Beiträge von Riippumatto-Joerg

    Noch zur Dehnbarkeit des Grundstoffes: Ich denke, wenn beide Stoffe RS-Nylon sind, und die HM deutlich schwerer (g/m2) dann ist der daunendichte Stoff sicher auch deutlich dehnbarer. Die Fäden sind dünner, und dadurch idR automatisch auch enger gewebt, aber der Querschnitt ist eben geringer.


    Zusätzliche Coats zur Daunendichtigkeit (und Teil des Gewichts) sind im Zweifelsfalle auch eher elastisch.

    Wenn beide nahezu gleich schwer sind, oder ganz anderes Gewebe oder Material, sollte man sicher genauer prüfen, Dynema etc.

    Bisher sind alle meine Daunendichten Quilts dehnbarer als die HMn die ich besitze. Ich habe allerdings keine UL-HMn im Einsatz.

    Bitte korrigiert mich, man lernt nie aus!

    Eine andere Variante fiele mir noch ein:

    Den UQ wie in meinem Projekt (diagonal auf einer rechteckigen Stoffbahn) vorfertigen und dann die Seitenkanten des rechteckigen Stoffs auf 2/3...1/2 der Länge (von Schulter bis Fuss) mit den Seitenkanten der HM vernähen. Die UQ-Stoff-Enden aber separat lassen, bündeln und an den HM-Enden/Karabiner elastisch kontrolliert abspannen.

    Dann umgehst du das UQ-Ausversehen-Reinsetzproblem, hast eine kombinerte Matte ohne Frills und kannst trotzdem Luftblasen wie auch Überspannung und Nahtlöcher vermeiden. Und im Notfall recht unproblematisch nachbessern, ohne die HM-Reissfestigkeit zu gefährden. Die UQ-Stoffe (zum vollen Rechteck) wiegen vergleichsweise wenig...

    Oder eben lösbare Verbindungen an den Seitenkanten, aber dann ists quasi schon wie bei meinem Projekt.

    Um meine Verwirrung zu lösen: Riippumatto-Joerg, du hattest ursprünglich u.a. den Gedanken, eine Hängematte mit integriertem Daunen-Underquilt zu nähen, bist aber dann auf eine wookiartige Eigenkonstruktion gegangen? Also von der Thermomatte weg zu einem sehr schönen Underquilt?

    Richtig.

    Was ich mir aber gar nicht vorstellen kann, wenn ich den Daunenquilt direkt unter die Liegefläche nähe: Daunendichter Stoff dürfte viel weniger dehnbar sein, als der Hängemattenstoff. Da ich auf dem Rücken und beiden Seiten schlafe, habe ich auch unterschiedliche Liegepositionen mit unterschiedlichen Belastungs-/Dehnungsschwerpunkten. Wie kriege ich das hin, ohne beim Bewegen wahlweise Nähte aufzureißen oder Luftlöcher unter mir zu haben?

    Das war auch bei mir mehr oder weniger der Ausschlag verursachende (?) Punkt, der extra UQ kann sich immer locker der Körperform anpassen, auch wenn man sich dreht. Während fest vernähte Daunenkammern eben alle Dehnungsunterschiede mitmachen müssen. Da hatte ich dann doch etwas Respekt.

    Ich meine aber (nach diesem Projekt), der leichtere daunendichte Stoff ist doch in aller Regel dehnbarer als die HM, die ja eine deutlich höhere Zugsfestigkeit haben muss. Bei mir ist das jedenfalls ganz klar der Fall. Selbst der etwas festere Stoff eines Selva600 ist immer noch deutlich dehnbarer als mein Standard Extex Hängematten-RS-Nylon (war jener 70den und 60g/m2 oder umgekehrt?)

    Ich denke also, wenn du die reichliche Differenzierung, die ich beschrieben habe, ebenso radikal durchführst, sollte das auch bei Seitenschlafen schon passen.

    Auch in Bezug auf Stefanie's berichteter Erfahrung würde ich selbst (wenn ich heute eine Daunen-Thermomatte nähen würde) die Stege aber auf jeden Fall an der HM mit durchnähen, und zwar auf ganzer Länge, um beste Lastverteilung zu erreichen. Den UQ als ganzen nachträglich anzunähen könnte u.U. zu dicken Luftblasen zB im Beinbereich führen, oder aber eben zu gespannten Nähten aussen. Das meinst du wohl auch mit den u.U. aufziehenden Nähten beim Bewegen.

    Wenn du das (Stege auch an der HM durchnähen) handwerklich meisterst, schaffst du es sicher auch, die HM immer einen Tick straffer unter dem Nähfuss zu halten als die obere Daunendicht-Lage? Dann dürfte definitiv keine Nahtlochdehnung am daunendichten Stoff mehr passieren.

    Allerdings wenn die HM deutlich mehr flext als die Naht selbst, könnte es passieren, dass du die Steg-Nähte straff unter dir spürst (?), die HM(!) Nahtlöcher zieht oder gar der Nahtfaden überbeansprucht wird(?). Auch deshalb würde ich den HM-Stoff beim Durchnähen lieber etwas straffer zwischen zwei Händen vorspannen, und die Fadenwahl und -Spannung beachten.

    Auch könnten die durchgehenden Nähte u.U. die Festigkeit der HM beeinflussen.

    Sicher nichts für Anfänger aber du hast ja Mut also sicher auch Erfahrung.

    Der Steg-Mückengitterstoff ist jedenfalls sehr dehnbar und macht so ziemlich alles mit, um den musst du dich am wenigsten sorgen.

    Auf jeden Fall berichte darüber, falls du dich da ran traust, ich bin da auch sehr gespannt! :)

    Übrigens ich glaube mich zu erinnern, Mittagsfrost hatte mal einen Daunen-UQ im ganzen angenäht und die richtige Spannung mit probieren hinbekommen...? Aber wie war das mit etwaigen Luftblasen, und Nahtspannung in Seitenlage (sicher ein Kompromiss)?

    Ja an den Knöcheln schmerzt es, und bei Männern auch etwas in der Hose. Probiert es bei eurem nächsten Hängemattentreffen aus. Am besten aber nach der Hängenacht, da man schon paar kJ verliert. Kopf besser über Wasser halten. Mütze schadet nix. Sowas bekommt man beim ersten Mal am besten mit vereinigter Dummheit hin. Fünfzehn oder noch besser zwanzig Sekunden im kalten Wasser aushalten (oder länger), die Durchblutung ungefähr eine Minute danach macht alles wieder wett, ein Gefühl, das ich jedem empfehle, einmal erlebt zu haben. Versprochen!!!

    (Und bitte hier dokumentieren!)

    Klar, war schon in der Sauna.

    Das schlimmste ist an sich der Wind. Eigentlich waren es nur -12 aber mit windchill eben -20. Das Wasser war zum Glück schön warm und flüssig!

    Irgendwann hatten wir das auch mal ohne Sauna gemacht, ging ein paar Mal auch ganz gut. Aber einmal bei recht starkem Frost, Pulverschnee und auch Wind waren die Finger hinterher so eingefroren, dass ich die Sachen kaum noch angezogen bekam. Das war dann schon grenzwertig.

    Vor dem Übernachten draussen im Winter würde ich das jedenfalls nicht empehlen.

    Ich hab gestern bei gefühlt -20Grad etwas gebadet (bekloppt wie ich bin),

    heute noch Druckknöpfe an meine neuen Gamaschen rangeknackst

    und dann noch den Echtholz-DIY-Tannenbaum elektrifiziert...

    (Wenn ich noch so einen baute, hätte ich glatt noch einen gut beleuchteten Hängeplatz zum Lesen...:/)

    Oh Mann, ich muss dich mal besuchen kommen...

    Na klar, aber richtig fein wirds nach Weihnachten...

    Damit ich dann auch WIRKLICH in den Schnee kann, bräuchte ich eigentlich noch ordentliche Cordura-Gamaschen... Schnell die Salewa meines guten Freundes Alex rückwärts-ingenieurt:

    Jetzt noch Felle für die Ski einfallen lassen und Tiefschnee-Stöcke schnitzen...

    barfuß : Im 3. Bild siehst du (reinzoomen) einen Kordelstopper oben mittig. Die gelbe Schnur klinke ich umlaufend durch die HM-Aufhäng-Karabiner. Wenn man das obere Ende der gelben Schnur am Kordelstopper raus zieht, was man sitzen in der HM gut schafft, hebt sich die Platte/Matte/Wanne/Tasche. Und umgekehrt senkt sie sich auch wieder.

    (Irgendwann macht das Heben und Senken dann ein E-Motor über meine Handy-App. 8))