Hallöchen zusammen,
Es ist soweit, ein paar (was natürlich gelogen ist, also die paar) Textzeilen zur ersten kompletten Nacht in der Cocoon Ultralight Hägematte und dem Yeti Daunenschlafsack, kombiniert mit dem Therm-A-Rest Warmer als wärmereflektierende und winddichte Außenschicht. Selbstverständlich mit einem gewissen persönlichen Unterton.
Mein erster Blick aus dem Nachtlager, es ist um kurz nach sechs, nicht ganz so spätsommerliche 10c° stehen auf dem „Tacho“. Irgendwo gibt’s hier Kühe in der Nähe die ich schon ganz früh gehört habe. Wahnsinn wie weit Geräusche bei Stille getragen werden.
Egal, was warmes anziehen und erstmal frühstücken! Zu meinen Eindrücken, schade war das ich das Tarp aufgespannt hatte, denn gestern war genau so ein sternenklarer Himmel wie man ihn als Draußenschläfer lieben muß.
Das Tarp hatte ich aber gestern vorsorglich aufgespannt, weil doch eine auffrischende Brise samt derer dunkler Wolken von süd-west aufkam. Im Grunde ein fast sicheres Zeichen für Niederschlag. Den Tag über verschwand das zwar wieder und als ich dann gestern den Entschluss fasste, war ich zu faul.
Nicht unbedingt zum Abbau, ich scheute mich mehr vor einem erneuten Aufbau, wohlmöglich in der Nacht. Zwar versprachen die digitalten Wetterfrösche regenfrei, aber man kennt das ja.
Zweiter Eindruck, wie komm ich in die Kombi aus Hängematte und Schlafsack? Schon ohne Hüft-Neuteileinbau bedarf das einer gewissen Geschicklichkeit und in Folge dessen Routine um da hinein zu schlüpfen. Letzteres fehlte mir, weil meine letzte Nacht gefühlt ewig her ist.
Der Einstieg klappte aber, auch das Zuziehen des Reißverschluss im letzten Viertel. Das war natürlich wieder etwas tricky weil von wegen – Routine. Wie hatte ich das noch angestellt?
Soweit so gut. Gestern Abend waren es mit dem Sonnenuntergang irgendwas knapp unter 20c°. Ich habe die Cocoon nur mit dem dünnen wärmereflierenden Therm-A-Rest Slacker Hammock Warmer auf gehangen, der Standard der letzten Nachsommertage (Bikepacking Optimismus für Packvolumen).
Die Kombi, natürlich auch mit dem Yeti Schlafsack, klappte aber ganz gut. Drinnen lag ich mit einem Baumwoll T-Shirt und Wollsocken. Ist so‘ n Wohlfühldings.
Bei sinkenden Temperaturen und relativer Windstille klappte das auch ganz gut. Frisch wurd‘ s erst in den frühen Morgenstunden (06:00Uhr ) und zwar im Hüftbereich. Frisch nicht kalt.
Da ich aber eh schon wach war, also was man so wach nennen kann um die Uhrzeit, ging das in Ordnung. Cleverer wäre natürlich eine Kombi aus Poncholiner als Underquillt (da muß ich aber nochmal packtechnisch ran).
Ansonsten war die Nacht, auch ohne Ausblick auf den Sternenhimmel, gut. Raus zwecks Wasserhaushalt regulieren mußte ich nur einmal. Aber auch das klappte mit dem Cyborg Neuteil ganz gut. Das liegen als solches war aber in der Cocoon für mich kein Problem, ich empfand das auch als bequem und kam folglich mit der Größe (325cm bei 188cm Gardemaß) gut zurecht.
Ich hatte also ein gute und vor allem beschwerdefreie Nacht. Ich würde sogar soweit gehen, daß ich besser als im Bett geschlafen habe. Letztere wird aber an der „Technik“ liegen. Im Bett sollte ich ja noch wegen einer drohenden Innerotation und damit einer Luxation bei Seitenlage noch ein relativ dickes Kissen zwischen den Beinen haben. Will man sich dann im Bett aber auf die andere Seite drehen oder auf den Bauch, muß dieses Kissen mitgenommen werden oder wo auf die Seite gelegt. Man ist also im Prinzip jedesmal wach, wenn auch nicht lange.
In der Hängematte würde ich aber meine Schlafhaltung als eher Rückenschläfer mit abwechselnd angewinkeltem Bein in einer Fastseitlage bezeichnen, natürlich in Diagonalposition.
Möglichkeiten das ein frisch operiertes Bein sich wo auskugeln kann, bestehen einfach nicht. Kurz um, ich hatte eine gute und erholsame Nacht.