Beiträge von Cross Hammock

    Ted Mit Bäumen ist es in Ufernähe überall schlecht bestellt gewesen. Insofern war der

    Hängemattenständer die einzig praktikable Lösung, um in der Hängematte übernachten zu können. Für die nächsten Abschnitte überlege ich trotzdem, ein Zelt und längere Baumgurte mitzunehmen. Eventuell findet man dann doch noch Hängeplätze, oder man zieht sich - resigniert - ins Zelt zurück.

    barfuß Ich bin auch erstaunt, wie viel Gepäck man im Faltboot unterbringen kann. Der Hängemattenständer und vor allem die Packtasche des Bootes sind dabei volumenmäßig eine Größe, die das übrige Übernachtungsequipment nebst Proviant in den Schatten stellen. Aber das größte Problem sind die Wege zum und vom Bahnhof. In Bad Schandau war das gar kein Problem, aber in Wittenberg bin ich für den einen Kilometer vom Flussufer bis zum  Bahnhof mit 25 kg Boot und 12 kg Gepäck fast eine Stunde unterwegs gewesen. Ein Taxi hätte leider auch nichts genützt, weil der Weg nicht über Straßen ging.

    Letzte Woche habe ich mir eine kleine Auszeit genehmigt und bin vier Tage von Bad Schandau bis nach Wittenberg die Elbe heruntergepaddelt.

    Die Einsatzstelle liegt nur wenige Meter unterhalb der Bahnstation und ist leicht zugänglich.

    Die ersten anderthalb Tage begleitete mich ein Freund, der im Packraft unterwegs war.

    Der Vergleich der Bootsformen lässt erkennen, dass wir geschwindigkeitsmäßig nicht ganz auf einer Wellenlänge unterwegs waren. Dazu kam, dass nahezu auf der gesamten Tour konstanter Gegenwind aus Nordwest herrschte, dem ein Packraft erheblich mehr Angriffsfläche bietet.

    Die erste Übernachtungsstelle haben wir uns kurz oberhalb von Dresden gesucht. Mir war klar, dass es mit Bäumen schwierig werden könnte, deshalb habe ich mich entschlossen, den Carbon Tree mitzunehmen. Damit war gewährleistet, dass ich immer in der Hängematte würde schlafen können.

    Die gesamte erste Nacht regnete es, aber ich blieb, trotz luftiger Bedachung, trocken.

    Pillnitz kommt in Sicht...

    ... und kurz darauf das Blaue Wunder, das anscheinend gerade neu gestrichen wird.

    Nach Dresden schlief vorübergehend der Wind ein und man konnte sich auch mal treiben lassen.

    Der Meißner Dom. Hier war der Wind schon wieder stärker, was man an den entgegenkommenden Wellen sieht.

    Kurz darauf habe ich mir einen Schlafplatz gesucht.

    Nach einem verregneten Tag gab es sogar noch einen Sonnenuntergang ...

    ... und auch der nächste Tag begann zunächst freundlich.

    Diesbar-Seusslitz, das nördlichste Weinanbaugebiet der Welt (wenn das Wetter so bleibt, wird dieser Jahrgang wohl noch saurer als üblich).

    Das Siliziumwerk in Nünchritz, der größte Chemiebetrieb in Sachsen.

    In Riesa kann man verfallene Uferanlagen erkennen, die darauf hindeuten, dass es auf der Elbe mal eine rege Flussschifffahrt gegeben hat. Davon ist heute aber rein gar nichts mehr übriggeblieben. Abgesehen von ein paar Schiffen der Weißen Flotte zwischen Meißen und dem Elbsandsteingebirge kam ich mir während der vier Tage vor wie auf dem Yukon. Es gibt so gut wie keinen Schiffsverkehr mehr, was daran liegt, dass die Elbe nur noch 50 cm Wasser führt. Für Wasserwanderer ist das ein Traum!

    Der letzte Einkaufsstopp war für mich in Strehla. An Ausstiegsstellen für Paddler hat man hier offenbar nicht gedacht.

    Hinter Torgau beziehe ich nach 69 Tageskilometern meinen letzten Übernachtungsplatz. Das während der Fahrt auf dem Heck montierte Solarpanel hat übrigens - trotz meist bedeckten Himmels - locker gereicht, um die Stromversorgung sicher zu stellen.

    Einsame Weite und völlig Stille - bis plötzlich mitten in der Nacht Wind aufkam und schlagartig alle Tarpheringe rausriss. Ich musste dann fluchend im Dunkeln meine Schuhe und zwei Bierflaschen vergraben, um daran die Abspannschnüre befestigen zu können. Das hat gehalten - aber von den dünnen Titanheringen habe ich keinen einzigen wiedergefunden...

    Am letzten Tag ging es auf einem weitgehend zivilisationsfernen Abschnitt bis Wittenberg - der angepeilten Bahnstation.

    Unterwegs viel unberührte Natur - und jede Menge Gegenwind. Was denkt ihr übrigens, ist der weit verbreitetste Vogel an der Mittelelbe? Die Stockente, das Blässhuhn, der Schwan? Nein es ist die Nilgans, wie mir meine App "Merlin Bird ID" klar gemacht hat.

    Nach 213 km (minus 10 für die Strecke von der tschechischen Grenze bis Bad Schandau) bin ich gerade noch rechtzeitig in Wittenberg angekommen, um den 19:00 Uhr Zug nach Berlin zu kriegen.

    Mein Fazit: Wer Natururlaub in Deutschland machen möchte, ist auf der Elbe genau richtig. Ich werde jedenfalls diese Tour fortsetzen, sobald es meine Zeit erlaubt!

    H1mitz Entschuldigt die späte Antwort, ich war ein paar Tage mit dem Boot (und der Hängematte) unterwegs. Die Cross Hammock ist durchaus vergleichbar mit der im Video beschriebenen Hammocktent 2, wurde allerdings eigenständig entwickelt und nicht davon abgekupfert. Der Liegekomfort beider Matten ist sicherlich vergleichbar und es gibt bei der Cross Hammock mehr Variationen mit dem Material und Moskitonetz. Aber darüber könnte man sich ja auf der Webseite informieren.

    Auf zum Hängemattentreffen mit dem 9 € Ticket! Was hier alles drin ist: 3 Hängematten, 2 Boote mit 2 Paddeln, ein Carbon Tree Hängemattenständer, Schlafsack, Tarp, Isomatte, Gear-Zelt und Verpflegung für 4 Tage.

    Ankunft am Gudelacksee. Das Boot ist schon aufgebaut, jetzt nur noch alles drin verstauen, Rad unterstellen und übersetzen.

    Ich wollte den Ansturm auf die Uferbäume etwas entspannen und habe mich auf der Wiese platziert.

    So sah das Setup von bieber1 aus.

    Die Insel blühte in voller Pracht, die akustische Begleitmusik kam von den Fröschen und Vögeln.

    Diesen Sonnenaufgangsblick konnte Mittagsfrost genießen (falls er ihn nicht verschlafen hat) ;)

    Ausgefallene Gadgets wurden individuell adaptiert (da fehlt aber noch die Saumzugabe!)

    Auch für historische Rundgänge nach Lindow nahmen sich einige die Zeit.

    Und wie immer wurde der Pizzaofen rege genutzt.

    Danke an alle für die schöne Zeit und auf Wiedersehen in einem Jahr!

    Vom kommenden Sonntag bis Dienstag nächster Woche findet in München die ISPO statt, die größte Outdoormesse Europas. Fährt jemand aus dem Forum dort hin, mit dem man sich treffen könnte? Man muss allerdings Hersteller, Händler, Blogger etc. sein, um auf diese Fachmesse zu kommen. Ich bin selber noch nicht ganz entschieden und mache meine Teilnahme auch davon abhängig, ob ich dort eventuell jemand Bekanntes treffe.

    1. noodles (1) 15.6.-19.6.

    2. Trotz Matte Glatze (1) Anreise Mi oder Do bis So

    3. Mittagsfrost (1) 16.6.-19.6.

    4. hangloose (erstmal 1, Zeitraum folgt)

    5. bieber1

    6. grobinger, wahrscheinlich Do-So

    7. Furbrain (voraussichtlich Fr. - So.)

    8. Cross Hammock (Mi bis So)

    hangloose Der Stoff ist durch die 80 den Ripstopfäden erstaunlich wenig stretchig. Viel ausprobieren konnte ich ihn allerdings nicht. Vielleicht gibt es ja irgendwann einen Erfahrungsbericht von Hammock Fairy. Rein vom Gewicht her geht es sicher noch leichter, z.b. Cloud71 mit 0.5er Moskitonetz. Das werde ich dieses Jahr auch noch mal ausprobieren und schätze, damit unter 200g zu bleiben. Aber das fällt alles unter Sonderanfertigung für Leute, die mit stretch kein Problem haben.

    Auf Wunsch einer einzelnen Hängematten-Enthusiastin habe ich einen der momentan leichtesten Hängemattenstoffe zu einer Cross Hammock Protection verarbeitet.

    Herausgekommen ist eine beinahe transparente Matte, die - wie ich finde - einen sehr schönen Look hat.

    Allerdings ist das Material so dünn, dass ich es momentan regulär nicht anbieten möchte, weil man deutlich unter 80 kg wiegen und sehr genau wissen sollte, wie man ein- und aussteigt.

    Das Gesamtgewicht ist für eine Matte mit Netz phänomenal! Den Stoff gibt es ins Kürze bei Hammock Fairy.

    Hier noch paar Ansichten im Carbon Tree.

    Bikepacker Klar, wenn man mit Hängematte ohne Underquilt unterwegs ist, spart man schon Gewicht und Platz. Aber im Winter, der momentan ja nachts immer noch für Minusgrade sorgt, habe ich ganz gerne ein paar Sachen dabei, die den Komfort erhöhen. Das größte Volumen erzeugt der Schlafsack in der Lenkerrolle, ansonsten finde ich die Optik doch noch aufgeräumt. Die Gabeltasche sieht geöffnet übrigens größer aus, als sie tatsächlich ist.

    Mittagsfrost Prinzipiell gebe ich dir ja recht, aber ein landläufiges Tourenrad handhabt sich schon völlig anders als ein im Bikepackingstil bepacktes Gravelbike. Mit Gepäckträger und Taschen am Hinterrad hätte ich diesen Platz nicht ohne weiteres erreicht, denn das Rad musste über viele umgestürzte Bäume bugsiert werden. Und Wärmezelt klingt doch irgendwie nach Weihnachtsmarkt. ;)

    Ich glaub ich lass das wiederbefüllen lieber 🤔 Bisher hatte ich zwar nie Probleme, auch nie über Orginalgewicht befüllt, aber sicher ist sicher.

    Wirklich viel passieren kann eigentlich nicht. Wenn der Druck in der Kartusche zu hoch ist, brennt die Flamme einige Zeit "ungleichmäßig", aber danach sollte alles wieder normal funktionieren.

    Eben fällt mir allerdings ein, dass ich kürzlich (ein Jahr nach dem Vorkommnis) meinen Soto Windmaster einschicken musste, weil der Regler nicht mehr funktionierte. Soto hat mir daraufhin anstandslos den Brenner ersetzt, obwohl der schon etliche Jahre alt war. Das bestärkt mich mal wieder darin, Qualität kaufen.

    Das vorfrühlingshafte Wetter am letzten Wochenende hat mich mal wieder zum einem Overnighter hinausgetrieben, diesmal zum Jungfernsee bei Potsdam.

    Ich kann mich nicht entsinnen, schon mal so früh im Jahr ohne Isolation (und ohne zu frieren) mehrere Stunden in der Hängematte verbracht zu haben.

    Als die Sonne sank, wurde es Zeit, das Übernachtungsequipment rauszukramen.

    Also kam eine Isomatte in die Hängematte und das Wärmezelt mit Ofen wurde aufgebaut.

    Wenig später bollerte der Ofen und es blieb, trotzdem die Temperaturen (am kältesten Punkt der Nacht) knapp unter den Gefrierpunkt sackten, noch lange gemütlich warm.

    Mit neuer Glasscheibe am Ofen kam im Zelt sogar ein wenig Lagerfeuerstimmung auf. - Wie immer bleibt das Fazit: sowas müsste man viel öfter unternehmen...