Du meinst aber nicht etwa die Steckmücken, oder? 
...ne´, wenn es drumherum so nett ruhig wird und man Geräusche hört, die sonst im Meer es Lärms unter gehen.
Moin zusammen,
so, jetzt kaper ich mal erneut diesen eigenen Faden um (den persönlichen) Bericht zu erstatten. Die Kurzform, es gab eine Hängemattennacht draußen in unserem Burggarten. Die etwas längere Variante starte ich mal mit der Ausrüstung. Also das Basic wurde durch meine...
Die holde Burgdame auf einer Betriebsfeierlichkeit, was konnte mal also sinnvolles mit der verbleibenden Nacht anfangen? Der Einfall, daß man ja noch nie eine Nacht mit der Isomatte draußen gemacht hatte schien verheißungsvoll und beim Thema Sommerschlafsack hat man dann einfach nur die dünne Decke in Form seines ersten Schlafsacks gegriffen.
Die wohl nicht ganz günstig mit einwirkende Vorgeschichte des Tages sah in etwa so aus, das man zwar am Vormittag gut aktiv war, aber etwa so ab Halbzwei der komplette Zug durch war. Der Rest des Tages verlief bis zu dem Zubettgehen eher in extremst relaxed, also mal nicht wie üblich.
Üblich wäre, bis kurz vor der allabendlichen Dusche gut auf Trab sein, dann das Futter rein schmeißen, sacken lassen, Blutzuckersenkung abwarten, noch kurz die Augen aufreißen um die Zahnbürste in den Hals zu schieben und anschließend in die Horizontale zu fallen mit totalem Filmriss.
Noch blöd war, man hatte zwar den Tagesbeginn früh gestartet, sich dann aber nach dem ersten aktiven Part ein Frühstück mit einem handaufgegossenem Caffee gegönnt. Das Werkeln im und um den Burggarten herum kann man jetzt nicht als aktiv bezeichnen, eher relaxed. Um kurz vor vier überkam einen noch der Kuchenappetit, worauf hin die Auslage am Eckdiscounter ein weg geplündert wurde. Aber zum Kuchen gehört halt was koffeinhaltiges. Also Koffein Nummer drei, einer mehr als üblich.
Ein weiterer kleiner Espresso con Leche wurde zubereitet um dann den restlichen Nachmittag bis in den Abend hinein von der Hängematte aufs Sofa zu wechseln und dann dort den wie ich fand vorzüglichen Film auf WDR zu gucken. Unterhaltsam gereicht wurde die "Goldjungs".
Kann ich übrigens nur empfehlen, ganz klasse Kulisse, voll retro und gut gespielt.
Der Plan dann die Nacht draußen zu machen war ja schon im Kopf, also wurde die Hängematte nur umgehängt und die Isomatte mittels Pumpsack zunächst aufgepumpt (was übrigens gut klappte) und dann sich positioniert.
Auch wenn es für meine Verhältnisse schon ungewöhnlich spät war, gut nach 22 Uhr und ich auch eine gewisse Bettschwere verspürte, erstmal so liegend tat sich dann...
...nix! "Warum zu Geier pennst du jetzt nicht ein?"
Gut, also hab ich mal meine Lauser aufgestellt, wie ist das jetzt so mit der Isomatte? Punkt eins, da verrutscht nix, oder wenn, dann nur vernachlässigbar.
Der Grund war schon beim einlegen gut sichtbar, die eckige Isomatte drückt sich mehr oder weniger in den nicht vorhandenen Ecken der Cocoon fest, so als hätte man Spannecken.
Auch positiv fiel mir auf, der ja nun hier von Euch Spezies als eher Dehnbar betitelte Stoff lag, ich bin fast geneigt zu sagen - deutlich, wenige am Körper an. Die Isomatte bildetet als eine Arts Basis.
Auch das Ding mit dem Schlafsack als Quilt (mit Fußsack) klappte. Gut, kalt war es eh nicht und die Isomatte brachte den Rest.
Es war sogar so, daß ich es am Anfang zunächst als eher schon fast wieder zu warm empfand. Aber das kann auch am inneren Schub vom Restkoffein
gelegen haben. Als "Abendkleid" trug ich nur einen kurze Sommerhose und ein T-Shirt. Die Wärmeregulierung fand dann über ein runterfahren der inneren Funktionen statt in Kombination mit nicht zudecken. Der Plan ging dann auch auf.
Blöderweise, irgendwas ist ja immer, hab ich mich falsch herum in die Cocoon gelegt. Meine wenn auch geschlossenen Augen guckten in Richtung Straßenlaterne, kaum 20m weit. Ganz plöder Plan.
Und so war das mit dem wegsacken so eine Sache. Ich wälze mich also ein weg mehr herum, anstatt wie üblich den Filmriss zu haben. Bis ich dann merkte war es lag, verging also eine gute Zeit.
Dann drehte ich mich rum und zwar in dem Augenblick wo ich mir ein Trekking-Kopfkissen aus der in Griffweite stehenden Fitness-Garage holte.
Denn das war der Punkt zwei, die Position von meinem Würfel wollte ums Verrecken nicht so stimmig sein, das man in den die finale Schlafphase gleitet.
On top, der letzte "Aufschrei" war dann, was ja klar ist wenn man gerade so nett weggenickt ist, der Wasserhaushalt wollte reguliert werden. *guck genervt* Ich also kurz raus und dann ging es aber ab, "Abfahrt". Kurz vorher noch den geliebten Blick in den Sternenhimmel und sich dabei mal wieder geärgert, daß sich das Moskitonetz nur zur Hälfte dauerhaft öffnen lässt. (Innere Frage dazu: eine Coccon ohne holen mit einem separaten Moskitonetz oder bei einer Schneiderei des Vertrauens einen zweiten Reißverschluss einbringen zu lassen?)
Ja und so muß ich sagen, die Nacht war kurz und aber vor allem mit einer Dynamik wie ich sie sonst nicht so von mir kenne. Die ungünstigen Faktoren (zu viel Ruhe und zu viel Koffein) spielte mit rein, daran werd ich also noch arbeiten müssen. Ansonsten, ja geht und ist schon gut brauchbar die Kombi.
Als dann um Halbvier hier die Vogelwelt ihr Theater in der kaum einen Meter entfernten Buchenhecke startete hatte ich dann genug und bin nochmals für zwei drei Stunden ins Bett.