Habe meinen Post entsprechend editiert.
Das mag eine Geste guten Willens sein, aber wirklich sinnvoll ist es imho nicht:
Entweder man bereut etwas und bittet um Verzeihung (hilft leider auch nicht immer), oder man steht voll zu seinem Wort — die Angegriffenen haben ja afaics eh schon gesehen, dass sie gemeint sind.
Was hier gerade passiert ist meiner Meinung nach übrigens eine Folge des schlimmsten Problems des Internet-Zeitalters: Im "echten Leben" muss man zwangsweise mit Verwandtschaft, Arbeitskollegen, Vereinskameraden etc. zurecht kommen; dass klappt auch nicht immer, aber die "Strafe" folgt da meist prompt (ein zünftiger Nachbarschaftsstreit kann allen Beteiligten das Leben ordentlich vermiesen).
Im Internet dagegen... unfollow, ignorelist, Accountsperre — wenn man in der ganzen Welt suchen kann, findet man für jede Meinung genug Anhänger, und mit denen kann man dann ungestört seine Vorurteile pflegen.
Am Ende trifft man sich dann doch auf der Straße wieder, aber wenn alle Beteiligten erst einmal radikalisiert sind, eskaliert es dort nur noch mehr: Covidioten gegen Impfzombies, Pegida gegen Refugees welcome, Wolfsfreude gegen Weidetierhalter, Trump gegen Nicht-Trump... immer das gleiche Prinzip (und Amerika ist uns wie üblich ein paar Jahre in der Entwicklung voraus).
Imho müssen wir alle wieder lernen zu streiten — und sich danach zu versöhnen, denn in den meisten Fällen ist der "Feind" eigentlich ein ganz normaler Mensch, mit dem man in anderen Situationen auch ohne Probleme auskommen kann.