Beiträge von Friedolino

    Gerade ist mir noch eine Idee zur Verbesserung all dieser variablen Aufhängungen gekommen:

    Wenn man in das herabhängende Schnur-Ende in das "Griffstück" ein Auge spleißt, durch das man die im den Grafiken rechte Schnur des loops führt, kann die Schnur beim verstellen nicht mehr aus Versehen durchrauschen.

    Für eine Material schonende Spannungsabstufung ist es in meinen Augen sinnvoll, mehrere "konzentrische" Kreissegmente aus dem gleichen oder einem elastischeren Stoff mit unterschiedlichen Radien übereinander zu nähen. Das wurde in dem Beitrag, den ich oben verlinkt habe, von Segeln für Boote abgeschaut.

    Danke für die Links. Habe gerade mal durchgesehen (die Bilder ;-). Mit dem Kreisausschnitt liege ich demnach ja schon mal nicht ganz verkehrt. Aber innerhalb des Kreises machen Dreiecke dann wohl keinen Sinn, da der kritische Spannungsabfall an der Kante des Verstärkungspatches stattfindet.

    Ja. Fertigstellen werde ich ihn schon. Ich habe die Idee auch noch etwas weiterentwickelt. Ich mache jetzt nicht durchgehen einen Lock neben dem anderen sondern nur an den Enden auf ca 30cm. Dazwischen ist der Abstand immer 30cm. Ich mach dann mal Fotos, wenn das Ding fertig ist. vielleicht schon dieses Wochenende. Vorher möchte nur das Tarp fertiggestellt werden.

    Heute habe ich den Zuschnitt gemacht. Das war relativ einfach:
    Nötig waren gemäß farbiger Zeichnung nur zwei schräge Schnitte.
    Mit Maßband habe ich die Punkte am Rand gekennzeichnet.
    Mit Schnur die gerade Linie zwischen diesen Punkten sichtbar gemacht. und mit einem 1m-Lineal und Textilstift auf den Stoff übertragen.
    dann habe ich eine Holzleiste unter die Linie geschoben, und mit Lineal und Lötkolben die Linie abgefahren. Klappt super.


    Als nächstes habe ich die beiden äußeren Stücke mittels Kappnaht zusammen genäht. Um es mir zu vereinfachen habe ich zunächst die Kanten überschneidend aneinandergelegt und einmal mittig durchgesteppt. Danach habe ich diese Überschneidung einfach zu einem Z gedreht und mit einem Kappnaht-Fuß von beiden Seite vernäht.die Naht wurde zwar etwas breit aber durchaus ansehnlich.
    Dann ist mir mein erster grober Fehler aufgefallen. Eigentlich sollten ja das zusammengenähte Stück und der Rest vom Stoff jetzt gleich/symmetrisch sein. Durch die Naht ist das zusammengenähte Stück natürlich kürzer.

    Dann wollte ich das Kunststück Kappnaht wiederholen und die beiden Hälften verbinden. Dabei passierte mir der zweite grobe Fehler. Ich habe das Saumband vergessen einzunähen. Aufgefallen ist mir das, als die doppelte Kappnaht fertig war. Das ist insbesondere ärgerlich, weil diese Naht auch nicht so gleichmäßig geworden ist wie die erste. Da hätte das Band wohl geholfen. Nun denn - Wie heißt es so schön: Aus Fehlern wird man Klug, drum ist einer nicht genug.

    Vor dem Versäumen habe ich zwei keilförmige Stücke abgeschnitten, damit sich die Schnittkanten genau an den Enden der langen Kappnaht treffen und dort die Ecken bilden. Bis zu 4 cm mussten weg.

    Für den Saum habe ich mal einen Saumfuß getestet. Der scheint etwas mehr Übung zu erfordern. Irgendwann habe ich ihn wieder beiseite gelegt und einfach von Hand zwei mal umgeklappt und nach Augenmaß eine Naht drauf gemacht. Das bringt bei mir ein saubereres Ergebnis.

    Zwischenstand: Kappnähte fertig. Die Form stimmt. Alles ist schön umsäumt.
    Gewicht: 408g

    TODO: Tie-Outs

    Eine Kappnaht habe ich ja nur auf der 3,50m-diagonalen. Bei den anderen hätte ich das Band einfach auf den Stoff genäht. Sozusagen als Hilfsdiagonale, wenn ich es mal anders aufspannen möchte. In der Mitte kreuzen sich dann die die drei Bänder.

    Beim Zeichnen hatte ich die Idee, Saumband für alle Diagonalen zu verwenden auch dort wo keine Nähte sind. Aber ich nehme an, das würde das Ballon-Problem verstärken. Das Saumband ist ja Polyester und der TarpStoff Sil-Nylon.
    Könnte es vielleicht helfen, wenn man statt des geraden Stichs einen leichten (schmalen) Zickzack-Stich nimmt?

    Aktueller Entwurf für den Zuschnitt.
    Es gibt drei diagonalen mit
    350cm, 323cm und 300cm

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    Zusätzlich habe ich überlegt an den Enden der gestrichelten 3m-Querlinie Tie-Outs zu platzieren. Dann hat man auf jeder Seite 3 Abspannpunkte und könnte den mittleren tiefer Spannen, um besseren Schutz vor seitlich einfallendem Regen zu haben.

    Meine experimente mit Tie outs aus Stoff haben gezeigt, dass die Grund Idee Potential haben könnte, ich aber immer noch viel zu kompliziert gedacht habe.
    Mein zweiter Entwurf war viel einfacher.

    Ich habe ein Quadrat aus dem Verstärkungs-Stoff auf die Ecke des Tarps gelegt und die beiden aufeinander liegenden Kanten der beiden Stoffe zusammengesteppt.
    Dann habe ich die nach innen zeigende Hälfte des Quadrates diagonal nach außen gefaltet und den Halbmond in die Ecke gesteppt, der die Spannung der Abspann-Schnur auf den Verstärkungs-Stoff übertragen soll.
    Zuletzt habe ich längs der diagonalen Falt-Kante des Verstärkungs-Stoffs eine Zickzack-Naht gesetzt, die dann auf dieser größeren Fläche die Spannung von der Verstärkung auf den Tarp-Stoff übertragen soll.

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    Im Bild sieht man vielleicht an den Falten, dass die meiste Spannung in der Mitte anlag. Ich denke, über die Form des "Halbmondes" kann man das steuern. Beim nächsten Versuch wird er flacher.

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    Für die Tie-Outs habe ich mir nochmal neu Gedanken gemacht. Und bin für die Ecken auf einen einfacher zu nähenden materialsparenden Entwurf gekommen.
    Er ist sehr simpel. ein quadratisches Stück Verstärkungsstoff wird gesäumt und zwei gegenüberliegende Ecken werden wird nach innen geklappt und festgesteppt.
    Dann wird das quadrat über die Diagonale so gefaltet, dass die eingeklappten ecken aufeinander liegen. Diese beiden Ecken werden mit einer Art Halbmond zusammengenäht. Dieser soll bewirken, dass die Zugspannung des Seils gleichmäßig auf diese Naht verteilt und nicht nur an den Kanten wirkt.
    Die Tarp-Ecke wird auch nach innengeklappt. Dann wird das gefaltete Dreieck so aufgenäht, dass die Kanten fluchten.

    Ein erster Übernachtungs-Testlauf auf dem Balkon hat ergeben, dass es mit diesem Setup morgens bei 13 Grad im Schlafsack (Quechua Forclas Light 5°) schon etwas frisch war. Ich habe nicht richtig gefroren. Aber ein leicht kühles Gefühl am unteren Rücken war schon da. Ich werde es nochmal öffnen und das übrig gebliebene Material nutzen, um die Isolierung am Rücken zu verstärken.

    Update: Isolierung ist jetzt verstärkt. Da Zeigt sich ein Vorteil von der Verwendung der Myskgräs Decke. Deren Hüllenmaterial lässt sich leicht zusammenhähen.

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    Platzierung der Isolationsschicht


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    Testliegen von beiden Seiten