Levi Ich habe tatsächlich sehr auf das Gewicht geachtet, allerdings nicht um jeden Preis - monetär und funktionell. Die Stiefel z.B. kommen aus Skandinavien und sind genau für solche Gebiete erfunden worden. Und ehrlich gesagt, habe ich mich über den Halt im Knöchelbereich gefreut. Dass sie leider nicht so lange wasserdicht waren, verbuche ich als Anwenderfehler.
An manchen Stellen hätte ich Gewicht sparen können, z.B.:
- Liner (ca. 100g)
- leichtere Stirnlampe (ca. 50g)
- leichteren Dry-Bag für den UQ (ca. 20g)
- keinen Kompaß und keine Karten (ca. 240g) - aber was, wenn das Handy schlapp macht?
- leichtere Gamaschen (ca. 150g+)
- keine Angel + Zubehör (ca. 670g)
- Verzicht auf Schirm und Schirmhalterung (ca. 130g)
- leichteren UQP (ca. 150g)
- bessere Planung des Brennstoffverbrauchs (ca. 200g vielleicht)
- Schlafhose aus Polartec Alpha (ca. 50-90g)
u.a.
Da hätte ich vermutlich 2kg sparen können oder sogar noch mehr.
Das "worn weight" finde ich persönlich überbewertet und auch nicht genau zu definieren: An einem Tag trage ich mein Shirt, dann mein Shirt inkl. Alpha-Hoodie, an einem anderen Shirt mit Regenjacke, in den Pausen alles zusammen.
Ein Faktor, der für mich nicht wirklich kalkulierbar war, war das Wetter. Da hätte es unterschiedliche Szenarien geben können:
- Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (-6 Grad C ist nicht unnormal) und Schnee,
- Temperaturen um den Gefrierpunkt mit und ohne Regen (laut Wettercharts gibt es im Oktober nur zwei / drei regenfreie Tage (wenn ich das gerade richtig erinnere)),
- (nächtliche) Feuchtigkeit in Form von Nebel oder einfach nur hoher Luftfeuchtigkeit.
Dass es am Ende wärmer war und auch weniger geregnet hat, war nicht abzusehen.
Deswegen bin ich insbesondere bei meinem Schlafsetup auch lieber auf der sicheren Seite. Wenn ich dafür "meine Ängste mit einpacke", ist das wohl so. Hätte ich nur Temperaturen bis zum Gefrierpunkt erwartet, dann wäre ich leichter unterwegs gewesen.
Klar, weglassen ist die erste Option. Der entscheidende Faktor jedoch ist, dass ich mit diesem Rucksack mit 12-14kg sehr gut klarkomme, vor allem, wenn ich erst einmal einige Tage unterwegs bin und anfangen habe, Muskulatur aufzubauen.
Und vieles habe ich ja bereits und wenn ich Kleidung und Ausrüstungsgegenstände "aufgebraucht" habe, würde ich wohl auch leichter kaufen. Aber so lange muss es halt so gehen.
Und wegen der Unterhose: Gelegentliches waschen und nächtliches lüften hilft 
Ich flirte mit UL, aber ich bin keiner. Trotzdem habe und kann ich von dieser Philosophie viel lernen.