Beiträge von Hammock Fairy

    Ich weiß nicht ob es der Wahrheit entspricht, aber ich habe mal gelesen, dass Entendaune ein Abfallprodukt aus der Schlachtindustrie ist. In China werden wohl deutlich mehr Enten gegessen als bei uns Gänse, weswegen Entendaune auch billiger ist. Das würde heißen, dass aus Tierschutzsicht Entendaune besser ist als Gänsedaune - sofern man nicht komplett auf tierischen Produkte verzichten möchte. Abgesehen davon schreibt Onewind, dass es sich bei der Daune um "Ethically Sourced FP800 Duck Down" handelt. Ich sehe keinen Grund, warum die Angabe weniger vertrauenswürdig ist als die von Extremtextil.

    Dinge die man nicht kennt hat man meistens vorher nicht vermisst. Bis man sie dann hat... manchmal zumindest ;)

    Dass es gerade in der HM einen Unterschied macht, wie man aus dem Schlafsack kommt vermute ich aber schon.

    Ich habe meinen Schlafsack ein paar mal mit nach oben gedrehtem Reißverschluss benutzt - was genau einem Schlafsack mit mittigem Reißverschluss entspricht. Ich habe keine Verbesserung gegenüber dem Einstieg mit zur Seite gedrehtem RV bemerkt. Was ich jedoch gemerkt habe, war das Reißverschlussende unter dem Kinn. Damit hätte ich aber leben können, wenn es irgendwelche Vorteile gehabt hätte.

    Letztendlich steigst du doch auch von einer Seite her in die Hängematte. Wenn überhaupt ist es eher einfacher, wenn der RV auf der gleichen Seite wie der Einstieg in die Hängematte liegt, weil dann die aufgeklappte Seite nicht aus der Hängematte hängt.

    Danke, die von dir genannten Modelle schaue ich mir mal an. Western Mountaineering ist natürlich absolute Premium Oberklasse. Entsprechend auch leider deutlich zu teuer für die wenigen Wintertouren die ich vermutlich wohl machen werde.

    Winter = Kälte = viel Isolierung was im Fall von halbwegs guter Daune "viel Geld" bedeutet. Wenn du mit weniger Bauschkraft bzw. mehr Gewicht leben kannst, könntest du auch einfach die Kapuze von einem günstigen Schlafsack abtrennen (und evtl. gleich eine separate Kapuze daraus machen).

    Der Mammut Protect Down Bag oder der Carinthia Survival Down beispielsweise. Aber es gibt deutlich mehr Kunstfaser- als Daunenschlafsäcke mit Mittelzipper, vor allem weil die wegen des schnellen Ausstiegs im militärischen Bereich Standard sind. Und schneller Ausstieg ist ja erstmal nicht schlecht, daher meine Frage wie sich das mit Hängematten verhält.

    Ich hab einen Mittelzipper noch nie vermisst. Ob man nun zwei Hälften nach links und rechts oder eine Seite nach links oder rechts klappt macht doch keinen großen Unterschied. Die Akrobatik ist dieselbe, und man lernt recht schnell wie man es effizient macht.

    Genau. Vermutlich auch weil es heißt das wäre für die Hängematte komfortabler.

    Nein, das heißt entweder dass DD es komfortabler findet - oder dass genug DD Kunden es komfortabler finden. In Anbetracht der sonstigen Produkte würde ich darauf tippen, dass viele Kunden aus dem Militärbereich kommen, oder sich am Militär orientieren.

    Deine Methode 1 ist auch die die ich verwende, wenn ich mal mit Schlafsack in der HM war. Die Methode 2 habe ich mich noch nie getraut und beim Lesen auch gerade etwas Schmerzen in der Brust verspürt =O Da hätte ich viel zu viel schiss dass der meist sehr dünne Schlafsackstoff am Boden beschädigt wird :huh:

    Hast du mal versucht, einen normalen Quiltstoff zu zerreißen? Ich rede nicht von ultraleichten 7D oder 10D Stoffen, sondern 15D und aufwärts. Wenn du dich nicht gerade in einem Brombeergebüsch bettfertig machst, sehe ich wenig Möglichkeiten den Schlafsack zu beschädigen. Der größte Feind sind Nässe und Schmutz. Und das vermeiden viele hier mit einer kleinen Bodenplane.

    Grundsätzlich kann es auch eine Geschmacksfrage sein, klar. Aber ich könnte mir vorstellen, dass schon rein mechanisch betrachtet quasi eins von beiden sich besser macht. Jemand der beides hat, kann vielleicht sagen, dass es sich in der Hängematte einfach leichter macht in einem Schlafsack mit Mittelzipper zu steigen.

    Ich habe noch nie in einem Schlafsack mit Mittelreißverschluss gelegen und kann mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass es einfacher wäre, weil ich meinen Körper ja, nach meinem Verständnis, mit dem ersten Satz hinein genau in den Schlafsack "fallen" muss, weil das zurechtgezuppel in der Hängematte sonst hinterher viel zu kompliziert ist. Wohingegen ich einen Schlafsack mit Seitenzip ja im Prinzip nur aufklappen muss und dann eine viel größere Fläche habe, um mich "hineinfallen" zu lassen. Aber ich kann mich auch täuschen, ist nur gerade meine Vorstellung dazu.

    Ich habe noch nie einen Daunenschlafsack mit Mittel-RV gesehen; vermutlich ist die Kammerkonstruktion zu aufwändig. Ich habe meine Schlafsäcke auch schon mal so gedreht, dass der RV oben mittig zu liegen kommt, aber zum einen stört mich das RV-Ende unter dem Kinn, zum anderen fand ich den Einstieg nicht wirklich einfacher. Ich habe 2 Methoden: entweder ich lege den Schlafsack aufgeklappt in die Hängematte, steige wie immer ein, klappe den oberen Teil über mich (wie eine Bettdecke) und ziehe dann den Reißverschluss zu - oder ich steige neben der Hängematte stehend in den fast geschlossenen Schlafsack, ziehe ihn hoch und lege mich dann ganz normal in die Hängematte. Methode 2 ist einfacher, aber nicht so toll wenn es nass und/oder sehr dreckig ist.

    Kannst du einen ohne Kapuze für den Winter empfehlen? Welche(n) nutzt du denn, Alissa?


    Nachtrag: ah, ich tippe selbst genäht? 😁

    Nein, ich habe keinen meiner Daunenschlafsäcke selbst genäht - noch nicht.

    Da ich im Winter nicht rausgehe (alleine für die Isolierung bräuchte ich da wohl einen Packesel), habe ich auch keinen für mich tauglichen Winterschlafsack. Mein erster Schlafsack war ein Western Mountaineering Alder MF mit dem ich extrem zufrieden war bzw. noch bin. Ich hatte kurze Zeit mal den Ponderosa MF - aber der war mir selbst im Oktober deutlich zu warm. Leider ist die kleinste WM Größe noch größer als für eine 165 cm Frau nötig. Um etwas Gewicht zu sparen habe ich mir von ZPacks das 2013er Schlafsack-Modell nach dem WM-Vorbild modifizieren lassen. Soweit ich weiß bieten sie keine Modifikationen mehr an, haben aber mittlerweile ähnliche Modelle. Wenn ich heute dort bestellen würde, würde ich den Zip Around Sleeping Bag wählen, weil ich nicht auf die Möglichkeit, die Footbox öffnen zu können verzichten kann. Allerdings würde ich wohl erst versuchen, mir meinen idealen Schlafsack selbst zu nähen.

    Ich würde Hängematte und Wooki nicht permanent verbinden. Ich meine mich zu erinnern, dass jemand hier im Forum seinen Wooki mit einer eingefädelten Gummikordel semi-permanent an der Hängematte befestigt hat, konnte aber das Foto nicht finden. Erinnert sich jemand anderes daran und kann auf den Thread verlinken?

    Die Frage ist zuerst einmal, warum der Wooki verrutscht. Meine Vermutung ist, dass du in der 12' Hängematte diagonaler liegst als es der Wooki zulässt. Der Wooki ist auf die Länge und Breite der XLC ausgelegt, und deshalb vermutlich etwas zu kurz und zu schmal für eine perfekte Passform. Du könntest versuchen, den Wooki nicht an den Enden der Hängematte aufzuhängen, sondern jeweils seitlich über die Ridgeline. Wenn dein Kopf links der Ridgeline liegt, hängst du das Kopfende mit einer Gummikordel links von der Ridgeline, und das Fußende rechts von der Ridgeline. Dann hängt der Wooki diagonaler unter der Hängematte. Evtl. könnte man auch versuchen, den Wooki asymmetrisch zu whippen - das habe ich aber noch nicht ausprobiert.

    Die Wölbung zwischen den Schultern kann die Bridge auch nicht verhindern, und der Grundgedanke ist ja gerade, dass die Ränder der Liegefläche waagerecht verlaufen (wie die Fahrbahn einer Hängebrücke).

    Und warum sollte man kein Feldbett konstruieren können, das den Stoff einfach auch an den Enden spannt?

    Stimmt, ja nach Design hat man auch in einer Brückenhängematte mehr oder weniger Schulterdruck, aber bei bei allen Brückenhängematten die ich kenne, sind die Spreizstäbe beweglich. Das heißt je nachdem wie du in der Hängematte liegst verdrehen sie sich auch gegeneinander oder neigen sich stark in die eine oder andere Richtung (und gleichen damit Druck aus). Ich habe aber noch nie ein Feldbett mit beweglichen Stangen gesehen. Und auch nicht mit Längsaufhängung. Um einen annähernd ähnlichen Liegekomfort wie in einer Brückenhängematte zu erreichen, müsstest du vermutlich eine feldbettartige Brückenhängemattenaufhängung konstruieren. Das würde ich dann aber nicht mehr als Feldbett bezeichnen.

    Also afaics spricht nichts dagegen, dass ein Feldbett exakt so bequem sein kann wie eine Brückenhängematte

    Doch: die Brückenhängematte wird von den Enden gespannt; das Feldbett von den Seiten. Der Stoff in der Brückenhängematte kann besser nachgeben und sich besser an den Körper anpassen. Auf dem Feldbett liegt man in einer Halbröhre und die Schultern werden stärker zusammen gedrückt.

    Ich habe mal ein paar Nächte auf einem Feldbett verbracht und es war mit meiner selbstaufblasenden Winterisomatte erträglich. Als Notbett fand ich es OK. Aber bequem geht anders.

    Ich schlafe z.B. häufig auf einer klappbaren Schaumstoffmatratze. Mit der selbstaufblasenden Winterisomatte unten drunter ist sie superbequem und ausreichend warm.

    Alternativ habe ich auch schon sehr gut auf einer Exped MegaMat geschlafen. Die ist warm, weich, extra breit und kleiner verstaubar als die Schaumstoffmatratze. Aber auch deutlich teurer.

    Wenn die Höhe wichtig ist, kann ich ein klappbares Gästebett empfehlen. Das nimmt zwar mehr Platz weg als ein Feldbett, ist dann aber ein vollwertiges Bett.

    Oder gleich ein Hängemattengestell ;)

    Jeder Hersteller "überfüllt" seine Quilts. Wenn du nur gerade soviel Daune einfüllen würdest wie unbedingt nötig um die Kammern komplett auszufüllen, würde die Daune verrutschen und es würden sich leere Bereiche bilden. Außerdem lässt die Bauschkraft schnell nach, wenn die Daune feucht (z.B. durch hohe Luftfeuchtigkeit) oder ölig (meist durch Hautfette) wird. Das lässt sich durch Überfüllung etwas verlangsamen.

    Die Frage ist also nur, wie viel Überfüllung der einzelne Hersteller macht. Ich denke, die meisten Hersteller verwenden einen ähnlichen Faktor. Aber je mehr sie auf "ultraleicht" abzielen, desto weniger Überfüllung verwenden sie. Und je mehr sie auf "robust" setzen, desto mehr Überfüllung wenden sie an.

    Wenn ich custom kaufe und die Wahl habe, lasse ich meine Quilts mit bis zu 3 oz überfüllen, weil ich sie sehr intensiv nutze und deshalb gesehen habe, wie sehr die Daune über die Jahre zusammenfällt. Mein überfüllter Western Mountaineering Schlafsack war zum Zeitpunkt des Kaufs 2010 wunderbar bauschig und warm. Nach knapp 3.000 Nächten ist er so platt, dass eine professionelle Reinigung nicht reichen wird. Ich werde ihn neu auf- und dabei auch überfüllen lassen, um ihn wieder normal benutzen zu können.

    Wenn es meine Reise wäre, würde ich folgendes mitnehmen:

    Entweder eine netzlose Hängematte mit RV Netzsocke (um auch von unten gegen stechende Insekten geschützt zu sein) mit einem synthetischen Underquilt der bei den zu erwartenden tiefsten Nachttemperaturen ausreichend wärmt.

    Oder ein Hängematte mit integriertem Netz mit einem "Underquiltprotector" aus Moskitonetz (gegen die Mücken von unten) und einem Underquilt.

    Als Wetterschutz würde ich auch 2 Tarps einpacken. Vielleicht ein etwas größeres, unter dem man auch zu zweit hängen kann, und ein etwas kleineres. Oder zwei mittelgroße Tarps.

    Hast du mal versucht, deine Hängematte zu waschen und lufttrocknen zu lassen? Das hilft häufig wenn sich das Gewebe verzogen hat. Auch kannst du die Hängematte nach der Wäsche vielleicht einfach mal in der anderen Richtung aufhängen (Kopfende wird Fußende).

    Wenn du mit der Hängematte ansonsten zufrieden warst, und sie nur zu Hause nutzt, sehe ich keinen Grund eine Campinghängematte anzuschaffen. Campinghängematten sind viel kürzer um Gewicht zu sparen, und müssen deshalb viel genauer aufgehängt werden, um einen annähernd ähnlichen Liegekomfort zu bieten. Das ist aber in den meisten Hängemattengestellen dieser Art

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    aber nicht möglich. Wenn deine Hängematte nach dem Waschen immer noch verzogen ist, und du sie nicht mit demselben Modell oder einer anderen brasilianischen Hängematte ersetzen möchtest, würde ich es mit einer möglichst langen netzlosen Stoffhängematte probieren. Onewind hat z.B. eine brauchbare 12' Bottom Entry Hängematte. Oder du besorgst dir ca. 365 cm eines Hängemattenstoffs deiner Wahl, säumst bzw. lässt die Kanten säumen, und whippst (raffst) ihn auf der gewünschten Länge.

    Von den ganzen Fallschirmhängematten würde ich die Finger lassen. Die fast immer zu kurz (unter 300 cm) und für viele Leute zu dehnbar.