Beiträge von Hammock Fairy

    Da ich drinnen und draußen 2,5 cm Polyester Gurte mit Cinch Buckles benutze, brauche ich pro Seite nur ein Bohrloch 😁 und kann über die Schnallen jede Hängematte so einstellen das es passt.

    Das hilft natürlich, kann aber nicht alles kompensieren. Sind die Aufhängepunkte z.B. zu hoch gesetzt, kannst du die Aufhängung zwar kürzen - aber dann wandert die Hängematte entsprechend nach oben. Ich hatte das Problem ein paar mal, und ich fühle mich nicht wohl dabei, wenn die Hängematte höher als Tischhöhe hängt. Der potentielle Fall wird mir dann einfach zu tief.

    Auch bei anderen Variationen kann die Gurtlänge ungünstige Ankerpunkte leider nicht ausgleichen. Been there, done that. Wouldn't recommend it.

    Für deine Anforderungen wäre eine mexikanische Hängematte vermutlich am besten geeignet. Eine Campinghängematte eignet sich definitiv nicht für 2 Personen - zumindest wenn sie bequem liegen wollen. Wie gut das in einer mexikanischen Hängematte funktioniert, weiss ich nicht - aber auf Grund der Größe und der Konstruktion sollte es auf jeden Fall besser gehen als in einer Tuchhängematte. Dort wird die leichtere Person immer an die schwerere Person ran gequetscht, oder kommt halb auf ihr zu liegen. Für ein paar Minuten mag das gehen, aber selbst bei einer sehr kleinen und leichten Person wird das schnell unbequem.

    Wenn du dich von der Idee verabschiedest, dass 2 Personen bequem darin liegen können sollen, würde die Lesovik Spirit 11 deine Anforderungen erfüllen.

    Selbst habe ich den Otul noch nicht verwendet - aber Underquilts die auf die gleiche Art konstruiert waren. Eine so tolle Passform wie beim Wooki bekommt man leider nicht hin, was auch der Grund ist, warum ich solche Underquilts nicht mehr verwende. Aber hier sind ein paar Tipps um den Otul etwas besser aufzuhängen:

    • Ich habe die Aufhängung sehr stark gespannt. Wenn du nicht drin liegst, sollte der Underquilt die Hängematte nach oben ziehen.
    • Es hilft, wenn man die Gummikordel näher am Nutzer über der Ridgeline zusammen klippt. Ich habe dafür meist 2 kleine Karabiner genommen, aber es spricht auch nichts dagegen, sie durch eine kleine Kordelschlaufe zu führen. Alternativ kannst du dir auch Triangle Thingies bauen. Die erzeugen den gleichen Effekt.
    • Zusätzlich hat der Otul an den Seiten Schlaufen, an denen du Gummikordel anbringen kannst, die du über die Ridgeline hängst. Dadurch wird der Quilt auch nach oben gezogen.
    • Der Otul ist recht breit - du könntest also versuchen, eine Clew zu installieren. Damit erreichst du einen ähnlichen Effekt wie der Wooki. Nur kann sich der Underquilt dann nicht mehr drehen. Wenn du auf einer Breite von über 140 cm liegst, liegen Kopf oder Füße außerhalb der Isolierung

    Du kannst auch versuchen, dickere Gummikordel zu installieren. Kunstfaser ist schwer, was die Aufhängung stärker belastet.

    Mein Problem mit Rollsaumfüßen ist, dass ich nie einen gefunden habe, der Säume über 4 mm macht. Mir ist das für eine Hängematte zu schmal. Außerdem hat Mittagsfrost recht, wenn er sagt, dass die Verwendung nicht ganz einfach ist. Wenn du schon einen Rollsaumfuß hast, probier es einfach aus. Jellyfish hat zwei Tutorials dazu gemacht:

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    Letztendlich ist es vom Aufwand her aber egal, wie du die Hängematte säumst. Ich habe jetzt ein paar mal Freihand gesäumt, d.h. ich habe die ersten 10 cm fixiert, mit der Maschine angenäht, und danach abschnittsweise gefaltet und genäht. Mit jedem Meter wird man besser darin. Wobei ich immer noch die Methode des Vorheftens bevorzuge. Die dauert aber auch am längsten.

    Es ist genau so wie Viertelindianer sagt: such dir draussen zwei Bäume und probier aus, wie du die Hängematte aufhängen musst damit sie für dich bequem ist. Danach abmessen und zu Hause replizieren.

    Die "Regeln" und Hängemattenrechner die du überall finden kannst, sind meist für Campinghängematten gedacht, und nicht für traditionelle Hängematten. Bei Brasilianischen Hängematten ist der Aufhängewinkel meist deutlich steiler, und sie verzeihen es auch, wenn der Winkel nicht ganz perfekt ist.

    Ich habe es im Übrigen nicht geschafft, zu Hause die perfekte Punktaufhängung zu installieren. Nachdem ich eine Menge Löcher gebohrt hatte, und immer noch unzufrieden war, habe ich letztendlich Balken installiert, an denen ich die Aufhängung je nach Bedarf verschieben kann. Ich würde das auch jederzeit wieder so machen, weil ich auf diese Weise flexibler bin.

    Breite ist sinnlos ohne die entsprechende Länge. Bei einer kurzen Hängematte wie den normalen TTTMs werden die Seiten mit zunehmender Breite einfach hochgezogen. Wenn man nicht wie eine Banane liegen will, kann man die Breite also gar nicht nutzen.

    Hennessy hatte ich auch schon mal gestöbert, aber wie gesagt, die 100 verschiedenen Bezeichnungen von jungle, explorer, expedition usw sorgen erstmal noch für Verwirrung.

    Die Bezeichnungen sind unwichtig; wichtig sind alleine die Maße. Für große Leute kommt eigentlich nur noch die Safari in Frage. Allerdings ist bei Hennessy das Netz sehr ungünstig geschnitten und nimmt noch mehr von der ohnehin recht knappen Breite weg. Mit 165cm finde ich die Safari recht bequem - aber auf den Hängemattentreffen hatte ich häufiger große Leute darin liegen, und die fanden sie alle beengt.

    Gerade wenn die Matte so breit ist und man diagonal drinnen liegt muss der UQ das ja auch immer mitmachen.

    Ich weiss, dass der Moonquilt damit beworben wird, dass man ihn um die Hängematte wickeln kann. Aber wie du schon richtig vermutet hast, kannst du dann nicht mehr wirklich diagonal liegen. Erst recht nicht mit deiner Größe. Dazu kommt, dass Rundum-Underquilts (du findest mehr Informationen zum Thema wenn du nach Peapod suchst) nur mit kurzen und schmalen Hängematten funktionieren. Also genau das Gegenteil von dem was du suchst.

    Meinst du bei 90 Kg Körpergewicht würde dann die single layer reichen oder geht das schon zu sehr aufs Material? Weil wenn die Isomatte eh weg fällt, ist ja auch die doppelte Schicht nicht von nöten, oder?

    Für die einlagigen Hängematten gibt Warbonnet eine Kapazität von 113 kg an. Aber trotzdem können zwei Lagen sinnvoll sein. Die Hauptgründe, eine doppellagige Hängematte zu kaufen haben nämlich nichts mit der Isolierung zu tun, sondern mit der Kapazität und der Dehnbarkeit des Stoffes. Zwei Lagen halten mehr Gewicht aus als eine, klar. Und zwei Lagen dehnen sich weniger als eine. Der letzte Punkt ist für die meisten Nutzer der entscheidende. Mit um die 60 kg reicht eine einlagige Warbonnet Hängematte vollkommen für mich aus; aber der Liegekomfort einer doppellagigen Heavyweight ist für mich um Welten besser, so dass ich die einlagige Blackbird nur verwende, wenn ich Gewicht sparen muss. Das trifft aber nur für den 70D Stoff von Warbonnet zu, weil der vergleichsweise dehnbar für einen 70D-Stoff ist.

    Die Dutch HM gefallen mir auch sehr gut. Vor allem die WIDE 11ft. netless und die 12 footer. Wobei die auch schon sehr sehr groß aussieht im Video :/

    Ich habe noch wenige Wide Netless Hängematten aus Hexon 1.7 (70D) da. Bei Dutch gibt es die nur noch aus Hexon 1.6 (40D), was deutlich dehnbarer und damit für viele Nutzer unbequemer (aber eben etwas leichter) ist. Ich habe mir vor einigen Wochen aus dem Stoff eine 11' Hängematte genäht und das ist mittlerweile eine meiner Lieblingshängematten. Die Dehnung ist perfekt - nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Stoff ist sehr kuschelig. Und auch mit 165cm weiss ich die extra Breite zu schätzen.

    Die 12' Hängematten sind aus NylonD Wide 1.7 (40D) und damit leider auch dehnbarer als 70D.

    Gibt es denn brauchbare UQ für meine Größe? Gerne darf es auch KUFA sein. Wie gesagt ist der Verwendungszweck eher im Sommer und die Robustheit ist ja auch nochmal einen etwas andere.

    Ich habe gutes Feedback für den Lesovik Otul Underquilt bekommen. Das Design ist so, dass er unter alle normalen Gathered End Hängematten passt. Im Zweifelsfall muss man die Aufhängung ein wenig verlängern. Das Design des Wooki Underquilts ist Lichtjahre besser, aber wegen der aufwändigeren Konstruktion und der Daune kostet er auch mehr als das doppelte. Ansonsten gibt es noch die DD Underblanket und die Snugpak Hammock Under Blanket und den Carinthia HUQ 180 Underquilt. Alle anderen KuFa Underquilts die ich gesehen habe, sind vorgeformt - was vor allem dann ungünstig ist, wenn die Hängematte länger als vorgesehen (meist 290 cm) ist.

    Die Exped Scout Hammock Combi ist z.B. bis 195cm Körpergröße und hat ein Einschubfach.

    Das schreiben die Hersteller halt so drauf. Auf der Webseite steht, dass die Scout Hammock Combi gerade mal 295 cm lang und mickrige 140 cm breit ist. Also das übliche Format. TTTM hat die gleiche Länge. Für jemanden mit 193 cm Körpergröße nicht gerade geräumig oder bequem - im Vergleich zu längeren und breiteren Hängematten. Aber wenn man vom Boden kommt, sind auch 295 cm bequem.

    bogus - Isomatten funktionieren auch in doppellagigen Hängematten nicht besonders gut. Jeder Einsteiger probiert das zunächst aus, in der Hoffnung sich den Underquilt sparen zu können. Je nach Schmerzgrenze gibt aber jeder irgendwann auf. Entweder das Hängematten-Experiment, oder die Isomatte. Die Frage ist nur, wie ausdauernd man ist. Ich habe nach meiner ersten Fahrradtour mit Hängematte aufgegeben und mir einen Underquilt bestellt. Wenn du erfahrene Hängematten-Nutzer fragst, was sie anders machen würden, wenn sie noch mal von vorne anfangen würden, antworten die meisten, sie würden sich sofort einen Underquilt holen. Die Isolierung von unten kann den Schlafkomfort extrem verbessern - oder verschlechtern.

    Mit 1,93 m wirst du mit den meisten Hängematten, die von den großen Herstellern wie Amazonas, DD, Exped etc. nicht glücklich werden. Selbst bei den Warbonnet Hängematten bist du an der Grenze. Allerdings kenne ich einige überzeugte Warbonnet-Nutzer über 1,90 m. Das müsstest du ggf. ausprobieren. Ich habe mir von Warbonnet aber extra lange Hängematten anfertigen lassen - darunter auch doppellagige Hängematten: Warbonnet Traveler XXL - Heavyweight Double Layer - Braun

    Die wäre auf keinen Fall zu klein. Bisher habe ich jedenfalls selbst von den größten Nutzern noch kein negatives Feedback bekommen.

    Vielleicht wäre es ja eine Idee, auf das Treffen nächste Woche zu kommen. Dort könntest du dir eine Menge Hängematten auf einen Schlag ansehen und ausprobieren.

    Empfiehlst du (ihr) mir Whipping oder Tunnelzug (maximal nutzbare Länge usw.) oder ist das dann auch eher Geschmackssache?

    Wenn du die maximale Länge aus einem Stück Stoff heraus holen möchtest, solltest du einen Tunnelzug nähen und die Aufhängung durch ziehen (Channel End Hammock). Für mich haben 4,5 cm breite Tunnelzüge mit 3 Nähten wunderbar funktioniert - das ist nicht zu schmal um zu verkanten und nicht unnötig breit.

    Wenn es nicht schlimm ist, dass etwas mehr nutzbare Länge verloren geht, ist der Warbonnet Whip eine gute Wahl. Da der Tunnelzug keine Last trägt, reicht eine Naht. Eine Tunnelzugbreite von 3 cm ist ziemlich perfekt.

    Echte Whippings verbrauchen die meiste Länge. Aber dafür kannst du die Länge und Faltung verändern. Ich habe auch schon Tunnelzug-Hängematten gewhippt. Dann verliert man halt noch mehr Länge.

    Und habe ich für Whipping genug Seilware bestellt (du erinnerst dich: 5m, soll auch für die Ridgeline reichen)?

    Das Seil das du bestellt hast eignet sich nicht zum whippen. Da solltest du dünnere Schnur verwenden. Maurerschnur aus dem Baumarkt eignet sich gut für diesen Zweck. Ich verwende am liebsten 2 mm Polyester- oder Polyamidschnur. Auch für die Ridgeline ist Ironwire Fusion Overkill und mir wäre es auch zu dick. Aber du kannst es ausprobieren.

    Laubenraekler - ich wollte die Diskussion "Zelt vs. Hängematte" nicht neu entfachen, auch weil ich sie für ziemlich sinnlos halte. Und ich habe auch nur auf die Frage "Was gibt es schöneres" geantwortet. Etwas Schöneres als an einem schönen Ort mit Zelt zu sein ist für mich an einem schönen Ort mit Hängematte zu sein. Den meisten im Hängemattenforum geht es ähnlich, deshalb sind sie hier und nicht im Zeltforum. Wir wissen alle nur zu gut, dass es Gegenden gibt, in denen man nur mit viel Aufwand hängen kann. Ob man dann ein Zelt mitnimmt, eine eigene Hängemöglichkeit (siehe Carbon Tree oder Handy Hammock Stand), so lange sucht bis man eine Hängemöglichkeit findet, oder einfach ein anderes Reiseziel wählt ist jedem selbst überlassen.

    Ich bin übrigens kein Zelthasser - und habe auch noch drei Zelte im Schrank. Es ist mir jedoch lieber, ich kann sie dort liegen lassen und stattdessen eine meiner 1001 Hängematten mitnehmen ;)

    So - und jetzt zurück zum eigentlichen Thema.

    Edit:

    da brauche ich mein Zelt. Und eben diese Tatsache, dass es überall geht,

    Auch ein Zelt geht nicht überall (gut). Das ist z.B. mit ein Grund, warum Hängematten auf dem Appalachian Trail so populär sind. Freie, ebene Flächen sind dort Mangelware. Bäume nicht.

    Was gibt es schöneres, als gemütlich auf 2'400m ü.M. auf dem Bauch im Zelt zu liegen und den Blick über den glasklaren Bergsee schweifen zu lassen, in dem man zwei Stunden vorher noch eine Runde geschwommen ist, irgendwann gemütlich einzudösen, nachts von einem Gewitter geweckt zu werden, und am nächsten Morgen in den ersten Sonnenstrahlen direkt am Seelein seinen Kaffee zu kochen und zufrieden in einen neuen Tag zu starten. :)

    Ist das eine Fangfrage? Natürlich gemütlich zwischen zwei Bäumen auf schaukeln, während sich das Licht im grünen Laub sanft bricht, irgendwann so fest einzuschlafen, dass man das Gewitter gar nicht bemerkt, und am nächsten Morgen ohne Rückenschmerzen (man ist ja keine 20 mehr...) in den neuen Tag zu starten. :evil:

    Ich würde dir raten, erst mal eine normale Hängematte zu nähen, bevor du anfängst mit geformten Enden zu experimentieren. Um einschätzen zu können, ob dir geformte Enden einen Komfortzuwachs bringen, müsstest du ohnehin mehrere Hängematten nähen, die sich nur in der Form der Enden unterscheiden. Ich habe das gemacht, und festgestellt, dass für mich die Dehnung des Stoffes einen viel größeren Einfluss auf den Liegekomfort hat, als alle anderen Faktoren. Einen unbequemen Stoff kann man allenfalls etwas weniger unbequem machen, aber nicht bequem.

    Wenn man den richtigen Stoff für die eigenen Bedürfnisse auswählt, gibt ein gerader Abschluss meiner Meinung nach den besten Liegekomfort. Über parallelogrammförmig geschnittene Hängematten wurde vor Jahren heiss diskutiert, aber letztendlich sind glaube ich alle zum Rechteck zurück gekehrt. Das Problem ist der irre Stoffverbrauch. Um einen Unterschied zu spüren, muss das Parallelogramm mehr als nur ein paar Zentimeter Höhenunterschied haben. Und wenn der Unterschied mickrige 30 cm ist, brauchst du schon 60 cm mehr Stoff. Ich fand das Kosten-Nutzen-Verhältnis schlecht, und habe den Ansatz nach ein oder zwei Prototypen nicht weiter verfolgt.

    Abgesehen davon, kann ich dir noch dieses Video empfehlen ;)

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    Wenn du deine neue Hängematte nicht gleich kaputt machen möchtest, solltest du die Ridgelinelänge nicht verändern. Das Netz der Draka ist so geschnitten, dass es von der Ridgeline gespannt wird. Verlängerst du die Ridgeline, wird das Netz in Längsrichtung überlastet und reisst. Verkürzt du die Ridgeline, wird das Netz in Querrichtung überlastet und kann reissen. Der Reissverschluss kann ebenfalls überlastet werden und kaputt gehen.

    Bei den meisten integrierten Hängematten musst du mit der Ridgelinelänge leben, die der Hersteller vorgegeben hat. Es sei denn, du nimmst das Netz komplett ab. Entweder du hängst die Hängematte so auf, dass die Ridgeline gespannt ist, oder du lässt die Ridgeline eben durchhängen. Was du evtl. noch machen kannst, ist die Ridgeline mit Hilfe einer Gummischnur zu straffen. Dann kann sie im Falle einer Überlastung des Netzes nachgeben.