Beiträge von Hammock Fairy

    Ich habe mit dem Design von Klymit Isomatten in der Hängematte schlechte Erfahrungen gemacht. Durch die durchgeschweißten Kammern wurde die Wärme schnell abtransportiert. In einer lauen Juninacht habe ich mit der Insulated Static V Lite™ Isomatte (wurde damals mit einem r-Wert von 4.4 beworben) gefroren und bin zur Therm-a-Rest ProLite Plus (r-Wert 3.2) gewechselt. Ich denke, dass die Klymit Isomatten am besten auf dem Boden funktionieren, weil die Luft unter der Isomatte dann nicht zirkulieren kann.

    Wenn du auf eine Isomatte in der Frontline XL bestehst, würde ich dir eine extra breite Evazote Matte empfehlen. Bei Extex kann man 1 m breite Platten kaufen und sie dann auf die gewünschte Größe zurechtschneiden.

    Ich habe einige Brückenhängematten und bin nicht der Meinung, dass eine Liegefläche aus mehreren Stücken den Liegekomfort erhöht. Mit Isomatte und Underquilt war die ENO SkyLite allerdings tatsächlich eine der für mich bequemsten Brückenhängematten. Riemen o.ä. zum Fixieren der Isomatte oder des Underquilts habe ich nicht benötigt. Mein kurzer Hammock Gear Incubator hat ziemlich perfekt darunter gepasst. Besser als unter sämtliche GE Hängematten.

    Hammock Fairy ist die Eno Skylite Hängematte, deiner Meinung nach, überhaupt bequem genug, dass eine Anschaffung Sinnvoll ist?

    Ob sie bequem genug für dich ist, kann ich nicht sagen. Die SkyLite gehört zu den Tiefliegern, d.h. die Aussicht wird zum großen Teil von den Wänden verdeckt. Ich fand das (mit Underquilt!) ganz kuschelig, aber es gibt genug Leute, die das nicht mögen.

    Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Sprich: du wirst immer Kompromisse machen müssen. Was spricht dagegen, das passende Setup mitzunehmen? Wenn du nicht monatelang unterwegs bist, kannst du doch von Fall zu Fall entscheiden.

    Grundsätzlich funktioniert eine Isomatte in der Brückenhängematte besser als in der Gathered End Hängematte. Allerdings wird sie dich nicht so gut wärmen wie auf dem Boden, weil durch die Luftzirkulation unter der Hängematte sehr viel Wärme verloren geht. Insbesondere Luftisomatten (z.B. NeoAir) funktionieren gar nicht mehr gut in der Hängematte. Nach sehr schlechten Erfahrungen verwende ich deshalb nur noch mit Schaumstoff isolierte Isomatten.

    Und auch in einer Brückenhängematte sinkst du tiefer ein als auf dem Boden, d.h. du brauchst auf jeden Fall eine breitere Isomatte sofern du warme Schultern und Hüften haben möchtest.

    Ich habe einige G.E.-Hängematten und ein paar DIY Quilts probiert. Ja, das klappt gut, sehr gut sogar, aber ich mag es nicht keine Isomatte dabei zu haben

    Es gibt auch die Möglichkeit eine Kombination z.B. aus einer dünnen Evazote Isomatte und einem 3/4 Underquilt. Das wäre vermutlich meine Lösung für Langwanderungen mit einem gewissen Risiko gelegentlich mal auf dem Boden schlafen zu müssen.

    Wie ist es in einer Bridgehammock mit Isomatte? Braucht man undbedignt Dual Layer? Geht single layer?

    Brückenhängematten unterscheiden sich teilweise gewaltig voneinander. Dementsprechend kann es sein, dass die eine Brückenhängematte gut mit Isomatte funktioniert, die andere jedoch nicht. Eine doppelte Lage hilft dabei, die Isomatte zu fixieren wenn man sich viel dreht. Eine schmalere Brückenhängematte verhindert aber auch das Verrutschen.

    Wie anders ist eine Brückenhängematte als eine G.E.? Liegt man wirklich flach?

    Wie anders ist ein Liegerad im Vergleich zu einem normalen Fahrrad? In beiden Hängematten hängst du - aber da endet die Ähnlichkeit auch schon. Und die Liegeeigenschaften sind auch von Brückenhängematte zu Brückenhängematte extrem unterschiedlich. So flach wie im Bett liegst du in keiner Hängematte.

    Ist das Gefühlt überhaupt noch wie in einer G.E.?

    Nein. Es ist definitiv anders.

    Kennt jemand die SL ENO SkyLite Hammock, wäre diese eine Ordentliche?

    Ja, habe ich und habe ca. 1 Monat drin geschlafen. Diese Brückenhängematte würde ich übrigens wirklich nur mit Isomatte nutzen, weil der Schnitt (es gehen mehrere Nähte mitten durch die Liegefläche) ohne Druckverteilung unbequem ist. Meine Therm-a-Rest ProLite Plus blieb sogar einigermaßen gut liegen, weil die SkyLite einen sehr großen Querdurchhang hat (ähnlich wie eine Badewanne). Allerdings war die Isomattenbreite mangelhaft, so dass ich zusätzlich einen Underquilt unter die Hängematte gehängt habe. Damit hatte ich dann auch warme Seiten. Die Netzkonstruktion ist allerdings furchtbar. Der Reißverschluss wird stark belastet und lässt sich kaum schließen. Und klaustrophobisch sollte man auch nicht sein. Ich habe es deshalb offen gelassen und würde das Netz entweder umnähen oder komplett abtrennen und einen Netzsocken verwenden.

    Ich wollte die Shell mit Klettverschluss öffnen u. verschließen, so dass man zusätzliche Schichten Apex einlegen kann, je nach Außentemperatur. Das ist eine Idee. Ich weiß nicht ob es praktikabel ist. Das Apex erscheint dafür ausreichend formstabil zu sein.

    Ich habe mit Klettband sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Vor allem auf großen Flächen ist es schwer zu kontrollieren und heftet sich gerne dort an, wo es nicht heften soll. Ich habe zwei Hängematten mit der Häkchenseite beschädigt.

    Weiterhin ist Apex wie weiches Klettband und haftet sehr stark aneinander. Eine zusätzliche Schicht einschieben dürfte sehr viel Nerven kosten. Warum machst du es nicht wie Simply Light Designs und nähst "Einlagen", die du dann mit Hilfe von Druckknöpfen im Sooki anbringst? Ich würde die Grundisolierung außen anbringen, und die Einlagen innen.

    Meiner Erfahrung nach ist Climashield Apex sehr unempfindlich was das Zusammendrücken betrifft, weshalb ich es häufig als Zwischenisolierung verwende. Grundsätzlich kannst du einen Sooki auch einfach umdrehen, d.h. ausprobieren, welche Richtung besser für dich besser funktioniert. Es kann dann lediglich sein, dass die Müllsackseite nach Außen zeigt. Das ist aber ein rein kosmetisches Problem.

    Bei einem meiner nächsten Sookis möchte ich im Übrigen zwei Schichten Apex aufnähen. Eine Innen und eine Außen. Die innere Lage soll die Luftlöcher schließen, die bei jedem Underquilt entstehen. Und die äußere Lage soll zusätzliche Isolierung liefern.

    Wie macht ihr das denn mit der Tiefe der Shell, d.h. des Bezugs den man unterhalb annäht? Ich denke 1-2 cm Tiefe sollte das schon haben, weil es sonst auch wieder zu sehr staucht.

    Apex funktioniert auch mit wenig Loft. Ich habe die äußere Hülle um die Apex-Schicht gefaltet und festgeheftet, und das Paket dann auf den Trägerstoff gelegt und festgeheftet. Ich denke es ist besser, wenn das Apex zu stark angedrückt wird, als wenn es zu locker hängt, denn im Gegensatz zu Daune oder KuFa-Flocken bauscht es sich nicht auf und füllt die Hohlräume nicht aus. Der Effekt ist dann ähnlich als wenn du den Underquilt durchhängen lässt, d.h. du verlierst jede Menge Wärme.

    Die originale Frage wurde doch beantwortet. Die meisten versuchen am Anfang, um die Anschaffung eines Underquilts herum zu kommen, und probieren eine ganze Weile herum, bis sie zu dem Schluss kommen, dass es bessere Lösungen gibt. Wie lange man für diese Einsicht braucht, hängt von der Schmerztoleranz ab.

    Ich habe auch ein halbes Jahr mit diversen Isomatten herum experimentiert bis ich klein beigegeben habe, und mir einen Underquilt geholt habe. Aus diesem Grund habe ich mir auch gleich eine doppellagige Hängematte angeschafft, in der Annahme, dass die Isomatte dann fixiert wird. Wurde sie natürlich nicht. Das Rutschproblem konnte ich nie befriedigend lösen. Die Ridgerest habe ich im Übrigen ausprobiert, und die war mir einfach zu unflexibel und damit zu unbequem. Am besten bin ich mit einer Kombination aus der klassischen Therm-a-Rest ProLite Plus (nur halb aufgeblasen) und einer 3 mm Evazote Matte im Torsobereich quer unter die TaR gelegt zurecht gekommen. Würde ich heute nochmal eine Isomatte verwenden wollen, würde ich mir wohl die DD XL Isomatte holen und hoffen, dass 75 cm im Schulterbereich ausreichen. Das Rutschproblem besteht in mindestens 150 cm breiten GE Hängematten aber weiterhin.

    Die einzigen GE Hängematten, in denen Isomatten halbwegs gut funktionieren sind kurze und schmale Hängematten. Die werden straffer aufgehängt, und man liegt weniger diagonal. Die Isomatte kann dann einfach aus Platzmangel nicht verrutschen. Und sie hat den Vorteil, dass sie den Schulterdruck verringert. In GE Hängematten mit den Maßen wie ich sie bevorzuge, erreiche ich die maximale Schlafqualität einfach nur mit einem gut passenden Underquilt.

    Es ist mir unverständlich, warum jemand der gerne eine Hängematte nutzt, und damit auf gesunde Bäume angewiesen ist, nicht bereit ist, minimalste Vorkehrungen zu treffen, um die Bäume von denen er hängt nicht zu schädigen. Gerade UHMWPE Gurtband zieht sich auf Grund des dünnen Materials stark zusammen, und verteilt den Druck schlechter als gleich breites und starkes Polyester Gurtband. An der Gewichtsersparnis kann es doch eigentlich nicht liegen, denn die Bruchkraft hängt von der Anzahl und Dicke der verwendeten Fasern ab. Das 15 mm Gurtband dürfte also dicker sein, aber - wenn überhaupt - unwesentlich leichter. Es sei denn die Bruchkraft liegt ebenfalls unter dem empfohlenen 5-fachen Sicherheitsfaktor.

    Ich habe noch nie gesehen, dass sich eine Mücke durch eine kleine Öffnung quetscht. Normalerweise fliegen sie an und landen direkt am Zielort. Die Reißverschlüsse an den Warbonnet Hängematten schließen alle nicht besser ab. Aber ich kassiere Stiche fast immer nur, weil Arme, Hände oder Füße in Netzkontakt zu liegen kommen.

    15 mm ist inakzeptabel. Und wenn du das Band 2x um den Baum legst, sparst du auch kein Gewicht mehr. Warum nicht gleich 25 mm Band nehmen?

    Was die Whoopie Slings betrifft: die sind wie schon angesprochen nicht mehr die leichteste Option und verbrauchen sehr viel Platz. Wenn du maximal Gewicht sparen möchtest, nimm UHMWPE Gurte und stelle die Länge mit dem Becket Hitch ein.

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    Mit Evo Loops machst du die Aufhängung ein wenig nutzerfreundlicher.

    Soweit mir bekannt ist, ist das Übernachten in der Natur ohne Erlaubnis des Landbesitzers in Deutschland, Frankreich und Spanien nicht erlaubt, unabhängig davon, ob du nun ein Zelt oder eine Hängematte benutzt. Die Frage ist nur, wie streng es in den jeweiligen Gegenden gesehen wird.

    Sofern du dich unauffällig verhältst, und nicht in problematischen Gebieten (z.B. Naturschutzgebiet) übernachtest, dürftest du in Deutschland keine Probleme haben. Nach allem, was ich gelesen habe, sieht es in Frankreich ähnlich aus. Ob es ausreichend Bäume zum Aufhängen der Hängematte gibt, würde ich vorab abklären - z.B. mit Hilfe von Google Earth.

    Ab Saint-Jean-Pied-de-Port wird es mit Sicherheit schwieriger. Ich habe beim Laufen immer ein Auge auf potentielle Hängemöglichkeiten gehabt, und es wäre zum Teil nicht einfach gewesen, Bäume zu finden. Dazu kommt, dass der Camino Frances schon 2015 extrem stark begangen war und genügend Anwohner definitiv von den Pilgermassen genervt waren. Wenn ich mit der Hängematte (oder dem Zelt) nach Santiago pilgern wollen würde, würde ich einen weniger populären Jakobsweg wählen. Wobei sich mir dann die Frage stellen würde, warum ich überhaupt den Jakobsweg gehe. Für mich waren das Laufen und die Leute ausschlaggebend, und ich denke, dass ein wichtiger Teil von dem, was den Jakobsweg ausmacht, nach dem Laufen passiert, d.h. in den Herbergen und Orten. Das entgeht dir aber, wenn du alleine irgendwo wild kampierst.

    Weiterhin würde ich dir stark ans Herz legen, vor dem Aufbruch mindestens 3 Nächte (besser mehr) mit deiner Ausrüstung im Wald zu verbringen. Wenn du einmal unterwegs bist, ist es nicht mehr so einfach, Probleme mit der Ausrüstung zu beheben.

    Herzlich Willkommen im Forum!

    Ich bin den Camino Frances 2015 gelaufen, war aber tatsächlich froh meine Hängematte zu Hause gelassen zu haben. Der Weg ist so stark begangen, dass die Umgebung ziemlich stark verschmutzt ist und die Anwohner entsprechend genervt sind. Dazu geht der Weg häufig durch Landschaften ohne (viele) Bäume. Aber da das hier der Vorstellungsbereich ist, mach doch bitte einen eigenen Thread im passenden Unterforum auf. Dann geben wir dir gerne mehr Antworten.

    Herzlich Willkommen im Forum, hommack!

    Ich stelle mir das Schlafen in einer "normalen" Hängematte immer ungemütlich vor, wenn die Arme keine Freiheit haben, hab es aber noch nie selber ausprobiert, wie sind eure Erfahrungen damit?

    Da fragst du im falschen Forum ^^ Die meisten von uns schlafen in "normalen" Hängematten und finden sie absolut nicht ungemütlich. Da das hier der Vorstellungsbereich ist, gehe ich nicht mehr ins Detail. Du kannst aber gerne einen Diskussionsthread im passenden Unterforum aufmachen. Dann bekommst du sicherlich mehr Antworten. Letztendlich hilft aber nur selbst ausprobieren.

    Richtig geiler Shop den du da hast. Ist das alles auf Lager und die angegebenen Lieferzeiten stimmen?

    Alles was grün gekennzeichnet ist, ist auf Lager und die angegebenen Lieferzeiten stimmen.

    HM, UQ u. TQ beschaffen? Bei Ripstopbytheroll habe ich was gesehen, aber hatte noch nicht die Muße mich mit einer Bestellung zu beschäftigen. Ich finde im deutschen Web keinen für mich passenden Camo-Ripstop in einer erträglichen Preisklasse.

    Da hast du gleich das Hauptproblem identifiziert: Camo-Muster sind durch die Lizenzgebühren extrem teuer. Die Nachfrage nach höherpreisigen Stoffen ist ohnehin schon gering, deshalb werde ich leider nicht noch teurere Stoffe importieren. Aber Ripstop by the Roll hat zur Zeit einen Sale - da solltest du fündig werden.

    Ist das der Tunnelzug oder nur eine Probenaht?

    So lange du auf die notwendige Anzahl der Stiche kommst, kannst du auch eine Zickzack-Naht verwenden. Ich sehe nur keinen Vorteil darin, zumal längere Stiche meiner Erfahrung nach eine größere Angriffsfläche bieten. Je länger der Stich ist, desto leichter bleibt man aus Versehen daran hängen und zieht Schlaufen.

    3 Reihen mit simplen geraden Stichen. Allerdings würde ich für lasttragende Nähte Mara 70 nehmen. Die Stärke der Nähte ergibt sich aus der Bruchkraft des Garns x Anzahl der Stiche. Wie schon öfter erwähnt sind die Tunnelzugnähte aber nicht der Schwachpunkt, sondern der Stoff selbst. Je mehr Stiche, desto mehr verteilt sich die Kraft - wobei die Einstiche aber auch nicht zu dicht sein sollten. Ich verwende einen 2,5 mm Stich und hatte noch nie eine gerissene Naht.