OT:
sakura:
Ich muss ja auch zugegeben: Nachdem wuppitom nun die Dinge ensorgt hat, wird die Spurensicherung auch nicht mehr feststellen können, wem sie gehören. Und am Ende wissen wir nicht, wer es war.
Ich merke bloß, wie ich mich über deine Feststellung geärgert habe, dass es dich an das Verhalten von Obdachlosen erinnert. In meinen Ohren klingt es so, als ob man es von "denen" so erwarten könne. So als seien sie naturgemäß verantwortungslos und lassen ihren Müll liegen.
Zu mir: Ich habe während meines Studium über viele Jahre im Winternotprogramm der Stadt Hamburg mitgearbeitet und hier viele Obdachlose kennengelernt. Hinzu kommt, dass meine Frau beim Sozialpsychiatrischen Dienst arbeitet und sie und ihre Kollegen nicht immer verhindern können, dass ein Mensch im Obdach landet. Und oft spielen psychische Vorerkrankungen eine große Rolle, die dann durch Obdachlosigkeit und Alkohol und Drogen verstärkt werden. Und manchmal ist es auch umgekehrt.
Das widerspricht nicht dem Umstand, dass manche Obdachlose ihren Haushalt "ausweiten", sobald sie einen Ort gefunden haben, wo sie ungestört und einigermaßen sicher übenachten können. Und es ist auch richtig, dass sie sehr vieles zurücklassen, wenn sie den Ort wechseln. Aber das ist dann mehr ihrer psychischen Verfassung geschuldet als einer vermeintlichen Verantwortungslosigkeit.
Ich werde mich hier zu dem Thema nicht länger äußern, denn es ist tatsächlich größer und hat nun auch nichts mehr mit Hängematten zu tun. Aber das hatte dein Kommentar in mir ausgelöst.
Davon mal ab: In Husby darf man zelten, da es einer der Plätze ist, die zu "Wildes Schleswig-Holstein" gehören. Und es liegt ab vom Schuss und ist damit sicherlich nicht die erste Wahl für jemanden, der mehr oder weniger auf Stadtnähe angewiesen ist.