Beiträge von Hammock Fairy

    Wenn du kein warmer Schläfer bist, wirst du mit KuFa nicht weit kommen. Ich habe einen symmetrischen Wooki-Klon aus 200 g Climashield Apex genäht und jahrelang vermietet - und mir wurde häufig gesagt, dass vielen bei 10°C kalt war. Der Moonquilt dürfte keine bessere Isolierung haben, liegt aber schlechter an, d.h. es geht Wärme verloren. Wenn dann noch Feuchtigkeit und unzureichender Wetterschutz (durch das Tarp) dazu kommen, fängt man noch schneller an zu frieren. Dafür sind dann 1380 g und das große Packvolumen einfach zu viel.

    Wenn du bei Synthetik bleiben willst, kannst du dir GramXpert mal anschauen. Die Underquilts von Onewind finde ich auch nicht schlecht. Aber auch wenn beide Underquilts meiner Meinung nach besser sind als der Moonquilt, bleiben die Nachteile von Synthetik. Ab schätzungsweise 15°C schneidet Daune was Wärme, Gewicht und Packvolumen betrifft immer besser ab.

    Soweit ich weiß sind die besten in Europa erhältlichen Standard Daunen-Underquilts von Khibu und Cumulus.

    Das Dreieck würde ich nicht kürzen, denn dann wirken größere Kräfte auf die Spreizstäbe und kippeliger wird es auch.

    Am Anfang meiner Hängerkarriere war ich mir sicher, unbedingt ein Tarp mit Türen zu brauchen. In der Realität habe ich mein Türentarp aber noch nie gebraucht. Ich campe allerdings nicht im Winter.

    Für das 3-Jahreszeiten-Camping mit der Ridgerunner würde ich ein 11' Cloudburst Tarp empfehlen. Das bietet sehr viel Regenschutz und kommt sich nicht mit dem Dreieck ins Gehege. Für den Winter kannst du dann immer noch ein 13' Superfly anschaffen. Wobei ich dann eines mit Center Pole Mod bestellen würde, weil so ein großes Tarp einfach sehr windanfällig ist.

    Hier noch ein dazugehöriger link wo es das Material gibt:

    Doppelseitiges Klebeband

    Auf Grund dieses Hinweises "Bitte darauf achten, dass nur sehr wenig durch das aufgeklebte Tape genäht wird, da die Nadel ansonsten verklebt." würde ich Abstand von dem Band nehmen. Ich habe einmal selbstklebendes Klettband verwendet und durchgenäht. Nie mehr wieder. Es hat mich mehrere Stunden und eine Wartung gekostet, um die Klebereste aus dem Mechanismus halbwegs zu beseitigen.

    Ich habe es mal in Betracht gezogen - aber es war mir letztendlich einfach zu teuer für die Menge die ich nähe. Außerdem bin ich nicht sicher, ob es sich beim waschen restlos auflöst.

    Ich hefte die Säume an liebsten. Quiltstoffe und Apex habe ich auch schon geklebt. Der Sprühkleber hat mich nicht überzeugt, zumindest nicht um Apex temporär mit dem Quiltstoff zu verbinden. Wenn ich wenig aufgetragen habe, hat es nicht gehalten - und wenn ich viel aufgetragen habe, hat sich der Kleber nicht ausgewaschen. Außerdem war es eine Schweinerei.

    Für Säume an Quiltstoffen hat der Prym Fixiermarker ganz gut funktioniert. Das geht etwas schneller als heften, ist aber auch teurer. Ob es auf silikonisiertem Stoff funktioniert weiß ich nicht.

    Heften kann man im Übrigen auch mit der Maschine. Dafür stelle ich z.B. 4 mm oder 4,5 mm Stichlänge ein, und hefte dann z.B. erst eine Faltung, und dann die zweite Faltung.

    Ansonsten funktionieren auch

    ganz gut; besser als die teuren Nähklammern.

    Einen Rollsaumfuß habe ich noch nicht verwendet, weil es für meine Nähmaschine leider keinen ausreichend breiten Rollsaumfuß zu geben scheint. Für Nähte ohne Ecken und Kanten wäre das ansonsten super.

    Silikonisierte Stoffe kann man sonst auch mit Silikon kleben, und auf das Nähen ggf. komplett verzichten.

    Warbonnet schreibt zur Temperatureinstufung:

    How does the temperature rating on the quilts work?

    Our quilts are rated so that an “Average” sleeper will be warm enough to sleep down to the rated temperature, while a “Warm” sleeper may be able to take the same quilt 10-15 deg lower, while a “Cold” sleeper may fall 10-15 deg short of the same rating.

    Temperature rating also assumes the quilt is protected from wind.

    Soweit ich das beurteilen kann, kommt das hin. Als extrem kalter Schläfer geht der 0°F Wooki für mich bis ca. 0°C, und der 20°F Wooki bis ca. 20°C. Meinen 0° Lynx habe ich noch nicht bei so niedrigen Temperaturen getestet.

    Letztendlich musst du selbst austesten, in welche Gruppe Schläfer du fällst. Zu heiß wird es dir aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so schnell werden. Und wenn, reduziert man einfach die Top Isolierung (also Top Quilt oder Schlafsack).

    Mir geht es ähnlich wie barfuß - ich bin vor 11 Jahren vom Bett auf die Hängematte umgestiegen, und hatte anfangs auch Probleme, wenn ich gezwungen war, wieder im Bett zu schlafen. Ein Bett habe ich zwar nicht mehr, aber es lässt sich kaum vermeiden, bei Verwandten, Freunden und auf Reisen in der Zivilisation im Bett schlafen zu müssen, und mittlerweile geht das im Großen und Ganzen problemlos. Ich freue mich aber immer, wieder in eine meiner Hängematten zurückkehren zu können. Über die Jahre habe ich festgestellt, dass ich gelegentlich Abwechslung brauche - wobei ich lieber zwischen verschiedenen Hängemattenarten wechsele.

    Für mich sieht der Aufhängewinkel extrem flach aus. Damit belastest du sowohl die Bäume als auch die Hängematte zu stark. Bei 7 m Baumabstand sollten die Gurte über 2 m hoch hängen. Die Fingerpistole sollte dir dabei helfen, einen besseren Winkel zu finden (Daumen und Zeigefinger im 90° Winkel bilden die waagerecht gehaltene Pistole - wenn der Gurt im Blickfeld dahinter beide Finger berührt hängt er grob im 30° Winkel).

    Ich hatte anfangs Sorge, dass eine mexikanische Hängematte aus Baumwolle zu dehnbar für mich wäre, weil ich schlechte Erfahrungen mit einer brasilianischen Hängematte aus Baumwolle gemacht hatte. alasiesta hat mich netterweise eine Mexi aus Nylon testen lassen. Ich habe 3 Nächte darin geschlafen und war überrascht, dass sie mir zu wenig dehnbar war. Sie hatte die gleichen Liegeeigenschaften wie die Baumwoll-Mexi, aber morgens hatte ich Rückenschmerzen. Daraufhin habe ich eine Baumwoll-Mexi ausprobiert, und habe ohne Rückenschmerzen eine Woche darin geschlafen. Danach habe ich direkt eine Baumwoll-Mexi bestellt.

    Nicht jeder ist in Bezug auf Dehnbarkeit so empfindlich wie ich - vielleicht kommst du mit der geringeren Dehnung besser zurecht. Ob ich allerdings Kinder in der Nylon-Mexi herumtoben lassen würde, weiß ich nicht. Die Fäden sind genauso anfällig für das Herausziehen. Zum Toben empfehle ich eher eine Tuchhängematte aus 70D Nylon.

    Frage an die Vielnäher:

    Reicht Mara 70 (40 tex) um eine Gurtschlaufe mit diesem Material zu nähen?

    Jeansnadel zwingend erforderlich?

    Hier ist von Minimum 90 Tex die Rede. :/

    Du kannst prinzipiell jedes Garn benutzen. Wenn du ein Garn mit geringerer Bruchkraft verwendest musst du halt mehr Stiche setzen. Teile einfach die gewünschte Bruchkraft durch die doppelte Bruchkraft des Garns (für jeden Stich werden ja 2 Fäden verwendet), dann weißt du wie viele Stiche du brauchst.

    Das Mara 70 ist keine schlechte Wahl; aber das Tera 60 ist stärker und dabei sogar dünner, d.h. es lässt sich mit einer dünnen Nadel vernähen. Ich würde Jeansnadeln verwenden um das Gurtmaterial nicht unnötig zu beschädigen. Letztendlich habe ich aber noch nie von gerissenen Gurtnähten gehört, sofern sie sachgemäß verwendet wurden.