Beiträge von DerHänger

    Lange von geträumt, nun ist es fertig:)Da der ein oder andere hier ja auch aktuell überlegt sich selbst etwas zu schneidern wollte ich mal etwas berichten. Habe das Tarp bislang leider nur 1x testweise aufgebaut um zu schauen ob es überhaupt hängt, daher kann ich zur (Wasser-)Beständigkeit noch nichts sagen. Wird sich dann beim nächsten Treffen zeigen.

    Das Tarp besteht aus diesem Stoff, misst knapp 3m in der Breite, hat eine Ridgeline-Länge von 3,20m und komplett schließbare Türen auf beiden Seiten. Auf Pull-Out und Cat Cut habe ich verzichtet, das hätte den zeitlichen Rahmen dann auch noch mehr gesprengt als ohnehin schon...

    So sieht das Teil dann in Aktion aus:
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    Innenansicht:
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    Danke an der Stelle an [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] für die vielen Tipps und die ursprüngliche Anregung!

    Zu zweit ließen sich die Stoffbahnen sogar ganz passabel verarbeiten, die doppelte Kappnaht an der Firstnaht möchte ich niemandem alleine auf der Länge zumuten. Die Kanten wurden lediglich einfach umgesäumt, an allen Befestigungspunkten habe ich Dreiecke aus einer weiteren Lage Stoff angebracht. Außerdem habe ich die Gurtbänder zwischen Außenbahn und der Verstärkung eingenäht. Diese Idee stammt aus der Videoserie "Winter Tarp" von Jelly Fish - diese kann ich allgemein jedem nur wärmstens empfehlen, ist sehr ausführlich und auch für Anfänger geeignet.

    Lange hatte ich bzgl. der Abmessungen gerätselt, insbesondere was die "richtigen" Abmessungen für die Türen angeht. Letztendlich habe ich mich von den folgenden Seiten ein wenig inspirieren lassen, dann aber doch spontan alles über den Haufen geworfen und mehr oder weniger auf gut Glück probiert:
    Warbonnet Superfly
    Thread bei Hammockhangers
    Beispiel-Tarp von hammockforums
    Beispiel-Tarp 2 von hammockforums

    Die Verarbeitung ist natürlich eher amateurhaft, aber ich bin trotzdem ganz zufrieden. Habe ja das erste mal seit ~8 Jahren wieder an einer Nähmaschine gesessen. Ich hätte lediglich vielleicht die 4 Haupt-Abspannpunkte etwas schräg(er) annähen sollen, das ist mir vorhin beim Aufbauen aufgefallen. Hier habe ich nun etwas seitliche Spannung auf den Gurtbändern, aber vielleicht darf ich auch einfach nicht mehr so stark zur Giebelseite hin abspannen sondern mehr zur Seite. Aber solange es hält...:rolleye:
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    Gleichzeitig habe ich auch noch meine neue Aufhängung mit verstärktem Shock Cord, 0,6mm Schnur und Dutch Tarpworms getestet. Scheint wirklich super zu funktionieren, vor allem die automatische Spannung gefällt mir. Und wenn das Shock Cord reißt übernimmt die normale Schnur wieder. Die Idee hatte ich von hier. Ob das nun wirklich sinnvoll ist so zu machen mag ich noch nicht beurteilen, ich probiere es auf jeden Fall mal aus. Und die 0,x Gramm extra machen bei meiner Ausrüstung auch keinen Unterschied mehr, zumal ich jetzt nach und nach von Paracord auf eben diese kleine Schnur wechseln werde.

    So, bei Fragen: Fragen!:)

    Wollt ihr Freitag oder Samstag (1 oder 2 Nächte) los? Hier würde sich ja auf jeden Fall eine Fahrgemeinschaft anbieten, habe auch ehrlich gesagt nicht so viel Lust die Strecke wieder alleine zu fahren. Sind ja ein paar Kilometer und ich werde weniger Gepäck dabei haben ;)

    Danke [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] - probiere gerade was den UQ angeht aktuell einiges hier aus, mit deutlich abweichenden Ergebnissen :) Werde deine Tipps noch mal versuchen mit einzubauen. Am Wochenende steht dann ja der "richtige" Test draußen an.

    Mit dem TQ stehe ich nach wie vor etwas auf Kriegsfuß. Habe vor allem die Befürchtung dass beim Drehen (auch wenn man den TQ mitdreht bzw. zurecht zupft) viel Wärme entweicht. Teilweise merke ich sogar bei Zimmertemperatur wie es an gewissen Stellen "zieht", dort ist dann wieder eine Lücke im TQ aufgetaucht. Außerdem rutscht der TQ nachts immer in Richtung Fußende, sodass ich morgens nur ab der Hüfte abwärts bedeckt bin und das Fußende aus der HM baumelt. Da versuche ich aktuell mit der großen Rückenschnalle gegenzusteuern, mal schauen ob das hilft. Gibt ja genug Laschen um so ziemlich jeden Wunsch abzudecken an dem Teil. Die restlichen Schnüre habe ich bereits entfernt, das war schon mal gut.

    Mich wundert es nach wie vor etwas das ich selbst bei 19°C mit TQ+UQ morgens nicht komplett nass geschwitzt aufwache. Entweder haben die Daunen tatsächlich einen gigantischen angenehmen Temperaturbereich oder ich werde mir demnächst draußen den Hintern abfrieren :D Oder es liegt daran dass ich zeitweise nur teilweise bedeckt bin. Sind ja generell meine ersten Teile mit Daune, von daher fehlt mir etwas der Vergleich. Ich werde aber berichten, auch vielleicht für den ein oder anderen Interessierten.

    Da ich gleich auch mit meinem Projekt starten möchte noch eine hoffentlich letzte Frage: sehe ich das richtig dass du (auch bei der Firstnaht) ein durchgehendes Einfassband vernäht hast und du deswegen keine Verstärkungsteile an den Abspannpunkten anbringen musstest?

    Ich plane bei meiner Variante komplett auf Einfassband zu verzichten und bei der Firstnaht auf eine Steppnaht zu setzen - das geht aber vermutlich nur mit entsprechender Verstärkung. Deine Variante hat allerdings den Charme dass du die Aufhängung "oberhalb" des Tarps hast und du deswegen vermutlich weniger Probleme mit eindringendem Wasser hast. Hätte ich mir mal früher Gedanken drüer machen sollen:D

    Inzwischen habe ich die beiden Teile hier liegen und werde heute Nacht mal versuchen mich mit dem TQ anzufreunden. Beim Probeliegen war das mit dem Drehen gar nicht so einfach, ich hoffe das gibt sich noch:scared:Habe jedes mal den TQ mit auf die Seite gedreht und damit den Rücken komplett frei liegen. Und ob ich 20x die Nacht die Gymnastikübung in der HM machen will wird sich noch zeigen:D Vielleicht muss ich auch nur etwas mit den Schnüren am Rücken spielen oder die ganz entfernen, mal sehen. Schön warm und angenehm ist es auf jeden Fall, auch wenn ich bisher nur drinnen testen konnte.

    [USER="233"]Bieber[/USER] danke, sofern ich mit dem TQ nicht klar kommen sollte wird das Thema wieder akut:)

    Ich hatte auch schon generell an Campingplätze gedacht, da gäbe es sogar einen Nähe Frankfurt wo man Veranstaltungen mit Feuer abhalten darf. Allerdings ist dort die Baumauswahl zu begrenzt für viele Leute :( So aufgeschlossen der Eigentümer uns Hängern auch ist - ohne Bäume einigermaßen sinnlos. Wurde bei anderen Plätzen auch schon am Telefon ausgelacht:crying:

    Nun ist die große Frage:

    * Selva 600 + Taiga 360 (491€, 1470g, 12,7l, geschätzt -10°C)
    oder
    * Selva 450 + Taiga 480 (468€, 1405g, 11,4l, geschätzt -9°C)

    tendiere ja zu Variante 1 mit dem wärmeren UQ und dafür dünnerem TQ, ersterer sollte sich ja mehr auf die Wärmeleistung auswirken als der dickere TQ wenn ich das richtig verstanden habe:unknw:Oder ist das hier ziemlich egal und ich kann mir das Geld und das Volumen sparen?

    Habe mich letzte Nacht mal draußen bei 7°C auf den Balkon gehängt und etwas getestet. Also UQ dran, Isomatte rein und ab in den Schlafsack. Tatsächlich konnte ich trotz UQ nun eine deutliche Kältebrücke an den Knien/Beinen ausmachen, da ich dort direkt mit dem Schlafsack an die HM komme. Gerade im Vergleich zum Beckenbereich (der lag auf der Isomatte) war da ein deutlicher Temperaturunterschied spürbar.

    Habe mich dann mal als nächsten Test als Banane komplett auf die Isomatte gelegt - da wurde es zwar etwas angenehmer (ohne spezifische Kältebrücken), aber wirklich warm ist auch etwas anderes ;) Heißt also dass auch der Schlafsack für mich persönlich etwas zu dünn ist.

    Als letzten Test habe ich dann die Isomatte komplett raus geworfen und es mir nur mit UQ+Schlafsack gemütlich gemacht - nun konnte man sofort spüren wie die Kälte von unten auf der gesamten Länge in den Schlafsack kriecht.

    Da Schlafen mit Isomatte in der HM für mich keine Option mehr ist (wie konnte ich das früher?!) werde ich mir also sowohl UQ als auch TQ aus Daunen für den Winter holen :)

    [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] nachdem das Tarp ja nun auch schon im etwas stärkeren Regen getestet wurde eine Frage: Bin nun schon desöfteren über die Problematik der Dehnung bei Nässe bei Silnylon gestolpert - kannst du dazu etwas bei diesem Stoff sagen? Oder hast du elastische Elemente bei dir in der Abspannung verbaut? Kann mich zumindest nicht dran erinnern welche gesehen zu haben :)

    [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] Wenn ich mir das bildlich vorstelle macht das sogar Sinn mit dem Drehen im TQ. Hatte mir gerade mal Youtube den Cumulus TQ "vorführen" lassen, jetzt ist einiges klarer. Wenn man sich dann noch die finanzielle, gewichts- und platzmäßige Ersparnis bei Cumulus für ein TQ+UQ im Vergleich zum UQ+Schlafsack ausrechne muss ich ja fast schon bestellen:o Da diese Teile im Vergleich zum Schlafsack auch nicht personalisierbar sind dürfte notfalls auch ein Weiterverkauf einfach möglich sein...

    Hoffe nur, dass es nicht (wie ich glaube mal von [USER="46"]TreeGirl[/USER] geschrieben?) es im TQ "zieht" weil er so lose auf einem liegt bzw. dass dort viel Wärme verloren geht. Glaube das muss man aber einfach ausprobieren.

    Bist du eigentlich sicher, dass die Isolierung von unten ausreichend war?


    Ganz sicher leider nicht - deswegen überlege ich ob ich mir nun ein neues UQ und/oder Schlafsack kaufen soll. Ich hoffe in den nächsten Tagen auf schön kalte Nächte, dann kann ich noch mal ein paar Testreihen auf dem frisch umgebauten Balkon durchführen. Habe gestern (hoffe ich!) die Aufhängung des DD an der HM deutlich verbessert, da wird sich heute Nacht zeigen ob das schon eine Verbesserung mit sich bringt.

    Wenn du keine zusätzliche Isolierung an den Seiten verwendet hast, waren Kältebrücken dort vielleicht für die mangelnde Schlafsackleistung verantwortlich?


    Die seitlichen Kältebrücken bei der Isomatte habe ich bei 3-5°C deutlich gespürt, allerdings nur wenn ich mit den Knien oder dem Rücken direkt an die HM gekommen bin. Wobei ich nicht behaupten möchte jede noch so kleine Brücke erfühlen zu können ;) Das Problem hatte ich mit dem DD Underblanket so natürlich nicht bzw. nicht spürbar.

    Hast du mal beides in Kombination ausprobiert? Also TaR und Underblanket? Als kalter Schläfer merke ich sehr deutlich, dass die Isolierung von unten am wichtigsten ist.


    Danke - genau das werde ich die Tage (übermorgen?) noch mal probieren, wenn ich dann immer noch friere ist es ja ziemlich eindeutig der Schlafsack.

    Wenn es die Unterisolierung ist, wird dir auch ein -20°C Schlafsack nicht viel bringen.


    Exakt, deswegen konnte ich bislang zum Glück auch noch die Finger vom "Kaufen"-Knopf lassen:rolleye:

    Hallo zusammen,

    da ich vermehrt meine Nächte auch im Winter draußen in der HM verbringen möchte suche ich einen neuen Schlafsack. Brauche es anscheinend ziemlich warm nachts um nicht morgens zitternd aufzuwachen. Mit dem Carinthia G180 (Komfort +2,9°C) in Kombination mit einer Thermarest ProLite Plus oder dem DD Underblanket komme ich bei unter +5°C schon an meine Grenzen - trotz 2 paar Socken, langer Hose etc. (natürlich alles trocken). Bei +7-10°C ist es zwar okay, aber auch nicht richtig warm. Echte Kältebrücken konnte ich bisher nur ausmachen, wenn ich bei Verwendung der Isomatte direkt mit dem Schlafsack an die HM komme - das ist ja auch zu erwarten. Werde zwar in den nächsten Tagen noch einige Nächte draußen verbringen um mögliche Probleme beim UQ auszuschließen, allerdings habe ich mehr und mehr den Schlafsack als "Schwachstelle" im Verdacht. Bin mir nicht sicher ob ich das Thema nicht auch mit einem Daunen-UQ erschlagen könnte, da hätte ich den Cumulus Selva 600 im Blick. Ist für mich sehr schwer einzuschätzen.

    Ein TQ kommt für mich als Seitenschläfer jedenfalls nicht in Frage, möchte nicht am Rücken bei Seitenlage frieren ;) Eine ausgearbeitete Kaputze brauche ich auch nicht unbedingt, da ich den Schlafsack meist eh nur bis zur Brust hoch ziehen kann. Schön wäre eine Variante aus Daunen aufgrund des Gewichts mit einer Komforttemperatur von mindestens -15°C. Außerdem würde ich mich gerne von dem etwas größeren Temperaturbereich von Daunen überzeugen lassen ;) Preislich würde ich ungern mehr als 500€ ausgeben falls es dafür etwas gibt. Genutzt werden würde er ausschließlich in einer HM mit Tarp drüber.

    Gefunden hatte ich bereits den Cumulus Teneqa 850 mit 130g zusätzlichen Daunen in der Oberseite, da läge ich bei 443€ und 1510g. Weiß jemand ob man bei denen auch den Kragenbereich etwas weiter nähen lassen kann? Der ist bei mir wie gesagt für gewöhnlich auf Brusthöhe und daher bräuchte ich da etwas mehr Platz ;) Aktuell geht mir der Schlafsack nachts gern von alleine auf weil genau dieser Bereich so unter Spannung steht. Das reduziert natürlich die Wärmeleistung, aber geht nunmal nicht anders. Zeitweise habe ich auch auf dem Rücken geschlafen um den Schlafsack komplett nutzen zu können - leider ohne wirklichen Erfolg.

    Für weitere Empfehlungen anderer Hersteller bin ich natürlich auch dankbar, schaue parallel selbst auch noch ob ich etwas finde. Den Exped WATERBLOC 1400 M R habe ich noch entdeckt, allerdings ist der mit 2100g ein kleines bisschen zu schwer und "wasserdicht" - das brauche ich eigentlich auch nicht. Ansonsten vielleicht noch den Feathered Friends Snowbunting EX 0...

    Ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob wir beim Treffen drüber gesprochen hatten, aber hat der Hauch von Stoff den Regen und Sturm eigentlich gut und trocken überstanden? Dann würde ich mir nämlich aus dem Material etwas ähnliches versuchen zu nähen - wenn auch in der grünen Variante :D

    Ich wäre grundsätzlich bei allem dabei, was nicht allzu viel mit wandern zu tun hat und im Idealfall in der Nähe von Hessen ist :) Mangels notwendiger Ortskenntnisse für solche Aktionen kann ich allerdings leider keine konkreten Vorschläge machen...

    Danke für die sehr angenehme Aufnahme in der Welt der Hängemattentreffen! Es gab viel zu lernen und zu testen, die Bestell- und To-Do-Listen sind (leider) um viele Positionen gewachsen. Die zweite Nacht war übrigens deutlich kälter als die erste, >7°C runter auf ~4,5°C. Leider zu kalt für meine aktuelle Ausrüstung, das nächste mal werde ich aber nicht frieren ;)

    Wer bei sich im Gepäck zufällig eine kleine UltraFire WF 502B Taschenlampe findet - die dürfte ich irgendwo verloren haben. Hoffentlich nicht im Wald, das wäre echt schade drum:(

    Wenn jemand von euch ein schönes Foto von meinem HM-Gestell mit der DD Chill Out hat - lasst es mir doch bitte zukommen, dann habe ich gleich ein Foto für den Verkauf.

    PS:
    Man sollte übrigens die korrekte Anfahrtsbeschreibung genau lesen und nicht eine Straße zu früh nehmen (geht theoretisch auch), sonst kann es so aussehen und man darf ~1,5km rückwärts durch den Schlamm zurück fahren:
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    Entweder habe ich die falsche Straße genommen oder der beschriebene Weg ist neuerdings durch einen ungestürzten Baum gesperrt. Versuche mal zu Fuß bis zu euch zu kommen, laut Karte ist es ja nicht mehr weit :)