Beiträge von Hammock Fairy

    Hier kann ich nicht ganz folgen. Wie sieht denn dann der Saum aus?

    Ich nähe erst den Stoff auf links zusammen und drehe ihn dann um, so daß die schöne Seite außen liegt und der Saum nicht zu sehen ist.

    Ja, das ist die schnell-schnell-Variante. Dabei bleibt aber die Schnittkante sichtbar und ungesichert. Bei Moskitonetz kein Problem, und wenn man einen Heissschneider hat, geht das auch bei Silnylon oder Silpoly. Wenn der Stoff aber zum Ausfasern tendiert weil er mit der Schere oder dem Rollschneider geschnitten wurde, sollte die Kante verwahrt werden. Außerdem ist die Naht so sicherer* und es sieht schöner aus.

    * Hier ist so eine Doppelnahtkonstruktion zu sehen, bei der die erste Naht zu nah an der Schnittkante gesetzt wurde:

    Wenn es nur eine Naht gäbe, würde sie sich jetzt bei jeder Nutzung weiter auflösen. Durch die zweite Naht steht der Stoff aber nicht unter Zug, und die Ausrüstung kann weiter genutzt werden, auch wenn es nicht schön aussieht.

    Ich spleiße des Zing-It immer mit der 1 mm Nadel von Dutch. Das funktioniert perfekt. Mit der gleichen Nadel spleiße ich auch ohne jedes Problem die 1 mm-Schnüre von Kanirope. Ich will hier niemandem den Spaß am Spleißnadel-Herstellen vermiesen, weil das ja für manchen auch ein schönes Hobby ist. Aber um perfekte Spleiße herzustellen brauche ich die einfach nicht.

    Das hattest du mir mal erzählt, und ich habe es deshalb auch ausprobiert. Aber mir ist die Nadel zu grob und zu kurz für längere Burys. Ich habe sogar extra 15cm lange, dünne Nadeln bestellt - aber ich verliere die Enden auch ständig im Bury. Nadeln benutze ich deshalb nur zum Stränge teilen etc.

    Im Übrigen komme ich auch mit Wendenadeln nicht zurecht. Am besten geht es wirklich mit langen, gebogenen Drähten wie dem D-Splicer. Wenn es den nochmal eine Nummer dünner geben würde, wäre ich wunschlos glücklich.

    Für die 1,75mm Dyneema-Leinen reicht dir der 0,8mm Federstahldraht, geht super. Promised!


    Der 0,5mm Draht ist zu klein für 1,75mm Dyneema, das würde den Stahl sprengen an der Biegung.

    Hm, ich verwende dafür derzeit eine Spleißnadel mit 0,01mm Drähten... Das funktioniert ganz gut, und wenn man die Drähte nicht nahe an der Spitze biegt, kann man lange spleißen bevor sich der Draht verabschiedet. Mich stört aber die feine Spitze, mit der man aufpassen muss, keine Fasern zu splitten. Und gegen etwas weniger Flexibilität hätte ich auch nichts. Muss mal mit dem Federstahl experimentieren.

    Was würde den eine super light Version von so einem UV-Schutz-Überzieher kosten?

    Den Catch-All Sack findest du bei Simply Light Designs. Mir hat der von allen Überziehern am besten gefallen. Die Kosten sind selbst mit Versandkosten und EU-Steuer so günstig, dass es sich fast nicht lohnt selbst zu nähen.

    Evtl. könnte ich mir auch die Nähmaschine von der Nachbarin Ausleihen...

    Klar. Leichte, beschichtete Stoffe gibt es bei ExTex. Da schneidet man einfach die gewünschte Länge und Breite ab, faltet die Ecken für die Tunnelzugöffnung um, näht die langen Kanten zusammen, dreht den Schlauch auf links, näht nochmal die Länge, und näht als letztes die Tunnelzüge an den Enden. Kordel einziehen, Kordelstopper aufziehen, Kordel verknoten - fertig.

    Ushi - die selbstgebogenen Spleißnadeln sehen gut aus! Wie kriegst du die schöne Biegung hin? Biegst du den Federstahl um irgendwas herum? Und wozu brauchst du das Schneidbrett mit eingelassenem Magneten? Den Vorgang habe ich nicht so richtig verstanden.

    Für 7/64" und 1/8" AmSteel bin ich mit dem kleinsten D-Splicer sehr zufrieden. Dessen Drähte sind 1mm dick. Aber leider zu dick für das 1.75mm Zing-It / Lash-It. Der 0,5mm Draht sieht aber aus, als könnte er passen. Wieder ein neues Projekt. * sigh *

    Ich habe sowohl die Hennessy Snakeskins, als auch das Lazy Slug Tube von Wilderness Logics und den Catch-All-Sack von Simply Light Designs für die Hängematte verwendet. Alle Überzüge sind aus Silnylon und damit halbwegs wasserdicht. Vor UV-Strahlung dürften sie auch schützen. Allerdings würde ich die Hängematte mit keinem der Überzüge tagelang draussen bei Wind und Wetter hängen lassen. So dicht, dass keine Insekten rein krabbeln können ist keiner der Überzüge. Und bei längerem Regen läuft mit Sicherheit auch Wasser in die Hängematte. Dafür sind sie auch nicht gemacht. Das gilt erst Recht für einen Netz-Überzug. Wie der Threadtitel schon sagt, handelt es sich in erster Linie um eine Packhilfe.

    Wenn du die Hängematte wirklich dauerhaft draussen hängen lassen willst, solltest du wohl entsprechend robustes Material (Segeltuch?) verwenden, und eine Möglichkeit finden, die Enden dicht zu machen. Ich befürchte, es ist wesentlich einfacher die Hängematte abzunehmen und geschützt zu lagern.

    Ich habe einen semi-rec Schlafsack ohne Kapuze und verwende ihn 95% der Zeit als Top Quilt, mit offenem Torso-Reißverschluss und geschlossenem Fußteil-Reißverschluss. Der untere Reißverschluss endet irgendwo auf Wadenhöhe und ich kann mich nicht erinnern, dass er mich irgendwann mal gestört hätte. Allerdings ist er mit einer Wärmeleiste versehen.

    Wenn es mir im Top Quilt-Modus zu kalt wird, schließe ich den Reißverschluss ganz und drehe ihn entweder auf die Seite oder auf den Bauch. Auch da stört er mich nicht.

    Rate mal, warum hier so viele auf den Wooki gekommen sind... Fast 6 Jahre lang war mein zweiter Name "Die mit dem Underquilt tanzt" :P Dann kam der Wooki, und alle Probleme haben sich erledigt.

    Das Hauptproblem aller Underquilts mit 4-Ecken-Aufhängung ist, dass sie deutlich schmaler sind als die Hängematte - und dass sie nur an den Ecken hochgezogen und an die Hängematte gedrückt werden. Wenn du dich in die Hängematte legst, und mit der Hand zwischen Hängematte und Underquilt fasst, wirst du feststellen, dass an den meisten Stellen Hohlräume sind. Die rauben dir die Körperwärme. Am effektivsten ist der Underquilt, wenn er direkt anliegt. Mit der 4-Ecken-Aufhängung ist das nicht gut zu schaffen, vor allem weil sie nicht so straff angezogen sein darf, dass sich der Underquilt nicht mehr in die Diagonale drehen kann.

    Was ein wenig hilft (aber anderweitig stört) ist, zusätzliche Aufhängungen anzubringen. Eine ausgewachsene Clew wird zwar den Underquilt an die Hängematte drücken - aber auch dafür sorgen, dass er sich nicht mehr drehen kann. Aber du kannst versuchen nur eine Gummikordel in der Mitte der schmalen Seiten anzubringen. Dann hängt der Underquilt nicht mehr ganz so stark durch.

    Was auch etwas bringt ist eine seitliche Aufhängung über die Ridgeline. Die stört halt etwas beim Ein- und Aussteigen.

    Nicht ganz so effektiv, aber auch nicht so störend ist es, die primäre Aufhängung über der Ridgeline zusammen zu klippen. Am einfachsten geht das mit 2 kleinen Materialkarabinern. Nimm die beiden Gummikordel am Kopfende, und hake sie über der Hängemattenridgeline in einen Karabiner ein. Mach das Gleiche am Fußende. Auch dadurch wird der Underquilt besser nach oben, gegen die Hängematte gezogen.

    Was für mich auch ganz gut funktioniert hat, war eine zweite Hängematte oder einen zweiten Underquilt unter den Underquilt zu hängen. Dadurch wird der erste Underquilt auch nach oben gedrückt. Wenn man einen zweite Hängematte verwendet, muss man nur aufpassen, dass der Underquilt nicht zu platt gedrückt wird.

    Willkommen im Forum!

    He, kurze Frage zum Daunenrecycling, sorry, wenn das der falsche Platz ist. (Falls das ein separates Thema im Forum wert ist (verschieben): Gerne.)

    Bitte mach dafür einen neuen Thread auf. Die Mods können zwar verschieben, aber das kostet extra Arbeit und Zeit, die wir lieber in die ganz normale Teilnahme am Forum stecken. Nachdem noch niemand geantwortet hat, erstelle einfach einen neuen Thread im geeigneten Unterforum (z.B. Isolation, DIY MYOG, oder Shops & Hersteller), und kopiere deine Frage rein. Grundsätzlich ist es für alle Teilnehmer und Mitleser besser, Threads nah am Thema zu halten. Dann findet man die Inhalte einfacher (wieder). Danke dir!

    Die Evo Loop habe ich so nirgendwo im Internet gefunden. In einem Seglerforum habe ich einen Soft Shackle mit Button Knot gefunden, was vermutlich auch der Ausgangspunkt war. Wenn man die Öse weg lässt, wird daraus ein Evo Loop. Wenn es das in dieser Art nicht gab, sehe ich keinen Grund dagegen, dieser Schlaufe einen Namen zu geben. Ich finde es jedenfalls einfacher sie Evo Loop zu nennen, als sie als Continuous Loop mit Button Knot zu beschreiben.

    Dann ganz offiziell Willkommen im Forum!

    Wie viele Tage verbringst du denn im Jahr auf Booten bzw. Schiffen? Und schläfst du bei schlechtem Wetter drinnen?

    Es klingt außerdem so, als ob du viel Erfahrung mit mexikanischen Hängematten hast. Ich habe erst letztes Jahr mit diesem Hängemattentyp Bekanntschaft gemacht, und habe bisher nur 2 Hängematten vom selben Hersteller ausprobiert. Gibt es da große Unterschiede? Wenn du Lust hast, und das Thema es hergibt, würde ich mich über einen eigenen Thread dazu freuen.

    Auch das Thema hängemattenspezifische Anwendungen für Mantelseile würde mich interessieren. Ich tausche solche Seile immer sofort gegen Hohlgeflechte aus - aber vielleicht habe ich ja nur nicht verstanden, wie man sie am besten anwendet :)

    Dann hatte ich das falsch in Erinnerung. Ist schon ein paar Jahre her, dass ich den letzten Meter verspleißt habe. Zwar mag ich auch keine 12-strängigen Seile, aber die Anzahl der Stränge war in diesem Fall nicht mein größtes Problem. Das Material fasert sich einfach zu schnell auf und ich habe oft Teile eines anderen Strangs erwischt.

    Das SOVEN habe ich auch noch nicht ausprobiert weil AmSteel günstiger ist und ich damit zufrieden bin.

    Ja, normalerweise wird die Hängemattenridgeline straffer, je länger die Hängemattenaufhängung ist - also je flacher der Winkel zwischen den Armen wird. Wenn die Hängematte durch das Verlängern der Aufhängung zu weit nach unten rutscht, verkürze einfach die Baseline etwas. Wie du schon festgestellt hast, beeinflussen sich die Faktoren gegenseitig. Da hilft nur herum probieren. Es wird nicht lange dauern, bis du ein Gefühl dafür entwickelst. Und wenn die Hängematte einmal richtig hängt, behältst du einfach die Einstellungen bei. Gib nur nicht zu schnell auf. Wenn dir die Geduld ausgeht, häng die Hängematte an einen Baum, genieße das Wetter - und versuche es Morgen noch einmal. Diese Herangehensweise hat sich bei mir überraschend oft bewährt ;)