Beiträge von Sundance

    Moin,

    bisher habe ich meist keine Unterlage unter meiner Hängematte zum Ein- und Aussteigen benutzt.

    Aber das muss ja nicht so bleiben. Dahin bin ich auf der Suche nach Inspiration.

    Was nutzt ihr denn so?

    Drei Stück Faltmatte, Elefantenhaut, Plane, nix, ...

    Also der wasserabweisende Daunenschlafsack von Exped ist preislich ja erst mal eine Ansage. Da würde ich lieber bei Western Moutaineering gucken, wenn du so viel Geld ausgeben kannst. Oder Featherd Friends. Da bist du dann in der obersten Liga unterwegs.

    Um auf eine bestimmte Wärmeleistung zu kommen, brauchst du auch eine entsprechendes Daunenmenge. Das ist bei jedem Hersteller so. Du kannst natürlich zu sehr hochwertiger Daune greifen mit z.B. 950 cuin. Dann wird es leichter.

    Und mal ehrlich: -2 Grad in Größe M bei 930g ist nun auch nicht die Macht.

    Aber wenn du wirklich Gewicht sparen willst, dann nimm lieber einen Topquilt.

    Aber ich lese heraus, dass es dir gar nicht unbedingt um das letzte Gramm geht.

    Grundsätzlich würde ich dir von einem wasserabweisenden Daunenschlafsack abraten. Die sind i.d.R. auch weniger atmungsaktiv und damit kann Kondens zu einem echten Problem werden. Gerade auf längeren Touren, wo du ggf. aufgrund von Regen nicht täglich lüften kannst.

    Warum? Wegen Kondenswasser?

    Kondenswasser ist nicht so das Problem.

    Survival üben und ein Ersatzsetup als Backup dabei zu haben, mag dem Gedanken des Survival widersprechen. Aber es führt dazu, dass man den Urlaub ggf. nicht abbrechen muss.

    Der Underquilt Protector hält Wärme im UQ, bzw verhindert, dass der Wind diese "wegpustet". Zusätzlich schützt er vor Spritzwasser, Dreck und Luftfeuchtigkeit. Insbesondere Letzteres wäre der Punkt, warum ich den Protektor mitnehmen würde. Wenn der UQ 14 Tage hängt und ich ihn als saves Backup brauche, dann muss er auch funktionieren und einsatzbereit sein. So denke ich. Bei Daune ist Luftfeuchtigkeit eher ein Problem.

    Dann schau doch bei Kleinanzeigen. Ältere KuFa Schlafsäcke gibt es oft günstig.

    Ansonsten will ich noch mal hinterfragen, was du mit Survival meinst. Willst du 7vsWild nachstellen? Wenn du nicht genug Essen hast, musst du deinem Körper mehr Wärme von extern zuführen. Und zwar auch dann, wenn die Hängematte als Backup nebenan hängt. Wenn du hier einen Schlafsack hast, dann bleibt mehr Wärme drinnen. Ansonsten ja, auch ein Quilt lässt sich auf dem Boden nutzen. Mein Tipp: Je kälter es wird, desto komfortabler ist ein Schlafsack.

    Ob KuFa oder Daune? Wenn Daune, dann mit UQ-Protector. KuFa geht noch einigermaaaßen vom Volumen bis so ca. 5 Grad. Je nach dem wo du in Schweden bist, kann das sehr gut passen.

    OT:

    sakura:

    Ich muss ja auch zugegeben: Nachdem wuppitom nun die Dinge ensorgt hat, wird die Spurensicherung auch nicht mehr feststellen können, wem sie gehören. Und am Ende wissen wir nicht, wer es war.

    Ich merke bloß, wie ich mich über deine Feststellung geärgert habe, dass es dich an das Verhalten von Obdachlosen erinnert. In meinen Ohren klingt es so, als ob man es von "denen" so erwarten könne. So als seien sie naturgemäß verantwortungslos und lassen ihren Müll liegen.

    Zu mir: Ich habe während meines Studium über viele Jahre im Winternotprogramm der Stadt Hamburg mitgearbeitet und hier viele Obdachlose kennengelernt. Hinzu kommt, dass meine Frau beim Sozialpsychiatrischen Dienst arbeitet und sie und ihre Kollegen nicht immer verhindern können, dass ein Mensch im Obdach landet. Und oft spielen psychische Vorerkrankungen eine große Rolle, die dann durch Obdachlosigkeit und Alkohol und Drogen verstärkt werden. Und manchmal ist es auch umgekehrt.

    Das widerspricht nicht dem Umstand, dass manche Obdachlose ihren Haushalt "ausweiten", sobald sie einen Ort gefunden haben, wo sie ungestört und einigermaßen sicher übenachten können. Und es ist auch richtig, dass sie sehr vieles zurücklassen, wenn sie den Ort wechseln. Aber das ist dann mehr ihrer psychischen Verfassung geschuldet als einer vermeintlichen Verantwortungslosigkeit.

    Ich werde mich hier zu dem Thema nicht länger äußern, denn es ist tatsächlich größer und hat nun auch nichts mehr mit Hängematten zu tun. Aber das hatte dein Kommentar in mir ausgelöst.

    Davon mal ab: In Husby darf man zelten, da es einer der Plätze ist, die zu "Wildes Schleswig-Holstein" gehören. Und es liegt ab vom Schuss und ist damit sicherlich nicht die erste Wahl für jemanden, der mehr oder weniger auf Stadtnähe angewiesen ist.

    Ja das stimmt schon. Allerdings bin ich als Neuling, der noch viel ausprobiert und lernt, sehr lange mit dem Aufbau beschäftigt. Durch das ganze hin und her bin ich erst um 19 am Parkplatz angekommen, dann scouten und aufbauen. Ich habe das Tarp 3mal neu aufgebaut, weil ich nicht zufrieden war. Ich schätze, dass ich erst gegen 23 Uhr in der HM lag.

    Aber mir ist auch aufgefallen: zum Essen muss ich in der warmen Hängematte sein, sonst friere ich durch. Aber so richtig bequem zum Essen, was kleckern kann, finde ich das nicht...

    Eine Sitzunterlage irgendeiner Art gehört auch mit ins Gepäck. Das kann auch ein Stück alte Isomatte sein. Die Komfortvariante wäre dann ein Campingstuhl z.B. a la Helinox o.ä. Ich lege da dann meine Sitzunterlage rein und das funktioniert ganz leidlich. Andere haben eine Art Underquilt dafür, bzw. entfremden ihren Topquilt so lange dafür.

    Bin ich allein unterwegs, dient das Essen mehr der Nahrungsaufnahme. Mit mehreren wird es zum geselligen Event. Dann aber bitte mit Feuerchen.

    ..das wären bis morgens dann ja ungefähr 15 Stunden....ich finde HM ja sehr gemütlich - aber so lang? .......

    Für den versierten Hänger funktioniert natürlich immer die Variante mit Lagerfeuer (vgl. wuppitom). Hobo geht ja sonst auch. Das ist für mich vor allem dann die schönste Variante, wenn noch andere zum Schnacken da sind. Ansonsten sind nach einem langen Wandertag auch 12+ Stunden in der Hängematte gut machbar. Dann gerne auch noch mit einem Kapitel aus dem Hörbuch. Wenn mir nicht vorher die Äuglein zufallen.

    Sehr schön! Endlich mal wieder ein Thema mit Potential, welches irgendwann nach Moderation verlangt!

    Wenn es ausgelagert wird, bin ich mit dabei. Freu :)

    Ach so und wegen Schweden: Die Öffentlichen sind in Schweden je nach Region zwar nicht super ausgebaut, aber vorhanden und meist verlässlich.

    Den Flieger würde ich wohl nur nehmen, wenn ich ganz in den Norden wollte. Aber da gibt es nicht viele Seen, so dass es hier eine Wandertour werden würde.

    Ansonsten gibt es auch Flüsse, die sich gut bepaddeln lassen. Wäre ja vielleicht auch ein Gedanke. Dann kann man sich auch mal treiben lassen. Ich bin vor Jahrendenden mal den Tidan runtergepaddelt.

    Haken ist breit genug dass er an die Ridgeline mit Moskitonetz eingehangen werden kann.

    Alternativ dann eben noch eine zusätzliche Ridgeline drüberspannen.

    Haken einhängen mit Moskitonetz dazwischen? Würde bei mir im Alltag zu Löchern führen, mittelfristig. Aber man kann doch die Gummis verlängern und auf der anderen Seite einhängen. Da hätte ich weniger Bedenken. Zweite Ridgeleine würde ich nur nehmen, wenn das Tarp auf dieser aufliegt. Sonst brauche ich drei Ridgelines.1: Matte, 2: UQ, 3: Tarp. Bisschen viel, auch wenn die eine integriert ist.

    Vielen Dank für dein Angebot! Kiel ist tatsächlich nicht gerade um die Ecke, daher hoffe ich noch auf lange Menschen aus Hamburg...

    Das kommt darauf an...der Weg von Hamburg nach Kiel scheint weiter zu sein als von Kiel nach Hamburg :)

    Aber vielleicht passt es ja mal für einen Overnighter sich in die Bahn zu setzen...und wenn nicht, dann hoffen wir jetzt mal auf lange Menschen aus Hamburg.