Um meine Verwirrung zu lösen: Riippumatto-Joerg, du hattest ursprünglich u.a. den Gedanken, eine Hängematte mit integriertem Daunen-Underquilt zu nähen, bist aber dann auf eine wookiartige Eigenkonstruktion gegangen? Also von der Thermomatte weg zu einem sehr schönen Underquilt?
Richtig.
Was ich mir aber gar nicht vorstellen kann, wenn ich den Daunenquilt direkt unter die Liegefläche nähe: Daunendichter Stoff dürfte viel weniger dehnbar sein, als der Hängemattenstoff. Da ich auf dem Rücken und beiden Seiten schlafe, habe ich auch unterschiedliche Liegepositionen mit unterschiedlichen Belastungs-/Dehnungsschwerpunkten. Wie kriege ich das hin, ohne beim Bewegen wahlweise Nähte aufzureißen oder Luftlöcher unter mir zu haben?
Das war auch bei mir mehr oder weniger der Ausschlag verursachende (?) Punkt, der extra UQ kann sich immer locker der Körperform anpassen, auch wenn man sich dreht. Während fest vernähte Daunenkammern eben alle Dehnungsunterschiede mitmachen müssen. Da hatte ich dann doch etwas Respekt.
Ich meine aber (nach diesem Projekt), der leichtere daunendichte Stoff ist doch in aller Regel dehnbarer als die HM, die ja eine deutlich höhere Zugsfestigkeit haben muss. Bei mir ist das jedenfalls ganz klar der Fall. Selbst der etwas festere Stoff eines Selva600 ist immer noch deutlich dehnbarer als mein Standard Extex Hängematten-RS-Nylon (war jener 70den und 60g/m2 oder umgekehrt?)
Ich denke also, wenn du die reichliche Differenzierung, die ich beschrieben habe, ebenso radikal durchführst, sollte das auch bei Seitenschlafen schon passen.
Auch in Bezug auf Stefanie's berichteter Erfahrung würde ich selbst (wenn ich heute eine Daunen-Thermomatte nähen würde) die Stege aber auf jeden Fall an der HM mit durchnähen, und zwar auf ganzer Länge, um beste Lastverteilung zu erreichen. Den UQ als ganzen nachträglich anzunähen könnte u.U. zu dicken Luftblasen zB im Beinbereich führen, oder aber eben zu gespannten Nähten aussen. Das meinst du wohl auch mit den u.U. aufziehenden Nähten beim Bewegen.
Wenn du das (Stege auch an der HM durchnähen) handwerklich meisterst, schaffst du es sicher auch, die HM immer einen Tick straffer unter dem Nähfuss zu halten als die obere Daunendicht-Lage? Dann dürfte definitiv keine Nahtlochdehnung am daunendichten Stoff mehr passieren.
Allerdings wenn die HM deutlich mehr flext als die Naht selbst, könnte es passieren, dass du die Steg-Nähte straff unter dir spürst (?), die HM(!) Nahtlöcher zieht oder gar der Nahtfaden überbeansprucht wird(?). Auch deshalb würde ich den HM-Stoff beim Durchnähen lieber etwas straffer zwischen zwei Händen vorspannen, und die Fadenwahl und -Spannung beachten.
Auch könnten die durchgehenden Nähte u.U. die Festigkeit der HM beeinflussen.
Sicher nichts für Anfänger aber du hast ja Mut also sicher auch Erfahrung.
Der Steg-Mückengitterstoff ist jedenfalls sehr dehnbar und macht so ziemlich alles mit, um den musst du dich am wenigsten sorgen.
Auf jeden Fall berichte darüber, falls du dich da ran traust, ich bin da auch sehr gespannt! 
Übrigens ich glaube mich zu erinnern, Mittagsfrost hatte mal einen Daunen-UQ im ganzen angenäht und die richtige Spannung mit probieren hinbekommen...? Aber wie war das mit etwaigen Luftblasen, und Nahtspannung in Seitenlage (sicher ein Kompromiss)?