Beiträge von Hammock Fairy

    Aber mein Gefühl sagt mir, GE (und Gummizüge an den Seiten) gelingt besser als ein genauer Wannen-Formschnitt.

    Ich denke, da liegst du richtig. Bei einem GE-Schnitt kannst du nicht viel verkehrt machen. Sobald du eine Form vorgibst, musst du beachten, dass der UQP den Underquilt nicht einquetscht, wenn du diagonal liegst. Selbst habe ich bisher nur GE-UQPs genäht, aber beim Warbonnet UQP sieht man deutlich, dass der Schnitt aufwändiger ist (aus 3 Stoffstücken).

    Wenn das Tarp relativ leicht bleiben soll, kommen vor allem Silnylon und Silpoly in Frage. Ich würde zwischen 30D und 20D bleiben, wobei die leichtesten Stoffe dieser Art mittlerweile bis 7D runter gehen. Meine Bezugsquellen sind vor allem Dutch, Ripstop by the Roll und Extremtextil. Es gibt aber auch ein paar kleinere Anbieter. Bei wem ich bestelle hängt in erster Linie vom gewünschten Stoff ab, denn preislich sind die Unterschiede nicht so groß.

    Ob Sommer oder Winter wäre mir bei der Stoffauswahl egal, wobei ich für sehr schlechtes Wetter vermutlich 30D bevorzugen würde.

    Zum anderen sind die Materialien auf die ich so stoße so teuer, das sich eine DIY-Lösung irgendwie garnicht lohnen würde - habe ich zumindest den Eindruck.

    Genau. DIY macht man meistens nicht, um Geld zu sparen - sondern weil man Spaß am selber machen hat und/oder Sonderwünsche hat. Wenn du keine Erfahrung mit ähnlichen Projekten hast, wird beim ersten Versuch vermutlich einiges nicht so laufen, wie du dir das vorgestellt hast. Und sobald du das 2. Tarp nähst, hast du mehr Geld ausgegeben als wenn du gleich ein fertiges Tarp gekauft hättest.

    ich habe einen Cumulus Selva UQ. Kann ich den whippen?

    Sorry, nein, mit dem Vorschlag habe ich mich auf Wooki-Klone bezogen. Underquilts mit Eckaufhängung haben auch mit regulären Hängematten Passprobleme. Für mich gab es immer zu viele Luftblasen zwischen Underquilt und Hängematte, so dass es für mich wohl keinen Unterschied gemacht hätte, wenn noch eine weitere dazu gekommen wäre. Ich konnte die Blasen halbwegs mit einem zweiten Underquilt füllen.

    Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht und vielleicht sogar eine Lösung dafür?

    Ja, Underquilt genauso whippen - oder die Isolierung gleich annähen. Oder einen anderen Stoff für die Hängematte verwenden, der den Grund für das Whipping eliminiert.

    Oder einen Underquilt nähen, der nach oben bauscht und die Lücken ausfüllt. Ich verwende auch ohne Spezialwhipping zwei Underquilts übereinander um jedes noch so kleine Luftloch zu stopfen.

    Für die wenigen Continuous Loops, die ich selbst noch brauche, bevorzuge ich Methode 1. Wenn ich Continuous Loops für andere spleiße, verwende ich ausschließlich Methode 2. Der Grund dafür ist, dass sich Schlaufen ohne Brummel Lock relativ einfach lösen können, wenn man sie nicht vernäht oder aufmerksam verwendet. Mit Brummel Lock kann die Schlaufe nicht versehentlich aufgezogen werden, dafür bleibt aber ein unschöner Knubbel.

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    Sofern du nicht auf eine SUL Hängematte (einlagig aus 20D oder 30D Stoff) bestehst, sehe ich kein Problem bei deinem Gewicht. Ab 40D halten die meisten Hängematten locker bis zu 150 kg aus. Für eine tiefergehende Beratung machst du aber besser einen neuen Thread auf. Ich bin sicher, du wirst dich dann vor Vorschlägen nicht retten können :)

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    Vielleicht möchtest du deine DIY-Ausrüstung ja mal in einem eigenen Faden mit Fotos vorstellen? Da werden sicherlich alle deine Fragen beantwortet und du bekommst neue Anregungen (für mehr DIY :) ).

    Ich finde "deine" Methode etwas fummeliger. Unter Last gibt es aus meiner Sicht keinen Unterschied. Aber anscheinend ist die hier zu Beginn vorgestellte Methode tatsächlich nicht ganz sicher, weil man auf einiges achten muss.

    "Meine" Methode habe ich ja auch von jemand anderem übernommen. Ich glaube vom Grappler's hitch? Ich bin mir nicht ganz sicher. Und ja, man muss beim Aufhängen einen Schritt mehr machen. Beim Abhängen kann man mit etwas Übung den Knoten mit einer Hand "umkippen" um die Verbindung zu lösen. So lange nur etwas Zug auf der Verbindung ist, sehe ich nicht, wie sich da etwas unbeabsichtigt lösen könnte. Und ich benutze Lash-It / Zing-It Evo Loops an meinen Tarps ohne dass es Probleme gab. Berühmte letzte Worte, ich weiß :)

    Danke für den Bericht. Ich habe dieser Art der Verwendung noch nie getraut, und werde dabei bleiben, die Schlaufe unter dem Knoten durchzuführen und über den Knoten zurück zu biegen. Da sollte es unmöglich sein, dass etwas unbeabsichtigt auf geht.

    Zur Ridgelinelänge habe ich mir wenig Notizen gemacht. Vermutlich habe ich sie nach Gefühl eingestellt. Grundsätzlich gilt: wenn du diagonaler liegen möchtest, muss die Ridgeline eher kürzer sein - wenn du weniger diagonal liegen möchtest, hilft eine längere Ridgeline dabei, trotzdem flach zu liegen.

    Ich steure mal meine Erfahrungen bei - vielleicht hilft dir das ja weiter.

    Nach den ersten 2 oder 3 Jahren Erfahrungen mit fertig gekauften Hängematten, hat es mich in den Fingern gejuckt, eine bessere Hängematte zu nähen. Mich hat gewundert, dass es (zu dem Zeitpunkt) keine kommerziellen Hängematten gab, die die natürliche Kurve durch geformte Enden eliminieren. Auf dem Papier sah es jedenfalls ganz einfach aus. Um nicht unnötig Stoff zu vergeuden, habe ich mir bei der Berechnung der Kurven Hilfe von jemandem geholt, der Mathematik studiert hat. In der Theorie wäre das Ergebnis perfekt gewesen: eine super kurze (und damit leichte) Hängematte in der man perfekt gerade liegen kann.

    Ich war schon kurz davor, den ausgewählten Stoff zuzuschneiden, als mir die Idee kam, wie ich das gleiche Ergebnis auch ohne schneiden und nähen erreichen kann. Dazu habe ich mir 50 m 0,06 mm dicke Angelschnur (glaube aus Dyneema bzw. UHMWPE) bestellt. Dann habe ich die errechnete Kurve mit Schneiderkreide auf das rechteckige Stück Hängemattenstoff gezeichnet. An der Kurve entlang habe ich die Angelschnur von Hand mit Heftstich eingezogen. Dadurch, dass die Angelschnur so dünn war, konnte ich auch eine dünne Nähnadel verwenden, die keine großen Löcher hinterlassen hat. Und weil die Angelschnur trotzdem extrem stark war (laut Verkäufer ca. 10 kg Bruchlast), war es kein Problem, den Stoff auf der Schnur zusammen zu schieben. Anschließend habe ich das geraffte Ende abgebunden und die Aufhängung wie gewohnt angebracht.

    Die handwerkliche Seite hat perfekt funktioniert. Die Kurve ist vermutlich besser erhalten geblieben, als ich das mit einem genähten Tunnelzug hinbekommen hätte. Und ich konnte dasselbe Stoffstück für weitere Experimente benutzen.

    Meine Idee hat aber leider überhaupt nicht funktioniert, weil ich außer Acht gelassen hatte, dass der Stoff flexibel ist. Der erste Prototyp war eine Katastrophe. Aber so habe ich gelernt, warum Hängematten mit diesem Design (z.B. die Amok Draumr, die Jahre später auf den Markt kam) zwingend eine Isomatte benötigen. Eine Isomatte wollte ich aber keinesfalls verwenden. Also habe ich die Kurven deutlich flacher gemacht, und bin nach einigen weiteren Prototypen beim gleichen Ansatz gelandet wie Waldläufer70 : Wenn es nicht möglich ist, eine Hängematte zu bauen, in der man ohne Isomatte oder Spreizstäbe absolut flach liegen kann, dann muss es doch wenigstens möglich sein, eine kurze Hängematte zu bauen, die die gleichen Liegeeigenschaften hat, wie eine längere Hängematte. Die Kurve habe genauso errechnet, bloß dass ich die Seiten kürzer gemacht habe (M- bzw. W-förmig) um eine Herausfallsicherung zu haben. Meine letzten Prototypen waren relativ bequem - bequem genug um das Konzept nicht ganz abzuschreiben. Was ich seitdem gerne machen wollte, ist eine ultra-kurze Hängematte (um die 250 cm) zu designen, die sich trotzdem ausreichend bequem liegt, um für Touren bei denen jedes Gramm zählt in Frage zu kommen.

    Bei längeren Hängematten habe ich für mich festgestellt, dass der richtige Stoff für deutlich mehr Liegekomfort sorgt, als geformte Enden. Interessanterweise hat sich herausgestellt, dass ein guter Netzschnitt mehr zum Liegekomfort beitragen kann, als eine Kurve im Hängemattenstoff. Aber vielleicht habe ich auch zu früh mit dem Prototypenbau aufgehört.

    Die Kinder, die in meinen DIY Hängematten getobt haben, hatten keine Probleme mit der Länge. Die jüngsten Kinder, die selbständig in bis zu 11' langen Hängematten gespielt haben, waren 4 Jahre alt. Ich würde die Hängematte nur kürzer machen, wenn es auf das Gewicht ankommt oder wenn es andere Limits gibt, wie z.B. Abstand der Aufhängepunkte oder verfügbarer Stoff.