Beiträge von Hammock Fairy

    Sollte eine Quelle für passende Reißverschlüsse zu den Warbonnet Hängematten auftauchen wäre das natürlich super.

    Nachdem die Modifikation von Seiten des Herstellers so häufig zu einer Reißverschlussbeschädigung geführt hat, dass sie vom Markt genommen wurde, würde ich mir genau überlegen, ob ich selbst eine zusätzliche Schiene annähe. Ich würde lieber auf die offizielle Version warten. Der Mod war bei mir im Shop so beliebt, dass keiner mehr den normalen UQP gekauft hat. Ich gehe davon aus, dass es bei Warbonnet nicht anders war. Insofern denke ich, dass es irgendwann wieder eine Doppel-RV-Version geben wird. Nur war dieses Jahr so verrückt, dass mit Sicherheit keine Zeit für Tüfteleien war. Da war jeder amerikanische Hängematten-Hersteller froh, wenn er auch nur halbwegs Schritt halten konnte mit der großen Nachfrage. Du kannst ja einfach mal ganz unschuldig bei Warbonnet nachfragen, wann man den Double Zipper Mod wieder bestellen kann. Das erinnert sie zumindest daran, dass es Interesse gibt.

    sind eure UQP beide aus dem 20D Material?

    Meiner ist aus 20D Polyester. Mein 2QZQ UQP ist aus 15D Argon 90, das dem 15D Quiltstoff den Warbonnet verwendet sehr ähnlich ist. Ich würde ihn jederzeit wieder bestellen. Nur die Rückseite sieht etwas Mülltüten-ähnlich aus. Aber die sehe ich ja bei Benutzung des UQPs nicht.

    Ich finde es durchaus sinnvoll, Wörter einzudeutschen. Ich schreibe hier im Forum beispielsweise relativ konsequent »Unterquilt«, weil das auf Deutsch gut funktioniert. – Ich finde es immer bemühend, wenn ich mir auf YouTube diese pseudoenglische Aussprache von »Underquilt« anhören muss. Mal abgesehen davon, dass gefühlt 90% aller YouTuber vom »Underkilt« sprechen und verärgert reagieren, wenn man sie vorsichtig auf ihr Malheur anspricht... (Sie sagen ja zur Quelle auch nicht Kelle, auch wenn sie die vielleicht zum Wasserschöpfen brauchen.)


    »Unterquilt« spricht sich eigentlich recht angenehm aus und klingt dann wie ein deutsches Wort. Meine Meinung.

    :/ Ich finde die Aussprache der meisten Nicht-Hochdeutsch-Sprecher auch gewöhnungsbedürftig ;)

    Ich bin mit 10 Jahren von Hamburg nach Bayern zwangsumgezogen worden, wo man sich über meine Aussprache vieler Wörter lustig gemacht hat. Mir wurde gesagt, dass ich "China" falsch ausspreche - es heißt "Kina" und nicht "Schina". Jetzt sage ich "China" und lasse mich nicht mehr von jemandem auslachen, dessen Vorstellung davon Hochdeutsch zu sprechen darin besteht, ganz langsam Dialekt zu reden :P Insofern: ob "Underkwilt", "Underkuilt" oder "Underkilt" - ich habe keine Probleme zu verstehen was gemeint ist. Wenn aber plötzlich neue Worte und Abkürzungen für Dinge erfunden werden, die bereits unter einem anderen Begriff bekannt sind, ist das nicht nur für Einsteiger verwirrend. Vielleicht bin ich auch etwas empfindlich, weil ich die Verwirrung so häufig bei Kunden mit vielen zusätzlichen E-Mails aufklären muss. Ist es wirklich notwendig, neue Begriffe für bereits bekannte Dinge zu erfinden? Und warum ist es schlimm, einfach die Aussprache einzudeutschen? Ich sehe da keinen großen Unterschied.

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    Langsam ist wohl der Punkt erreicht, wo ich die Beiträge in einen neuen Thread auslagern sollte...

    Urspruenglich hatte 2QZQ glaube ich die Zipper Modifikationen der Variante 2 (in einem aehnliuchen Stil) vorgenommen

    Echt? Das kann ich mir nicht vorstellen, denn dazu braucht man einen kompatiblen Reißverschluss. Alle trenn- und wendebaren Reißverschlüsse an den Hängematten sind individuelle Sonderanfertigungen für den jeweiligen Hängemattenhersteller und meist nicht separat erhältlich. Soweit ich weiß, haben sie den Zipper Mod nur für Hennessy Hängematten mit Geburtskanal angeboten.

    Ich habe die XLC Gen 1 mit Topcover, welches gar keine Oeffnungen hat und kann mich (solange ich es in Betrieb hatte) an keine, ausser der bereits beschriebenen Kondensprobleme erinnern.

    Mein Problem war nicht Kondensation, sondern Stickigkeit. Ich bin allerdings auch nicht unter 0°C unterwegs. Bei über 0°C halte ich es bestenfalls eine halbe Stunde aus, bevor ich das Gefühl habe, dass ich zu wenig Sauerstoff bekomme und den Reißverschluss etwas auf mache. Vielleicht haben aber Leute, die mit dem Kopf unter der Decke schlafen können keine Probleme damit.

    Dachte mir besser etwas mehr flexibel als zu wenig

    Sicherer ist mehr Elastizität. Aber damit baut man eben nicht viel Zug auf.

    aber durch das hohe Eigengewicht gibt das Shockcord doch Recht ordentlich nach

    Wie lang ist denn deine Aufhängung??? Meine Schlaufen sind nur maximal 15 cm lang. Da ist das Eigengewicht unerheblich.

    Welchen Stoff hast du als Trägerstoff genutzt?

    Bisher habe ich einen unbekannten Pertex-Stoff verwendet, den ich auf eBay geschossen habe. Den habe ich wegen der Breite von 165 cm gekauft. Allerdings habe ich festgestellt, dass die Sookis immer ordentlich überhängen. Die normale Breite würde vermutlich auch reichen.

    Und hast du davon noch ein paar Meter zum Verkauf oder kannst einen ähnlichen empfehlen?

    Den Stoff habe ich privat für meine Projekte gekauft - also ist er leider unverkäuflich. Ich hätte aber keine Bedenken, irgendeinen anderen 15D oder 20D Quiltstoff zu verwenden, so lange er mindestens 150 cm breit ist. Ich könnte dir ION oder Argon 90 von Dutch besorgen (mit entsprechend langem Vorlauf). Oder du probierst einen der zahlreichen Quiltstoffe aus, die ExTex anbietet.

    Wenn nur Variante 1 verfügbar ist, würde ich den UQS vermutlich öfters ohne Reißverschluss verwenden, sofern ich keinen weiteren möchte. Die Verwendung als Socken fände ich für den Winter aber durchaus interessant.

    Ich habe den UQP noch nicht verwendet, ohne ihn mit der Hängematte und/oder dem Topcover / Netz zu verbinden, deshalb fehlt mir die Erfahrung. Ohne RV schließt er aber für mein Gefühl nicht gut (genug) ab. Ich will ja schließlich nicht, dass der Wind die mühsam erzeugte Wärme davon trägt. Auf HammockForums hat mal jemand geschrieben, dass es ihm im Schneesturm Schnee zwischen den 2QZQ UQP und den Underquilt geweht hätte - und der liegt durch die integrierte Gummikordel wesentlich besser an.

    Off-topic: »Quilt« ist seit meiner Kindheit ein deutsches Wort. Man könnte durchaus von einem »Unterquilt-Schutz« sprechen. Da die wenigsten aber wissen, dass »Quilt« längst ein deutsches Wort männlichen Geschlechts ist, hast du in gewisser Weise natürlich recht: UQP ist etabliert, UQS ist ungewohnt.

    Herkunft

    englisch quilt = Schlafdecke < mittelenglisch quilte < altfranzösisch coilte, cuilte

    lateinisch culcita = Matratze, Kissen

    Bis ich auf die Hängematte gekommen bin, kannte ich als Quilt nur eine "(ursprünglich von amerikanischen Siedlerfrauen hergestellte) aus kleinen, verschiedenfarbigen, zugeschnittenen Stoffstücken zusammengesetzte gesteppte Decke".

    Wenn wir wirklich eindeutschen wollen, dann wäre der Underquilt Protector wohl am ehesten ein Unterdeckenschützer oder Unterdeckenschutz (UDS). Ich verstehe allerdings nicht, warum man bereits bekannte und gebräuchliche Begriffe unbedingt eindeutschen muss. Wenn man ein Produkt als erster in einen neuen Sprachraum einführt, macht es noch am meisten Sinn, einen deutschen Begriff dafür zu erfinden. Aber wenn ein Produkt bereits unter dem fremdsprachigen Begriff etabliert ist, oder der fremdsprachige Begriff Vorteile bietet, finde ich es einfach nur unbequem, einen neuen Begriff lernen zu müssen. Und es sorgt auch für Verwirrung. Die deutsche Sprache ist voller ehemaliger Fremdwörter, über die sich heute schon lange keiner mehr aufregt. Und an die Anzahl der Wörter in der englischen Sprache kommen wir ohnehin nicht annähernd heran, sofern man nicht die zusammengesetzten Wörter einrechnet.

    UQS? Du meinst UQP. Es ist meiner Meinung nach sinnlos, nur die Hälfte eines englischen Fachbegriffs einzudeutschen. Entweder ganz oder gar nicht.

    Es gibt auf absehbare Zeit nur Variante 1. Ob es 2 und 3 jemals wieder geben wird, ist ungewiss.

    Ich habe Variante 2 und bevorzuge sie klar.

    Vorteile:

    • Der Underquilt ist rundum geschützt.
    • Es ist unmöglich, sich in den Underquilt zu setzen.

    Nachteil:

    • Etwas mehr Gewicht.
    • Etwas teurer.
    • Passt nur auf die Eldorado und die XLC.

    Im besonderen interessiert mich ob bei der Verwendung von Variante 2 eine spürbare Kältebrücke entsteht, wie sich der UQS ohne Nutzung des Reißverschlusses im Wind verhält und ob der 15D-Stoff ebenso geeignet ist.

    Eine Kältebrücke kann nur dort entstehen, wo du in direktem Kontakt mit dem Material bist. Und du solltest nicht mit dem Reißverschluss in Kontakt sein.

    Ich sehe keinen Sinn darin, den UQP ohne Reißverschluss zu verwenden. Wenn du den Reißverschluss nicht nutzen willst, kannst du Gewicht und Geld sparen, indem du einen 2QZQ UQP verwendest.

    Gewicht, Bruchkraft und Durchmesser ergeben sich aus der Art des Dyneemas, der Anzahl der Fasern, der Flechtung und vermutlich der Beschichtung. Ich finde es auch schwierig, verschiedene Seile auf Grund der unterschiedlichen Herstellerangaben zu vergleichen. Ich habe das Gefühl, dass da teilweise unterschiedlich gemessen wird.

    Ich frage mich auch immer, wozu man beim Einsatz an der Hängematte so starkes Dyneema braucht. Bevor das 2,5 mm AmSteel mit einer durchschnittlichen Bruchkraft von 750 kg reißt, dürfte sich die Hängematte schon lange verabschiedet haben. Es sei denn, das Seil ist verschlissen. Und fällt ein Gewichtsunterschied von 0,4 g/m in der Anwendung überhaupt auf? Für ein Paar 2 m lange Whoopie Slings benötigt man ca. 8,30 m Seil. Macht einen Gewichtsunterschied von 3,4 g. Das wäre für mich das allerletzte Argument für oder gegen ein bestimmtes Seil. Abgesehen davon, dass jemand der auf 4 g Gewichtsunterschied achtet vermutlich keine Whoopie Slings oder 4 mm Seil verwendet.

    Für mich ist die Spleißbarkeit und die Robustheit im Alltag entscheidend. AmSteel zerfasert viel langsamer als andere UHMWPE-Seile die ich verwendet habe. Das ungefärbte Kanirope Dyneema mußte ich beispielsweise viel vorsichtiger spleißen, und beim Kontakt mit etwas rauherer Rinde wurden sofort Fasern gezogen.

    Ja, die Seile unterscheiden sich in der Beschichtung - und in der Flechtung. 8-fach geflochten ist z.B. wesentlich einfacher zu spleißen als 12-fach.

    Ich habe UHMWPE Seile und Schnüre von verschiedenen Herstellern ausprobiert, und habe leider nichts gefunden, was AmSteel und Zing-It / Lash-It (ebenfalls von Samson) Konkurrenz gemacht hätte. Lawson hat eine sehr schöne Dyneema-Schnur hergestellt; die Beschichtung war sogar besser als die von Samson. Aber die Schnur war derartig dicht geflochten, dass Spleißen keinen Spaß mehr gemacht hat. Außerdem hat er die Schnur leider aus dem Programm genommen. Alle anderen Seile und Schnüre waren entweder so dick beschichtet, dass sie eher Drähten glichen - oder so wenig beschichtet, dass sie faserig waren. Beides war für mich nicht akzeptabel.

    AmSteel ist der Name eines Seils aus Dyneema des US-Herstellers Samson.

    Dyneema ist ein Markenname für UHMWPE (Ultrahochmolekulares Polyethylen).

    Es gibt also kein AmSteel vs. Dyneema. Allenfalls Samson AmSteel vs. Liros D-Pro Dyneema. Du müsstest spezifizieren, welche Seile du vergleichen willst.

    Sieht gut aus!

    Momentan hab an der Kopfseite 3mm Shockcord und am Fussende 2mm. Ganz zufrieden von der Haptik und Dehnung bin ich noch nicht. Da werde ich in nächster Zeit noch ein wenig ausprobieren, und schauen was mir am besten zusagt. Die Spannung ist momentan gut, am Anfang war sie mit noch zu fest deswegen bin ich auf der einen Seite auf dünneres Shockcord ausgewichen.

    Aus der Sicht eines extrem kalten Schläfers gibt es "zu fest" nicht - jedenfalls so lange noch ein elastisches Element in der Aufhängung ist. Je fester der Underquilt anliegt, desto wärmer ist er.

    Meine Wookis hatten Anfangs alle einen festen Andruck, der aber über längere Zeit stark nachgelassen hat. Irgendwann war mir bei Temperaturen kalt, bei denen ich zuvor keine Probleme hatte. Ich vermute, dass sich der dünne Stoff bei Belastung längt. Jedenfalls habe ich das Fußende auf gemacht, und deutlich kürzer gewhippt. Dabei habe ich auch die Seiten heraus gezogen, um einen besseren Abschluss zu erreichen. Nach diesem Mod hat der Wooki besser funktioniert als neu.

    Meine Sookis habe ich deshalb gleich auf diese Weise modifiziert. Da sie schwerer sind als selbst mein schwerster Wooki, habe ich eine 4 mm dicke Gummikordel für das Fußende verwendet. Das Kopfende ist wie beim Wooki unelastisch. Die Sookis liegen so fest an, dass sie die leere Hängematte sogar leicht anheben.

    Da du als Trägerstoff einen kräftigen Hängemattenstoff verwendet hast, sollte da auch bei hoher Spannung nichts kaputt gehen. Probier es mal aus, und beobachte wie viel besser der Quilt wärmt, wenn er wie eine zweite Hängemattenlage anliegt.

    Ich gebe meine Pläne vorher an Familie oder Freunde weiter, und versuche mich auch regelmäßig per SMS mit Standort zu melden, wenn ich Handyempfang habe. In Neuseeland und den USA gibt es in Wandergebieten häufig die Möglichkeit, sich in Logbücher einzutragen, oder sich per Zettel mit der Tourplanung an- und abzumelden. Das habe ich immer genutzt. In Neuseeland hätte ich mich auf einer 5-tägigen Tour um ein Haar im Urwald verirrt. Wenn die Rettungskräfte da keinen Anhaltspunkt haben, wo man ungefähr vom Weg abgekommen ist, wird die Suche sehr schwierig.

    Sollte ich meinen Traum verwirklichen können, den AT oder den PCT gehen zu können, würde ich mir definitv ein Garmin InReach oder etwas vergleichbares anschaffen.

    Leider konnte ich nichts testen, da beim Auspacken des Tarps keine Heringe zu finden waren.

    Sehr schade.

    Bei den meisten höherpreisigen Tarps sind keine Heringe dabei, weil der Hersteller zurecht davon ausgeht, dass der Kunde sich seine Heringe lieber selbst aussucht. Ich weiß nicht, wie viele Billigheringe ich schon verschrottet habe, und mich über die Ressourcenverschwendung geärgert habe. Wenn ich gewusst hätte, dass das Fehlen von Heringen ein K.O.-Kriterium ist, hätte ich eigene beigelegt. Ich bin davon ausgegangen, dass alle Tester bereits 4 Heringe besitzen.