Beiträge von Furbrain

    Ich persönlich klicke mich immer über das Sprechblasen-Icon oben rechts neben der Lupe für die Suchfunktion in meine Konversationsliste rein (im Homepage-Layout, k. A. wie das bei der Mobil-Darstellung gelöst ist).

    Moin, für meine Trekkingtour möchte ich meinen Rücken entlasten und suche nun Stoff für eine UL Hängematte. Das Mass sollte 3,20*1,40 - 1,80 sein. Wie wirkt sich die Breite auf den Comfort aus?

    Damit spricht du gleich mehrere relevante Punkte an, wenn man daüber nachdenkt eine HM selbst zu nähen:

    Die Dehnbarkeit des Stoffes wird von Hängern sehr unterschiedlich bewertet. Manche kriegen bei sehr dehnbaren Stoffen schnell Rückenschmerzen, manche schätzen bei sehr dehnbaren Stoffen gerade, dass sie sich dem individuellen Liegeprofil anschmiegen. Da hilft es, einige unterschiedliche Hängematten Probe zu liegen. Das setzt oftmals voraus, Kontakt zu anderen Hängern in der Region zu haben, oder du nähst dich durch unterschiedliche Stoffe durch und kommst zu deinem Ergebnis (so habe ich es mit meinen sechs DIY-Hängematten aus unterschiedlichen Stoffen gemacht).

    Ja, die Breite der Hängematte wirkt sich durchaus auf den Komfort aus. In Europa bekommt du eigentlich keine Stoffbahnen, die breiter als 150cm sind. Wenn du sie säumt, bleiben ca. 146cm übrig, also etwas mehr als dein gewünschtes Minimum. Das bedeutet nicht, dass diese Breite unbequem ist. Nur ist breiter gefühlt oftmals auch bequemer ;)

    Stoffe aus den USA sind oftmals +/- 180cm breit, sie sind aber nur als Importware zu bekommen und entsprechend teurer ( Hammock Fairy hat meist welche in ihrem Shop auf Lager). Die breiteren Stoffe sind sehr hilfreich, wenn man diagonal liegen möchte, um möglichst flach in einer Gathered-End-Hängematte zu schlafen. Wobei das auch mit steigender Körpergröße an Relevanz zunimmt.

    Wenn die HM sehr schmal geschnitten ist, fühlen sich manche Hänger wie in einer Rinne "gefangen" und es drückt sie an den Schultern. So ist es nur eingeschränkt möglich diagonal zu liegen. Bei schmalen Stoffen hilft jedoch eine ordentliche Länge für einen stabilen "diagonal lay", wobei deine geplanten 3,20 Meter am unteren Rand des Spektrums rangieren. Du solltest bei dieser Länge selber nicht größer sein als 170cm, um darin gemütlich diagonal zu liegen. Bis zu knapp unter 180cm Körpergröße wird oftmals 335cm als reine Liegelänge empfohlen (von unterhalb des Knoten am Kopfende bis unterhalb des Knoten am Fußende, ab da wo sich das Textil aufspreizt), aber auch das ist Geschmackssache.

    - Könnt ihr mir eine gute Bezugsquelle nennen?

    Hammock Fairy als Shopbesitzerin habe ich bereits genannt. Sie hat sich insbesondere auf Hängemattenstoffe spezialisiert. Ansonsten kannst du noch auf den Homepages der Anbieter recherchieren, die wir im Lexikon des Forums gesammelt haben. Ich pflege diese Liste und nehme Ergänzungen gerne auf. Sie sollte aktuell sein, ich überprüfe die Links in regelmäßigen Abständen.

    Zu deinen anderen Fragen kann ich nichts beitragen, da ich weder einen Hund habe, noch mir bisher ein Innenzelt mir Boden genäht habe. Für solche Materialien ist allerdings extremtextil eine gute und erreichbare Materialadresse (steht auch auf der Liste).

    Viel Erfolg :)

    Ja, klar! UK Hammock habe ich mir auch angeschaut, als es bei mir um einen UQ ging. Ich wußte gar nicht, dass die dicht gemacht haben.

    Leicht ist ja relativ und darüber wird sich bestimmt eine Diskussion hier entspannen ^^ Ich persönlich finde 450g für einen 3/4-UQ leicht, mein UQ von blueskylavender wiegt 500g (bei 250g Daunenfüllung) und mein Skandinavian-Wooki schlägt mit knapp 800g zu Buche. Hier mal die Liste von Warbonnet Outdoors für den Überblick. Mein selbstgenähter Hysooqui hat mit 333g Climashield-Apex-Füllung etwas mehr als 1kg auf die Waage gebracht.

    Es kommt halt drauf an, mit was du ihn füllen willst und wieviel davon ...

    Von Cumulus besitze ich nur einen Topquilt, über den ich keine Klagen habe. Von blueskylavender habe ich mir einen 3/4-UQ nähen lassen. Die Verarbeitungsqualität ist wirklich sauber und ich konnte mir aus den Stoffen, die er auf Lager hatte eine Kombination zusammenstellen (Robustheit, Webdichte/Gewicht/Denier, camo oder uni ...).

    Da James eine Ein-Mann-Manufaktur ist, war die Kommunikation (auf englisch mit DeepL zur Kontrolle ;)) sehr gut und wir haben ein paar Mal meine Wünsche per Email besprochen, bevor er sich dann an die Nähmaschine gesetzt hat. Kann ich wirklich empfehlen, wenn man individuelle Produkte mag und dafür ein paar Tage mehr für die Fertigstellung aktzeptieren will.

    Ansonsten gibt es in Europa natürlich noch die polnische Firma Cumulus, von der hier im Forum auf einige (bis viele) Mitglieder Quilt-Produkte benutzen. Für ein Meinungsbild einfach man die Forumssuche anschmeißen. Willkommen im Hängemattenforum übrigens ;)

    Hallo Ole, auch von mir: Willkommen im Hängemattenforum :)

    Wenn du die Draka in aller Ruhe eingelegen hast, dann würde ich mich freuen, wenn du unter "Hängematten & Testberichte" deine ganz persönlichen Erfahrungen mit der Matte posten würdest. Zwar ist auch gerade ein Passaround zur Draka am Start, aber gerade deine ganz persönliche Sicht durch den Wechsel Bambushütte > DD Frontline > Draka würde mich interessieren. Dadurch, dass du anscheinend noch recht frisch im Thema bist, könnte dein Blick anders gewichtet sein als von alten Hasen ...

    Aber jubel nicht zu sehr über deinen Neuerwerb ;) Grüße aus Berlin und noch viel Spaß hier im Forum!

    Hallo Stefan, willkommen im Hängemattenforum. Der Shop, den du verlinkt hast, ist der Shop von Hammock Fairy . Du kannst bei Fragen zum Shopangebot also direkt die Quelle "anzapfen".

    Es wäre schön, wenn du für eine weitere Beratung einen neuen Faden in der Rubrik "Hängematten-Talk" oder u. U. in "Hängematten & Testberichte" aufmachen würdest, damit deine Vorstellung hier nicht droht thematisch zu zerfließen. Spätere Neulinge werden das Thema deine Frage dann einfacher finden und dankbar sein.

    Ansonsten wünsche ich dir noch viel Spaß hier im Forum :)

    Nochmal zu meiner eigenen Klarheit:

    Der Stoff, der das Apex umhüllt (=Futterstoff), sollte winddicht sein.

    Der Trägerstoff braucht es nicht zu sein, hier liegt der Fokus auf geringem Gewicht? Oder hätte Winddichtigkeit auch hier einen Vorteil?

    Ich stimme dir bei deinen Gedanken hierbei zu. Ich habe die Frage nach Winddichtigkeit in erste Linie immer als Wärmespeicherfrage wahrgenommen. Damit der Wind dir nicht die schöne selbstproduzierte Wärme aus den Kammern treibt, ist ein winddichter Außenstoff um das Apex durchaus hilfreich. Nach innen (also zum Träger hin -> Trägerstoff) ist der Wärmeverlust m. E. weniger stark, da man da größtenteils selber draufliegt und es hier um Wärmeaustausch geht.

    Daunendicht muss der Stoff nur sein, wenn du den UQ auch mit Daunen füllen willst. Die Kunstfaser, die ich kenne, ist gröber und droht nicht durch das Gewebe durchzudrücken.

    Cross Hammock hatte das Rohgewebe meiner Erinnerung nach dahingegen kritisiert, dass sich die Fäden schon durch einfaches Reiben zwischen Daumen und Zeigefinger leicht verschieben lassen, so dass das Gewebe schnell droht "löchrig" zu werden. Man möge mich berichtigen, aber ich denke, dass Gewebe durch den Kalandrierungsprozess auch noch einmal an Stabilität und Winddichte gewinnt ohne wasserundurchlässig zu werden, also seine Atmungsaktivität behält.

    Bei der Gesundheitsschädlichkeit kann ich keine Bewertung abgeben. Anmerken möchte ich allerdings, dass man zwischen gesundheitsschädlichen Dämpfen, die der Stoff ausströmt und der Schadstoffaufnahme durch Direktkontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten (z. B. durch Schwitzen beim Liegen in der Matte) unterscheiden könnte. Da du nicht mit dem UQ direkt in Kontakt bist, sondern er unter der Hängematte hängt, sehe ich das Thema mehr bei der Auswahl eines Hängemattenstoffes als für den Trägerstoff eines UQ.

    Fazit:

    > 55g/m² = eher schwer

    ca. 25 - 30g/m² = zu bevorzugen

    Der Trägerstoff meines Wookis (der auch eine DWR-Imprägnierung hat) ist definitiv leichter und dünner als der Hängemattenstoff von extremtextil, den ich für meinen Hysooqui benutzt habe. Ich denke, beim Trägerstoff geht es in erster Linie um das Gewicht und Packvolumen (da die Stoffbahn ja durchaus lang ist) und – als weiterer Punkt – um die Dehnbarkeit. Die Innenseite meines 3/4-UQ von James Outdoor Gear (ebay-Name: blueskylavender) hat 20D und ich weiß, dass James auch ganze Underquilts aus 20D näht, wenn sie leicht sein sollen. Warbonnet Outdoors geht bis 10D für ultraleichte Custom-Quilts als Trägerstoff runter, was ich schon sehr sportlich bzgl. der Reißfestigkeit/Robustheit finde.

    Die Dehnbarkeit des Stoffes spielt beim UQ m. E. auch keine so große Rolle wie bei der Entscheidung für eine Hängematte. Im Gegenteil könnte es sogar von Vorteil sein, wenn der Trägerstoff des UQ ein wenig dehnbarer ist als jener der Hängematte selbst (oder zumindest genauso dehnbar), dass er nicht bei Belastung reißt.

    Ich habe keinen weiteren UQ mehr selber genäht seit meinem Hysooqui. Sollte ich nochmal einen nähen, würde ich auf jeden Fall einen dünneren Stoff als den 66g/qm, 70D Ripstop Nylon von extex wählen. Wenn ich eine wasserabweisende Imprägnierung aufgrund der Befürchtung von Schadstoffen nicht wollte, würde ich aber anstatt dessen die Ergänzung durch einen Underquilt Protector (UQP; siehe Hängematten A - Z oder hier) in Erwägung ziehen, um bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser bei Regen dem UQ-Textil und seiner Füllung etwas mehr Schutz zu geben.

    Hi Lizzy :) Unabhängig von deiner Frage kurz nur eine Info zum Schreiben im Hängemattenforum. Wenn du ein @-Zeichen vor den Namen eines Forumsmitglieds setzt, dann öffnet sich nach dem dritten Buchstaben eine Liste mit den entsprechenden Namen der Mitglieder. Wenn du den entsprechenden Namen auswählst, dann hat das den Vorteil, dass der/diejenige direkt vom System informiert wird, dass er/sie erwähnt wurde bzw. in deinem Text angesprochen. Der Name wird dann auch automatisch rot dargestellt und mit grünem Hintergrund im Text unterlegt.

    So kriegst du vermutlich mehr Antworten von den erwähnten Personen in deinem Text, als wenn man nur zufällig sieht, dass du in dem bestehenden Faden noch einen Beitrag geschrieben hast ;) Man sieht, dass du dir bei dem Text viel Zeit und Mühe gegeben hast, daher würde ich dir empfehlen, die "@Name"-Variation noch einmal nachzutragen.

    Zu deiner inhaltlichen Frage muss ich mir jetzt erst einmal ein paar Gedanken fassen und schreibe dazu extra nochmal etwas. Bis dahin viele Grüße!

    Nein, ich habe nur einmal die Schnur durch den jeweiligen Hook gefädelt und die ca. 2m lange Schnur am Ende einen Knoten verpasst, so dass der Haken nicht mehr abfallen kann. Das andere Ende der Schnur ist durch das Loch am Hering gespleißt/geknotet, so dass der Hering, die Schnur und der Hookworm eine Verpackungseinheit bilden.

    Am Dreieck-D-Ring hängt nur eine 2mm dicke Shockchord-Schlaufe. In die hake ich den Hookworm ein, nachdem ich den Hering im Boden versenkt habe. Dann spanne ich die Schnur und schlaufe sie über den Hookworm, wenn sie genug Spannung hat.