Hängemattencamping mit "Schockmoment"
#hammockcamping #walden #unserspessart
Papa, Tochter Overnighter Nr.12 in 2020
Eigentlich alles ganz normal, die Sehnsucht nach Wald war da, also hieß es Rucksäcke packen und "Auf geht's"
Kurz noch den Wetterbericht gecheckt,
ein bisschen Regen und am nächsten Tag Sonne. Yeah Spessart wir kommen!
Die Temperaturen waren im Vergleich zu den letzten Wochen deutlich gesunken und etwas Regen am Abend war also vorhergesagt. "Was uns freute weil wir nach unserer Tour noch einen Anstieg vor uns hatten bevor wir einen unserer Lieblingsplätze erreichten" Und bei Regen im Wald lässtes sich ja sowieso soooo wunderbaaaaar schlafen"
Lager aufgebaut, Feuerholz gesammelt und stolz auf mein Waldmädchen dass mittlerweile mit ca. 6kg schon gut Strecke macht, kurz danach fing der Regen auch schon an. "Perfektes Timing"
Wir waren bester Laune, der Hobo brannte und die neue Jägerpfanne und die leckeren Filetsteaks vom Metzger unseres Vertrauens rundeten den Abend ab.
Dankbar für die tollen Momente in der Natur, das leckere Essen im Bauch wollten wir so langsam die Nachtruhe einkehren lassen.
Dann kam allerdings alles anders....
Nochmal austreten war angesagt und dann
"Ruummms Krach Peng"
So laut wie ich es auch noch nie erlebt hatte..
Im ersten Moment das Rauschen wie viele Äste mit Blättern zerfetzt wurden und dann der Aufschlag.
Bis ich realisiert hatte dass da gerade ein echt fetter Prügel vor uns runterkam, hat es ein paar Sekunden gedauert.
Und ehrlich gesagt hatte ich vor Schreck selbst fast die Hosen voll.
Instinktiv hab ich in dem Moment meine Tochter versucht von der noch nicht wirklich eindeutig zugeordneten Gefahrenquelle wegzudrehen und hab sie dabei fast "umgenocked"
Selbst unsere Stirnlampen und die zusätzlichen 1000 Lumen aus meiner Hosentasche ließen noch nicht 100% Licht ins Dunkele bringen aber mittlerweile war ich mir sicher da kam ein wirklich fetter Ast runter.
Nachdem ich meine Tochter und ehrlich gesagt mich selbst beruhigt hatte könnten wir wohlauf in unsere Hängematte kriechen.
Dennoch kreisten verständlicherweise vor dem einschlafen meine Gedanken um dass gerade erlebte.
Unsere Hängeplätze habe ich wie immer konntroliert, der Blick nach oben gehört zum Aufbauritual.
Die ein oder andere Geschichte von Witwenmachern die Leute in der Hängematte erschlagen haben hat man schließlich schon gehört.
Und im Umfeld bei Wind hat man bei einigen Overnightern auch schon den ein oder andere Ast zu Boden rauschen hören aber so nah am Lager noch nie.
Am nächsten Morgen haben wir den Übeltäter ca. 15m entfernt entdeckt
Ein Ast ca 3m lang und gut 20cm dick. Der hätte definitiv Kopfschmerzen bereitet.
Ich werde in Zukunft "mit Sicherheit" nicht nur unsere Hängeplätze genau anschauen sondern auch die Bäume im Umfeld. Wir hatten Windstille und ich hätte niemals damit gerechnet dass da so ein Prügel runterkommt.
Also passt auf Euch auf, lieber genauer und öfter der Blick in die Wipfel, es kann schneller gehen als man denkt.
Hoffe die Geschichte animiert den ein oder anderen einen genauern Blick in die Bäume zu werfen. Mir läuft es immer noch kalt den Rücken hinunter wenn ich daran denke.
Hättet ihr auch schon Mal so ein Erlebnis?
PS: ich schaue jetzt erstmal nach einer Ultralight Football Ausrüstungen für die Hängematte.
LG Passt auf Euch auf und viel Spaß in der Natur