mich freuen, wenn Du sie teilst.

Es ging mir mehr um die grundsätzliche Aussagekraft solcher “Tests”. Danke für den Link. Wilbo nennt es ja sogar selbst “pseudowissenschaftlich” 😇
Mittagsfrost vllt in einen eigenen Faden verschieben?
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Im UL Trekking Forum hat mal jemand einen Test mit zwei Daunenpackungen gemacht. Selbe Bauschkraft und Gewicht. Behandelt und unbehandelt. Die Wasseraufnahme war identisch, nur ist die behandelte Daune schneller getrocknet.
Was heißt denn Wasseraufnahme? Unter welchen Bedingungen? Wie gemessen? Wie war die Isolation bei gleichem Wassergehalt? Wie der Loft? Gepackt? Wie sehr komprimiert? Wie repräsentativ war die Daunenqualität für das was Hersteller einsetzen? Wie genau wurde gemessen? War die Daune frisch oder jahrelang vollgepupt? Welchen Einfluss hat das?
So ein “Test” mag ganz nett sein um ein Gefühl dafür zu kriegen was man da in den Fingern hat. Aber ohne entsprechendes Prüfdesign, Messunsicherheitsbetrachtungen, etc. sagt so ein Test unter “Laborbedingungen” relativ wenig aus über das Verhalten in freier Wildbahn.
Für mich persönlich (ich habe ein Prüflabor betreut) ist da die Praxiserfahrung von alten Haudegen wie wuppitom wesentlich aussagekräftiger als ein Wohnzimmerversuch. Aber das muss jeder für sich selbst bewerten und im Zweifel eigene Erfahrungen sammeln.
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Und hydrophobe Daune ist nicht resistenter gegen Feuchtigkeit als unbehandelte Daune.
Ich habe von wirklichen Outdoornerds schon mehrfach gehört, dass hydrophobe Daunen durchaus beeindruckend performen im direkten Vergleich. Bei Verwendung mit hoher Wahrscheinlichkeit für Nässe, Jacken z. B., haben sie durchaus Vorteile. Loft kommt schneller/hält besser auch wenn feucht. Das Problem scheint eher die Langzeitperformance bzw. Waschen, und fehlende Infos was da an Zeugs eingesetzt wird.
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Und was ich auch nicht wusste bis vor kurzem:
Hydrophobe Daune verliert durch die Beschichtung etwas von ihrer Isolationsfähigkeit, da die ganz feinen Hährchen/Fäden/Verästelungen der Daune verkleben.
Man munkelt weiterhin, dass durch die Behandlung minderwertige Daunen “aufgepimpt” werden. Das funktioniert vermutlich durch Substanzen, die die elektrostatischen Eigenschaften verändern. Ähnlich den abstehenden Haaren, wenn man stark aufgeladen ist, erhöht sich die gemessene Bauschkraft. Diese wird bei “unbehandelten“ Daunen durch die besagten Hährchen/Fäden/Verästelungen erreicht. Parallel wird durch die Behandlung die natürliche wasserabweisende Beschichtung ersetzt.
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Bei mir wäre das hydrophile Daune und den außen besser Wind- & Feuchtigkeit abweisender Stoff. Ich denke beides sollte sinnvoll sein?
Hydrophobe (!) Daune wird von Cumulus nur auf Nachfrage in Schlafsäcken und co eingesetzt (nur bei Jacken, die öfter Nass werden). Platzhirsche wie Western Mountaineering setzen sie gar nicht ein. Outdoor Service wäscht sie nicht. Das hat Gründe. Man liest häufiger, dass die Behandlung der Daune nur bis zum ersten Waschen gut funktioniert. Ich habe die Finger davon gelassen.
Wasser abweisende Außenschicht funktioniert in beide Richtungen. Auch dein Schweiß wird nicht so gut abtransportiert. Auslüften dauert länger. Die Luft geht beim Packen langsamer raus. Bei meinem Custom Schlafsack habe ich die Fußbox Wasserabweisend gewählt, weil die im Zelt (er hat Jehova gesagt 😇) gerne mal mit der Nassen Zeltwand in Kontakt kommt. Bei Top oder Underquilt sehe ich nicht welchen Vorteil das bringen würde. Gerade ein Underquilt kriegt normalerweise nichts ab und wird auch mechanisch eigentlich null belastet, so dass ich da auf dünnen leichten Stoff gehen würde und das gesparte Gewicht lieber in die Daunenmenge investieren würde.
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Fagorian lesen hilft.😇 Da ich selbst bei Kopfhörerkabeln schon Surren hatte, war ich davon ausgegangen, dass das sämtliche Leinen betrifft.
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Verdrillen der Bänder hilft gegen Surren! Aber bei so starkem Wind vielleicht nicht genug.
Ich glaube zu wissen was Verdrillen ist. Aber wie ich das bei Tarpleinen machen soll, ist mir nicht klar. Gibt es da Anschauungsmaterial?
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Wenn die Menschen sich entsprechend benehmen, können auch ganze Gruppen nachts leise sein.
Und weil das in der Regel nicht so ist, gilt im Jedermannsrecht:
ZitatWenn Ihr mit mehr als zwei Zelten unterwegs seid und sei es nur für eine Nacht, solltet Ihr mit dem Grundbesitzer sprechen.
Nochmal die Bitte: Verbreite, bitte bitte mit Kirsche drauf, keine missverständlichen Halbwahrheiten.
Es ist bereits im Gespräch, das Jedermannsrecht für Ausländer zu kippen.
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bogus Verbreite bitte keinen Unsinn. Du hast EIN Schild von EINEM Naturreservat durch einen Übersetzter gejagt und erzählst jetzt mit breiter Brust, das wäre die Regel. Ist es nicht. Es ist genau andersherum.
Du darfst in den Naturreservaten und den Nationalparks erstmal NICHT übernachten. Ausnahmen sind aber möglich und können von der jeweiligen Gemeinde festgelegt werden.
ZitatIn Naturschutzgebieten und Nationalparks gelten in der Regel besondere Bestimmungen.
Das Jedermannrecht gilt dort nicht oder nur in Teilen, um Natur- und Kulturwerte zu schützen. Z. B. können Zelten und Radfahren verboten sein. Lest die Hinweistafeln in diesen Gebieten. Im übrigen darf man in Nationalparks auch keine Drohnen fliegen lassen.
Jedermannsrecht (allemansrätten) in Schweden - Schwedentipps.seDas Jedermannsrecht regelt den Umgang mit Tieren und Pflanzen und sagt, wie, wo und wie lange man sich in der freien Natur aufhalten darf.www.schwedentipps.seZitat- Tents are generally not allowed in sports grounds, national parks or nature reserves – but each municipality has its own rules – and indeed exceptions. You’ll find information on the municipalities' websites, on noticeboards or at the local tourist offices.
The Right of Public Access – Swedish freedom to roamThe Right of Public Access – Swedish freedom to roamvisitsweden.com