Beiträge von Hammock Fairy

    Die Lesovik Draka und der Lesovik Otul Underquilt sind durchaus brauchbar und sprengen nicht die Bank. Gerade wenn ich wenig Geld habe, würde ich nicht in eine doppellagige Hängematte investieren nur um eine Isomatte benutzen zu können. Die besten Erfahrungen mit Isomatten habe ich in kurzen Hängematten wie z.B. der DD gemacht. Da kann die Isomatte nicht so stark verrutschen.

    Was ich aber nicht verstehe TreeGirl warum kann man in das Gestell auf dem 1. Foto nur Stabhängematten hängen und wieso sollte man bei den anderen Gestellen auf dem Boden bzw. Auf der Stange landen?

    Unterschiedliche Hängemattenarten werden unterschiedlich aufgehängt. Stabhängematten werden sehr straff aufgehängt, und sind meist deutlich kürzer. Tuchhängematten werden mit mehr Durchhang aufgehängt und sind länger. Ein Gestell das für eine Stabhängematte gedacht ist, hat eine kürzere Länge und kürzere Höhe. Wenn du eine Tuchhängematte rein hängst, kannst du sie nicht so aufhängen, dass du nicht aufsetzt.

    Und natürlich sollte man nicht auf der Stange laden - aber shit happens. Ich habe mich schon mehr als einmal verschätzt und mich hinter die Hängematte gesetzt. Wenn dann etwas unter der Hängematte liegt, kann es schnell schmerzhafter werden als ohnehin schon. Außerdem können Hängematten reißen - und Rohre brechen. Hänge nie höher als du zu fallen bereit bist - und hänge nie über Dingen, auf die du nicht zu fallen bereit bist..

    Steht das tensa auch auf hartem Boden wie Terrassenplatten oder Holz- oder Kunststoffdielen stabil?

    Stabilität ist nicht das Problem. Im Haus sind eher die Höhe und die Ankermöglichkeiten problematisch. Für drinnen würde ich immer höhenverstellbare Wandanker vorziehen - oder alternativ ein QCD-artiges Gestell. Für draußen ist der Tensa4 aber unschlagbar weil er super stabil und transportabel ist, und die Höhe keine Rolle spielt.

    Die Mehrheit hier scheint vom tensa echt total überzeugt zu sein und es liest sich, als gäbe es eigentlich gar keine Alternative... Ich scheue aber ehrlich gesagt noch etwas vor den Kosten und der Tatsache, dass man das tensa nicht mal eben umstellen kann (von der Sonne in den Schatten oder umgekehrt).

    Du kannst den Tensa4 einfacher umstellen als die meisten anderen Gestelle. Rein für den Garten wäre aber auch ein Pipe Stand eine gute Alternative. Der ist günstiger und einfacher verschiebbar - aber eben nicht schnell verpackbar oder leicht.

    Ich will ja schon was vernünftiges kaufen und bin ja auch bereit, dafür Geld auszugeben, aber ich hab Bedenken, dass ich mit dem tensa dann nicht klar komme und mich dann ärgere.

    Das Problem hast du mit allen Gestellen. Der Unterschied ist nur: wenn du Qualität kaufst, ist der Wiederverkaufswert deutlich höher. Hasenohrgestelle bekommt man für einen Appel und ein Ei auf Kleinanzeigen. Kannst ja mal schauen ob bei dir in der Gegend jemand einen los werden will.

    Grundsätzlich richtig. Problematisch war, dass durch das Reindrücken die oberste Schicht durch weggedrückte Steinchen und Stöckchen so aufgelockert wurde, dass bei der gegebenen Länge eben keine Haltepower vorhanden war. Auf gegossenem Golfrasen oder lehmigem Boden hätte das super funktioniert. Im Wald mit inhomogenem Boden, wo noch Laub etc. draufliegt, spießt man 5 Blätter auf und der Kiesel/Stock, auf den man stößt, lockert das umgebende Erdreich, das dann bei geringstem Zug aufbricht. In die tieferen und festeren Schichten kommt man gar nicht, da zu kurz. Gilt wie gesagt für die Länge, die Amazonas im Adventure Set beilegt.

    Ich benutze jetzt seit 10 Jahren Y-Heringe in verschiedenen Längen und hatte bisher wirklich noch nie die von dir beschriebenen Probleme. Und ich habe sie in allen möglichen Untergründen benutzt. Wenn sie leicht reingehen, gehen sie natürlich auch leicht wieder raus. Wenn sie schwer reingehen, gehen sie auch schwer wieder raus. Der einzige Untergrund auf dem ich bisher mit der Haltekraft Probleme hatte war Waldboden auf dem viele Äste und Zweige lagen - entweder weil dort Bäume geerntet wurden, oder weil Bäume umgefallen sind. Dort ist der Boden kompostartig mit vielen Hohlräumen, aber dort hätte auch keine andere Heringform besser gehalten. Da würde nur Länge helfen. Aber an solchen Hängeplätzen gibt es meist ohnehin ausreichend natürliche Bodenanker, so dass ich gar keine Heringe benutzen muss.

    Kann ich auch bestätigen. Die sind auch beim Amazonas Adventure Tarp dabei. Durch das Y gehen die eher mäßig gut in den Boden. Dort ergeben sich Lücken im konkaven Bereich, wenn man nicht grade sandigen Boden hat. Dazu sind sie relativ kurz. So halten die dann wenig bis gar nix.


    Man kann aber 'nen dicken Stein drauf legen und muss den Stein dann nicht extra anbinden. 8o

    Zu den Terra Hiker Heringen kann ich nichts sagen. Grundsätzlich sind aber Y-Heringe der beste Allrounder. Ja, sie gehen nicht so leicht in den Boden wie Hirtenstab- oder Nagel-Heringe - dafür haben sie aber deutlich mehr Haltepower. Und wie schnell sie kaputt gehen hängt von der Qualität ab. Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit Y-Heringen gemacht, die aus weichem Aluminium gemacht waren. Deshalb habe ich darauf geachtet, dass meine Y-Heringe aus hartem Aluminium gemacht sind, wie es angeblich auch im Flugzeugbau verwendet wird.

    Das kannst du schon so machen, aber im Vergleich zu einem Quiltstoff hat das Monofil große Löcher. Es wird deshalb teilweise als Moskitonetz benutzt. Wenn du nicht gerade vor hast, das Apex komplett mit einem Quiltstoff zu umhüllen, und anschließend auf das Monofil zu nähen (also Monofil / Quiltstoff / Apex / Quiltstoff), pfeift dir erstens der Wind durch, und zweitens vermute ich, dass über kurz oder lang Apex-Fasern durch den Stoff schauen. echinotrix hat das Monofil für einen Sooki verwendet - er kann dir sicherlich noch mehr erzählen.

    Ich gehe davon aus, dass es (noch) nicht auf das Gewicht ankommt. Deshalb meine Empfehlungen:

    Stoff: 70D. Der ist robust und komfortabel. Die allermeisten Leute kommen damit nicht nur gut zurecht sondern finden ihn auch häufig am bequemsten.

    Hängemattenlänge: 11' für alle. Für 167 cm Körpergröße ist das nicht zu lang, und die anderen beiden wachsen ja noch rein. Bis die 11' Hängematten zu kurz werden, fließt noch einiges Wasser die Donau hinab.

    Hängemattenbreite: ich würde die maximale Breite verwenden, die der Stoff hergibt. Keinesfalls würde ich einen 150 cm breiten Stoff beschneiden.

    Underquilt: ich empfehle einen symmetrischen Wooki-Klon. Der wiegt auch nicht wesentlich mehr als ein asymmetrischer Wooki-Klon, aber es gibt nicht so viele mögliche Designfehler. Außerdem ist ermöglicht er das Experimentieren mit der Liegerichtung.

    Quiltstoff: ich halte Monofil nicht für geeignet für einen Quiltstoff. Da kannst du auch gleich Moskitonetz nehmen. Ich habe immer kalandrierte bzw. daunendichte Quiltstoffe verwendet und würde auch dabei bleiben. Evtl. kannst du das Apex direkt auf den Hängemattenstoff nähen, sofern der robust genug ist.

    Deuter ACT Lite 35 + 10 SL

    Egal ob es 1 Übernachtung ist oder mehr. Allerdings gehe ich im Winter nicht campen.

    Der Rucksack hat ca. 45 Liter Kapazität, wobei ich mir häufiger 10 Liter mehr wünschen würde. Hätte ich 55 Liter, würde ich mir aber vermutlich 65 Liter wünschen :)

    Das größte Plus für mich ist, dass er mir wie angegossen sitzt, und ich unter 10 kg eigentlich gar nichts spüre. Ab 14 kg wird es dann langsam ungemütlich, aber mehr als 15 kg sind ohnehin zu schwer für mich. Ich mag auch das Schlafsackfach, das mir den Kompressionsbeutel ersetzt.

    Insgesamt habe ich keine großen Kritikpunkte. Das Frauenmodell ist recht schmal geschnitten, was das Mitführen eines Bärenkanisters nicht gerade erleichtert hat. Andererseits bleibt man damit aber auch recht schmal und kann sich z.B. durch Felsspalten drücken, in denen man mit einem breiteren Rucksack hängen bleiben würde.

    Meckern auf hohem Niveau: es gibt nur eine Hüfttasche. Und ich hätte gerne eine leicht zugängliche Kartentasche. Kann man aber beides mit etwas DIY nachbessern.