Beiträge von Hesmon

    Ich nutze im Winter:

    - Warbonnet Wooki Underquilt 0F / -17C

    - Warbonnet Maba TopQuilt 20F / -6C

    Ich kann die Kombination Top-Cover und Underquilt Protector (beides Warbonnet spezifisch) wärmstens empfehlen. Bei anderen Hängematten dann eben eine Windsocke. Das bringt deutlich mehr als ein Wintertarp und hält ein schön warmes Mikroklima in der Hängematte und den Wind draußen.

    Für den Notfall habe ich immer noch meine Daunenjacke (Wärmschicht), die ich Nachts anziehen könnte und einen Daunenhose für den absoluten Notfall (Western Mountaineering Flash Pants). Beides brauche ich bis -10 Grad nicht.

    Die Western Mountaineering Flash Booties stehen noch auf meiner Einkaufsliste. Dann kann die nächste Eiszeit kommen.

    Als allererste Maßnahme über ein Topcover oder eine Windsocke nachdenken.

    Das bringt IMHO am meisten Wärmegewinn pro Geldeinheit.

    Wichtig ist noch eine Kopfbedeckung, ein Buff für den Hals und Omas Wollsocken.

    Okay, ich geb‘s ja zu: Immer komme ich nicht zum Nachjustieren, weil ich oft einschlafe, ehe ich überprüft habe, ob ich denn jetzt bequem liege.

    Ganz am Anfang meiner Hänger-Kariere habe ich das Ding einfach nur Pi*Daumen aufgehängt und mich später rein gelegt - fertig.

    Bis ich eines Nachts um 3 ein einstündiges mentales Selbstgespräch geführt habe, ob es denn nun wirklich nötig sei aufzustehen und nach zu justieren oder doch einfach liegen zu bleiben und mit der minimal zu starken Kopf-Lastigkeit zu leben. Da habe ich beschlossen, dass mir das nie wieder passiert. Deswegen lass ich mir beim Aufbau beliebig viel Zeit und teste lieber 5 mal ob die Höhe, der Winkel und die Ridgeline-Spannung perfekt sind. Ich bin zu alt um unbequem zu schlafen.

    Meinst du 3mm Shock Cord macht einen großen Unterschied? Das habe ich derzeit an meinen Tarps.

    Shock Cord dehnt sich bauartbedingt nur auf die ca. doppelte Länge aus.

    Im Gegensatz zu Schleuder Gummis, welche sich auf die 5-6 Fache Länge ausdehnen.

    Habe gerade aus einem 3mm Reststück eine Loop gebaut und getestet.

    Man hält sich die Loop mit dem Daumen ans Bein, zieht maximal aus und lässt los.

    Da bekommt man einen guten Eindruck wie viel bzw. wie weing "bumms" dahinter ist.

    Wenn man damit einen Hering auf Pappkarton schießt, muss man schon eine große Loop bauen, diese voll ausziehen und recht oft schießen um eine Delle in den Karton zu machen.

    Wie gesagt: Das Problem ist - meiner Meinung nach - eher der Sturm in Verbindung mit scharfen Kanten gewesen, als das Shock Cord.

    Wenn Sturmböhen auf 4 Quadratmeter Tarp treffen und am Hering reißen, ist das bisschen Spannung durch das Shock-Cord zu vernachlässigen. Ich halte das für einen äußert seltenen Unfall, bei dem viele unwahrscheinliche Dinge gleichzeitig passieren müssen.

    z.B.

    - Hering muss Scharfkantig sein (oder beim Brechen eine scharfe Kante entstehen)

    - Hering muss genau im richtigen Winkel auf das Tarp treffen

    - evlt. spielt auch der "Peitscheneffekt" des im Wind flatternden Tarps eine Rolle

    - man muss im Sturm hängen

    Eigene Versuche im Testlabor mit Shock-Cord-Loops meine Heringe - bei Windstille - in gefährliche Geschosse zu verwandeln, sind kläglich gescheitert -> Sohn zeigte keine Schmerzreaktion ;)

    Ich verwende:

    2mm Shock Cord Loops an den Tarpenden

    MSR Mini Groundhogs mit angespleißtem Zing-it und aufgefädelten Hookworms

    Für mich hat diese "federnde" Abspannung viele Vorteile und ich halte das Risiko für vernachlässigbar (Your mileage may vary).


    P.S. meinem Profilbild wurde auf softwarechirurgischem Weg ein Lächeln hinzugefügt und der Teint korrigiert

    7/64 dürfte 2,5mm entsprechen und ca. 580 kg Bruchlast haben und ca. 35g pro Whoopie Sling wiegen.

    1/8 dürfte 3mm entsprechen und ca. 980 kg Bruchlast haben und ca. 46g pro Whoopie Sling wiegen.

    2,5 mm reicht dicke aus und ist ein paar Gramm leichter.

    Obacht Kevlar ist UV-empfindlich.

    Es gibt UL-Baumgurte aus UHMWPE / Dyneema (also dem selben Material wie die Whoopies).

    Gibt's hier im Shop: HammockFairy (wenn er wieder offen ist)

    Mein Testfazit ist insgesamt positiv.

    Eine meiner ersten Hängematten war eine DD SuperLight Hammock. Nach dem Umstieg auf Warbonnet geht die DD aber immer mit auf Tour als "Chillout Hängematte". Diese wird jetzt aber definitiv durch die TTTM Lightest ersetzt.

    - die Matte fühlt sich weicher und "stoffiger" an

    - leichter

    - wesentlich besserer Komfort (Länge)

    Ich werde wohl den Packsack durch einen "Bishop Bag" ersetzen. Dann noch ein paar Becket Straps dran und ich habe eine "Full Size Chillout Hängematte" für unter 300g (incl. Suspension).

    Ich habe mir so ein ähnliches Setup schon mit einer 11' Monofil Matte gebaut. Da habe ich aber das Gefühl, dass diese sich noch mehr dehnt.


    Alles in allem: Eine schöne Chillout-Matte die leicht und bequem ist.

    Sieht so aus, als ob man ziemlich "tief" liegt, bzw. die Ridgeline ziemlich kurz ist.

    Dann noch 3 inches mehr Stoff in der Länge. Breiter scheint Sie auch zu sein.

    Hmmmm - ich bin mal gespannt auf die Tests. Könnte interessant sein.

    PS: Wenn die Gepäck-Hängematte aus Hängemattenstoff ist und über Schlaufen aus AmSteel verfügt, kann sie tagsüber auch als Hängesitz fungieren... ist unter Umständen schneller ausgepackt als die ganze Hängematte. 8o

    Ja, die Idee hatte ich auch schon.

    Praktisch funktioniert es für mich leider nicht. Die GH ist zwar stabil genug, mir aber zu kurz.

    Außerdem will ich mein Schlafsetup aufgebaut haben und mein Geraffel sicher untergebracht wissen. Darum nehme ich zusätzlich zu HM und GH immer noch eine 3. Spass-Hängematte mit zum Abhängen auf dem Lagerplatz, für die kurze Rast beim Wandern oder eben zum Sitzen beim Kochen.

    Ja, ich bin eben ein echter Komfi-Ultralighter ;)

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    Hängt ihr eure Gepäckhängematten tatsächlich unter eure Hängematte?

    define GH = Gearhammock || Gepäckhängematte

    Wie auf den Bildern zu sehen ist: ja ;)

    Ich hänge aber auch gerne etwas höher, so dass ich beim Einsteigen in die Hängematte ganz leicht auf die Zehenspitzen muss.

    Zu nah am Boden fühle ich mich unwohl. Wenn die GH tief genug hängt um den Underquilt nicht zu komprimieren, habe ich immer noch ausreichend Platz von der GH bis zum Boden (so 10-15 cm).

    Ich habe aber auch viel rum gespielt mit den Einstellungen der Whoopie-Slings.

    Die GH mal nach vorne, nach hinten, höher, tiefer oder auch mal schräg gehängt.

    Wenn man die GH z.B. weit Richtung Fußende verschiebt, dürfte sie gar nicht mehr stören, da ja am Fußende viele cm Hängematte ungenutzt rum hängen und deine Füße dann quasi rechts von der GH zum liegen kommen würden.

    Ich hab die GH lieber genau unter mir, um aus der Hängematte an alles dran zu kommen.

    Viele die ich kenne, ich kenne viele, nutzen eine kleine Gepäckhängematte UNTER der Hauptmatte.

    Das tue ich mal mit dickem Stift unterschreiben.

    Ich achte sehr auf mein Rucksackgewicht. Aber der Komfortgewinn einer Gepäckhängematte ist mir das Extragewicht mehr als wert.

    Zu den Vorteilen, die Bernd genannt hat kommt hinzu, dass eben NICHTS mehr auf dem Boden liegt.

    Nach einer Nacht sintflutartiger Regenfälle weiß man das besonders zu schätzen.

    Die besten Gearhammocks baut übrigens ein gewisser "Bernd Odenwald", der sich aber nicht traut sein eigenes Produkt hier im Forum zu bewerben. Also mach ich das. Wir sind weder verwandt noch verschwägert und ich erkläre an Eides statt, keinerlei monetäre Vorteile oder sexuelle Gefälligkeiten durch meine Lobpreisung zu erhalten.

    Ich habe mittlerweile 4 Gearhammocks von Bernd. Für jedes meiner Hängerattensetups eine.

    Die letzte Generation gibt's in schöner Multicam Farbe, hat Whoopie-Slings mit eingespleißten Mini-Karabinern und einen Klettverschluss zum verschließen. Ja, das Teil kostet ein paar Mark mehr als eine Gearsling von DD oder Eno, aber Stoffqualität, Verarbeitung und Features (Whoopies/Klett) sind mir das allemal Wert.

    Hier mal Bilder meiner "alten", grünen Gearhammock. Mittlerweile hat Bernd auch - auf meinen Wunsch hin - eine Gearhammock in Multicam (Tarnmuster). Die sieht man aber schlechter auf Bildern (hence the name Tarnmuster).

    Meine Wasser-Philosophie:

    Kein Wasser aus Flüssen

    - Chemikalien, Schwermetalle und Arzneimittel

    Kein Wasser aus Quellen oder Bächen unterhalb von Landwirtschaftlich genutzten Flächen oder Industrie

    - Düngemittel, Chemikalien, Nitrat, Nitrit, Coli-Bakterien, Viren, Protozoen

    Gegen Chemikalien, Medikamente und Schwermetalle hilft KEIN Filter (auch nicht Aktiv Kohle), kein Abkochen, NIX !!! Finger weg !!!


    Bei allen anderen Quellen in der Natur: Filtern+Chlor oder Abkochen

    Damit hast Du sauberes Trinkwasser.

    Die Wahrscheinlichkeit das Du in diesem Wasser dann gelöstes Uran, Chemikalien oder sonstige Rückstände in relevanten Dosen hast, halte ich für so verschwindend gering, dass ich mir da keinerlei Gedanken drüber mache. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du in Deinem Mineralwasser schlimmeres drin hast, wesentlich höher.

    99,99% der Probleme durch unsauberes Trinkwasser kommen von Mikroorganismen.

    Die bekommt man mit Filter + Chlor oder Abkochen sehr einfach in den Griff.

    Wenn man die ganz oben genannten Fälle durch Voraufklärung des Wandergebietes ausschließen kann, fährt man damit sehr gut.


    Zu den Schildern "Kein Trinkwasser":

    In der Pfalz und im Schwarzwald sind diese Schilder aus rechtlichen Gründen angebracht.

    Solange die Wasserqualität nicht regelmäßig geprüft wird, muss so ein Schild dran.

    Diese Brunnen haben trotzdem fast immer Trinkwasserqualität.

    Wer sich unsicher ist -> Filter+Chlor oder Abkochen - > fertig

    Ich persönlich lasse die Finger von umpump Brunnen mit geschlossenem Wasserkreislauf. Aber nur weil's eklig ist. Im Dorf gibt's meist einen Friedhof mit Leitungswasser.

    Dass die Pfälzer die Schilder an die Brunnen kleben, damit die Badenser mehr Weinschorle auf den Hütten trinken, ist ein übles Gerücht, dass von rechts rheinischen Propagandabehörden böswillig gestreut wird ;)

    P.S.

    Warum ich so auf dem Chlor herumreite:

    In den letzten 40 Jahren, in denen ich Wasser aus zweifelhaften Quellen trinke, hatte ich genau einmal Dünnpfiff (1 Woche lang) trotz Filter. Seit Chlor kein einziges mal mehr. Seitdem es das Antichlor gibt, fällt auch das Problem mit dem Geschmack weg.

    Wer grundsätzlich Angst vor der bösen Chemikalie Chlor hat, sollte sich eher Gedanken um Dihydrogenmonoxid im Trinkwasser machen. Das Teufelszeug wird gerne als Kühlmittel in Atomkraftwerken genutzt und ist in hohen Dosen toxisch.

    P.S.S.

    Im Pfälzer Wald kenne ich die meisten Brunnen seit 40 Jahren und trinke daraus ohne Bedenken. Dies tun auch alle Wanderer und Mountainbiker die zu tausenden seit Äonen durch meinen Wald tapern. Mir ist noch NIE eine Geschichte zu Ohren gekommen, dass jemals jemand Probleme nach dem Genuss von Qullwasser in der Pfalz Probleme bekommen hat. Und ich höre viele Geschichten auf den Trekkingplätzen und Hütten, auf denen ich quasi zu Hause bin.