Entsteht denn wirklich ein anderes Whipping beim Knubbel? Letztendlich ist es doch auch nur gerafft. Genauso wie beim genähten Endkanal.
Beim Tunnelzug-Ende werden die Seiten hochgezogen, während die Mitte mehr durchhängt. Der Stoff nimmt eine konkave Form an.
Beim Warbonnet Whip rutschen die Seiten eher heraus, während die Mitte hochgezogen wird. Der Stoff nimmt eine konvexe Form an.
Dazu wird der Stoff beim Warbonnet Whip aber mehr zu einem Ring gezogen als beim Tunnelzug-Ende.
Die Änderungen sind minimal, haben also auch nur einen kleinen Einfluss auf die Liegeeigenschaften.
Wirklich? Wenn Ich das richtig sehe brauche ich für einen 5cm Tunnelzug (doppelt gerollt) 20cm Stoff.
Beim Warbonnet muss der Tunnel gar nicht erst so breit sein und ich komme mit einem einfachen gerollten Umschlag aus. Selbst mit Talkling sehe ich nicht so richtig, dass es mehr Stoff braucht.
Tunnelzug-Ende:
Für den Tunnelzug schlage ich ca. 1 cm und ca. 4,5 cm um (ich brauche ja Platz für 3 Nähte). Es sollten durch das Nähen also grob 12 cm verloren gehen. In der Realität wird bei mir aber aus einem 350 cm langen Rohling eine ca. 335 cm lange Hängematte.
Warbonnet Whip:
Für den Tunnelzug schlage ich ca. 1 cm und ca. 3 cm um (ich mache 2 Nähte - Warbonnet macht nur 1 Naht; deshalb ist der Tunnelzug auch nur 2,5 cm breit). Es sollten durch das Nähen also grob 8 cm verloren gehen. Da das Ende jedoch gerafft und abgebunden wird, und die Aufhängung unterhalb des Whippings befestigt wird, gehen nochmal mindestens 8 cm verloren. In der Realität wird bei mir aus einem 350 cm langen Rohling eine Hängematte mit einer effektiven (*) Länge von ca. 320 cm.
(*) die Länge, auf der sich der Stoff auffalten kann. Der Stoff im Knubbel ist für die Liegeeigenschaften unerheblich.