Beiträge von Hammock Fairy

    Das Netz bei meiner 12 er Onewind ist so locker geschnitten, das da nichts einengt bzw. Raum verloren geht.

    Mir ist es eher fast zu locker.

    Genau das meine ich ja. Die meisten Netze sind entweder parallelogramförmig, sechseckig oder rund geschnitten. Dadurch entsteht an der Stelle, wo das Netz in die Hängematte übergeht immer ein spitzer Winkel. Wenn die Hängematte breit genug ist, bzw. das Netz (zu) breit geschnitten ist, nimmt es zwar wenig Raum weg, hängt aber durch. Und das unnütze Material ist natürlich nicht gewichtslos. Sind Hängematte oder Netz schmaler, engt das Netz ein.

    Ich habe schon in vielen Hängematten gelegen, aber keine war so effektiv geschnitten wie die Warbonnet Hängematten. Im Übrigen mag ich die Clark Hängematten, weil sie angenehm viel Raum bieten. Aber leicht geht anders.

    Interessant! Auch noch ein Topcover mit dabei für den Winter.

    Jetzt muessen Sie nur noch den Wooki nachbauen. Dann haben Sie im Gathered End Bereich fast alles nachgebaut, was es so auf dem Markt gibt 😜

    Ein abnehmbares Netz bzw. Top Cover macht noch lange keine gute oder besondere Hängematte. Es ist zwar ganz nett, dass man das Netz mit einem Top Cover ersetzen kann, aber letztendlich macht es die Hängematte anfälliger für Beschädigungen. Viel wichtiger ist ein guter Netz- bzw. Top Cover-Schnitt, der die Liegeeigenschaften nicht negativ beeinflusst - oder wie im Fall von Warbonnet die Liegeeigenschaften sogar verbessert. Mittlerweile bieten viele Hersteller eine Hängematte mit abnehmbarem Netz an, aber ich warte immer noch auf eine Hängematte, die der XLC/Eldorado Konkurrenz machen kann. Ich habe zwar keine Onewind Hängematte mit integriertem Netz, aber auf den Fotos und Videos sieht es nicht so aus, als ob der Netzschnitt außergewöhnlich wäre. Wie bei jeder symmetrischen Hängematte dürfte sowohl Liegebreite als auch Kopfraum verloren gehen.

    Ich habe einen C.A.Q. Underquilt von Khibu, der im Prinzip ein symmetrischer Wooki-Klon mit synthetischer Isolierung ist, und der über die Länge der Isolierung auf beiden Seiten einen Gummikordelzug hat. Das scheint so gut zu funktionieren, dass ich meinen nächsten Sooki ebenfalls mit solchen Kordelzügen ausstatten will. Da mir aber alle synthetischen Underquilts zu kalt waren, um sie ohne zusätzliche Isolierung zu nutzen, kann ich nicht sagen, ob die Kordelzuglösung genauso effektiv oder sogar effektiver ist als die Whiplösung.

    Der Wooki-Whip muss gut gemacht sein, um gut zu funktionieren. Wenn man die Seiten zu weit oder zu wenig weit heraus zieht, oder den Übergang nicht gut macht, ist das Ergebnis unbefriedigend. Macht man es gut, sitzt der Wooki auch unter längeren Hängematten super. Ich habe meinen gewhippten Wooki problemlos mit meiner 450 cm langen mexikanischen Hängematte verwendet.

    Bei der Kordelzuglösung sehe ich die Gefahr, dass ein Hohlraum bleibt, der Wärme ableitet.

    Unnütz, aber irgendwie trotzdem interessant. Insofern besten Dank für die Aufklärung. Und vor allem lässt sich die BB XLC dann weiterhin als "die BB" bezeichnen. Da Warbonnet die indianische Kriegs- bzw. Federhaube war, vermutete ich zunächst den Häuptling (Blackbird).

    Unnützes Wissen Teil 2: Der Namensgeber ist in diesem Fall ein Berg - Warbonnet Peak - dessen Silhouette im Übrigen auch im Logo zu sehen ist. Wenn ich mich richtig erinnere, ist Brandon ein Kletterer.

    Ich habe keinen Tipp bezüglich Billig-Fleece, aber wenn Gewicht und Packvolumen irrelevant sind, würde ich einfach eine billige KuFa-Bettdecke mit Druckknöpfen in eine simple GE-Hängematte einknöpfen = Multi-Use Sooki. Die Bettdecke kann man dann immer noch als Bettdecke benutzen, und die Hängematte als Hängematte. Das ist vermutlich die sparsamste Variante.

    Zumindest habe ich meine HM (ohne mir größere Gedanken zu machen) schon häufiger genauso genutzt ... Beine seitlich lang raus und hinten (an der Shelfseite) angelehnt. Bisher habe ich noch keinen Schaden dadurch an meiner XLC feststellen können.

    Im Zweifelsfall reicht es, den Reißverschluss zu öffnen. Dann kann man sich entspannt zurück lehnen. Ich finde es auch angenehmer, die Hängematte der Länge nach zurück zu klappen und sich auf die so entstandene schmale 2- bzw. 4-lagige Hängematte zu setzen. Dadurch wird Druck von den Oberschenkeln genommen, und man kippt auch nicht so stark nach hinten.

    Das mit dem Hinweis zum reinsetzen halte ich für einen rein theoretischen Zustand, der nach irgendeinem Schadensfall vom Hersteller aufgenommen wurde.

    Leider nein. Bei mir sind mehrfach Schadensfälle reklamiert worden, die vermutlich vom Zurücklehnen in bzw. an die Ablage verursacht wurden. Das Problem ist der Netzschnitt. Ich denke, durch die Ablage kann man das Gewicht wesentlich weiter nach hinten verlagern, als es mit einem normalen Netz möglich wäre. Dadurch wirken viel höhere Kräfte. Das Netz selbst ist deshalb entlang der Naht mit Band verstärkt. Die Kraft wird so auf den Reißverschluss übertragen, der dann reißt. Bei der originalen Blackbird gibt es das Problem nicht, weil das Netz auf der Seite fest angenäht ist.

    Also die Superfly,Thunderfly, Mountainfly und so, da reichen die 11' ? Gibt es da auch eine gute Empfehlung?

    Das Minifly ist, wie oben schon erwähnt, das schmalste und leichteste Tarp. Es ist super für Ausflüge im Sommer, oder wenn die Wettervorhersage gut ist - oder für Minimalisten, die die Hängematte hauptsächlich zum schlafen benutzen.

    Das Thunderfly ist etwas breiter, aber immer noch recht leicht. Es ist ein gutes Allrounder 3-Jahreszeiten-Tarp. Allerdings würde ich wohl keinen mehrtägigen Hurrikan darunter aussitzen wollen.

    Das Mountainfly ist das breiteste Mini-Türen-Tarp und bietet einen super Regenschutz sowie auch einen guten Windschutz von den Seiten. Ich würde es als gutes Camper-Tarp bezeichnen, d.h. gut für Leute, die gerne mehr Zeit an einem Ort verbringen. Wenn ich 20 km und mehr laufen will, würde ich mir das zusätzliche Gewicht lieber sparen.

    Das Superfly ist ein echtes Wintertarp, das den Nutzer rundum vor Regen und Wind schützt. Dementsprechend hält es auch mehr Wärme zurück. Mir persönlich ist es zuviel Tarp um damit wandern zu gehen. Als Radfahrer sieht die Sache aber schon wieder anders aus.

    Ich habe keine Erfahrung mit der Ablage, ist die wirklich so gut oder nutzt du auch die Eldorado?

    Ich meine mit dem Sack an der Ridgeline hat es ja sonst auch geklappt. Kann mir nicht vorstellen, dass die Ablage sooooo der Vorteil ist?

    Ich nutze alle Warbonnet GE Modelle - je nach Einsatzzweck. Grundsätzlich bin ich aber ein Fan der Ablage und nutze sie mehr als einen Ridgeline Organizer (RLO). Die Lösung "Sack an der Ridgeline" finde ich persönlich unpraktisch. Die Ablage ist einfach unkompliziert. Ich kann sie auch blind mit einer Hand nutzen. Es passt so ziemlich alles rein, was ich in der Hängematte brauche. Im Gegensatz zu einem Sack an der Ridgeline ist die Ablage unsichtbar und aus dem Weg. Selbst wenn sie mal mit schwereren Dingen befüllt ist (wovon ich aber eher abrate) stoße ich mir nicht den Kopf daran. Und wenn mal etwas schwereres aus der Ablage fallen sollte, fällt es aus geringerer Höhe nicht direkt auf mich. In meine Ablage werfe ich nicht nur Dinge, die ich gelegentlich in der Hängematte brauche (Handy, E-Book, Stirnlampe, Taschentücher, Ohropax, ggf. Medikamente), sondern auch Dinge, die beim Einsteigen gerne unter dem Körper zu liegen kommen (Kopfkissen, zusätzliche Isolierung). So spare ich mir einiges an Turnübungen.

    Ich habe da keine Erfahrung. Was nutzt du für eine Matte mit welcher D-Anzahl?

    Ich bevorzuge sehr dehnungsarme Hängematten. Meine Bettersatz-Hängematte ist eine alte 70D Heavyweight Double Layer XLC/Eldorado, die es nicht mehr zu kaufen gibt. Meine Wanderhängematte ist eine alte 70D Single Layer Blackbird, weil ich darin nach einem Tag an der frischen Luft gut genug schlafe, und Gewicht sparen muss um mein Packgewicht möglichst unter 13 kg zu halten.

    Um so "starrer" die Matte, desto angenehmer ist es dann doch eigentlich darin zu schlafen oder?

    Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Leute, die gerade dehnbare Hängematten bequem finden - und Leute, denen es nicht dehnungsarm genug sein kann. Eine 40D Single Layer scheint aber für die meisten gut genug zu funktionieren. Ich kann darin zur Not schlafen, schlafe aber definitiv besser in 70D. Andere sind zu 30D oder gar 20D gewechselt. Letztendlich muss jeder selbst herausfinden, was für ihn passt. Nicht umsonst gibt es eine Auswahl an verschiedenen Hängemattenstoffen.

    Das hängt ganz und gar von deinen Vorlieben ab.

    Wenn du die Ablage nicht brauchst -> Eldorado.

    Wenn Gewichtsersparnis die oberste Priorität hat -> Eldorado, Single Layer

    Wenn du gerne ohne große Fummelei größere Sachen (z.B. Jacke) in der Hängematte griffbereit haben möchtest -> XLC

    Wenn du so wenig Abspannleinen wie möglich verwenden willst -> Eldorado

    Ob du eine Single oder eine Double Layer brauchst, hängt in erster Linie von den gewünschten Liegeeigenschaften ab. Je weniger Dehnung die Hängematte haben soll, desto höher müssen die D-Werte sein. 1 x 40D (Single Layer) dehnt sich mehr als 15D + 40D (Lightweight Double Layer), und 15D + 40D dehnt sich mehr als 40D + 40D (Heavyweight Double Layer).

    Der einzig andere Grund eher zu einer DL zu greifen wäre wenn dir die Kapazität von 124 kg nicht ausreicht.

    Eine Standard-Stoffhängematte wäre mir bei den Maßen zu unbequem. Was evtl. funktionieren könnte, wäre eine unverkürzte mexikanische Netzhängematte mit steilem Aufhängewinkel. Die sind zum Teil auch im 90° Winkel nutzbar.

    Alternativ werfe ich einen DIY Lounger in den Raum. Der Komfort dürfte näher an einer Hängematte sein als an einem Hängesessel. Zum Nachbauen und Ausprobieren hatte ich aber leider noch keine Zeit.