Beiträge von noodles

    Für den Zweck "Kinder auf die Schnelle verpacken" zu vertretbaren Kosten und Gewicht bietet sich meiner Meinung nach eine quick-'n-dirty-DIY-Lösung mit Extex-Material an. Ich meine, es war bei mir ein 36g/qm Nylon mit einer Breite von 150 cm, was für einen Erwachsenen-3/4 UQ und bei Kindern für einen Fast-1/1 UQ reicht. Dann die Climashield Apex 200g/qm am Rand einnähen, Querseiten mit Shockcordkanal, ansonsten die Ecken mit Linelocks und dickeren Gummibändern versehen und fertig ist die Laube.
    Bilder von meinen eigenen Produkten wären mir mangels schneiderischer Qualität etwas peinlich, Wärmetechnisch ist das Ergebnis aber völlig ok.
    Kosten Apex 1.5 x 1.6 so um die 30 €, 3,5m Nylon (2. Wahl) ca. 12 €, Gummibänder und Linelocks ca. 7 € zusammen: <50 €

    Und, was ich völlig vergessen habe, aber ziemlich wichtig finde: Gesamtgewicht 600 g, also deutlich weniger als bei DD und Co.

    Also, ich habe mir das Teil inzwischen bei der Zipperqueen (ZQ) bestellt und bekommen. Hier die Bilder von der ersten Anprobe:

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    Das Teil ist sehr schön gearbeitet und erfüllt seinen Zweck. Trotzdem wäre es definitiv sinnvoller gewesen, gleich ein Tarp mit Türen zu kaufen. Hinterher ist man immer schlauer.

    Ohne jemanden noch igendeine Weisheit aufdrängeln zu wollen, will ich noch von einem Aspekt anmerken, der für mich persönlich wichtig ist:

    UL bei der Ausrüstung ist für mich nur ein Teil einer Lebensphilosophie, die man vielleicht mit "Reduzierung auf das Wesentliche " beschreiben könnte. Eigentlich trifft das auf alle Lebensbereiche zu, dass Überflüssiges nur belastet (guckt mal z.B. in euren Keller oder ins email-Postfach). Ich finde es schon wichtig, sich immer wieder zu fragen, ob man das wirklich braucht und sich nicht (natürlich einfacher) nach mainstream oder Werbung zu richten.


    Wie immer ist diese Entscheidung also auch sehr persönlich und von den körperlichen Voraussetzungen abhängig.

    Ich gebe dir absolut Recht und stelle deshalb meine Bemühungen als UL-Missionar hiermit ein:diablo:

    Was sagt eigentlich der TO zu der Diskussion, die er hier losgetreten hat?

    Die Frage ist auch, will oder kann man überhaupt ultraleicht werden? Ich könnte das Gewicht meiner Ausrüstung auf unter 10kg reduzieren (gilt das überhaupt schon als UL?)

    UL sind nach allgemeiner Meinung Basisgewicht bis 5 Kg + Verbrauch (Proviant und Wasser). Meine eigenes Zielgewicht sind 6 kg + consumables. Bei den "großen 3" ist meine Grenze auch mit HM 4 kg, was im Sommer gut zu schaffen ist. Mein UL-Hängemattensetup habe ich hier

    https://www.haengemattenforum.de/forum/medien/user-youtube-videos/48150-eine-sehr-leichte-aufhängung?p=48151#post48151

    kurz beschrieben.

    Der Weg dahin ist zugegebener Maßen nervig und hat viel mit Gramm-Jägerei und Küchenwaage zu tun, lohnt sich aber. Ich habe von 2 Jahren eine große Lapplandwanderung mit Kindern gemacht. Die Kinder (12-15 J) hatten 4 bzw.6 kg auf dem Rücken, ich selbst 10 kg. Der Aktionsradius wird viel größer, Du kannst auch mal eben einen Abstecher auf Berge machen und die Stimmung ist besser, als mit schmerzenden Schultern und Blasen an den Füssen. Natürlich gehören zum Gesamtkonzept auch leichte Trailrunnerschuhe und leichte Trekkingstöcke.

    Umgekehrt wird das schnell problematisch, weil die Leicht- und Ultraleicht-Rucksäcke eben eher für leichte Lasten konzipiert sind und bei schwererer Ausrüstung schnell unbequem werden können.


    Das stimmt natürlich, trotzdem ist so ein Rucksackkauf eine gute Gelegenheit, sich darüber Gedanken zu machen, was man so mit sich rumschleppen will. Wenn man beim 2.5kg-Rucksack bleibt, haben Gewichtseinsparungen bei anderen Ausrüstungsteilen wenig Effekt, den man merkt. Wenn die Zuladung begrenzt ist, wird man automatisch gezwungen, abzuspecken.

    Nutze doch einfach den Rucksackkauf für den Einstieg in das leichte Leben. Grundlage jeder UL-Ausrüstung ist die Regel 343, will meinen: die großen Drei (Rucksack, Schlafsack+Matte, Shelter bzw. HM+Tarp) wiegen zusammen nicht mehr als 3 kg.
    Wenn Du das erreicht hast, wird alles gut.:yes:

    Für mich der beste Kompromiss zwischen UL und Bequem ist der Granit Gear Crown

    https://www.granitegear.com/crown-v-c-60.html

    Hat ein gutes Tragesystem und schweissableitende Rückenplatte, trotzdem mit 836g (bei herausgenommener Innenplatte) gerade noch UL, Zuladung trotzdem bis 16 kg.

    Leicht und trotzdem total wasserdicht ist auch der Aquapac 35 l

    https://www.aquapac.de/Produkt-Welte...e2332b36967bb6

    Benutze ich seit Jahren, ist unverwüstlich, hat bloß kein richtiges Tragesystem, wirkt sich aber dann nicht aus, wenn Du unter 8 kg bleibst.
    Wenn Du kein Gewichtsfreak sein solltest, bist Du mit Osprey und Deuter immer auf der sicheren Seite. Aber: das Leben macht "leicht" mehr Spaß. :yahoo:

    Oder anders: Für 6g weniger zahlt man den 4-fachen Preis.

    Das lohnt sich wohl nur für denjenigen, der gerne "ganz vorne" mit dabei ist oder aber denjenigen, der die deutlich höhere Bruchlast benötigt.

    Also, komme ich nicht ganz mit: meine 12' Polyester-Gurte mit Dutchclip und Dutch Spider wiegen 192 g. Die Dutchclips (17g) könnte man noch weglassen, also netto: 175g. Die UHMWPE-Gurte wiegen 58g und brauche keinerlei hardware. Gewichtsersparnis 117g (66 %) bei Mehrkosten von 22 €. Finde ich ok.

    Aber warum möchtest du die Tie-Outs überhaupt von der Hängematte aus verstellen? Wenn ich meine Hängematte aufbaue, spanne ich die Tie-Outs nur einmal auf. Verstellen muss ich da später nichts mehr.

    Aus 2 Gründen:
    Wenn ich mich nach dem AufBau in die Matte lege stelle ich oft fest, dass die Spannung irgendwie nicht passt. Ich würde das dann gerne noch mal leicht korrigieren. Jetzt ist es so, dass man wieder aussteigen muss, und entweder den Hering anders steckt oder die total unpraktischen tankas bedient. Wenn man Pech hat muss man noch mal raus gerade im Dunkeln.
    Der zweite Grund ist, dass ich lieber mit offenem oder ganz zurückgeschlagen im Netz schlafe. Nur wenn es sein muss wird dann das Netz wieder geschlossen. Dazu muss man im Liegen die tie-ots lösen können bzw.wenn man halb öffnen will, verstellen können.
    Dafür ist die Lösung von [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] gar nicht schlecht. Camjam abmachen, shockcord verlängern, Netz zurückschlagen und Camjam irgendwo an derMatte festmachen. Man kommt bloß nicht so richtig an den Camjam ran (zum Zwecke der Erschlaffung:rolleye:)

    Hi Mittagsfrost , eine Frage zu den tie-outs:

    hast Du die Gummischnur von den CamJams zum Hering geführt oder ist das Dreieck an der Matte selber elastisch? Kann ich auf den Fotos nicht erkennen. Ich suche für meine BBXLC eine Lösung, bei der ich jedenfalls den tie-out auf der Einstiegsseite im Liegen verstellen kann, Verstellung darf also nur eine Unterarmlänge entfernt sein.

    ich hab da eine richtig tolle Stelle am Wasser bei Wernsdorf

    Hi [USER="4290"]schnietz[/USER] wo ist denn diese Stelle?
    Auf der Suche nach einer location für das Stammtischtreffen bin ich auf die Insel Seddinwall bei dir in der Nähe gestossen. Scheint sich gut für Hängematten zu eignen (viele Bäume). Kennst Du das? Wenn das gut ist, würde ich mal beim Landeskanuverband nachfragen, die das offensichtlich verwalten.

    Koordinaten 52.388892, 13.683157

    Das ist genau der Punkt.
    Christian hat sich zurück gehalten, Du berätst offen und nicht in die eigene Tasche, ich halte mich zurück obwohl ich schon oft hätte was verkaufen können.

    Das muss auch so bleiben.

    Hi [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] Finde ich ehrlich gesagt Quatsch, habe mir neulich eine AustriAlpin-Schalle gekauft. Da wusste ich noch nichts von Deinem Shop. Ich hätte lieber bei jemandem aus dem Forum gekauft, als die Amazonen zu füttern.