He, Du verführt mich! - Das Baumkind
Beiträge von Baumkind
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Ich liebäugele auch damit, mir einen Underquilt zu nähen. Im Internet habe ich eine interessante Anleitung gefunden: einfach mal nach "insultex underquilt" suchen.
Insultex wird wohl nicht mehr hergestellt. Ein ähnliches Stöffchen dürfte aber Primaloft oder Climashield sein - beides erhältlich bei ExTex.
@all
Hat jemand Erfahrung mit diesen Materialien? Kann man soetwas mit einer haushaltsüblichen Nähmaschine bewältigen? Welche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Qualitäten?Das Baumkind
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http://www.parija-shop.de/index.php verkauft Campingartikel, Bootszubehör (hier auch viele Kleinteile, die man sonst nicht bekommt), Fahrzeugzubehör
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Ich habe mir für diesen Zweck jetzt eine Rolle Maurerschnur, 2 mm geflochten und rot bestellt... Vorteil: gut und günstig, 100m in der Bucht für unter 10 Tacken. Wird in Mengerschied ausprobiert
Aktuell habe ich 3mm dicke Baumarkt-Schnur - die mir aber doch etwas zu dick ist und deshalb ersetzt werden soll.
Von der dünnen Maurerschnur kann ich außerdem einen Vorrat mitnehmen für besondere Situationen (Verlängerung der Abspannleinen wenn erforderlich, zusätzlich Abspannleinen, Schnürsenkel, ...).
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Ich hab ja meine TTTM extrabreit (= double), die eine 90°-Liegefläche von 2m bringt. Gut --- nicht ganz 90°-fähig, weil sie an den Seiten dann doch etwas höher als in der Mitte hängt. Aber wenn man sich diagonal reinlegt, passt es. Ist seeehr bequem!
EDIT: Die 90°-Hängematte sieht auf jeden Fall durchdacht aus.
Und das ist ja mal ne Ansage:
Gewicht: 340 g + Aufbewahrungssack 15 g = 355 g (12.5 oz)Das Baumkind
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Für die Hängematte habe ich mir bei ExTex Evazoteplatten (5 mm und 10 mm) von einem Meter Breite besorgt. Einfach in die HM legen, Schlafsack drauf, und reinlegen (und zurechtruckeln
das dauert immer etwas, bis nix mehr friert).Vorteil: Wenn ich auf den Boden ausweichen muß, kann ich die extrabreiten Evazote-Platten einfach falten und habe genug Isolation von unten.
Ich habe mir ein Underblanket gemacht, sozusagen als einen doppelten Boden für meine Hängematte. Obwohl ultraleicht, lasse ich es auf Tour zu Hause - das Gewicht kann ich mir sparen, und der Mehrwert ist für mich nicht so groß.
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Ich habe mal Bilder gesehen, wo Leute solche Dinger genutzt haben, um in einer senkrechten Felswand zu übernachten. Aber das waren wohl eher Zelte, da sie auch ein Gestänge hatten.
Ich muß das mal ausprobieren mit meiner TTTM Double... Die müßte man eigentlich an einem Punkt aufhängen können, so dass man dann eine 1-Punkt-Hängematte hat...
Danke Happy Hiker
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Opinel Nr. 10, und wenn das Gewicht keine Rolle spielt noch ein Glock Feldmesser.
Im Erste-Hilfe-Pack habe ich dann noch eine Pinzette mit Lupe (die gute von Rubicon).Das hat mir bislang gereicht.
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Einfachstes und günstigstes Aufhängesystem ist m.E. das gute alte Hanfseil aus dem Baumarkt, wie man es auch für Schaukeln usw. verwendet. Ist allerdings nicht ultraleicht und sollte nicht dauerhaft an Bäumen verwendet werden.
Der Tipp von [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] mit dem Spanngurt gefällt mir aber auch.
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@quasinitro
Es hängt nicht davon ab, was DU verstehst, sondern davon, was der Forstbeamte versteht. Hängematte zum Schlafen aufhängen, so hab ich mir sagen lassen, ist juristisch eindeutig als Camping einzustufen.Viele Förster sind aber Naturburschen und lassen Dich gewähren, wenn sie sehen, dass Du Dich im Wald zu benehmen weißt und dort kein dauerhaftes Lager aufschlägst. Aber darauf hat man keinen Anspruch, und es liegt im Ermessen des Försters. Die Art der Schutzzone - Naturschutgebiet, Nationalpark, ... - dürfte ebenfalls die Meinung des Försters beeinflussen. Es gibt sogar Schutzgebiete z.B. in der Eifel, da darfste nicht mal mit beiden Füßen neben dem Weg stehen (ich meine, die juristische Definition des Wege verlassens ist, dass man mit mindestens einem noch auf dem Weg ist - wer's genau weiß, mag mich bitte korrigieren).
Jäger haben übrigens keine Befugnis, es Dir zu verbieten. Aber von einem Jäger weiß ich, dass er ziemlich angepisst ist, wenn er tagelang seine Sauen anlockt, und Du sie ihm dann vertreibst.
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Ich hab auch "angebaut": Jedes Tarp-Schnürchen hat nun noch ein Stück Einzuggummi.
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Überall, wo es zwei Bäume gibt:
- Campingplatz (habe in der Normandie extra den Platz gewechselt, damit ich eine Parzelle mit zwei Bäumen bekomme) - legal, wurde nicht extra berechnet
- am Rhein, aber nur mal so nachmittags zum abhängen. Es hat offenbar niemanden interessiert, was ich da treibe, weil's ohnehin geschifft hat wie Sau. Vermutlich wäre auch in der Nacht niemand gekommen.
- Am Waldrand... ich bevorzuge einfach den Waldrand, von wo aus ich durch die Bäume noch einen kleinen Blick auf die Zivilisation habe, wo ein Weg nicht weit ist (man weiß ja nie, falls des Nachts doch die Zombies aus dem Unterholz kriechen, will ich auf dem Weg einfach schneller weglaufen können
).Ansonsten im Garten habe ich keine Bäume, also muß meine Turtle-Lady (zwei Bambus-Dreibeine) herhalten.
Ich habe in einem anderen Forum mal einen Thread zum Thema "Nachts allein im Wald" aufgemacht: Da haben sich gute Hinweise für nächtliche Lager gesammelt.
EDIT: Wenn nicht gerade der Förster vorbeischaut (und der hat auch eine Frau oder will mal ein Bier trinken gehen) oder der Jäger auf Pirsch ist, dürfte es im Allgemeinen kein Problem geben. Frei nach dem Motto: Wenn es bis 22:00 Uhr niemanden stört, dass Du da gesessen hast, dann stört es auch nach 22:00 Uhr niemanden. Morgens früh zusammenpacken (man kann auch woanders frühstücken), leave no trace, und alles ist gut.
EDIT: Wenn ich zum Beispiel in einem Nationalpark mit Hängematte auf einem Campingplatz kampieren möchte, würde ich mich im Zweifel vorher anmelden und fragen, ob die zwei Bäume oder ein Spielplatzgerüst oder was-weiss-ich haben.
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Hallo berol,
die Decathlon-Hängematten scheinen einfache "gathered-end" Hängematten zu sein --- ich nutze ebenfalls eine "gathered-end", allerdings von Ticket To The Moon und etwas breiter als normal, damit ich darin besser quer liegen kann. Ich finde die Fliegerseide von Ticket To The Moon sehr angenehm.
Interessant ist nicht nur die Hängematte an sich, sondern auch der ganze Schnickschnack rundrum: Moskitonetz, Tarp, Underquilt, Ridgeline, und so weiter und so fort. Diese Dinge machen eine Hängematte zu einer echten Schlafstätte. Naja, das ist alles eine Wissenschaft für sich.
Wenn Du nach Mengerschied kommst mit Deiner Decathlon-Matte, dann bring die auf jeden Fall mit!
Einmal Hängematte, immer Hängematte.
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Ich bin heute gerade von der Alabasterküste in der Normandie zurückgekommen: eine beeindruckende Lanschaft!
Kilometerlange Kiesstrände, irre Steilküsten, Sonne, Wind und Wasser...
[ATTACH=CONFIG]n5714[/ATTACH]Bei Ebbe kamen merkwürdige grün-behaarte Wesen zum Vorschein:
[ATTACH=CONFIG]n5717[/ATTACH]Irre Sonnenuntergänge (in Wirklichkeit war es leider nur einer in Fototapetenqualität - alle anderen Tage ging die Sonne hinter einem dicken Wolkenband unter):
[ATTACH=CONFIG]n5716[/ATTACH]Da es ein kleiner Familienurlaub war, waren wir mit dem Zelt unterwegs.
Absolut empfehlenswert: Der Campingplatz von Fécamp. Terrassenförmig angelegt, schnuckelige Mini-"Grundstücke", aber leider war unser "Grundstück" nicht Hängematten-tauglich. Glücklicherweise konnten wir gleich am nächsten Tag umziehen, so dass wir die Hängematte als zusätzliches Möbel im kühlen Schatten nutzen konnten:
[ATTACH=CONFIG]n5715[/ATTACH]Es war so heiß, dass wir uns freuten, wenn der kühle Wind endlich auch von unten kühlte. Nur abends nutzten wir manchmal den PLUQ (Poncho Liner Underquilt), weil es dann doch von unten was frisch wurde.
Ach ja, und dann war da noch die "Müllwe", die gleich am ersten Tag unsere Mülltüte zerfetzt hat. Er wartete jeden Tag, geduldig, und sobald jemand seine Parzelle verließ, war er sofort da (ihm fehlte eine Schwanzfeder, woran man ihn zweifelsfrei wiedererkennen konnte). Irgendwann hatte er gemerkt, dass man auf den Blechdächern der "Mobile Homes" des Camping-Platzes prima runterrutschen konnte.
Am vorletzten Tag wurden wir durch Möwengeschrei geweckt: Unsere Müllwe hatte eine Frau gefunden, und beide machten laut schreiend den Hochzeitsmarsch durch das Revier. Doch als er ihr das Revier zeigte, war sie wenig begeistert. Auch das Rutschen wollte ihr im Gegensatz zu ihm, der es bereits perfekt beherrschte, nicht gefallen:
[ATTACH=CONFIG]n5721[/ATTACH]
Vermutlich hat sie ihm unmißverständlich erklärt, dass Müllwühlen nichts für sie und ihren Nachwuchs sei, und er gefälligst auf ehrliche Art und Weise am Strand sein Futter suchen solle - und fortan war das Revier "Müllwen"-frei...
Viele Grüße
Das Baumkind
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[USER="14"]Mittagsfrost[/USER]
Schöner Bericht! Ich muß auch mal da hinDas Baumkind
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Die Bänder müßte man mal in natura sehen um zu gucken, ob man draus was machen kann (oder eher: was man daraus machen kann...). Stark genug dürften sie auf jeden Fall sein.
Das Baumkind