Es ist wie immer - jeder wie er will, wer nicht will, der hat schon - und wer mal über den Tellerrand gucken will, ist herzlich eingeladen.
Gehen tut das alles - und zwar sehr gut. Jedes Jahr tragen tausende thruhiker ihre trailrunner tausende Kilometer - auch durch Schnee und Eis der High sierras. Warum das dann bei einem selbst nicht gehen soll muss man sich dann schon selbst beantworten - oder sich eben selbst hinterfragen.
Für meinen Teil: seit minimal trailrunnern deutlich blasenfreier und ermüdungsärmer.
Bin aber auch im Alltag mit barfußschuhen unterwegs. Umknicken tue ich seitdem Dank groumdfeel deutlich weniger - und merke es wenn entsprechend früher, sodass ich mich fangen und Gewicht verlagern kann, ehe schlimmeres passiert.
Allerdings gehöre ich eben auch nicht zu der Fraktion, die ein rucksackförmiges Schneckenhausungetüm schwerpunktungünstig auf dem Rücken (ja, das macht einen Unterschied, mein, das ist nicht dasselbe wie Körper- und etwas Übergewicht) auf Berge trägt.
Mit UL Baseweight und trailrunnern hat wandern eben eher etwas von spazieren - mit dem Ergebnis, trittsicherer und schneller zu sein und weiter zu kommen. Da sind es dann im extrem eben auch mal 50km+ UND Höhenmeter.
Aber - und das lese ich hier gerade in diversen Threads heraus ist nicht überall angekommen - UL ist ein Gesamtkonzept. Es macht wenig Sinn, hier punktuell zu denken und nur einzelne Ausrüstungsgegenstände gegen leichtere zu tauschen - oder bei immer noch viel zu viel Rucksack Gewicht auf trailrunner zu wechseln. Wer da nicht ran will, sondern nur "window dressing" betreibt, wird nicht weit kommen.
Trailrunner werden nass - ist aber völlig egal, da sie genauso schnell wieder trocknen - im Gegensatz zu allen Membran-Schuhen etc.
Im Winter oder bei größerer Nässe Sealskinz drunter gezogen und gut ist.
Ich kann mir nicht mehr vorstellen, bei jedem Schritt ein gutes Kilo Schuh zu liften.