Beiträge von Sundance

    Hier ein Foto von der Tasche. Ich habe mich an dem Fanny Bag von Lernmyog orientiert. Stoffe waren noch Reste.


    Und wegen Obertransport: Da guck mal auf YT und suche nach "Pfaff Obertransport IDT". Dasselbe Prinzip hat auch Gritzner. Die haben wohl Pfaff gekauft, bzw. die Lizenzen. Hier heißt der Obertransport dann DFT. Die Tipmatics gehören wohl noch zur mechanischen Generation. Varimatics sollen ähnlich gut sein. Aber immer schauen, ob sie auch dieses IDT System haben, denn es gibt aus den Serien auch welche ohne IDT. Ich muss jedoch zugeben: Habe ich mir alles auch nur erklären lassen.

    Ein Foto zeigt den Fuß hier:

    Habe am Montag das Weihnachtsgeschenk von meiner Frau in Empfang genommen: Eine Pfaff Tipmatic 6122 mit IDT Obertransport.

    Ich hoffe, dass sich das IDT gerade bei den dünnen Silnylon Stoffen auszahlt. Darüber hinaus hat sie eine recht große Stichlänge.

    Habe lange gesucht, um so eine Maschine (Tipmatic mit IDT) zu einem guten Preis zu bekommen. Und jetzt hat es geklappt. Tatsächlich war sie günstig, da der Hebel festsaß. Das aber ist ein bekanntes Problem und zu beheben. Nach noch mal € 40,-- für den Service habe ich gleich meine erste Bauchtasche genäht.

    Ich kann mich nur nicht entscheiden, welches jetzt mein nächstes Nähprojekt wird!

    In Ergänzung zu Gironimo:

    200er Apex ist 200er Apex - unabhängig davon, wer es verarbeitet. Insofern ist es schon schräg, wenn hier unterschiedliche Temperaturangaben verwendet werden.

    Und zu warm gibt es beim UQ eigentlich nicht. Ich würde, gerade wenn du hier im Norden bleibst, nach Daune gucken.

    Khibu soll gute Sachen machen. Habe ich nur noch nicht in der Hand gehabt und auch noch nicht drin geschlafen. Aber da hätte ich keine Bedenken. Er hatte jetzt gerade Topquilts im Sale. Ggf. ist das immer noch der Fall?

    Die Hennessy-Matte kenne ich auch nicht persönlich, aber wenn wuppitom morgen vom Overnighter zurück ist, kann er bestimmt was dazu sagen.

    Du kommst aus Hamburg? Dann könntest du gucken, ob du beim nächsten Overnighter hier im Norden dabei bist. Termin haben wir aber noch nicht. Daher auch die Frage, wie dringend es ist.

    Ich sag mal so: Tarp ist unkritisch. Kannst du von Onewind kaufen. Die Matten von denen sind auch ok. Kann man auch machen.

    UQ würde ich eher nach Dauen gucken und dann Richtung Khibu.

    Und dann brauchst noch eine Aufhängung. Die ist auch wichtiger als UQP, Snakeskin, etc. Da verkauft eigentlich jeder (Matten-)Hersteller mehrere Systeme.

    Danke, dass du mich auf deine Reise mitgenommen und mir einen Blick in deinen Touralltag ermöglicht hast. Ich konnte die Melancholie am letzten Tag fast körperlich spüren - oder war es meine eigene, die ich in deine Erlebnisse projiziere?

    Ich bewundere, wie ausführlich du jeden einzelnen Tag beschreiben konntest. Bei mir fließt im Rückblick alles in einander und ich habe Mühe die Tage auseinander zu halten. Und auch danke für die Zeit, die du in den Bericht investiert hast. Vermutlich hast du die Tour dadurch noch ein zweites Mal erlebt und dennoch: Der Aufwand war bestimmt enorm.

    Und solltest du eines Tages posten, welche Dinge du in deiner Ausrüstung austauschst, würde ich das ebenfalls sehr interessiert lesen.

    2. erste Lapplanderfahrung: flott auf Skiern bei ca. -20 Grad mit Fleecemütze und Fleecehandschuhen unterwegs. als ich aus dem Windschatten eines Berges herauskam hatte ich starken Wind, der meinen Kopf derartig schnell heruntergekühlt hat, dass ich kaum noch denken konnte...

    Ich war noch nicht im Winter in Lappland, aber Schwitzen ist bestimmt keine schlaue Idee.

    Oder so wie wuppitom schreibt:

    "Nach meiner Erfahrung ist es unter kalten Bedingungen am wichtigsten so trocken wie möglich zu bleiben."

    Aber Wolle ist trotzdem klasse.

    Also ich hätte lieber in einer Matte mit Netz geschlafen als in einer Matte von vor Ort.

    Auch wenn ich integrierte Netze vorziehen, könnte hier ein separates besser geeignet sein. Dann hast du auch Schutz von unten.

    Je nach Gegend ist man als Ausländer sowieso Exot und man wird in dieser Hinsicht nicht mehr akzeptiert, wenn man schläft, wie die Menschen dort. Da sind andere Faktoren viel wichtiger.

    Und es kann durchaus gesundheitsförderlich sein, wenn man weg vom Boden kommt und auch nicht (ohne Schutz) unter Strohdächern schlafen muss. Da kann nachts allerlei Getier rausfallen.

    Tarp nicht vergessen oder Bauplane vor Ort besorgen.

    Hallo Neue aus Frankreich!

    Herzlich Willkommen im Forum. Klasse, wie du dich so konsequent ans Outdoorleben rantastest. Und ja, es wäre super, wenn du im entsprechenden Umterforum deine Basteleien bei Gelegenheit vorstellst. Ich bin neugierig!

    Levi Ich habe tatsächlich sehr auf das Gewicht geachtet, allerdings nicht um jeden Preis - monetär und funktionell. Die Stiefel z.B. kommen aus Skandinavien und sind genau für solche Gebiete erfunden worden. Und ehrlich gesagt, habe ich mich über den Halt im Knöchelbereich gefreut. Dass sie leider nicht so lange wasserdicht waren, verbuche ich als Anwenderfehler.

    An manchen Stellen hätte ich Gewicht sparen können, z.B.:

    - Liner (ca. 100g)

    - leichtere Stirnlampe (ca. 50g)

    - leichteren Dry-Bag für den UQ (ca. 20g)

    - keinen Kompaß und keine Karten (ca. 240g) - aber was, wenn das Handy schlapp macht?

    - leichtere Gamaschen (ca. 150g+)

    - keine Angel + Zubehör (ca. 670g)

    - Verzicht auf Schirm und Schirmhalterung (ca. 130g)

    - leichteren UQP (ca. 150g)

    - bessere Planung des Brennstoffverbrauchs (ca. 200g vielleicht)

    - Schlafhose aus Polartec Alpha (ca. 50-90g)

    u.a.

    Da hätte ich vermutlich 2kg sparen können oder sogar noch mehr.

    Das "worn weight" finde ich persönlich überbewertet und auch nicht genau zu definieren: An einem Tag trage ich mein Shirt, dann mein Shirt inkl. Alpha-Hoodie, an einem anderen Shirt mit Regenjacke, in den Pausen alles zusammen.

    Ein Faktor, der für mich nicht wirklich kalkulierbar war, war das Wetter. Da hätte es unterschiedliche Szenarien geben können:

    - Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (-6 Grad C ist nicht unnormal) und Schnee,

    - Temperaturen um den Gefrierpunkt mit und ohne Regen (laut Wettercharts gibt es im Oktober nur zwei / drei regenfreie Tage (wenn ich das gerade richtig erinnere)),

    - (nächtliche) Feuchtigkeit in Form von Nebel oder einfach nur hoher Luftfeuchtigkeit.

    Dass es am Ende wärmer war und auch weniger geregnet hat, war nicht abzusehen.

    Deswegen bin ich insbesondere bei meinem Schlafsetup auch lieber auf der sicheren Seite. Wenn ich dafür "meine Ängste mit einpacke", ist das wohl so. Hätte ich nur Temperaturen bis zum Gefrierpunkt erwartet, dann wäre ich leichter unterwegs gewesen.

    Klar, weglassen ist die erste Option. Der entscheidende Faktor jedoch ist, dass ich mit diesem Rucksack mit 12-14kg sehr gut klarkomme, vor allem, wenn ich erst einmal einige Tage unterwegs bin und anfangen habe, Muskulatur aufzubauen.

    Und vieles habe ich ja bereits und wenn ich Kleidung und Ausrüstungsgegenstände "aufgebraucht" habe, würde ich wohl auch leichter kaufen. Aber so lange muss es halt so gehen.

    Und wegen der Unterhose: Gelegentliches waschen und nächtliches lüften hilft ;)

    Ich flirte mit UL, aber ich bin keiner. Trotzdem habe und kann ich von dieser Philosophie viel lernen.

    Hammock Fairy Der Finnskogen (Provinz Innlandet) ist tatsächlich eines der Gebiete, in denen Braunbären leben. Gesehen habe ich aber keinen. Ich habe auch nicht gehört, dass ich meinen Proviant in Entfernung zu meinem Lagerplatz hätte aufhängen müssen oder sollen. Die Bären sollen die Menschen auch weitestgehend meiden. Ob sie das wissen?

    barfuß Ich kann gut mit mir allein sein. Einsam habe ich mich daher nicht gefühlt. Ob ich es genossen habe? Ich hätte mir auch vorstellen können, diesen Weg zu zweit oder dritt zu gehen, allerdings auch nicht mit jedem.

    Genossen habe ich es, dass ich nicht viel denken musste. Ich kann das ganz gut: Nicht denken. Mein Alltag besteht aus so vielen Dingen, die immer parallel laufen. Da empfinde ich es als sehr erholsam, wenn die wichtigsten Fragen des Tages sind: Wann esse ich und wo lagere ich?

    Und das mit der Tour-Beschreibung: Ja, es hat etwas gedauert, bis ich alles aufgeschrieben habe. Allerdings fließen die Tage im Rückblick bereits jetzt schon ineinander. Dieser Bericht ist daher auch für mich eine gute Erinnerungstütze.

    Umso schöner ist es, wenn ich andere hierhin mitnehmen konnte. Und vielleicht hilft es anderen bei ihrer Tourplanung. Ich profitiere ja auch von den Erfahrungen und Berichten anderer.