Ich muss sagen, dass ich gegenüber hydrophober Daune eine gewisse Phobie nicht unterdrücken kann. Was mir an Daune gefällt: Es ist ein Naturprodukt mit unnachahmlichen wärmedämmenden Eigenschaften. Dazu gehört ein Fettfilm auf der Daune. Wer schon mal einen Schlafsack manuell gefüllt hat, weiß wie sich die Hände danach anfühlen. Diese Fettschicht wird im Zuge der chemischen Hydrophobisierung abgewaschen und durch eine Beschichtung ersetzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die auf lange Sicht, über den kurzfristigen Effekt hinaus, dauerhaft erhalten bleiben wird. Und wenn sie weg ist, dann ist die Daune "nackig". Über die ökologischen Konsequenzen bei der Behandlung der Daune weiß man auch gar nichts - wohl nicht ohne Grund verschweigen alle Hersteller das genaue Prozedere.
Noch mal zurück zum Anfang des Fadens: Ich habe meine sowieso schon beträchtliche Erfahrung im Umgang mit Daune im Winter und bei Feuchtigkeit vorletztes Wochenende noch mal erweitert. Auf einer Tour in den Alpen musste ich ungeplant bei Minusgraden durch einen knietiefen Bach waten und später notgedrungenermaßen mit nassen Socken und langen Unterhosen in den Schlafsack krabbeln. Und wisst ihr was: am nächsten Morgen war zwar, wie ich hier schrieb, der Schlafsack vereist, aber meine Sachen waren trocken! Und meine Daune ist natürlich nicht hydrophobisiert.