Mit etwas Bedenkzeit fiel mir noch mein alter, missglückter DIY-UQ ein, den ich mal aus einem alten Deckenschlafsack (aus den 80ern oder gar 70ern?) umfunktioniert hatte. Dessen Aussenstoff erfüllt meine Vorstellungen eigentlich schon recht gut (leicht, raschelt nicht, ziemlich winddicht, nicht wasserdicht aber schon wasserabweisend und sogar grün
) und sollte für einen weiteren Prototypen doch gut herhalten können.
Also, Innenfutter raus, alle unnützen Befestigungen vorsichtig wieder abgetrennt, den Reissverschluss und die Nahtschutzfalze aber dran gelassen, man weiss ja nie.
Dann runter und an der HM ausprobiert (diesmal an der DD Frontline, also nicht optimal da nur Gummi-Ridgeline).
Hier die Ergebnisse (Proto V0.2):
Wie man hoffentlich sieht, ist aus der Viertelsocke damit eine Halbsocke geworden, die man aber natürlich auch noch kürzen (oder etwas verzurrt auch als Viertelsocke verwenden) könnte. Da der alte Reissverschluss und zwei gute alte Baumwoll-Knot-Kordeln so aber an sich gute Befestigungs- und Verstellmöglichkeiten bieten, lass ich das erst mal so und gehe demnächst zum "Wald- und Feld-Test" über.
Der Reissverschluss lässt sich übrigens komplett öffnen, sodass ich die Halbsocke auch ohne weiteres nachträglich anbringen oder entfernen kann. Kein Durchfädeln erforderlich.
Gegen Verrutschen klemme ich die Halbsocke oben (an der Ridgeline) mit zwei Klammern fest.
Und der Stoff schützt (hier am Fussende) auch den UQ ein wenig, zB. gegen seitlichen Schneefall. Am gegenüberliegenden Ende würde ich das Tarp dann etwas länger ziehen. (Vollen Regenschutz bietet natürlich ein grösseres Tarp.)
Am Kopfende angebracht (falls Windrichtung von hinten) habe ich die Halbsocke noch nicht getestet, gehe aber davon aus, dass das ebenso passen sollte. Eventuell müsste man sie dann kürzer (Viertel) fassen, um Atem-Kondenswasser zu verringern, falls das bei diesem halboffenen Konstrukt überhaupt erforderlich ist.
Mal sehen, wie sich das so macht....
Gruss Jörg