Hi in die Runde,
hab mich dann doch dazu durchgerungen wenigstens ein paar Zeilen zur hier mal gelaufenen Bikepacking Testaktion von mir zu tippen. Motiviert wurde ich dann zum einen vom Thread Leichte Ausrüstung für Bikepacking von Basti G. und auch davon, daß die Bikepacking Fraktion hier immer zahlreicher vertreten auftaucht.
Falls ich meine Inteion zum Thema noch nicht angerissen haben sollte, hier im näheren Umkreis ist alles erkundet, es geht also immer mehr weiter weg mit dem als Gravelbike benutzen Cyclocross. Da ich keine Bock auf Übernachtung buchen oder Zeltplatz habe, lag das Thema nahe. Zumal ich auch ein paar gute Einblicke in die Overnighter Szene bei den Langstreckenfahreren bekommen hatte.
Für mich unterscheidet sich das Thema Bikepacking vom klassischen Radreisen hauptsächlich durch die Verwendung von weniger/ kleinerem Gepäck was dann auch in den fürs Bikepacking typischen Taschen platz findet.
Da ich schon seit einigen Jahren einen Ortlieb Seat-Pack für den schnöden Bikealltag nutze, hatte ich auch schon ein paar praktische Erfahrungen gemacht. Und jene eben auch auf Biketouren. Da es ja jetzt nun auf die Übernachtung on Tour zugehen sollte und ich ein paar nette Features inzwischen mein Eigen nennen kann, galt es jenes am Fahr-u. Spaßgerät zu verstauen. Hier mal das Set-Up was zum schlafen dienen soll.
- Coccon Travel Sheed als zusätzliche Wärmebackup
- Yeti Fusion Daunenschlafsack/ Komfortempratur 3c° verpackt in einem Moorhead Packsack L28 x 18cm weil es so gut in den Packsack passt
- Cocoon Ultralight Moskito Net Hammock L24 x 10cm
- Therm-A-Rest Hammock Slacker 12 x 10 x 7cm
- Therm-A-Rest Slacker Hammock Warmer 13 x 10 x 7cm
- Ortlieb 12l Packsack mit Ventil
- Zéfal Z Adventure F10 Lenkertasche/ 10 l
Mit dem Set Up gedachte ich die Basis zu machen. Noch nicht mit dabei ist das Tarp, was aber schon vorhanden ist. Zwei Gründe warum das in dieser gedachten Auflistung nicht mit dabei ist. Zum einen würde ich mir kein feuchtes Tarp in den Packsack von Schlafsack & Co. packen und zum anderen ist die Unterbringung des Tarp noch nicht final.
Soweit also der ganze Plunder als Bild. Das Coccon Travel Sheet ist nicht mit auf dem Bild. Der 12l Ortlieb Packsack wurde von mir gewählt, weil er A. alles aufnimmt, B. noch in die Halterung des Zéfal Z Adventure F10 Lenkertasche passt und C. auch voll bepackt noch genug Reifenfreiheit in der Lenkerhaltung zum Reifen aufbringt. Den Vergleich hab ich, da ich noch einen 22ö Ortlieb habe und es dort eng werden kann.
Also den Packsack mal geöffnet und als erstes das Cocoon Travel Sheet auf den Boden gelegt. Nimmt dort am wenigsten Platz ein, ist quasi ultraflach und stört so nicht.
Zum Travel Sheet kann ich eigentlich nix sagen, da ich in dem Teil noch nie gepennt hab. Geleistet hab ich mir jenes als Pimpvariante zu meinem Erstschlafsack. Auch wenn das Travel Sheet gut für 7c° zusätzlich sein soll, darf man das wohl für ambitioniert halten. Aber nun hab ich es und ein Inlay als Schmutzfänger für den Daunenschlafsack kann nie verkehrt sein. So mein Gedanke. (Seideninlay steht aber schon auf der Nice-to-have-Liste.)
Als nächstes Tunnel ich den Brocken von Schlafsack in den Packbeutel, gefolgt von dem original verpackt gelassenem Hammock Warmer. Sieht man auf dem rechten Bild klein-fein unten links am Packsackrand in grau. Ab jetzt nimmt der Packsack eine leicht ovale Form an, was sich aber im Verlauf des Prozesses reduzieren wird und um ehrlich zu sein, auch für mich nebensächlich ist.
Jetzt wird die Cocoon Hängematte passgenau eingestopft um den restlichen Hohlraum gut aus zu füllen. Natürlich den ersten Karabiner on top griffbereit.
At last folgen noch die Hängemattengurte die ich wider lose passend seicht reinstopfen kann.
Die Baumgurte habe ich zwecks des besseren Verstauens wegen aus dem original Packsäckchen heraus genommen und mit einem Gumigurt bzw. Klettband gesichert. Lass ich sie im Packsäckchen lassen sie sich schwerer verstauen. Ich denke um die Gurte aufgerollt zu sichern, wird es bei einem Klebeband bleiben. Jenes soll dann aber fix am Baumgurt befestigt sein.
Nachdem das ganze Geraffelt dann endlich im Packsack drin ist, kam die finale Anprobe. Bei jener hatte es in den vorherigen Testbepackungen Engpässe geben. Gut passte das nur mit der einfachen Ersthängematte. Mit der "fetten" aber auch großen Amazonas Hängematte mit Einschubfach für Thermostate und Moskitonetz war das schon zu press.
Jetzt mal das finale Ergebnis...
Soweit so gut, passt, wackelt und hat Luft. Und das sogar im wörtlichen Sinne. Anbei jetzt auch was zum Thema Gewicht, jenes hab ich jetzt nicht zur Hand, ja hab es versäumt. Aber auch, weil es für mich eher nebensächlich ist. UL kann reizvoll sein, ich bin da aber eher jemand der auf machbar-solide setzt und sich auch noch was extra gönnt.
Jetzt hat die Sache natürlich noch eine nette sportliche Fingerübung. Genau genommen sogar der zweite. Ich sage mal hier mit der zunächst wichtigeren an. Das Tarp sollte irgendwie als Wetterschutz noch mit von der Partie sein. Zwei Ideen dazu in Bildform.
Die Position auf der unter Bikepackern als Ars*hrakete bezeichneten Packtasche ist eher suboptimal. Zum Leinenwohl etwas überladen zum anderen fehlt so jener Platz unter den einfachen Spanngurten um mal eben was an Kleinigkeiten zu verstauen. Also mal Idee Nr. 2. angegangen...
...wo das Tar dann noch nach vorne mit bei wandert. Rein gefühlt "passt" mir das besser, hat dann aber auch zwei Schönheitsfehler. Nein es sind nicht die eher schmalen Spanngurte die das Packsackmaterial durchscheuern könnten. Denn so sind sie nur als Test gedacht. Zum Einsatz kommen sollten entweder breiter & weichere Gurte oder eben entsprechend mit schonungsfägigem Material unterlegte Gurte.
Der erste eigentliche Knackpunkt ist, ich kann so nicht mehr meine kleine Lenkertasche (wo ich noch gleich zu kommen) montieren. Der zweite Knackpunkt ist, auch wenn das beim Fahren noch gut machbar wäre..., ist schon sehr kopflastig.
Ich fang mal mit Punkt eins an. Meine weiter kleine Lenkerpacktasche...
...dient bereits schon jetzt immer wieder als Trinkbeutelaufahme. Die zusätzliche 1,5l sind während er Fahrt super zu schlürfen und ein paar Riegel, Karte oder anderer Kleinkram würde auch passen.
Punkt Nr. 2. wo jetzt ein paar Feinheiten mit reinspielen. Noch habe in der Ars*hrakete auch das Bordwerkzeug drin. Da jene Tasche aber auch nicht mehr ganz dicht ist, könnte ich sie gegen eine frische austauschen. Da der Ortlieb Accessory Pack ja am besten mit einem ebenso originalen Ortlieb Lenkertasche zu machen ist, wäre das von der Montage her nicht verkehrt. Jene Lenketasch eist aber eigentlich zu klein.
Wenn ich jetzt vorne nur den Schlafsack in der neuen Lenkerolle unter bringe, Hängematte, Gurte und Warmen dann nach hinten verfrachte und das Werkzeug wo am Rahmen in einer ebenfalls neuen Tasche unterbringe, dann wäre das wohl besser verteilt.
Ab der Stelle mutmaße ich auch mal, daß dann auch das Tarp inkl. der kleine Sache vorne gut unter zu bringen wäre. Müßte ich mal mit der schnellen im Hause befindlichen großen Lenkerrolle probieren. Nur mal so.
Hinein hätte ich dann neben dem Haus noch Platz für die "Küche" die ja schin gut kompakt ist. Sie besteht übrigens aus...
Letztere hatte ich ja schon in modifiziert mit neuem Henkel vorgestellt. Bei der Espresso-Macchina habe ich aber noch einen Traumkanidaten auf der Nice-to-have-Liste.
Bei der Küche bin ich mal zu 99% rund. Das komplette Toaks Zeug passt zusammen in den Toaks Topf, der Esbit Brenner ist auch so wo gut zwischen zu stopfen und der kleine Beutel mit dem Espressopulver, Zucker, Feuerzeug, Zündstahl etc. nimmt auch kaum Raum ein.
Ja, so schaut das bei mir zur Zeit aus. Ich hoffe der eine oder andere Bikepacker helfen oder Anregungen geben. Natürlich darf auch gerne nachgefragt werden. Ich werd mich dann bemühen die Infos nach zu reichen.