Beiträge von Baumkind

    Von der Kunst, einen Querlieger zu justieren

    Ein Querlieger ist - wenn man mal vom Spleißen der ganzen Schnüre absieht - schnell und einfach gemacht. Nur das Justieren der Schnüre ist eine eigene Kunst für sich...
    Folgende Varianten habe ich bislang ausprobiert:

    1.) Die Schnüre sind mittels Pythagoras so berechnet, dass die mittlere Schnur senkrecht steht, und die Schnüre links und rechts davon immer länger werden, so dass sich ein gleichschenkliges Dreieck ergibt. Fazit: Ja, man kann drin liegen, aber es fühlt sich an, als ob die Hüfte und Brustkorb höher als der Rest liegt.


    2.) Die Schnüre sind alle gleich lang gespannt (in meinem Fall 90 cm). Fazit: Man kann drin liegen, aber es fühlt sich wie eine Banane an, bei der der Kopf zu tief und die Füße zu hoch sind.


    Der menschliche Körper hat ja seinen Schwerpunkt nicht exakt auf der Hälfte, sondern eher zum Kopf hin. Deshalb ist nicht die mittlerste Schnur die senkrechte, sondern etwa die 10. Schnur von 23, so dass 10 Schnüre den Kopfteil ausmachen und 13 den Fußteil.

    3.) Asymmtetrische Justierung: Im Kopfteil bleiben alle Schnüre auf 90 cm, im Fußteil werden sie jeweils um zwei cm pro Schnur länger (die letzte Schnur hat dann 90 cm + 13 * 2 cm = 116 cm). Fazit: steht noch aus...


    Das Baumkind

    Hi [USER="22"]kahel[/USER]

    was meinst Du in Deinen Zeichnungen mit "viermal gerollter Gurt": Sind damit vier komplette Wicklungen mit acht Lagen Stoff oder zwei komplette Wicklungen mit vier Lagen Stoff gemeint?

    Welche Gurtbandbreite ist empfehlenswert?

    Das Baumkind

    Heute habe ich die neue Hängematte erstmals Probe gelegen --- und dabei festgestellt, dass die Schnüre suboptimal eingestellt sind, wodurch einzelne Whoopies sehr stark unter Spannung standen.

    Als nächstes habe ich festgestellt, dass Palsteks auf Slip mit 1mm Dyneema, wenn sie einmal festgezogen sind, festgezogen sind.:mad:

    Alles wieder zusammengepackt, nach Hause... Nun mach ich mich daran, die Palsteks wieder aufzudröseln, um sie dann nach [USER="21"]Konradsky[/USER] -Methode mit einen halben Schlag auf Slip, und dann mit der Schlaufe noch einen halben Schlag drauf, wieder zusammenzuknoten.

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    Am oberen Ende die Fritzelenden auch noch eingespleißt (einfach mit 16er Stopfnadel durchgezogen). Sieht gleich ordentlicher aus:D

    Erkenntnis No. 1 des Power-Splicings: Es ist totaaaal wichtig, die Schnüre an den Enden sauber aufzudröseln und die eine Hälfte der Faser äußerst sauber und sehr sorgfältig abzuschneiden. Wenn man das macht, flutschen die Enden einfach durch. Hat man aber etwas unsauber gearbeitet und ein Millimeterchen steht über, erzeugt das beim Durchziehen einen Widerstand, der nur mit viel Hängen und Würgen überwunden werden kann.

    Das Baumkind

    Die Schnüre: Pro Seite habe ich 23 Dyneema-Schnüre angefertigt und Augen reingespleisst. Hier sind die Schnüre (noch mit ausgefranstem Ende) mit Längemarkierungen zu sehen.

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    Die Länge der Schnüre hatte ich mir in einem Excel-Sheet vom guten alten Pythagoras ausgerechnen lassen, wobei die mittlere Schnur die kürzste war und mit 1m Länge und der Schnurabstand mit 10 cm angesetzt waren. Pro Schnur habe ich für die Spleisse insgesamt 50cm zugegeben.

    Für das Spleissen habe ich
    1) die Schnüre auf 2 cm Länge am Ende aufgedröselt und mit einem Opinel die Hälfte der Fasern weggeschnitten
    2) mit einer Stopfnadel (Gr. 13) und der Faser eines 0815-Edelstahldrahts die Schnüre durchgezogen.
    3) Jede Schnur wurde mit einer Längemarkierung versehen und das Auge direkt auf einen Karabiner gezogen.
    4) Schließlich habe ich die Schnüre mit einem Stück übrig gebliebenen Dyneema "verwebt", damit sie sich nicht mehr verheddern können.

    TODO für den nächsten Fernsehabend: die überstehenden Schnurenden auch noch reinziehen, damit es nicht so ausgefranst aussieht.

    Der Stoff: Zwei Lagen Stoff mit etwa folgenden Massen (ich habe nicht auf den Zentimeter genau gearbeitet)
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    An den Längsseiten ist 10mm starkes Gurtband (Polyamid) eingewickelt, an den kurzen Seiten einfach eingenäht.
    Das Einschubfach für die Isomatte habe ich 104cm breit gelassen, damit ich meine 1m breite Monstermatte einschieben kann (längs rollen und reinschieben - allerdings haftet der Stoff auf Eva sehr gut, so dass es eher ein zähes Überziehen ist).
    Das Einschubfach ist am Fußende 43 cm breit, damit die Matte bei unruhigem Schlaf nicht einfach rausflutschen kann, oben deutlich schmaler, so dass man mit der Hand beim Überziehen durchgreifen kann.

    Hier ist das Stück Stoff: Doppellagig, innen bambus, außen nachtblau:

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    An den Längsseiten haben ich dann die Dyneema-Schnüre durch das eingenähte Gurtband gezogen: Zuerst habe ich eine dünne Stopfnadel ohne Spitze (Gr. 13) genommen, dann mit einer dickeren Stopfnadel nachgebohrt und dabei das Dyneema durchgezogen.

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    Die Schnüre sind momentan mit einem einfach Palstek auf Slip verknotet, damit sie noch justiert werden können. Nach der Grobjustierung kann ich sie dann an den nächsten beiden Fernsehabend zu Whoopies verspleissen, mit denen man dann eine Feinjustierung vornehmen kann:

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    Das Baumkind

    Also, ich habe sowas ähnliches schon mal im Zirkus gesehen. Allerdings waren die Stoffbahnen dort deutlich länger als eine Hängematte...

    Ich glaube, das ist eher was für Menschen, die sich der Luft zugetan fühlen...

    Das Baumkind (erdverbunden, steht am liebsten mit beiden Beinen auf dem Boden - außer natürlich zum schlafen, aber da bin ich ja auch für meine sehr niedrige Aufhängung bekannt)

    Für die Justierung meines Querliegers möchte ich 46 Whoopies aus 1mm Dyneema mit einem Klemmknoten so verknoten, dass eine Schlaufe entsteht, die ohne großen Aufwand verstellt werden kann.

    Drei halbe Schläge erfüllen diesen Zweck leider nicht, weil das Dyneema noch recht neu ist. Deshalb lässt es sich erstens schlecht zusammenziehen, und zweitens ist es sehr glatt. Spleißen wäre natürlich eine Option, aber nicht für die Justierung.

    Das Baumkind (Anwärterin auf die Goldene Spleißnadel 2016)

    Hallo Arctic63,

    Leverkusen ist ja von mir aus fast um die Ecke!

    Ach, da war heute ein Artikel in Spiegel Online: Janosch, der mit dem Bären und dem Tiger, bald ganze 85 Jahre alt, hängt am liebsten rum... und zwar in der HÄNGEMATTE!:flapper:

    Das baumkind

    Der Plan:
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    Warum will ich so ein Ding?

    Ich habe schon länger überlegt, dass ich mir gerne eigene eigene HM machen möchte.
    Für gewöhnlich schlummere ich ja recht bequem in der TTTM Double - 2 m breit, so dass man bequem diagonal darin liegen kann. Aber es muß noch bequemer gehen...

    Mir kam der Gedanke, anstelle eines Rechtecks, das als Gathered End aufgehangen immer eine Bananenform hat, einen Flachlieger nach folgendem Schnittmuster zu bauen:

    [ATTACH=CONFIG]n14193[/ATTACH]

    Gleichzeitig bin ich aber so ein Gewichtsfanatiker... Also überlegte ich mir, dass man ein Teil des Stoffs durch leichte und luftige Dyneema-Schnüre ersetzen kann:

    [ATTACH=CONFIG]n14194[/ATTACH]

    Das gibt es schon von Ergo, als Hammock Tent, oder von Konradsky als 90°-Hängematte.
    Nachdem ich mich kürzlich von dem Komfort einer 90°-Hängematte überzeugen konnte, habe ich mich an die Arbeit gemacht...

    [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] Weitere Bilder kommen!

    Das Baumkind

    Aktueller Projektstand:

    - Dyneema-Schnüre: 1mm -> 23 Abspannpunkte pro Seite, zu realisieren mit Whoopies.
    - Längenberechnung der Dyneema-Whoopies: Excel-Sheet
    - Stoff: Version 1 bekommt kalandrierte Fallschirmseide 47g/qm von ExTex, doppellagig, Version 2 aus Robotic XL von Ripstopbytheroll
    - Gurtband 10mm (Polyamid), ebenfalls von ExTex

    Das Baumkind (seit dem Spleißen von 46 Dyneema-Augen Anwärterin auf die Goldene Spleißnadel des Jahres 2016)

    Unverzichtbar sind für mich die Baumarkt-Handschuhe für 1,95 EUR:

    Damit hole ich Sachen aus dem Feuer, sie ersetzen Griffe an meinem Kochgeschirr, damit kann ich Brennesseln unter der Matte wegrupfen, sie wärmen meine Hände an Trekkingstöcken (natürlich nicht im tiefsten Winter - aber selbst dann sind sie mit Größe 10 noch groß genug, dass ich leichte Softshell-Handschuhe drunterziehen kann), sie schützen bei schwerer Arbeit, beim Zusammenraufen von Laub, etc.

    Das Baumkind

    Kleiner Erfahrungsbericht:

    Von [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] habe ich vor einiger Zeit ein 12 m langes Gurtband (25 mm Polyamid, Mindestbruchlast lt. TL 8305-0281) erhalten. Am Wochenende hatte ich endlich Gelegenheit, dieses Gurtband für die Hängemattenaufhängung zu testen:

    Um die Dehnung zu verringern, habe ich das Gurtband ein paar Mal gewässert und wieder trocknen lassen. Für die Hängemattenaufhängung habe ich es einfach um einen Baum mehrfach herumgeschlungen, einmal verknoten, Karabiner in die Schlinge, dasselbe auf der anderen Seite, fertig. Also frei nach Schnauze. Was soll ich sagen... Es funktionierte.

    Dehnung im Laufe einer Nacht: vernachlässigbar.

    Jo, ich bin zufrieden!:good:


    Das Baumkind

    PS: Das nächste Mal wird Mule Tape getestet --- aber das sieht so dünn aus, dem trau ich nicht so ganz:scared: