Beiträge von Hammock Fairy

    Dennoch passiert es mir immer wieder, dass die Knie kalt werden, wenn ich die ein wenig anstelle. Das ist vermutlich eher das Problem als das seitliche Liegen, welches mir in der GE sowieso nicht wirklich gut gelingt. Aber da unten läuft der Wooki eben auch schon ziemlich schmal zu.

    Wenn du auf der Seite liegst und dein Knie kalt wird, schieb den Hintern einfach etwas mehr in die entgegengesetzte Richtung. Das Problem ist, dass du mittig auf dem Wooki liegst, und eine Hälfte ungenutzt bleibt. Es reicht meist schon, einfach 10 cm zu verrutschen - und schon kommt auch das Knie auf dem isolierten Bereich zu liegen.

    Die Hängematte muss mit dem Wooki richtig aufgehängt werden, und man muss sich richtig in der Hängematte positionieren, dann ist Seitenschlafen mit angewinkelten Beinen überhaupt kein Problem. Das haben wir auf dem Inseltreffen ausprobiert, weil so viele Leute behaupten, der Wooki wäre zu knapp geschnitten. Wenn man nicht richtig auf der isolierten Fläche liegt, kann sie natürlich auch nicht richtig isolieren. Im Gegensatz zu einem deckenförmigen Underquilt kann man den Wooki halt nicht an die Liegeposition ziehen wenn man bereits in der Hängematte liegt. Man muss vorher wissen, wo man in der Hängematte liegt und den Wooki entsprechend aufhängen - oder man muss die Hängematte so aufhängen, dass man über dem isolierten Bereich des Wookis liegt (entsprechender Höhenunterschied Kopf- und Fußende). Dann klappt es auch mit dem Wooki. Das erfordert zwar mehr Planung, dafür liegt der Wooki aber deutlich besser an und isoliert dementsprechend besser als ein Underquilt mit Eckaufhängung.

    Was ist gegen eine separate Kapuze einzuwenden? Ich benutzte jetzt seit ca. 11 Jahren eigenständige Kapuzen und die haben meiner Meinung nach nur Vorteile. Gerade wenn man sich im Schlafsack bewegt, sitzt die integrierte Kapuze meist nicht gut - es sei denn, man dreht sich mit dem Schlafsack (war bei mir nie der Fall). Und selbst mit einer extra langen Bettdecke bzw. Top Quilt hat man doch vergleichsweise wenig Wärme für das Gewicht... Eine separate Kapuze wird einmal aufgesetzt, und bleibt dann (außer in extrem unruhigen Nächten) immer in der richtigen Richtung sitzen. Außerdem kann ich sie bei großer Kälte auch tagsüber tragen.

    Ohne es ausprobiert zu haben finde ich die Idee eigentlich ganz gut. Ich habe schon seit Jahren einen super leichten Apex Top Quilt, den ich erstaunlich oft und vielfältig nutze. In 360 Nächten im Jahr ist er mir als alleiniger Top Quilt zu kalt, aber ich nutze ihn gerne als

    • leichte Reisedecke
    • Zusatzquilt wenn es kalt ist
    • Underquilt für Tagestrips
    • Zwischenunderquilt wenn mir der primäre Underquilt nicht ganz reicht
    • Kopfkissen
    • Kniekissen

    Mit einer Quillowtasche wäre er nochmal nützlicher. Ich glaube, das baue ich nach. Vielleicht kann man noch ein paar Druckknöpfe anbringen damit das Teil auch noch besser als Not-Poncho oder Campingstuhl-Isolierung funktioniert ^^

    Ist natürlich nichts für UL Leute, und keine primäre Ausrüstung, sondern eher ein Multi-Use Zusatzteil wie z.B. ein Schlauchtuch.

    Hängematte waschen: Welcher Waschgang, 30° Feinwäsche? Ridgeline und loops abnehmen?

    Abnehmen schont das Material. Wenn es zu aufwändig abzunehmen ist, lasse ich Schlaufen und Ridgeline dran, aber die Farben verblassen dann schneller, und es stehen auch mehr Fasern ab.

    30°C oder 40°C. Ich wasche meist im normalen Waschgang aber mit Feinwaschmittel. Falls ein Netz dran ist stecke ich die Hängematte in ein Wäschenetz um zu verhindern, dass sich das Netz irgendwo verhakt und beim Waschen oder Schleudern reisst.

    Welchen Reißverschluss du wählst, ist eine reine Geschmacksfrage. Schlafen solltest du in beiden gleich gut.

    Single oder Double Layer musst du leider selbst ausprobieren. Eine Lage dehnt sich mehr als zwei Lagen; es kommt also darauf an, wie hart oder weich du gerne liegst.

    Und beim Underquilt hängt es davon ab, wie warm oder kalt du schläfst, was realistischerweise die tiefste Nachttemperatur ist, bei der du draußen schläfst, und wieviel Platz bzw. Gewicht du für einen UQ erübrigen kannst. Die Temperaturangaben von Onewind halte ich für optimistisch; ich würde den -1°C Underquilt eher als 10°C Underquilt einstufen und damit nur als Sommer-Underquilt empfehlen. Aber wenn du warm schläfst, kommst du vielleicht wirklich bis an 0°C. -10°C glaube ich nie im Leben. Das wäre dann wohl eher die Extremgrenze, d.h. "verhindert das Erfrieren".

    Ja, die Temperaturangaben sind sehr individuell passend oder auch nicht. Mir reicht mein 0 Grad F Wooki bis +10 Grad. Nix mit Minustemperaturen.... ;)

    Beim nächsten Treffen sehe ich mir das gerne mal an. Wenn selbst ich mit dem 0°F Wooki bis 0°C komme ohne zu frieren, müsstest du das erst recht schaffen. Da muss irgendwo Wärme verloren gehen.

    Nun hat Jeff vor ein paar Tagen eine neue Idee dazu veröffentlicht. Hier wird einfach ein CL an den vorhandenen CL der Hängematte per Larkshead verbunden und der zweite CL als Stopper verwendet. Habe ich bereits ausprobiert, funktioniert wunderbar:


    Die zweite Methode hat den "Nachteil", dass man einmal den Gurt durch den Larkshead ziehen muss. Danach hat es aber den unschätzbaren Vorteil, dass man die Matte erst einmal grob ausrichten kann, ohne jedesmal den Fast Shackle öffnen zu müssen, wie bei Methode eins.


    Was meint Ihr dazu?

    Du brauchst noch nicht mal eine zweite Schlaufe; du kannst einfach das lose Ende des Webschlaufengurts halb durch die Gurtschlaufe stecken. Das sollte genauso gut funktionieren.

    Welche von den Hängematten bequemer für dich ist, musst du selbst ausprobieren. Da kann dir hier leider niemand helfen, denn gerade die Liegebedürfnisse sind sehr individuell. Beide Hängematten sind auf jeden Fall besser als das Modell, in dem du bereits (gut) geschlafen hast.

    Beim Underquilt hast du dich doch bereits entschieden: wenn Daune zu teuer ist, musst du halt mit KuFa erste Erfahrungen machen. Die Underquilts von Onewind sind brauchbar, isolieren aber natürlich nicht so gut wie Daune. Fang einfach mal damit an. Wenn du bei der Hängematte bleibst, wird sich irgendwann schon das Geld für einen Daunenunderquilt finden.

    Was das Tarp betrifft: das ist die einfachste Entscheidung. Sofern alle Tarps in der Auwahl wasserdicht sind (was man als gegeben annehmen sollte), gibt es im wesentlichen 3 Faktoren - Größe, Gewicht und Preis. Wähle einfach das Tarp, dass deine Voraussetzungen am besten erfüllt.