So, versprochen ist versprochen
— ein kurzes Fazit zu der Matte.
Als erstes fällt die mitgelieferte "Aufhängung" auf. Da bin ich von günstigen Angeboten einiges Leid gewohnt, aber Hammock Bliss liefert nichts halbes und nichts ganzes.
Konkret sind es zwei Stück "Kletterseil" in je 2,5m Länge. Soweit, so gut — aber die Seile sind einfach durch die Tunnelzüge an Kopf- und Fußende der Matte gezogen, und die Enden schauen lose raus.
Als "Profi" fragt man sich, warum nicht zwei kleine Schlaufen verbaut werden, und als experimentierfreudiger Newbie wird man wahrscheinlich unsanft auf der Erde landen oder Schaden an Bäumen anrichten; eine Anleitung, was genau man machen soll, gibt es jedenfalls nicht. Ich habe die Seile erst einmal schnell verknotet, und dann mit einem verstellbaren Gurt verbunden — im Garten stört das überschüssige Seil nicht.

Ohne weiteres Zubehör gibt es beim Liegen keine Überraschungen: Vielleicht etwas bequemer als eine "normale" Matte in eher kleiner Länge (laut Katalog 315cm * 135cm), aber im Blindtest würde wahrscheinlich nicht einmal der Erfinder einen Unterschied merken. Der Stoff fühlt sich aber angenehm an, und die Verarbeitung ist auch ordentlich.
Die Besonderheit des Sky Beds ist aber das Einschubfach, in das ich zunächst eine ThermARest in Mumienform gesteckt habe.
Anders als bei ein normalen zweilagigen Hängematte gibt es hier keine Möglichkeit, irgendwas falsch zu machen, und die Isomatte bleibt unverrückbar an der richtigen Stelle. Allerdings stört, dass die Füße auf einer schiefen Ebene liegen, und immer nach links rutschen
.
Erster Gedanke: Eine verkürzte Isomatte — dann dürfte nichts schlittern. Zum Glück habe ich nicht gleich zur Schere gegriffen
, sondern meiner Exped-Luftmatratze eine Chance gegeben. Obwohl die deutlich dicker ist, passt sie auch wunderbar, und da ich die Luma wie unter meiner RidgeRunner nur sehr sparsam aufpumpe (auf dem Boden würde es wahrscheinlich hart werden), schmiegt sich auch das Fussende an die Hängematte an.
Ich will nicht ausschließen, dass man das mit einer selbstaufblasenden Unterlage auch erreichen kann; vielleicht war einfach die Dicke entscheidend (man merkt deutlicher, wo man in Relation zum Pad liegt).
Apropos Dicke: Die Isomatte hängt nicht wie ein Quilt unter der Liegefläche, sondern wird vom Körpergewicht dagegen gepresst. Dadurch bleibt links und rechts der Isomatte ein Freiraum, in dem der Topquilt nicht komprimiert wird; ich gehe also davon aus, dass man ungeachtet irgendwelcher R-Werte mit einer dicken Luftmatratze insgesamt wärmer schläft.

Ich habe ziemlich genau die Maße einer normalen Isomatte (zumindest in zwei Dimensionen
, und ohne Arme), und kann anhand des grauen Stoffs des Einschubfachs genau sehen, dass es knapp wird — allerdings bleibt über dem Fach noch Platz für ein Kissen, und spätestens damit liege ich sehr bequem. In der letzten Hitzeperiode habe ich einen Nachteil der luftdichten Isolierung bemerkt: Ich habe im Pyjama nicht wirklich geschwitzt, aber beim Drehen ist es am Rücken etwas kühler geworden. In einer tropischen Nacht würde ich im Zweifelsfall die Luftmatratze weglassen und das Sky Bed umdrehen (damit sich in der Tasche ein kleines Luftpolster bilden kann).
Unterm Strich wurde ich nicht positiv überrascht (es ist halt eine Hängematte, und die Unterlage kann nicht verrutschen), aber eben auch nicht negativ:
Das Konzept funktioniert, und man kann im Sky Bed ohne Scherereien mit einer Luftmatratze nächtigen.
Da die Hängematte kein Moskitonetz hat, bringt sie allerdings keinen weiteren Mehrwert, wenn man auf den Boden muss.


(Liegeposition quer zur eigentlichen Ausrichtung — geht selbst mit einer Matte im Fach)