Der einzige Grund, warum ich bei meiner mexikanischen Hängematte eine Ridgeline verwende ist, weil das Moskitonetz dann nicht so stark absackt. Als Aufstehhilfe taugt sie nicht, weil sie einfach viel zu hoch ist. Traditionelle Hängematten sind ja viel länger als Campinghängematten und werden auch viel steiler aufgehängt. Ich komme noch nicht mal sitzend in die Nähe der Ridgeline.
Ich kenne keine 400 x 220 Netzhängematten, stelle mir das aber gleich vor wie eine 330 x 160. Die HM verwindet sich nicht mehr mit einer RL. Dadurch wird die ganze Konstruktion in sich stabiler. Ein Herauspurzeln, weil man im Sitzen das Gleichgewicht verliert, wird mit RL so gut wie unmöglich.
Die Ridgeline hat keinerlei Einfluss darauf, wie gut du im Sitzen das Gleichgewicht halten kannst. Es sei denn, du spannst die Hängematte ohne Ridgeline extrem straff.
Der nächste Vorteil auf den ich mit meinen 100Kg auch nicht mehr verzichten möchte ist mich an der RL hochzuziehen und aufzurichten. Das ist als schwerer Sack viel einfacher mit RL als ohne.
Dann machst du evtl. etwas falsch. Häng die Hängematte höher, so dass du wie von einem Stuhl aufstehen kannst, ggf. auch etwas höher. Das Aufsetzen und auf dem Hintern drehen erfordert eigentlich nicht viel Kraft oder Beweglichkeit. Vor kurzem hat jemand dieses Video gepostet, in dem man die Methode gut sehen kann:
Wenn man die Hängematte mal zu tief gehängt hat, und nicht gut aufstehen kann, kann man in der Hängematte sitzend einfach ein paar Schritte rückwärts gehen, bis die Hängematte hoch genug geschoben ist.
Die Ridgeline kann man zwar auch als Hilfe verwenden - aber das übt dann wirklich schnell einen hohen Zug auf die Ankerpunkte aus.