Beiträge von Biker61

    Für den Bury-Spleiß braucht man bei der Lazy Jack Leine eine konische Sektion mit einer Länge von 15d bzw. 15 * 3.5mm = 52mm

    Diese konische Sektion (Taper) herzustellen ist recht "fummelig". Wenn man die Stränge vom aufgedröselten Ende unter einer Latte einklemmt geht es aber entschieden besser zu bearbeiten:

    Hier noch ein "Heißer Tip":

    Wenn man die Lazy Jack Leine abschneidet dann neigt das Ende sehr schnell dazu ungewollt über eine erhebliche Länge aufzudröseln. Um dem vorzubeugen nehme ich direkt nach dem Schnitt das Ende und umwickle es mit einem dünnen Faden

    Beim Umwickeln wir die Leine komprimiert auf kleinst möglichen Durchmesser. Dann schneide ich nochmal mit einer heißen Cut-Messer-Klinge. Nach dem "Hot-Cut" kann man das Ende der Leine leicht in eine Spleiß-Nadel einführen.

    Als Faden nimmt man am besten Baumwolle (oder Zwirn), der schmilzt nicht gleich durch und flutscht dann weg, wenn man ihn mit dem heißen Messer berührt.

    Für die Liros Lazy Jack 4 PES Leine habe ich nun auch eine DIY Anleitung für eine DD-Vari-Loop-Pro.

    Die Bruchlast der Loop lag im Test bei 700 daN, die Leine liegt sehr angenehm in der Hand und Bedienung ist sehr komfortabel.

    Der Ring ist aus 5mm VA und kommt an die HM.

    Die DIY Anleitung als Foto-Strecke incl. Excel Calculator gibt es zum Download als Zip-Datei

    Das zweite Bild zeigt eine optional zusätzliche kleine feststehende Loop mit einem Low Friction Ring. Diese kleine Loop kommt dann an den Marlin Spike Hitch vom Baumgurt. Die eigentliche Vari-Loop klemmt/reibt dann nicht im Marlin Spike Hitch und kann so traumhaft einfach und leicht verstellt werden. Selbst nach Belastung.


    Das Verstellen der Schlingengröße geht genauso einfach wie bei einer Whoopie Sling, davon konnte ich mich jetzt überzeugen. Meine anfänglichen Zweifel sind also ausgeräumt.

    Hey das freut mich!

    Wenn du Muße hast dann kannst du ja vielleicht mal die neue " Pro" Version bauen und ausprobieren?

    Das Verstellen ist dabei eine ganz andere Story. Das Kettenglied kommt an die HM (z.B. Ankerstich). Jetzt braucht man nur noch am losen Ende ziehen und die Loop wird kürzer; wobei sich die HM hebt. Zum verlängern zieht man einfach an der anderen Leine.

    Es gibt noch 2 weitere Verstellmöglichkeiten aber das muss man einfach mal praktisch ausprobieren...

    Zu Weihnachten habe ich für euch eine DIY Anleitung für eine DD-Vari-Loop-Pro.

    Ihr werdet euch sicher fragen was daran "Pro" ist.

    Na ja,- die Handhabung ist deutlich anders und vielleicht auch einfacher, aber das ist ein stück weit auch Geschmaks- und Übungssache. Probiert sie mal aus. Die Herstellung ist durchaus etwas aufwendig,- halt was für die gemütlichen Wintertage in der Hobby-Kammer. Insgesamt ist die Konstruktion sehr solide.

    Die Bruchlast liegt (wie üblich) oberhalb von (2x) 70% der Nennbruchlast eines einzelnen Leinen-Strangs.

    Zur Herstellung braucht man

    - eine Dyneema/Spectra/Amsteel Leine ca. 4m lang

    - ein Kettenglied aus Edelstahl mit einen Material-Durchmesser von 1.5 mal Leinendurchmesser

    - ein Blatt Papier, beduckt mit Indikatoren zur Markierung der Leine (Link)

    - Zwei Nadeln,- eine kommt an je einem Ende der Leine

    - und einiges an "üblichem" Klein-Werkzeug

    In der Anleitung ist eine 2mm Liros D-Pro abgebildet.

    Die Anleitung funktioniert aber auch mit anderen Durchmessern (1 bis 4 mm)

    Man muss lediglich den Abstand der Markierungen proportional anpassen.

    Das durchstechen der Leinen muss immer abwechselnd erfolgen.

    Also: Langes Ende durch kurzes Ende, dann kurzes Ende durch Langes Ende, dann wieder Langes Ende durch kurzes Ende, usw... (Daher eine Nadel an jedem Ende)

    Viel Spass damit und schöne Feiertage, Biker61

    (bitte die Original-Version aufrufen und zoomen damit man die Details richtig erkennen kann)


    Das Schnurhaus hat ein attraktives neues "Seil" heraus gebracht. Es handelt sich um ein verhältnismäßig dehnungsarmes 2.5mm Kern-Mantel-Seil aus hochwertigem PES (Polyester) mit einer sagenhaften Bruchlast von 200daN. Habe mir mal eine Rolle bestellt und angeschaut. Die PES Fasern im Kern laufen streng parallel und geben somit einen sehr kompakten Aufbau mit geringem Durchmesser. Der Mantel ist 16-fach geflochten und sehr abriebfest. Die Dehnung beträgt ca.3.3% bei 30% Bruchlast.

    Habe damit eine geflochtene DD-Vari-Loop gebaut, wobei der 8-Knoten mit einem zusätzlichen Mantel (von einem Paracord 750 Type IV) verstärkt wurde. Das bewirkt größere Radien im Verlauf des Knotens, und somit eine wesentlich höhere Bruchlast. Auf der "Folterbank" lag die Bruchgrenze der Loop bei 380daN. Whow!- mit so einem "dünnen" Seil

    Praktisch kann man das Seil (wenn man es als DD-Vari-Loop einsetzt) als HM-Aufhängung verwenden. Empfohlen aber nur für Leute die Maximal 75 kg wiegen. Damit hat man dann den empfohlenen den Faktor 5 an Sicherheit eingehalten.

    Habe die Aufhängung mal an meine HM dran gemacht und probiert. Deutlich spürbar war die Dehnung unter Last aber es war nicht so viel das es jetzt unangenehm oder unpraktisch gewesen wäre.
    Die Dehnung hängt natürlich auch vom Gewicht des Nutzers und der Länge des Seils/Aufhängung ab. Wer unter 75Kg wiegt und die Aufhängung je Seite nicht länger als max. 150cm lang macht wird sicher gut damit klar kommen.

    Mit der "Steifigkeit" einer Aufhängung aus Dyneema kann das Seil natürlich nicht mithalten, muss es aber auch nicht.
    Als Firstleine oder Abspannung ist das Seil natürlich auch verwendbar.
    Bei den Farben gibt es keine große Auswahl, nur Schwarz und Weiss.

    Aufbau der geflochtenen DD Vari Loop:
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    Link zur 2,5mm PES 200daN Reepschnur.

    einfach mal in den Wald gegangen und das UGQ Hex Tarp ausprobiert

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    Die nächst dünnere Schnur die ich habe ist eine 1mm fein geflochtene Nylon von "On a Roll"

    Sie ist weich und angenehm zu verarbeiten.
    Die Bruchlast der Fuse liegt damit bei 15Kg

    Über die Fuse hinaus kann man aus dieser Schnur auch selbstspannende Tarp-Leine machen, denn sie ist wirklich sehr elastisch.

    10 Fuses machen und je eine (oder Zwei) an eine Abspannleine befestigen; die restlichen als Reserve/Ersatzteil mitnehmen.


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    Einfach eine (heile) dünne Schnur zu nehmen ginge natürlich auch, aber dann hat man das Problem mit der nicht genau bekannten Höhe der Schwächung an den End-Knoten oder End-Spleiße Die auch noch Aufwand bedeuten. Bei dem gezeigten Vorschlag kann man einfach am Ende ein Auge legen, damit dann einen einfachen Überhandknoten machen um eine Schlaufe zu bekommen. Dieser Knoten ist stabiler als der einfache Knoten mitten in der Leine. Somit ist der einfache Koten das bestimmende Glied.

    Ich weiß jetzt nicht genau was du mit dem "Verschmolzenen Stück" meinst.
    Bei dem gezeigten Vorschlag ist nichts verschmolzen. Es gibt nur die drei gezeigten Knoten,- alle samt einfache Überhandknoten (zwei davon mit doppelter Leine um eine Schlaufe zu bekommen)

    Version 3 Ultralight: 52g insgesamt; Für 1.2mm Leinen (4 Vari Loop Systeme mit 40mm Karabiner)

    Der Organizer ist aus einem Reststück billiger dünner Gewebeplane genäht.

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    Version 2 für 3mm PP-Leinen (kompl. Vari Loops)

    Diesmal als Roll-Tasche mit Klettverschluss [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 20180923_073248.JPG Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 219,9 KB ID: 50634","data-align":"none","data-attachmentid":"50634","data-size":"full"}[/ATTACH]

    Vor Beginn des Nähens der Senkrechten Nähte habe ich das Material von Vorder- und Rückseite ca. 4mm gegeneinander verschoben, dadurch ist die Tasche oben zwangsweise etwas geöffnet und man muss nicht so fummeln um das Leinen-Bündel rein schieben zu können. [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 20180923_073442.JPG Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 324,0 KB ID: 50635","data-align":"none","data-attachmentid":"50635","data-size":"full"}[/ATTACH]

    Leinen-Bündel drin! [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 20180923_073122.JPG Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 141,6 KB ID: 50637","data-align":"none","data-attachmentid":"50637","data-size":"full"}[/ATTACH]


    Aufgerollt und mit Klettverschluss gesichert:
    Gewicht 142g (ohne Karabiner) ,- für Motorradfaher ist spielt das Gewich keine so große Rolle wie für den Wanderer.
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    Baut man ein Tarp ab und packt es ein muss man aufmerksam mit Abspannleinen umgehen. Knubbelt man diese einfach nur irgendwie zusammen dann kann es beim nächsten Aufbauen vom Tarp nervig werden weil sich die leinen verheddert haben. Wem das ein zwei mal passiert ist der überlegt sich was damit das nicht wieder vorkommt. Jeder hat da so seine eigenen Technik. Der eine lässt die leinen am Tarp befestigt und wickelt sie sorgfältig auf. Der andere mach sie vom Tarp ab und verstaut sie separat.

    Da ich letzteres bevorzuge habe ich mir dazu einen "Tarp-LineOrganizer" genäht.
    Tatsächlich sind es mehrere geworden weil ich mehrere Sets Leinen habe die jeweils unterschiedlich dick sind. Hier einige Fotos:

    Version 1 für 1.7mm dicke Leinen (komplette Vari-Loops), die einfach in die Taschen gestopft werden
    Die Leinen muss man vorher natürlich sorgfältig aufwickeln: [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 20180916_174911.JPG Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 37,0 KB ID: 50630","data-align":"none","data-attachmentid":"50630","data-size":"full"}[/ATTACH]
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    Päckchen gefaltet und mit Gummiring gesichert ( Klettband wäre besser gewesen, aber das kommt noch)
    Gewicht mit Organizer aus leichter LKW-Plane 84g [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 20180916_175619.JPG Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 33,7 KB ID: 50628","data-align":"none","data-attachmentid":"50628","data-size":"full"}[/ATTACH]