Beiträge von Mittagsfrost

    Bushcrafter sind Herren ab 50 in Tarnkleidung und mit mindestens 300 € teuren Rambomessern, die sich aus jungen Fichten einen Stuhl zimmern, mit dem Feuerstahl ein Lagerfeuer entzünden, sich riesige Steaks zubereiten und mit Unmengen Bier runterspülen. Dabei wird über die beste Stahlsorte und den schmackhaftesten Whisky gestritten bis es dann nachts um 3 in den Carinthia-Schlafsack geht. Morgens um 11, nach dem Genuß von 3 Tassen Kaffee und 2 Zigaretten wird man dann langsam munter, pustet das Feuer wieder an und macht dann erst mal Holz.

    Am Ende des Treffens steigt man ins Auto und freut sich schon auf die bewundernden Blicke des Eheweibes, die stolz auf ihren Helden ist, der mehrere Nächte im gefährlichen Wald überlebt hat. ^^

    Okay, ich habe maßlos übertrieben. Die meisten werden schon vor 11 Uhr munter.

    Herzlich willkommen auch von mir.

    Fang doch mit einem Mittagsschläfchen an! Wenn das gelingt, der Nachtschlaf aber nicht, dann liegt es vielleicht nicht an der Hängematte, sondern den furchtbaren Geräuschen vom bösen Wolf und den blutrünstigen Wildschweinen. ;)

    Meine Idee wäre, einfach Stoff unten nur auf meine Liegefläche anzunähen und den Zwischenraum mit Daunen zu füllen. Kann man das machen?

    Klar kann man das machen. Ich würde jedoch einen Underquilt nähen und ihn dann an der Hängematte annähen. Das erhöht zwar das Gewicht um ein paar Gramm, erleichtert aber im Falle des Falles den Transfer auf eine andere Hängematte.

    Ich habe seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit dem angenähten 3/4-Underquilt gemacht. Kein Gefummel beim Aufhängen. Keine, also gar keine Luft, die zwischen Hängematte und Underquilt durchziehen könnte. Ja, die Nähte sind mit den Fingerspitzen ertastbar. Mehr aber auch nicht. Überhaupt kein Vergleich mit den (mich) wirklich störenden Nähten der aus drei Stoffbahnen bestehenden TicketToTheMoon-Hängematten.

    Einziger Nachteil für diejenigen, die ihre Hängematte sehr oft waschen: Maschinenwäsche nur der Hängematte ist nicht möglich. Mit der Hand kann man die Hängematte, natürlich nicht im Nahtbereich, durchaus waschen. Das ist eine ziemlich fummelige Arbeit, die man am besten bei warmem Sommerwind ausführt. Aber heh, was ist besser: einmal beim Waschen fluchen oder ständig beim Hängematte aufhängen?

    Seit einiger Zeit treibt mich das Thema Warbonnet um - aber noch kann ich meinen inneren Finanzminister nicht so recht überzeugen...

    Der Bundesfinanzminister macht 9 Milliarden für die Rettung der Lufthansa locker und Du bist zu geizig ein paar hundert Euro zur Rettung von Warbonnet auszugeben? Du solltest wohl noch mal in Dich gehen. ;)

    Herzlich willkommen im Forum!

    Hallo und willkommen! Wenn Du nach dem Durchackern der Tiefen des Forums weitere Bastelfragen hast, beantworten wir sie Dir (in einem gesonderten Faden) gern.

    Übrigens findet am Wochenende fast vor Deiner Haustür ein Hängemattentreffen statt. Schauen, staunen, probeliegen, fachsimpeln - die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder.

    Ich glaub ich hab das bisher einfach immer falsch gemacht, weil ich nen normalen Knoten in ein Seil gemacht hab, dass um den Stamm oder was auch immer lag. Aber wenn natürlich schlaufen dran sind zieht es sich zu. Das leuchtet ein. Nur, rutscht das nicht in dem Moment wo ich die Hängematte morgens aushänge?

    Kann passieren. Um das zu verhindern, kannst Du eine zusätzliche Wicklung um den Pfosten machen. Also einmal um den Pfosten rum, noch einmal rum und dann den schwarzen Softschäkel um das weiße Gurtband schließen. Ein bißchen zupfen und ziehen, daß alles schön straff sitzt und fertig ist die Laube.

    Dann kann man gleich 150,- drauf legen und Richtung Inkubator, Wooki o.ä schauen.

    Mach das. Gleich einen Wooki kaufen. Das spart Geld und die Suche nach einem besseren Underquilt.

    Den Moonquilt könnte ich ja nach Bernd seinem Angebot eingangs vielleicht noch vor dem Kauf Probehängen !?

    Wenn Du Dir den Wooki-Kauf für später aufheben willst, ist Probehängen jedenfalls keine schlechte Idee.

    Hier mein kurzer Testbericht, wegen des dunkelgrauen Himmels leider ohne Fotos.

    Zuerst das Packmaß.

    Hängematte: Länge 23, Durchmesser 12 cm

    Tarp: Länge 20, Durchmesser 10 cm

    Underquilt: Länge 30, Durchmesser 18 cm. Mit viel Quetschen kann man die Länge auf 25 cm verringern.

    Sowohl Hängematte, als auch Tarp und Underquilt sind sauber verarbeitet und optisch ansprechend gestaltet.

    Das 3,60 m lange Tarp bekommt von mir für Optik und Handhabbarkeit eine Kaufempfehlung. Zum Preis kann ich nichts sagen.

    Der Underquilt ist wie Synthetikunderquilts eben so sind. Ich finde Daunenunderquilts besser. Den Wooki finde ich noch besser (und am besten einen angenähten Underquilt).

    Nun zur Hängematte:

    Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Ich habe schon in vielen Hängematten geschlafen, aber in der Draka zum ersten Mal Rückenschmerzen bekommen. Seit drei Tagen teste ich sie jetzt schon. Wenn man sie so sieht, glaubt man, eine europäische Verwandte der Blackbird vor sich zu haben. Vom Platzangebot etwas kleiner als die WB BBXLC, aber das Moskitonetz ist ausreichend weit vom Kopf entfernt. Die beidseitige Einstiegsmöglichkeit ist prima und auch die Reißverschlüsse mit ihren weißen und damit auch im Dunkeln gut erkennbaren Kordeln gefallen mir sehr gut.

    Aber ich kann nicht bequem darin liegen. Was habe ich nicht alles probiert! Fußende gleich hoch, höher und viel höher, Ridgeline straff, locker und -mit entferntem Moskitonetz- durchhängend (verschiedene Hängewinkel), Seitenabspannung locker, normal und straff, nach schräg unten, waagerecht und leicht nach oben - nichts hilft. Durch den straffen Stoff kann mein Kopf nicht einsinken. Auch ein Kissen hilft nicht.

    Zum Vergleich in die BB XLC gelegt - eingeschlafen. Draka - rumgewälzt und wieder raus. Zum Vergleich in die extrem dehnbare Monofilhängematte gelegt. Besser. Nur die fehlende Isolation hat verhindert, daß ich einnicke.

    Ist es der straffe Stoff, der mich mit der Draka nicht glücklich werden läßt? All meine anderen Hängematten sind dehnbarer. Es wird wohl daran liegen. Hammock Fairy wird mit dehnbaren Stoffen nicht froh, ich nicht mit festen.

    Na dann, auf zum nächsten Tester. Ich bin schon auf den Eindruck gespannt.

    Vlt könnte man eine Bahn (Seitenlänge) aus Tarpmaterial mit Klettband ans Tarp heften . So könnte man sich bei kalte, windige Nächte schützen ansonsten bleibt der Streifen zu Hause.

    Das verstehe ich nicht ganz. Warum spannst Du das Tarp nicht einfach bis ganz zum Boden ab und blockierst den Übergang Erdboden-Tarp mit Laub, Moss, Steinen usw.?