Beiträge von Waldläufer70

    wenigstens 3,3 m lang

    Super Kurzanleitung. Ich würde da noch etwas Länge für die Säume und den Knoten zugeben, dass bei deiner Grösse wenigstens 335cm für die Hängematte übrig bleiben. Sonst ist das Endprodukt nur noch etwa 310cm lang (wenn überhaupt), und das wäre bei 185cm Körpergrösse arg kurz.

    Wenn ich das mit dem selber nähen richtig verstanden habe brauche ich für ein gutes Ergebnis Hängemattenstoff?

    Da würde ich dir den empfehlen: günstig und – jedenfalls für mich –sehr bequem. Ich würde mir gleich 365cm bestellen, allenfalls sogar 400cm, damit noch genug Stoff für einen Packbeutel übrig bleibt. Alternativ könntest du für den Packbeutel (ca. 45x45cm Stoff für einen doppelseitigen Packbeutel) auch ein leichtes silikonisiertes Nylon mitbestellen.

    Vielleicht bin ich falsch informiert, aber aus meiner Sicht meint der Begriff "wasserabweisend" etwas anderes: Er meint, dass Wasser auf der Oberfläche abperlt. Das kann durch Silikon geschehen, wird aber oft auch durch eine DWR-Imprägnierung erreicht, die immer wieder mal aufgefrischt werden sollte. Über die Wasserdichtigkeit sagt der Begriff nichts aus.

    Wenn Silnylon Wasser durchlässt, dann hängt das damit zusammen, dass die wenigsten Stoffe 100% wasserdicht sind. Wie du schreibst, wird die Wasserdichtigkeit in Millimetern Wassersäule angegeben. Bei 2000mm Wassersäule treten in einem genormten Rohr bei genormter Füllgeschwindigkeit bei 2000mm Wasserdruck in einer bestimmten Zeit drei Tropfen Wasser durch den Stoff. (Angaben aus der Erinnerung. Hier weitere Details dazu.)

    Ich teile auch die Erfahrung, dass Silnylon nicht komplett wasserdicht ist. Ich bin aber etwas erstaunt, dass der Druck auf meine Daunensachen unten im Rucksack so gross zu sein scheint, dass tatsächlich nach einiger Zeit im Starkregen etwas Feuchtigkeit durch den Stoff des Beutels gelangt. Jedenfalls hatte ich letztes Frühjahr diese Erfahrung gemacht. Ich zitiere aus meinem E-Mail an Exped:

    «Vor einigen Tagen war ich unterwegs (...) und wurde stark verregnet. Dabei ist einiges an Wasser in den Rucksack eingedrungen und im Inneren nach unten geflossen. Mein Daunenquilt war ordnungsgemäss im Schnozzel Pumpbag zuunterst im Rucksack versorgt. Als ich den Daunenquilt am Abend aus dem Sack nahm, war dieser an der Oberfläche an einigen Stellen ziemlich nass. Das Gewebe des Pumpbags mag wasserdicht sein, aber die Wassersäule dürfte sehr niedrig sein. Als wasserdichter Kompressions-Packsack ist er also nur bedingt zu empfehlen.»

    Hier die Antwort von Exped:

    «Es tut uns leid, wenn dir eines unserer Produkte Sorgen bereitet. Wenn das Ventil geschlossen und der Rolltop 3x gerollt ist, sollte der Schnozzel tatsächlich wasserdicht sein. Klar ist er mit dieser Wassersäule und dem einfachen Rolltop nicht unterwasserdicht, aber als Schutz im Rucksack ist die Wassersäule des UL völlig ausreichend. Vielleicht testest du das noch mal unter ähnlichen Bedingungen, indem du den Schonzzelbag gefüllt mit Zeitungspapier oder ähnlichem ordentlich verschlossen für ein paar Stunden in ein nasses Handtuch einwickelst. Wenn er durchlässt, kannst du ihn noch wie einen Veloschlauch im Wasserbad auf ein Loch testen. Das liesse sich dann mit Tear-Aid Kit Typ A von beiden Seiten verkleben. Das gibt es im Outdoorfachhandel oder im Internet zu kaufen. Wenn der Schnozzel auch kein Loch hat, kannst du ihn uns gerne über deinen Exped Händler zur Reklamation einschicken. Uns würde dann vor allem interessieren wo genau er die Feuchtigkeit rein lässt!»

    Ich denke kaum, dass das Einwickeln in ein nasses Handtuch auch nur annähernd die Situation unten im Rucksack simuliert, aber immerhin habe ich eine Antwort erhalten. Ich bin dem bisher nie weiter nachgegangen.

    Meine Frage wäre nun einfach: Ist denn so eine Plastikfolie (beispielsweise eines Spänefangsacks) wirklich 100% wasserdicht? Respektive ist die Wassersäule deutlich grösser als beim durchschnittlichen Silnylon, das vielleicht auf 2000mm Wassersäule kommt?

    Leuchtet mir teilweise ein. Aber:

    Da er nicht genäht wurde zu 100% dicht

    Gewicht

    Der silikonisierte Stoff mit abgedichteten Nähten müsste eigentlich auch dicht sein. Das scheint mir allerdings nicht ganz der Fall zu sein. Ich hatte schon öfters etwas Feuchtigkeit drin. Wenn man gutes Tape dabei hat, kann man den Plastikbeutel immerhin besser unterwegs reparieren als das Silnylon. Allerdings wiegt das Ersatz-Tape auch wieder. Ist der Plastikbeutel dann wirklich noch leichter als ein leichter Stoffbeutel?

    einfach austauschbar

    Solange man zuhause ist schon, aber auf einer langen Tour? Und gerade dort muss das Material ja wirklich zuverlässig sein.

    Ich kann mir echt vorstellen, dass ein leichter, aber stabiler Plastikbeutel eine gute Alternative sein kann, zumal ja viele Fernwanderer damit arbeiten. Irgendwie werde ich mit diesem Gedanken aber noch nicht so richtig warm, vielleicht weil ich meine Produkte gerne möglichst lange nutze und möglichst selten austausche.

    Was ist eigentlich der Vorteil eines solchen Plastiksackes gegenüber einem klassischen Beutel aus beispielsweise Silnylon? Der günstigere Preis? Oder die Wasserdichtigkeit? Bei Silnylon/Silpoly habe ich manchmal das Gefühl, dass da immer etwas Wasser durchdringt.

    Naja, ein einzelner Dorn von Brombeeren vermag vieles. Denen weiche ich immer aus.

    Ansonsten hätte ich jetzt auch keine Bedenken, die Schlaufen aus dem Nylon-Grosgrain-Ribbon von DutchWare zu machen. Das Ripsband von Extremtextil macht auf mich höchstens einen unwesentlich weniger stabilen Eindruck, ist allerdings deutlich rauer, kann also sicher leichter in Brombeerranken hängen bleiben.

    Den Truckie Hitch habe ich noch nicht so richtig intus, aber der ist echt eine gute Alternative, wenn es darum geht, dass man immer wieder Probleme beim Öffnen der Schlaufe hat. Lustigerweise bin ich vor kurzer Zeit auf die exakt gleichen Videos gestossen. YouTube-Algorithmus bei Leuten mit ähnlichen Interessen?

    Zuerstmal scheint die Hängemattenlänge sehr wichtig zu sein. Oft habe ich von 3,60m gelesen, die für meine Körpergröße gut sein soll.(1,90).

    Für die 1.9, die du zitierst, bin wohl ich verantwortlich. Ich bin auf diese Zahl gestossen, als ich mir Gedanken über sinnvolle Hängematten-Grössen gemacht habe und feststellen musste, dass die meisten Hängematten auf dem europäischen Markt viel zu kurz sind, aber dennoch mit klangvollen XL- und XXL-Angaben beworben werden. Die Situation hat sich inzwischen bereits ein Stück weit verbessert, nicht zuletzt durch den Shop von «Hammock Fairy». Man bekommt jetzt auch in Europa längere Hängematten und muss diese nicht mehr in den USA bestellen.

    Für mich passt der Faktor 1.9 insofern recht gut, als ich in Hängematten dieser Länge selber sehr angenehm liege. Bei festeren Stoffen spüre ich sogar bis zum Faktor 2.0 einen Komfortgewinn. Einige andere Foristen haben sich zumindest positiv über den angewandten Maßstab geäussert.

    Man darf eine solche Verallgemeinerung aber nie zu eng sehen. Da spielen noch weitere Faktoren mit rein: Wie verhält sich der Stoff? Bei welchem Hängewinkel ist für einen eine Hängematte am bequemsten? Möchte man möglichst viel Gewicht sparen oder auch unterwegs beim Wandern den bestmöglichen Komfort haben? – Im Grunde steht das alles so schon im damaligen Post. Insofern bin ich immer wieder erstaunt, wie viele den Faktor 1.9 quasi als Gesetz lesen. Es ist ein Anhaltspunkt, der einen davor bewahren kann, eine viel zu kurze Hängematte zu kaufen. Mehr nicht. – Schlussendlich hilft nur probeliegen.

    Ich habe die Schrift mal etwas verkleinert. Jetzt sollte das Benutzermenü wieder komplett sichtbar sein.

    Ich finde die Schrift nun sehr klein. Ich habe sie standardmässig auf 90%, damit ich mich abmelden kann. Zum angenehmen Lesen müsste ich sie nun auf 100% vergrössern, dann muss ich aber zum Abmelden wieder auf 90% zurück, damit der Abmelde-Link sichtbar wird. So gesehen fand ich es für mich vorher angenehmer. 17"-Bildschirm (1600x900 Pixel).