Beiträge von Hammock Fairy

    Entsteht denn wirklich ein anderes Whipping beim Knubbel? Letztendlich ist es doch auch nur gerafft. Genauso wie beim genähten Endkanal.

    Beim Tunnelzug-Ende werden die Seiten hochgezogen, während die Mitte mehr durchhängt. Der Stoff nimmt eine konkave Form an.

    Beim Warbonnet Whip rutschen die Seiten eher heraus, während die Mitte hochgezogen wird. Der Stoff nimmt eine konvexe Form an.

    Dazu wird der Stoff beim Warbonnet Whip aber mehr zu einem Ring gezogen als beim Tunnelzug-Ende.

    Die Änderungen sind minimal, haben also auch nur einen kleinen Einfluss auf die Liegeeigenschaften.

    Wirklich? Wenn Ich das richtig sehe brauche ich für einen 5cm Tunnelzug (doppelt gerollt) 20cm Stoff.

    Beim Warbonnet muss der Tunnel gar nicht erst so breit sein und ich komme mit einem einfachen gerollten Umschlag aus. Selbst mit Talkling sehe ich nicht so richtig, dass es mehr Stoff braucht.

    Tunnelzug-Ende:

    Für den Tunnelzug schlage ich ca. 1 cm und ca. 4,5 cm um (ich brauche ja Platz für 3 Nähte). Es sollten durch das Nähen also grob 12 cm verloren gehen. In der Realität wird bei mir aber aus einem 350 cm langen Rohling eine ca. 335 cm lange Hängematte.

    Warbonnet Whip:

    Für den Tunnelzug schlage ich ca. 1 cm und ca. 3 cm um (ich mache 2 Nähte - Warbonnet macht nur 1 Naht; deshalb ist der Tunnelzug auch nur 2,5 cm breit). Es sollten durch das Nähen also grob 8 cm verloren gehen. Da das Ende jedoch gerafft und abgebunden wird, und die Aufhängung unterhalb des Whippings befestigt wird, gehen nochmal mindestens 8 cm verloren. In der Realität wird bei mir aus einem 350 cm langen Rohling eine Hängematte mit einer effektiven (*) Länge von ca. 320 cm.

    (*) die Länge, auf der sich der Stoff auffalten kann. Der Stoff im Knubbel ist für die Liegeeigenschaften unerheblich.

    Selbstverständlich gibt es Unterschiede zwischen einem Tunnelzug-Ende und dem Warbonnet Whip.

    Da beim Tunnelzug-Ende die Aufhängung direkt durch den Tunnelzug gezogen wird, und meist per Ankerstich befestigt wird, hängt der Stoff an einer Seite tiefer und wird auch nicht so gleichmäßig gerafft wie beim Warbonnet Whip. Die Liegeeigenschaften unterscheiden sich deshalb minimal. Wichtiger sind aber die anderen Unterschiede:

    • Beim Tunnelzug-Ende werden die Nähte extrem belastet.
    • Beim Warbonnet Whip wird der Stoff gleichmäßiger belastet. Deshalb empfehle ich den WW für alle leichten bzw. empfindlichen Stoffe.
    • Beim Warbonnet Whip kann man die Aufhängung leichter abnehmen bzw. installieren (z.B. wenn man die Hängematte waschen will).
    • Allerdings geht beim Warbonnet Whip mehr Länge verloren als beim Tunnelzug-Ende.

    Ich bevorzuge mittlerweile den Warbonnet Whip, einfach weil die Stoffstärke besser erhalten bleibt.

    Es ist halt eine Menge Geld für ein Gestell, das nur zum gelegentlichen Chillen taugt. Selbst wenn man eine 11' Hängematte aufhängen könnte ist fraglich, wie gut das Gestell im Vergleich mit dem Tensa Outdoor Tensa4 oder dem YoboGEAR Cricket Hammock Stand abschneidet.

    Vom Preis her ist der Tensa4 selbst mit Zoll und Versandkosten deutlich günstiger und dazu flexibler einsetzbar. Ich brauche kein Auto um hängen zu können, bzw. kann meine Hängematte auch in einiger Entfernung zum Auto aufhängen - oder wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin. Eine leichtere und ebenfalls günstigere Variante die sogar in Deutschland hergestellt wird ist der Cross Hammock Carbon Tree. Bei beiden Gestellen kann man zusätzlich noch ein Tarp über die Hängematte hängen, was für eine Übernachtung häufig nötig ist.

    Der Cricket Stand ist etwas teurer als euer Gestell, hat aber den Vorteil, dass man ihn auch in Innenräumen verwenden kann. Alle genannten Gestelle haben keinen "Flex", d.h. wenn man sich in die Hängematte legt, werden die Aufhängepunkte nicht zueinander gezogen. Das ist für einen hohen Liegekomfort bei Campinghängematten sehr wichtig. Für ein Gestell mit deutlichem Flex würde ich z.B. kein Geld mehr ausgeben.

    Meiner Ansicht nach ist die Zielgruppe für ein Anhängerkupplungsgestell eher klein, und wird durch einen hohen (wenn auch durchaus berechtigten) Preis und die knappen Maße noch kleiner.

    Mit Apex habe ich keine Erfahrung, das Problem lag aber auch nicht am Lavalan (das habe ich ja nur abgesteppt), sondern am völlig unterschiedlichen Nähverhalten vom Wollstoff und dem Nylontaft beim Zusammennähen der Hülle. Egal, was unten war, die untere Lage hat sich immer enorm verzogen. Und das kenne ich so gar nicht von meiner Maschine.

    Hast du eine Maschine mit Obertransport?

    Schönes Projekt!

    Was spricht gegen Seide?

    Ja, ich würde auch zu einem Seidengemisch tendieren. Ich verwende seit 15 Jahren einen Tropic Traveler Seiden Schlafsack von Cocoon und schätze das Innenmaterial (55% Seide / 45% langfaserige ägyptische Baumwolle) sehr. Leider habe ich keine Quelle für Meterware gefunden. Berichte aber gerne wie sich der neue Quilt schlägt.

    Jetzt habe ich zwar schon einige Jahre Näherfahrung, durchaus auch mit Outdoorstoffen, aber das Kombinieren dieser höchst unterschiedlichen Stoffe hat, in Kombination mit dem Quick&Dirty-Zuschnitt auf dem Schlafzimmerboden, meine Nähmaschine und mein Können an die Grenzen gebracht, das Endprodukt ist SEHR dillettantisch genäht, da ist Quick&Dirty als Bezeichnung noch edel ...

    Was gab es denn für Schwierigkeiten? Lag es einfach an der Dicke, oder am Material? Sprich: ist das Lavalan schwieriger zu vernähen als das Climashield Apex?

    Einen Lavalan-Quilt habe ich auch auf meiner To-Do-Liste, deshalb sind deine Erfahrungen von Interesse. Warum postest du den Inhalt nicht noch einmal hier? Dann muss man nicht zwischen zwei Seiten hin- und herklicken und kann direkt Fragen dazu stellen.

    Diese Falte entsteht durch die unterschiedliche Körpergewichtsverteilung. Dein Oberkörper ist schwerer als deine Beine, und sinkt tiefer in den Stoff ein als deine Beine. Je nachdem wie diagonal du liegst, verläuft die Übergangszone unterhalb deines Pos (sehr gut zu sehen auf dem 2. Foto von einer durchsichtigen Cross Hammock) oder schräg unter deinen Beinen. Bei den meisten sind die Kniekehlen und Waden empfindlicher als die Oberschenkel, deshalb stört der Hügel vor allem, wenn er unter den Waden verläuft (deshalb auch "Calf Ridge").

    Sofern der Stoff nachgibt, ist der Hügel immer da. Bei dehnbareren Stoffen ist er höher als bei weniger dehnbaren Stoffen. Da die meisten eine bestimmte Dehnung bevorzugen, lässt sich dieser Faktor nicht ändern. Was sich ändern lässt, ist aber häufig die Diagonale. Entweder du liegst diagonaler, so dass die Calf Ridge mehr unter den Oberschenkeln verläuft, oder du liegst weniger diagonal, so dass sie unter einer größeren Beinfläche verläuft. Auf je mehr Fläche sich der Druck verteilt, desto weniger stört er.

    Wenn du diagonaler liegen möchtest, und die Hängemattenbreite das zulässt, empfiehlt es sich den Aufhängewinkel zu vergrößern. Statt 30° eher 35° oder gar 40°. Leider machen das die meisten Underquilts nicht mit.

    Wenn du weniger diagonal liegen willst, aber trotzdem nicht in Bananenform, solltest du die Ridgeline verlängern (nur bei einer Hängematte ohne integriertes Netz) und den Aufhängewinkel verkleinern. Statt 30° eher 25°. Das hilft dann sogar bei der Passform des Underquilts.

    Solltest du mit der aktuellen Liegeposition aber bereits zufrieden sein, und nichts daran ändern möchtest, kannst du einfach ein kleines Kissen (oder einen halb gefüllten Packsack) unter die Knie bzw. Beine legen. Das mache ich schon seit Jahren, und es hat den Vorteil, dass es auch noch wärmt.

    Die Ridgeline wird durch Gebrauch noch gestreckt, und der Ankerstich zieht sich auch noch fester. Bei den Ridgelines, die ich gemessen habe, ist die Länge relativ ähnlich. Wenn du mal in einer Dutch oder Dreamhammock Hängematte gelegen hast, wirst du sehr schnell feststellen, dass die Ridgeline wesentlich höher hängt, und du deutlich stärker durchhängst.

    BX.33 also ich komm bei meiner XLC auf eine RL laenge von 284cm vom Werk aus. Das entspricht genau 85%. Ich habe nichts verstellt.


    Warbonnet gibt die RL mit 112“ an bei einer HM laenge von 11‘

    Nur dass die XLC gewhippt ist, und dadurch ca. 1/2' effektiver Länge verloren geht. Bei meiner Traveler XL habe ich folgende Längen gemessen:

    Länge von Whipping zu Whipping ca. 314 cm

    Ridgelinelänge ca. 281 cm

    Macht ca. 89,5%

    Hammock Fairy

    Die Warbonnet Matten sind mit 62" ja eigentlich nicht schmal. Was ist der Grund, dass WB 89% RL-Länge wählt? Lohnt es sich tatsächlich diese durch eine verstellbare RL zu ersetzen und nochmal zu optimieren? Liege allerdings bereits sehr angenehm mit 175 cm Körpergröße und normal breiten Schultern.

    Bei Hängematten mit integriertem Netz solltest du keinesfalls die Ridgelinelänge ändern. Sonst beschädigst du den Reißverschluss und/oder das Netz. Wenn du eine Hängematte mit einer anderen Ridgelinelänge haben willst, musst du entweder eine von einem anderen Hersteller kaufen, oder selbst eine nähen.

    Hm, meine Hängematten aus dem ExTex-Stoff waren nach dem säumen immer maximal 145 cm breit. Das ist natürlich ziemlich schmal. Aber das sollte sich nicht durch Schulterdruck bemerkbar machen. Ich würde auch die Ridgeline verlängern. Je geringer der Durchhang ist, desto weniger diagonal muss man liegen - was bei so schmalen Hängematten von Vorteil ist.

    Ich würde dem eher trauen wenn die Stützen so eingekeilt sind:

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    Natürlich müssen sie am Boden so fixiert sein, dass sie nicht in Zugrichtung wegrutschen können. Lotrecht würde ich mich nur an solche Stützen hängen, wenn sie sowohl oben als auch unten festgeschraubt sind.

    Es geht nicht um die Nähte - die können alle ähnlich gut oder schlecht - sondern um das Design, genauer gesagt das Netzdesign. Und da spielt Warbonnet einfach in einer eigenen Liga. Ich habe die meisten Netzhängematten ausprobiert, und die einzigen integrierten Netze die mir ausreichend Platz bieten sind die von Warbonnet und die von Clark (oder das von der DD Frontline XL). Leider wiegen die "Tunnelzelt"-Netze viel, deshalb ist Warbonnet der ungeschlagene Favorit wenn es um eine Balance von "leicht" und "komfortabel" geht. Der große Nachteil der Warbonnet Hängematten ist, dass es keine 11.5' oder 12' Länge gibt. Aber bis ca. 185 cm Körpergröße sollte die Standardlänge kein Problem sein.

    Ich konnte aus keinem der Beiträge herauslesen, dass irgendjemand die aktuelle Rechtslage besonders toll findet. Das wäre auch etwas schizophren wenn man davon ausgeht, dass wir wohl alle schon irgendwann mal im Wald übernachtet haben. Im genannten Fall hat sich der betroffene Youtuber aber einfach denkbar bescheuert verhalten. Soweit mir bekannt ist, hat er in einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet übernachtet, gekocht und allerlei klar untersagte Tätigkeiten unternommen, sich dabei gefilmt, und das Video mit Beschreibung öffentlich gepostet! Egal wie man nun zu der Sinnhaftigkeit der Verbote und der Strafen in diesem Gebiet steht - mit der Veröffentlichung des Videos hat er sich ganz einfach zur Zielscheibe gemacht. Wäre ich bei der dortigen Forstbehörde angestellt, hätte ich auch reagiert. Wenn die Regeln nicht durchgesetzt werden, kann man sie auch gleich ganz abschaffen. Ob der Effekt für das betroffene Naturschutzgebiet gut wäre, wage ich zu bezweifeln - aber das kann man sehen wie man will.