Beiträge von Cross Hammock

    Cross Hammock was ich noch nicht gesehen habe bei deinem Hot Tent: woraus besteht das Abzugsrohr und wie wird es zusammenmontiert? (Unter dem Link, wo du deine Ausrüstung auf einem Foto abgebildet hast, kann ich nichts sehen, was danach aussähe....)

    Das Rohr besteht aus einem 2,10 x 0,3 m großen Stück Titanfolie, das sich über die kurze Kante aufgewickelt leicht transportieren lässt. Für den Betrieb am Ofen wird es über die lange Kante gewickelt und bildet dann ein langes Rohr. Das Prinzip ist einfach und genial, besonders weil sich die Folie nach der ersten Benutzung an das Rohr „erinnert“ und nach dem Auspacken von selbst in diese Form springt, sodass man leichtes Spiel beim Aufbau hat.

    Die Winterbedingungen am Lake Michigan sind sicherlich nicht mit denen an der deutschen Waterkant vergleichbar. Aber es lohnt sich in jedem Fall, neben Hängematte und Tarp auch noch ein Zelt mit dabei zu haben, das man heizen kann. Und wenn es gar das Snowtrekker-Modell von BoundryWaters ist, braucht man - wie man auf dem einen Bild oben sieht - schon wieder einen Ventilator, damit man die Wärme erträgt.

    Hängematte und Zelt schließen sich keineswegs aus. Ich besitze mehrere Hot-Tents, die zwischen 300 g und 5 kg wiegen und je nach Charakter der Tour mitgenommen werden. Dazu braucht man noch einen Zeltofen, der die Bude schön warm macht. Dass das im Winter mit einem Teelicht klappt, wage ich zu bezweifeln. Eine solche Tour habe ich im Februar mit Schneeschuhen in den Alpen unternommen, und dabei nicht mehr als 15 kg mit dabei gehabt. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/7704-wintertour-in-den-alpen-mit-ul-ausrüstung-teil-1-equipment

    Ansonsten bin ich mit den Berlinern im Winter häufig mit meinen geräumigeren (und schwereren) Zelt-Modellen an den einschlägigen Berliner Hängplätzen unterwegs gewesen. Dass man lange zusammen im Warmen sitzen und sich dann in die Hängematte zurückziehen kann, genießen wir immer sehr. Es gibt hier im Forum viele Berichte darüber.

    Ja, eine schöne und ausführliche Erklärung! Ich hatte das Problem auch im letzten Winter, wie man auf dem Bild hier sieht.

    Wie stark die Böen waren, sieht man an dem gelben Zelt; aber auch meine Konstruktion war ziemlich beansprucht. Einmal ist mir in der Nacht auch der eine Hering rausgeflogen, der die beiden Türen auf der windzugewandten Seite hielt. Insofern schien in dem Fall die windzugewandte Seite doch die mehr beanspruchte zu sein. Insgesamt ist man in einer solchen Situation sicher am besten aufgestellt, wenn man ein Tarp mit Türen benutzt. Dass der Windschutz nicht bis zum Boden reicht, hat aber (für mich erstaunlicherweise) kaum etwas ausgemacht; ich wurde nur immer sanft hin und her geschaukelt und hatte in der Hängematte trotz Wind und Schneeregen eine erstaunlich ruhige Nacht.

    Wenn ich das eine Gruppenbild richtig verstehe, waren das neun Leute (plus Hammock Goofy als Fotograf?) - also etwa genau so viele, wie beim gestrigen goldgelben Onenighter an der Havel (zu dem längst nicht alle Berliner gekommen sind). Wir haben eben das Privileg, dichter zusammen zu wohnen, können - und viele wollen das auch - mit den Öffentlichen anreisen und haben (ich würde sagen: glücklicherweise) einen ähnlichen Geschmack, was die schlanke Durchführung einer solchen Zusammenkunft angeht.

    Der von Furbrain ausgerufene Onenighter im goldenen Oktober war mal wieder ein echtes Highlight. Diesmal waren wir zu neunt unterwegs und der Platz an der Havel kommt langsam an seine Grenzen. Die beiden zu später Stunde aufgetauchten Tarpnutzer haben ihre Isomattenabdrücke deshalb in der Nachbarbucht hinterlassen.

    Diese Perspektive bot sich bei der Anreise.

    Ich habe wieder an derselben Stelle gehangen wie im Sommer - diesmal aber mit Tarp. Die Abspannung hat übrigens dem Wellenschlag standgehalten, der am Abend einsetzte. Rechts davon hing Furbrain , daneben droney und ganz rechts Moch.

    Etwas später haben wir nach Konsultation des Wetterberichts noch ein Tarp über dem Sitzplatz aufgespannt. Dass das eine weise Entscheidung war, bestätigte kurz darauf ein von heftigem Wind begleiteter halbstündiger Schauer.

    Als der vorbei war fand der Picogrill 239 von Omorotschka lebhafte Zustimmung. Als später der Wind einschlief, wurde auch die Luft wieder spürbar wärmer.

    Der Blick nach oben heute morgen zeigte lediglich einen Niederschlag trockener Art.

    Mit dem Panorama wacht man auch im Herbst gerne auf.

    Nach und nach fand man sich zum Frühstück zusammen.

    Wie heißt es so schön: Hier sieht man ja den Wald vor Hängematten nicht.

    Einen herzlichen Dank an alle, die gekommen sind - es war wie immer ein Genuss!

    Genauso habe ich letzten Winter bei heftigem Wind den Carbon Tree abgespannt. Inzwischen bin ich aber dazu übergegangen, Schraubheringe zu benutzen - genauer gesagt Orange Screws -, die halten nochmal viel besser im Boden als alle anderen Heringe.

    (Et ceterum censeo "Heringe" non scribentur "Häringe" - oculi dolent)

    Zurück zum One-Nighter Ende Oktober. Ich sitze zwar gerade noch beim Klang der Zikaden an derSüdküste von Sardinien, aber der Gedanke an den bunten Berliner Herbst gefällt mir gut. Bleibt die Frage: Dahlemer Wiese, Havelhöhenweg oder letzter Platz am Ufer?

    Ja, stimmt. Mit Allesnäher sind wirklich die meisten und auch dickeren Stoffe auf Haushaltnähmaschinen - und dazu gehören selbst teurere Modelle wie meine Pfaff Performance 5.0 - locker zu bewältigen. Und das ist auch der Grund, warum ich mir manchmal eine Profinähmaschine wünsche. Damit kann man auch dickere Garne verarbeiten, ohne zu Tricks wie dem Hochstellen der Fadenspannung greifen zu müssen.

    Das wäre auch meine Frage. Die im obigen Film gezeigten Verbinder scheinen mir aus Plastik zu bestehen - und damit für Hängemattennutzung völlig ungeeignet zu sein. Ich bin sehr skeptisch, ob ein Geodät die passende Lösung sein kann. Damit das hält, müssten die tragenden Teile und ihre Verbindungen extrem massiv ausgeführt werden, sonst bricht euch das ganze Raumwunder zusammen.

    Ich bin der Meinung, dass wir uns vom Faltbootforum (bei dem ich auch schon seit Ewigkeiten angemeldet bin) wenig abzuschauen haben; weder von der Systematik, noch vom Layout, noch von der Unanschaulichkeit eines reinen Textforums, noch von der Ausdrucksfähigkeit der Mainposter, die dort aktiv sind. Der „aktuelle“ Schnäppchenmarkt im Faltbootforum beginnt im Jahr 2013...

    Ich glaube auch, dass so ein Geodät eine extrem anspruchsvolle und zudem für Hängematten zu raumgreifende Konstruktion ist. Effektiver schiene mir da die Drei-Stangen-Konstruktion, die ich auf der Messe in München gesehen hatte. Könnten wir vielleicht auf einem Treffen versuchen nachzubauen. Da es sich dabei aber um eine Aufhängung allein für GE-Hängematten handelt, würde ich mich bei der Realisierung nicht vordrängen.

    Schöne Grüße von Sardinien! Die Insel ist wahrlich kein Hängematten-Eldorado, trotzdem ist es mir gestern gelungen, zwei dornigen Sträuchern eine Aufhängung abzutrotzen.


    So sieht es aus, wenn man in die andere Richtung blickt.


    Das Beste aber ist die Ruhe, die man jetzt hier findet. Viele Strände sehen so aus.