Beiträge von Riippumatto-Joerg

    Mit etwas Bedenkzeit fiel mir noch mein alter, missglückter DIY-UQ ein, den ich mal aus einem alten Deckenschlafsack (aus den 80ern oder gar 70ern?) umfunktioniert hatte. Dessen Aussenstoff erfüllt meine Vorstellungen eigentlich schon recht gut (leicht, raschelt nicht, ziemlich winddicht, nicht wasserdicht aber schon wasserabweisend und sogar grün :)) und sollte für einen weiteren Prototypen doch gut herhalten können.

    Also, Innenfutter raus, alle unnützen Befestigungen vorsichtig wieder abgetrennt, den Reissverschluss und die Nahtschutzfalze aber dran gelassen, man weiss ja nie.

    Dann runter und an der HM ausprobiert (diesmal an der DD Frontline, also nicht optimal da nur Gummi-Ridgeline).

    Hier die Ergebnisse (Proto V0.2):

    Wie man hoffentlich sieht, ist aus der Viertelsocke damit eine Halbsocke geworden, die man aber natürlich auch noch kürzen (oder etwas verzurrt auch als Viertelsocke verwenden) könnte. Da der alte Reissverschluss und zwei gute alte Baumwoll-Knot-Kordeln so aber an sich gute Befestigungs- und Verstellmöglichkeiten bieten, lass ich das erst mal so und gehe demnächst zum "Wald- und Feld-Test" über.

    Der Reissverschluss lässt sich übrigens komplett öffnen, sodass ich die Halbsocke auch ohne weiteres nachträglich anbringen oder entfernen kann. Kein Durchfädeln erforderlich.

    Gegen Verrutschen klemme ich die Halbsocke oben (an der Ridgeline) mit zwei Klammern fest.

    Und der Stoff schützt (hier am Fussende) auch den UQ ein wenig, zB. gegen seitlichen Schneefall. Am gegenüberliegenden Ende würde ich das Tarp dann etwas länger ziehen. (Vollen Regenschutz bietet natürlich ein grösseres Tarp.)

    Am Kopfende angebracht (falls Windrichtung von hinten) habe ich die Halbsocke noch nicht getestet, gehe aber davon aus, dass das ebenso passen sollte. Eventuell müsste man sie dann kürzer (Viertel) fassen, um Atem-Kondenswasser zu verringern, falls das bei diesem halboffenen Konstrukt überhaupt erforderlich ist.

    Mal sehen, wie sich das so macht....

    Gruss Jörg

    BoundryWaters :

    Also ich möchte mich noch mal explizit anschliessen, tolle Impressionen und sicher hattet ihr Spass! Etwas gruselig auch das Bild mit den Tierspuren. (Was denkst du war das?)

    Interessantes Thermometer übrigens! Was mich an dem Teil fasziniert ist, dass es auch bei diesen kalten Aussentemperaturen (in dem Falle -29GradC) noch so gute Displayauflösung hat. Ist das Teil einfach so winterfest (kannst du es auch sonst empfehlen?)?

    Aber ich vermute, du hattest es kurz davor im gewärmten Zelt oder Jackentasche (Innentemp. um die 0 Grad), deshalb funktioniert das Display "noch" ganz gut?

    (Ich meine das Bild "Der naechste Morgen...", welches du am 29.Januar reingestellt hattest.)

    Wie auch immer, traumhafter Vollreset-Kurzurlaub, den Bildern nach zu urteilen!

    Gruss Jörg

    Hallo,

    wie schon angekündigt, werde ich hier mal einen neuen Faden zum Thema "Viertelsocke" aufmachen.

    Habe mich mittlerweile etwas im Forum belesen zu Windsocken, UQ-Schutz usw.. Ich kann mir die beschriebenen Vor- und Nachteile je nach Machart und Stoffwahl zumindest einigermassen vorstellen, besitze aber noch kein derartiges Upgrade, und habe auch noch keines getestet.

    Bei meinen (teilweise leicht frostigen und oft windigen) Übernachtungen hatte ich bisher v.a. die Sorge (und teilweise auch Erfahrung), dass der Wind zwischen Hängemattenboden und Underquilt reinfegen kann. Also bestehende Hohlräume dabei aufbläht und die aufgebaute Wärme natürlich weg ist. Leider gibt es diese Hohlräume trotz Vorsicht immer wieder, sei es durch schlechte Abspannung (wenn man alleine ist, kann man den Sitz nicht immer so gut prüfen) oder eben durch Drehen, Verrutschen während der Nacht, usw.

    Selbst mit sorgfältig zusammengezogenem Bund und Kragen findet m.E. ungünstiger Wind durchaus einen Weg am Fussende oder Kopfende (ne nach Windrichtung) hinein.

    Natürlich habe ich mich mitterweile auch gefragt, warum nicht gleich eine Socke oder UQ-Protector.

    Naja, bis vor kurzem wusste ich von diesen Lösungen noch gar nichts.

    Aber trotzdem kann ich mir auch vorstellen, dass eine leichte Viertel-Socke quasi als "immer-dabei Schutzkappe" und ohne die Nachteile der "ganzen" Socken durchaus ihre Daseinsberechtigung haben kann.


    Wie dem auch sei,

    ich hatte schon mit Blasenpolsterfolie und Klammern experimentiert, und dabei konnte ich durchaus positive Wirkung feststellen. Nachteilig ist bisher eigentlich nur das etwas stümperhafte Aussehen dieses Prototypenbaus.

    Hier ein Bild vom momentanen Status.

    Kennt ihr sowas, gibts das schon zu erwerben? Welche Nachteile seht ihr im Vergleich zur ganzen Socke bzw. zum UQ-Protector?

    Ein Nachteil ist vermutlich die Windstabilität (und -geräusche), v.a. bei drehendem Wind. Eine klemmende Befestigung an der Ridgeline wird sicher vonnöten sein (bisher zumindest so umgesetzt, um Verrutschen oder starkes Flattern zu vermeiden).

    So oder so ist die Sache von mir nur für das dem Wind zugewandte Ende gedacht.

    Winter-Komfortqualitäten hat das natürlich auch nur bedingt, wobei bei meinen Versuchen der verringerte "chill factor" am Rücken und sogar im Gesicht schon merklich war. Aber das hängt natürlich klar von der Windrichtung ab.

    Kondensation ist hier natürlich ein eher untergeordnetes Problem, genau genommen der Grund, warum mir eine ganze Socke eigentlich nie in den Sinn gekommen war. Wobei der Stoff auch für die Viertelsocke nicht wasserdicht sein muss.

    Mittagsfrost hat auch gleich seine Regenjacke (oder meintest du den DD-DIY Poncho?) als möglichen Proto-Kandidaten vorgeschlagen (Danke Mittagsfrost, ich lass dir meine Adresse zukommen!).

    Ich bin nun auf eure Kommentare und Tips gespannt. Ob ich sowas mal bastele, lass ich mal davon "abhängen". Eventuell wirds am Ende auch was klassisches, mal sehen...

    Gruss Jörg

    Gibt es irgendwo einen Ort/Shop (oder Faden) wo man defekte/abgenutzte Daunenartikel (Jacken, Schlafsäcke, quilts etc.) annimmt, wiederverwertet, aufarbeitet, tauscht, kurzum: recycelt, die keiner mehr zum originalen Zweck ver/kaufen kann/will? Die Daune an sich ist ja ein hochwertiges Gut, dass es sich lohnt weiter zu nutzen, oder korrigiert mich, falls ich da was übersehe?ch habe auch irgendwo gehört, dass manche Hersteller wiederaufbereitete Daunen aus Hoteldecken verwenden. An sich doch anstrebenswert?

    Mir geht es gerade konkret gerade darum, ob ich nicht €€-alternative Quellen für Daunen-DIY anzapfen könnte. Zum ersten würde ich gern einen Daunenkragen (zB. aus alten Jackenärmeln o.ä.) in meinen etwas steifen Faser-Winterschlafsack einarbeiten. Später schwebt mir noch ein Daunen-Topquilt vor, das man ja locker aus einem kaputten Schalfsack hinbekommen sollte. (Da bin ich bestimmt nicht der erste, aber...)

    Danke für Eure Kommentare.

    Jörg

    Probiere es doch einfach mal aus und erzähle uns dann, ob es sich bewährt hat!

    Hier zunächst Prototyp 0.1 der s.g. Viertelsocke, heute Nacht teste ich das ganze noch einmal. Wie man sieht, deckt sie v.a. den Bund des UQ ab, zusätzlich auch den etwas exponierten Teil am Fussende. (Heut Nacht soll neuer Schnee kommen.)

    Dabei ist das ganze nach unten hin offen, sodass sich kein Kondenswasser sammeln kann.

    Naja, die Umgebung ist nicht ganz so idyllisch wie im BS Michigan, aber man beachte den geheimnisvollen Kasten, der sich hinter der HM versteckt. (Wer errät die Herkunft?)

    Gruss Jörg

    (Abends einfach weniger trinken hilft...

    Jep, dieser Gedanke hat sich auch mir schon aufgedrängt. V.a. viel hilft viel.

    Aber wie bei allen Details rund um Hängemattencamping: Um es sich beim Abhängen im Wald angenehm zu gestalten (und zu einem lauschigen Abend im Wald passt ein Bierchen durchaus sehr gut!), sucht der findige Mensch halt nach technischen Lösungsmöglichkeiten.

    Das grösste Optimierungsproblem hier an sich ist mE. übrigens das Gewicht. Ein Karabiner wiegt paar Gramm. Ein Bier gleich mehrere hundert!!!

    Hmm, muss ich mal probieren, Danke! Ich hatte bis jetzt immer mindestens Fuss und Arm gebraucht, den Oberkörper + Beckenbereich zu entlasten und zum Rutschen=Drehen zu bewegen, denn der Mattenstoff liegt ja quasi ganzflächig am Körper unter Spannung an. Eventuell ist das Drehverhalten ja auch Matten-spezifisch.(?)

    Bezüglich UQ-nachziehen: bei mir kommt erschwerend hinzu, dass das Mückennetz (Reissverschluss links) idR. zu ist. Sobald die Nächte frostfrei sind, schwirrt so allerlei Kleintier herum, was mir bei offenem Insektenschutz leicht total den Spass an der Sache verdirbt. OK, den RVS links kriegt man noch kurzzeitig auf und wieder zu, um den UQ im Kopfbereich nachzuziehen, aber (bei Hennessy Explorer echt doof:) auf der rechten Seite gibts gleich gar keine Öffnung. Das war meine erste Hängematte, ohne Erfahrungsschatz gekauft.

    Naja und der UQ verrutscht eben hin und wieder auch im Fussbereich. Aber ich denke, nach den Tips mit dem "Fussbereich höher hängen" gibt sich das Problem vielleicht ja sogar gänzlich. (Noch nicht getestet.)

    Gruss Jörg

    Hallo Franz,

    Ja danke! Stimmt, Vantaa ist sicher nicht der beste Ort, nachts Ruhe zu bekommen. Ausser momentan vielleicht, da ist Dank Corona etwas mehr Ruhe. Uusimaa (also die Hauptstadtumgebung) ist auch als einzige vom übrigen Finnland "aus/eingesperrt", was du aber sicher weisst.

    Das mit der Sprache hat nach ungefähr 15 Jahren im Lande zu bessern begonnen. Wann es aufhört sich zu bessern, weiss ich noch nicht, das dauert noch. (Das geht dann vermutlich mit meiner zunehmenden Senilität einher.)

    Ich weiss aber zB immer noch nicht, was "Buckle" nun auf finnisch heisst. (Allerdings auch nicht auf deutsch.)

    Heippa! Jörg

    Wow, -30 Grad ist definitiv saukalt, da friert einem ja der Atem ein!

    Zum Thema Socke:

    Ich denke auch darüber nach, mir mal sowas in der Art zuzulegen (oder zu nähen?).

    Ich habe nicht vor, weit unter -10Grad zu gehen, aber etwas Windschutz am UQ wäre unabhängig der Jahreszeit schon toll.

    Ich hatte aber zunächst mit dem Gedanken gespielt, ob es nicht so etwas wie eine "Achtel- oder Viertel-Socke" gibt, welche nur einem (HM+UQ)- Ende (z.B. Fussende) übergestülpt ist, damit dort auch wirklich kein Wind mehr reinblasen kann (je nach Windrichtung, die man ja ggf. beim Aufbau ohnehin beachtet). Die HM-Aufhängung bzw. Ridgeline wird entweder durchgefädelt oder (besser) die abgerollte "Tüte" mit Druckknöpfen oder Schnüren oder Verschluss drumgelegt.

    Ich hatte das schon mal aus Bubblewrap-Folie gebastelt, mit starken Klammern befestigt, das hatte bei mir vorm Haus den Wind in der Nacht gut abgehalten, am Morgen warens dann auch -6 und mir war kein Stück kalt. Ohne die Teile blies mir der Wind regelrecht ins Gesicht, und ohne Isomatte innerhalb wäre ich sicher nicht lange draussen geblieben. Damals hatte ich noch ein dünnes DD-UQ plus ebenjene Isomatte in Benutzung, und das war so OK, halt nicht so komfortabel vielleicht. Meine Folie war sogar so reichlich, dass sie auch den Wind an der linken (offenen) Seite gut geblockt hatte, ohne dass aber Kondenswasser der Atmung ein Problem gewesen wäre.

    Aber da ich so etwas noch nirgendwo gefunden habe, nehme ich an, das hat einen Haken(?). Vermutlich ist das nutzlos bei drehendem Wind(?). Und der Isolationswert ist ansonsten natürlich auch quasi Null, aber das wäre hier auch nicht der Punkt. Ein Vorteil bei einer Viertel-Socke wäre weniger Volumen und Gewicht, und eben sonst keine Enschränkungen im Kopfbereich.

    Gibts dazu Erfahrungen?

    Ansonsten, welche Socke empfehlt ihr einem Einsteiger?

    Gruss Jörg

    Sehr interessanter Thread, gleich zu Anfang für mich Neuling im Forum!

    Insbesondere die ersten, ehrlichen Erfahrungsberichte!

    Mir ging es auch so: Sehr gut gelegen aber wenig/schlecht geschlafen und trotzdem super erholt am Morgen.

    Bei mir kam meist noch die Kälte, teilweise aufgrund verrutschter UQ oder Iso als Problem dazu, auch die eingeschränkte Beinfreiheit.

    Das mit dem Fussende-Höherlegen muss ich noch ausprobieren. Da ich eher den Honda und den Toyota der Komfort-Hängematten besitze, beide auch recht kurz(?), sollte ich meine Erwartungen nicht zu hoch schrauben, aber zumindest rutsche ich dann sicher nicht mehr so leicht aus dem UQ-Isolierbereich raus (und habe am Morgen manchmal kalte + eingeschnürte Füsse). Hatte bisher Bedenken (Blut im Kopf und so) aber das ist sicher nur meine Schranke im Kopf.

    Eine Frage an die Experten: Beim Wechseln der Liegeposition (von Rücken auf Seite) habe ich hin und wieder das Gefühl (das mich dann sowohl kältetechnisch als auch mental wach hält), dass mein UQ nicht mehr so gut anliegt, gar verrutscht, und sich dadurch Kälte breit macht. Da ich asymmetrisch liegen will, ist der UQ ein wenig asymmetrisch angezogen. Da der UQ aber während der Umdrehphase (mit Hand oder Ellbogen aufstützen) eher urück in seine symmetrische Spannform will, und mein Moskitonetz natürlich das Nachziehen v.a. am Fussende erschwert, erzeugt das Umdrehen bei mir also noch diese zusätzliche Sorge. Gibt es (ausser nicht zu drehen) dazu gute Mittel und Tricks? Wie macht ihr eure Daunen-UQs bei Kälte fest, damit sie die asymmetrische Liegeposition (in einer zugegeben kurzen Matte) möglichst nicht verhindert und die Schultern wie auch der Rücken/A.... und die Füsse warm bleiben? (Ich gehe dazu auch gern in einen andere Thread, Hinweise gern.)

    Gruss Jörg