Posts by Riippumatto-Joerg

    ...Probenacht war übrigens sehr gut, die RVS-Lösung zumindest auf der rechten Seite (also bei mir Oberkörper-fernen Seite) kann ich "wärmstens" empfehlen, insbesondere die Kältebrücken-freie Kniefreiheit und unkompliziertes Drehen in der Nacht. Links (Oberkörper-nah) habe ich nicht zugezogen, das lag gut so.

    Theoretisch kann man die Seite wechseln, wenn man andersherum liegt, oder die zweite (linke) RVS-Hälfte eben ganz weglassen.

    Beide Seiten zugleich zu ziehen macht evtl. dann Sinn, wenn der Schlafsack am Fussende breit genug ist, also keine Mumie...(?)


    (Nächstes DIY-Projekt: passende Daunendecke/Topquilt mit breitem Fussteil und passendem RVS, als noch leichtere Doppelung im Winter anstelle des etwas voluminösen Kunstfaser-Schlafsacks...:/)

    Ach was, einfach loslegen. Meine erste Angstnaht ging eigentlich erstaunlich leicht von der Hand, gut, dass ich vorher geübt hatte:


    Habbdann nachher auch noch geprüft, ob ich eigentlich die richtigen Seiten vernäht habe:


    Jep.


    Kreppband hält keine Sekunde lang auf dem glitschigen Zeug, aber mit durchsichtigem Klebeband (Scotch oder Tesa oder Wasihrwollt) konnte ich in regelmäßigen Abständen die Firstkanten so fixieren, dass ich das Stöffle auf den Tisch und unter den Nähfuss bekam. Sobald ich mit der Nadel ran war, hab ichs vorher abgezogen.


    Papier ist super, einfach drunter und haste was zum Anfassen und bleibt straff im Vortransport.


    Nach den ersten paar cm dann einfach mit beiden Händen (2x Daumen und Zeigefinger) unter Zug leicht straff durchgezogen, regelmäßig angehalten und nachgegriffen, damit die Bahnen auch seitlich nicht verrutschen. Dann gings eigentlich komplett ohne weitere Hilfsmittel.


    Für die weiteren Nähte warte ich evtl. noch auf die Microtex-Nadeln, obwohl die Löcher auch so OK aussehen. (Hatte meine Nadel unterm Mikroskop angesehen, die Spitze wurde offenbar irgendwie plattgepresst, nicht perfekt aber auch nicht messerscharfe Kanten oder so...)


    Se on moro!

    Jörg

    Danke mogli ! Ich habe noch nicht angefangen (warte noch auf die Nadeln und Klammern), das mit dem Papier werde ich auf jeden Fall und das mit den Scotchtape eventuell probieren. Das Klebeband hast du mit eingenäht und längs der Löcher dann abgerissen, oder neben der Naht angebracht und wieder abgezogen?


    Gruss Jörg

    Hier paar Bilder vom Sommerschlafsack an die Thermomatte rangezippert. Im Winter soll das dann wie gesagt die äußere, doppelte Top-Iso-Hülle werden.

    Die RVS-Enden muss man leider vom Fussende her einführen (eng, gibt halt der Schlafsack-RVS vor), kann man aber dann je nach Belieben aufziehen... oder die linke Seite ganz offen lassen.


    Freu mich schon auf die nächste Probenacht! :)

    ...oder eigentlich ist der urpsrüngliche RVS 120cm breit. Aber eben nicht wegklappbare Türöffnung, und nur auf einer Seite, sodass ich zu oft die HM raus und wieder rein fädeln musste, um "richtig rum" liegen bzw. ein/aussteigen zu können, je nach Situation.


    Perfekt gelungen ists zwar auch nicht, wie man evtl. sieht, ist der blaue RVS nicht symmetrisch, habe ich doch wieder zu ungenau ausgemessen. Rechts musste ich den Schlitz deswegen sogar wieder zunähen, aber das beste am DIY ist ja gerade, wenns auch mal daneben geht. Sonst lernt man ja nichts...

    ...da ich mit meinem unkonventionell gelb-schwarzen Insektenschutzanzug nur fragwürdige Erfolge erzielen konnte, und mich die schmale, nur auf einer Seite befindliche Zugangsöffnung am Bugnet jetzt doch etwas stört, habe ich heute schnell mal einen weiteren Reissverschluss angenäht. Hab ihn extra blau gewählt, damit man ihn auf den Fotos besser sieht. ;)

    Wollte auch erreichen, dass ich die Tür zurück klappen kann, was denke ich ganz gut gelungen ist.



    (War auch eine gute Übung, mit unterschiedlichen, stark rutschigen Stoffen zu arbeiten, bevor ich mich dann ans Tarp mache. Macht Mut und gute Laune!)

    Danke schon mal an Euch beide für die guten Hinweise, Links und Allgemeine Verfühlmichsicherung.


    Furbrain : OK, die Stichplatte ist dann wohl doch vorrätig, wusste bisher nur nicht, wofür das Plastikteil eigentlich da ist - muss mich mal damit befassen.


    Mittagsfrost : Deine Variante mit der stehenden und mit Band abgedeckten Firstline wird nach weiterer Bedenkzeit immer wahrscheinlicher. Ist ja doch ganz schön viel Fläche, was ich da rechts von der Naht noch mit durchbekommen muss, und EIN FALSCHER STICHZUG in tektonisch verschobenes Material und das Tarp hat bereits seine erste Lochreihe... Das Problem hat man mit dem Auf-Kante-Nähen dann ja nicht... Aber ich teste einfach erst mal, wie das mit dem Durchziehen so klappt, und wie ich eingerolltes Material sichern könnte, zB. rechts der Nadel durch eine abgeschnittene PET-Colaflasche ziehen oder sowas. Aber ist halt immer ein erstes Mal = Risiko...)

    Hallöchen,


    Habe mein Tarp Kit und Zubehör nun erhalten und freue mich (immer noch, oder eigentlich noch mehr!) auf die schönen bevorstehenden, harmonischen Stunden mit meiner Nähmaschine und einigen wenigen, gut gewählten Flüchen!


    Doch bevor ich anfange, werde ich mir hoffentlich noch die eine oder andere Anregung von Euch holen können. Damit ich nicht wieder in fremden Themen zu sehr abschweife, habe ich gleich erst mal diesen neuen Faden aufgemacht.


    Firstline

    Die erste grosse Vernähung ist laut Anleitung ja jene. Momentan denke ich, mache ich das wie vom Hersteller vorgeschlagen, also ohne zusätzliches Dachkantenband, 2 - 3 Nähte flach und dafür mit Silikon abgedichtet. Als Silikon geht sicher handelsübliches aus dem Baumarkt (kleine Tube für leichte Applikation), dachte ich mir so.

    Die Variante mit spitzer Dachkante (mit Verstärkungsband statt Silikon), probiere ich dann evtl. bei einem späteren Tarp mal aus. So zumindest mein momentaner Gedanke, habe keine wirkliche Bevorzugung ausser das Bild des fertigen Tarps vor meinem inneren Auge.


    Meine Maschine

    ist eine sehr simple Einsteiger-Singer, ohne Obertransport soweit ich das sehen kann. Was eine Lochplatte ist, weiss ich momentan auch noch nicht. (Braucht man das unbedingt? Ich meine, UNBEDINGT?).


    Garn und Nadel:

    Bisher habe ich noch die Gütermann Mara 70 ausreichend auf der Rolle, mit der bin ich bisher sehr gut gefahren. Es sei denn, ihr ratet mir definitiv von dem ab(?), das dünne Silnylon ist natürlich eine neue Herausforderung, würde mich da Eurer Meinung sicher beugen.

    Welche (leicht erhältliche, da ich nicht in D lebe) Nadel würdet ihr für den gewählten Faden als Minimum ansehen, und auf welche Eigenschaft muss ich achten? Bei meiner HM habe ich einfach die genommen, in die ich den Faden gerade noch durch bekam, bin allerdings schon etwas altersblind. (Brille unterwegs.)

    "Microtex" habe ich schon irgendwo gelesen, das bekommt man sicher auch hier in Finnland. Aber was ist der entscheidende Unterschied, vom "Namen" mal abgesehen?


    Saum- und Kantenhilfen, Rollfuss oder keiner:

    Habe den interessanten Faden zum Rollfuss überflogen. Ich denke, so für den Anfang werde ich das aber sicher erst mal ohne Rollfuss versuchen, da ich nicht genug Stoff für eine extra Rollfuss-Lernkurve habe, und da ich mittlerweile schon einiges an Roll-Säumen (an Stoffen von sehr dick bis ziemlich dünn+rutschig) ohne viel Fachwissen und Spezialgerät hinbekommen habe, zumindest auf den lange Strecken. Werde zur Übung auch erst mit dem beiliegenden Stoffrest den Packsack zu nähen beginnen.


    Ich nähe meist langsam und vorsichtig die ersten paar cm, hin und wieder bügele ich auch vor, zumindest in den Ecken werde ich das sicher auch hier tun. Sobald die ersten cm geglückt sind, ziehe ich das ganze mit zwei Händen unter leichtem Zug durch, dadurch bleibts gerade, stoppe und roll-falte + greife in regenmässigen Abständen nach. Bisher habe ich Nadeln verwendet, vielleicht mach ich die erste Firstnaht diesmal mit Klebestift s.u.) Ich vermute, auf der langen Bahn wird das schon hinhauen. Aber:


    Sorgen machen mir bei diesem rutschigen Stoff eben insbesondere die Nahtanfänge, also Ecken. Die ziehen sich ja gern rein in den Transportmechanismus, und die Nähte zusammen. Da meine Maschine nicht die beste ist, wird das sicher auch hier bicht leichter. Dazu hoffe ich noch auf Tips.


    Sollte man die Naht zB. erst ein, zwei cm NACH der Kante anfangen, um den (anfänglich) recht wiederspenstigen Stoff auf BEIDEN Seiten zwischen die Finger und damit geradegezogen zu bekommen, sodass man nicht so sehr auf den Zug des Transportmechanismus angewiesen ist? Und später die bereits besser fixierte Ecke dann zu Ende zu nähen, oder macht das keinen Sinn?


    Habe bei ExTex gelesen, dass Pritt-Klebestift wasserlöslich sein soll und gut als Saum-Fixierhilfe fungiert. Aber muss noch etwas recherchieren, WELCHE Pritt-Stifte usw. Meinungen?

    Auch fand ich die Idee mit dem eingenähten Papier gut, werd ich definitiv ausprobieren.

    Nähklammern habe ich bisher in Finnland nicht auftreiben können, aber evtl. rutschen die sowieso auch nur weg.(?)


    Also wenn ihr weitere Tips v.a. zu den Ecken/Nahtanfängen habt, wie man die bei dünnem Tarpstoff gleichmässig hin bekommt, dann steht einer langanhaltenden Freundschaft nichts im Wege! :)

    Also das erst mal zum Anfang...

    Danke im Voraus an Euch alle!

    LG Jörg aus Finnland.

    Moin,


    also ich denke bei 10 Grad +/- ist mit einer Lage Isolation dann doch Schluss, das weitere Versteppen in den lockeren (lastfreien) Bereichen ist zwar sicher kein Fehler gewesen, die Form der Hängematte ist jetzt NOCH persönlicher geworden, sieht wirklich sehr speziell aus! Aber eine deutlich tiefere Temperaturgrenze hats m.E. auch nicht mehr gebracht.

    Ich geb mich jetzt mit diesem Kompromiss (Gewicht, Volumen, Aufwand etc.) einfach mal zufrieden, recht viele Sommernächte sind ja >10Grad und auch für das Abhängen zum Mittagsschlaf oder nach Feierabend reicht das allemal. Und dann habe ich ja noch den Underquilt...


    Angesichts sinkender Tagtemperaturen habe ich heute allerdings auch begonnen, mich auf den Winter vorzubereiten. "Untemrum" ist ja wie gesagt soweit vorgesort.


    Das Wintertarp-Set ist jetzt auch unterwegs.


    "Obenrum" habe ich ja bisher den Taiga250-Daunen-UQ und zusätzlich diverse Schlafsäcke. Im Winter werde ich kombinieren, da der Taiga dann sicher nicht immer ausreicht. Das Verrutschen der als Topquilt genutzen doppelten Schlafsäcke im Dunkel der Nacht hat mich letzten Winter allerdings immer etwas genervt.


    Habe heute dann mit Heftklammern und meinem Salewa Synthetik-Sommerschlafsack an meiner Thermo-HM experimentiert, und daraufhin bei ExTex einen (ich hoffe) passenden, teilbaren 1,50cm YKK-Reissverschluss bestellt. Davon werde ich wohl den einen Strang links und den anderen rechts an die Oberkante der HM annähen, dann kann ich den Sommerschlafsack (hoffentlich) jederzeit zusätzlich anzippern, eine Seite des Schlafsacks rechts, und die andere in der Nacht links. (Ich steige von links ein. Die 50..60g Mehrgewicht des RVS werd ich auch noch tragen können).

    Der Schlafsack hat natürlich auch eine Fussbox, mit Gummis am Fussende angehängt und den Klammern wie beschrieben (später mit dem RVS) verrutsscht der Schlafsack auch beim Umdrehen in der Nacht nicht mehr und ich habe genug Platz mich frei zu drehen (so zumindest mein Plan :). Aufgrund seiner reichlichen Breite liegt der Schlafsack trotzdem sehr locker auf, sodass ich mit dem Daunenquilt noch recht locker drunter passen sollte.

    (Umgekehrt wärs evtl. besser, also lockere Daune aussen, aber der Daunenquilt und seine Fussbox ist innen etwas schmaler. Der Sommerschlafsack ist jetzt auch nicht SOO schwer, in Kombination sollte das immer noch deutlich wärmer sein als nur eins von beiden. Schön flauschig wars beim ersten Trockentest jedenfalls.

    Und wenns nicht gut funtioniert, dann bin ich wieder klüger geworden, und kauf oder näh mir noch ne Daunendecke oder sowas. :) )


    Bissel mehr 70d Ripstopp hab ich übrigens auch bestellt, was ich wohl damit mache? Vielleicht fange ich dann doch irgendwann noch mit dem Brücken-HM-Projekt an, das ja eigentlich mal der Ursprung dieses Fadens war. Oder eine 12ft-HM? Aber schön eins nach dem anderen...)


    LG Jörg