Beiträge von Jimknopf

    Hallo zusammen! Nachdem ich am Freitag bei TreeGirl zum Abholen meines bestellten Hexon 1.6 gewesen bin, habe ich noch Zubehör und Werkzeug mitgenommen. So konnte ich mein Setup upgraden. Momentan ist die HM als DL auf ca. 3,7 m gewhipped. Wie bei meiner schmalen HM habe ich die Mitte etwas verkürzt, um eine flache Liegeposition zu erreichen. Hat geklappt! Ich liege in einem deutlich weniger spitzen Winkel zur HM-Längsachse, als vorher.
    Die windige Reepschnur habe ich durch 7/64 Amsteel Dogbones ersetzt. Die loop-d-loops funktionieren am Schlitzseil super!
    Spleißen macht mit Amsteel deutlich mehr Spaß, als mit der Maurerschnur... mit dem D-Splicer vergraben sich die burys fast von alleine. Zum Fädeln der eigentlichen Brummels habe ich allerdings den Marlspieker meines Victorinox Segelmessers verwendet. Der hat in der Spitze ein Loch. Wenn man ihn schon einmal zum Aufweiten des Kanals durch das Geflecht gedrückt hat, kann man das ausgedünnte Ende des bury super in das Loch einfädeln und zurück durch den Kanal im Geflecht ziehen. Und weil ich schon so schön am Spleißen war, habe ich noch ein paar improved soft shackles mitgemacht.
    Hier hängt unter der HM mein Schlafsack-Quilt. Die Clew suspension hängt in den shackles. Die RL ist eine Whoopi mit Rückzugstopper und gebändigtem losen Ende. Dazu habe ich einen Mini loop an das Ende gespleißt und den fixen loop durchgezogen.
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    Für die Freunde von Maßangaben füge ich hier noch meine Spleißlängen ein...
    Die Dogbones sind je aus einem 24,25“ langen Stück 7/64“ Amsteel gespleißt. Daraus sind 11,irgendwas“ lange Dogbones mit 1“ loops und überlappenden tapers geworden. Um das zu erreichen habe ich je 4,5“ bury mit 1“ taper und je 3“ für den Loop verwendet. Die Länge des Mittelstücks hat sich ergeben. Die Größe der loops ist genau so groß, dass der Überhandknoten der Schäkel durchpasst. Zufällig ist die Größe auch ideal für die loop-d-loops.
    Die soft shackles sind je aus einem 48“ langen Stück 7/64“ Amsteel gespleißt. Daraus sind shackles mit 3“ Nutzlänge geworden. Das sind nicht mehr die Originalmaße aus dem Video von tacblades. Ich habe je einen 10“ bury mit 1“ taper und 1,5“ für die loops verwendet. Damit haben sich 0,5“ loops zum Sichern des Überhandknotens ergeben und in der Mitte ist ein etwa 1,5“ langes Stück für die selbstsichernde Schlaufe frei geblieben. Der Rest des Schäkels ist durch die burys verdickt, um große Biegeradien und eine große Auflagefläche zu erreichen.

    Soweit...
    Dem Jim sein Mentor

    Hallo zusammen,

    wie bereits angekündigt will ich hier mal vorstellen, wie ich eine flache Liegeposition (oder auch zu flache) Liegeposition erreicht habe.
    Angespornt durch das Thema über Kettenlinien am schmalen Ende einer GE habe ich mir einige eigene Gedanken dazu gemacht. (Danke an Treegirl (wie füge ich den Namen richtig ein?) für die Idee mit dem Bindfaden entlang der Kettenlinie. Funktioniert! Nur zum Ändern muss die ganze Kettenlinie neu „genäht“ werden... und der nach dem Zusammenziehen herunterhängende Faden hat sich mehrfach verheddert)
    Ein Ergebnis hatte ich dabei aus dem Kettenlinienthema herausgelesen: die Dehnbarkeit des Stoffs macht aus jeder noch so akkurat konstruierten Kettenlinie Makulatur. Fühlt sich wohl alles irgendwie ähnlich an. Nur der Gesamtbetrag, um den die Mitte angehoben wird, ist ausschlaggebend. Also könnte es auch in die umgekehrte Richtung funktionieren: Einfach drei Stützpunkte entlang der Kettenlinie festlegen, den Rest dehnt sich der Stoff.
    Mein Gedanke war, dass wenn ich einen breiteren Kantenbereich der HM verlängere, sinkt dieser Bereich gegenüber einem Mittenbereich der HM ab. Dazu habe ich jeweils ein Drittel der Stoffbahn Nach innen umgeschlagen. Wenn der Mittenbereich breiter oder schmaler werden soll, einfach die Position des Falzes anpassen... Zum Verlängern des Kantenbereichs habe ich dann das äußere Eck (das jetzt bei mir auf 2/3 der Stoffbahn liegt) um einen Betrag x von der Schmalseite in Richtung Liegebereich verschoben. Dadurch verläuft automatisch der Falz im Stoff schräg nach außen und der Kantenbereich wird von dem Falz an stetig länger.
    Wenn beide Seiten so gefaltet und verschoben sind, sieht es aus, wie die Öffnung eines gaaanz flachen Briefkuverts.
    Anschließend habe ich von beiden Seiten jeweils mehrfach zur Mitte der Stoffbahn gefaltet und damit wohl ein „Hennessey Whipping“ nachempfunden. Der Effekt funktioniert aber auch mit Ziehharmonika, rollen o.Ä.
    Dann einfach ohne Knubbel den „Würger“ (also das selbst zuziehende Whipping) drüber und probieren, ob der Betrag x passt. Übrigens rutscht da nix, wenn ich beim ersten Belasten einfach die ganze HM als „Wurst“ belaste und den „Würger“ gut zuziehen lasse.
    Bei meiner 135 cm breiten Seide sind zwischen 2,5 cm und 3 cm gut. Theoretisch sollte bei einem breiteren Stoff der Betrag x größer sein... Das kann ich aber nicht ausprobieren.
    Letztendlich habe ich wahrscheinlich durch ungenaues Arbeiten eine asymmetrische HM geformt: die Fußseite hängt etwas flacher, als die Kopfseite, was ich aber als sehr angenehm empfinde (wenn ich richtig herum in der HM liege).

    Vielleicht kann die Eine oder der Andere etwas damit anfangen...

    Schöne Grüße aus Lummerland

    Dem Jim sein Mentor

    Hallo zusammen,

    nachdem ich jetzt schon eine Weile nur gelesen und gelernt habe, konnte ich mich doch dazu durchringen, mich endlich anzumelden. Eigentlich habe ich es nicht so mit Foren. Deshalb will ich schon mal vorbauen, da ich nicht versprechen kann schnell zu antworten beziehungsweise oft zu schreiben.

    Um mich mal kurz vorzustellen:

    Mein Hängeort ist derzeit Lummerland (ein Balkon im Großraum München). Dort hängt je nach Gusto eine original mexikanische Baumwollmatte (Kette und Schuss, nicht geflochten) oder eine einlagige GE aus einem Seidenvorhangstoff vom Kaufhof. Meine geflochtene echte Mayan hat vor Jahren schon meine Schwester für ihren Garten mit mehr als zwei Bäumen bekommen... Ach ja, für die derzeitige Aufhängung wird das "normale" exped Schlitzseil verwendet.
    Die Mexikanerin ist tagsüber zum Rumhängen und Lesen unschlagbar bequem. Nachts hängt sie zu stark durch, aber aufgrund der begrenzten Diagonale des Balkons kann ich nichts daran ändern, ohne sie aufzutrennen.
    Die Seidenmatte ist leider nur 135 cm breit (Ich bin knapp 1,80 groß) aber die Stoffbahn ist 4,2 m lang. Mit ihr experimentiere ich noch, welche Länge und Faltung (hier wird wohl von Whipping gesprochen? Das ist aber doch im Wortsinn nur die Schnur, die alles zusammenhält,oder?) mir am besten zusagt. Da ich bei 11' durch eine Faltetechnik schon einen sehr flachen Liegebereich geschaffen habe (dazu habe ich einen eigenen Beitrag https://www.haengemattenforum.de/forum/main-forum/hängematten-camping/49510-neue-oder-auch-alte-whipping-methode geschrieben) hat sie auch schon zum Übernachten getaugt. Firstschnur hat sie noch keine, da sie ja immer am selben Fleck (in die selben Schlitze) aufgehängt wird.
    Jetzt, da die Nächte wieder kühler werden, als in den letzten Tagen und Wochen, ist ein alter Schlafsack unter Verwendung von Maurerschnur zu einem (viel zu großen) Underquilt umfunktioniert worden und hält mir den Rücken fast schon zu warm.


    Warum ich mich angemeldet habe:

    WISSEN!
    Da ich mir wohl das Hängemattenvirus eingefangen habe, muss ich mich wohl oder übel damit arrangieren... Deshalb will ich in der nächsten Zeit für Außeneinsätze zu Fuß eine dritte (ziemlich leichte) HM nähen, dazu einen passenden (ziemlich leichten) UQ nähen, ein (ziemlich leichtes) Tarp kleben und als Fernziel noch einen TQ "machen". Zu HM und UQ habe ich schon konkrete Ideen und werde wohl in der nächsten Zeit ein paar Fragen stellen. Das Tarp ist dann etwas später angedacht. Vielleicht muss ich aber doch das Tarp vorziehen, da extex ja kein Camo-Cuben hat und vorraussichtlich der Stoff, die Aufhängung und die Baumgurte für die HM eh aus den usa eingeflogen werden sollen.
    Als Stoff habe ich das robic im Blick, bin mir aber noch nicht klar, ob die HM einlagig oder zweilagig werden soll. (also ob 2x 0,74 bzw. 1,0 oder 1x 1,7). Als Aufhängung will ich der allgemeinen Empfehlung entsprechend amsteel verwenden und als Gurte die 2" spider web.
    Das Schlitzseil gefällt mir nicht schlecht, würde aber mit doppelt so vielen Schlitzen noch mehr Sinn machen. Deshalb will ich eine "multiple brommel amsteel Daisychain" als durchgehende Aufhängung/tragende Firstschnur spleissen. Zwei ange-s Karabiner habe ich eh immer dabei... man weiß ja nie.
    Die HM soll eine GE mit Endbereichen aus Schnüren werden.

    Soweit erst mal... Hoffentlich komme ich heute Abend dazu, die entsprechenden Themen zu erstellen und hier auch zu verknüpfen. Wenn nicht, siehe erster Absatz...

    Grüße in die Runde,

    dem Jim sein Mentor ;)