Beiträge von Waldläufer70

    Denk an die Faustformel, dass die Summe des zu tragenden Gewichts inkl. Rucksack nicht mehr als 25 Prozent deines Körpergewichtes übersteigen sollte

    Beim Pilgern spricht man gerne von 10% des Körpergewichts. Ich halte von all diesen Angaben wenig, denn was man braucht, muss und wird man ohnehin mitnehmen. Ich halte es da lieber mit: so wenig wie möglich einpacken.

    Ich nutze regelmässig einen 36-Liter-, einen 46-Liter und einen 56-Liter-Rucksack. Für eine Übernachtung in der warmen Jahreszeit mit nur ganz wenig Proviant und Wasser komme ich mit dem kleinsten Rucksack aus. Da packe ich dann ein:

    • HammockGear Burrow 20°F (Topquilt), ca. 650g (oder rund 450g für 40°F)
    • HammockGear Uncubator 20°F (Unterquilt), ca. 650g
    • Hängematte (selbstgenäht): jeweils gegen 600g mit Moskitonetz
    • Aufhängung (selbst zusammengestellt): rund 200g
    • Hex-Tarp (selbstgenäht): ca. 590g
    • etwas Kleidung für die Nacht (je nach Jahreszeit / Wetter)
    • Wasser (ca. 2 Liter)
    • Proviant (Fertiggericht + etwas Knabbereien)
    • Spiritus-Kochsystem
    • Kleinkram (Taschenlampe, Handy, etc.)

    Da liegt dann gut auch noch eine Wanderung am nächsten Tag drin.

    Sobald ich länger unterwegs bin sowie im Frühling oder Herbst, schwanke ich zwischen dem mittleren und dem grossen Rucksack. Ein Stück weit aufgrund von Lust und Laune, Packdisziplin und aktuellem Wetter / Ausrüstungsbedarf.

    Ich möchte mir eine Schlafsackhülle nähen, die mittels Druckknöpfen zu einem Quader geformt werden kann. Da ich bisher keinerlei Erfahrung mit dem Einbau von Druckknöpfen gemacht habe, dachte ich mir, frage ich mal hier, bevor ich «blind» etwas bestelle.

    Ich möchte zwei Stoffschichten aufeinander nähen und den Rand mit einem Einfassband (25mm) einfassen. In diesen Rand sollen dann die Druckknöpfe eingearbeitet werden. Sie sollten also maximal 12mm gross sein, allenfalls 13mm. 15mm dürften wohl zu stark überstehen, vermute ich mal.

    Fragen:

    • Welche Druckknöpfe könntet ihr mir empfehlen? Sie brauchen nicht bombenfest zu halten, aber sollen doch nicht bei geringer Belastung bereits aufgehen. (schwarz ist mir lieber als silbern.) Und wo bekommt man die?
    • Was für Werkzeug braucht man, um die Druckköpfe anzubringen? Oder liegt das jeweils komplett bei?
    • Wie funktionieren die genau? Wird beim Anbringen ein Loch in den Stoff gemacht? Oder wird der irgendwie eingeklemmt? Wie dick dürfen die Lagen im zweiten Fall maximal sein?
    • Falls ein Loch gemacht wird: Kann es sich lohnen, dieses mit einer Lochzange vorzubereiten und allenfalls mit Silikon oder Araldit zu stabilisieren, unmittelbar bevor man die Druckknöpfe setzt? Ich kann mir vorstellen, dass der Stoff dann weniger leicht ausreissen dürfte. (So gross ist die Belastung zwar auch nicht, aber ich mag stabile Verbindungen.)

    Vielleicht dumme Fragen... Aber wie gesagt, ich habe noch nie mit Druckknöpfen gearbeitet, finde die aber doch sehr praktisch. Vielleicht sind ja auch andere mal froh um etwas Information.

    Dann schau, dass die Hängematte wenigstens 320cm lang ist, besser noch etwas länger. Damit ist der Bereich gemeint, in dem die Hängematte sich auffächern kann. Ticket to the Moon beispielsweise rechnet seine 320cm von Haken zu Haken; da bleiben nur etwa 290cm Hängematte.

    Eine Cross Hammock ist vermutlich etwas vom Leichtesten, das du bekommen kannst. Sacki hat die netterweise mal schön vorgestellt:

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    mit 15kg auf dem Rücken

    Wenn da Wasser und Proviant mit dabei sein, dann ist das der Bereich, in dem auch ich mich bewege. Wenn ich die leichten «Tagesrucksäcke» der UL-Fraktion sehe, werde ich immer ein wenig neidisch. Aber im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden mit meinen Setups.

    Toll, wenn der Rucksack für die Übernachtung wie ein Tagesrucksack von durchschnittlichen Touristen aussieht. – Hilft auch dabei, seine Absicht zu verschleiern: Wer mit riesigem Trekkingrucksack unterwegs ist, fällt diesbezüglich viel mehr auf.

    Schöne Fotos! :)

    Ich habe z.B bei Infrastellar gesehen, dass er das Tarp direkt an den Whoopies befestigt. Eigentlich eine Top Lösung, Jedoch müsste doch der Abstand und Winkel stets der gleiche sein, oder irre ich? und wie ist es wenn man sich in die HM setzt. Kann es da nicht zum druchhängen oder extra Spannung des Tarps kommen?

    Damit die Hängematte immer gleich hängt, dafür hast du eine Ridgeline an der Hängematte. Naja, viele haben eine.

    • Mit etwas Gummiseil passt sich das Tarp wunderbar an, wenn du es so wie infrastellar nahe bei der Hängematte am Baumgurt befestigst.
    • Ich selber befestige das Tarp möglichst nahe am Baum am Baumgurt. So sind die beiden Systeme – Hängematte und Tarp – praktisch unabhängig. Durch die Vorspannung der Firstleine des Tarps bestimme ich, wie hoch oder tief über der Hängematte das Tarp zu hängen kommt. Das Tarp wird dadurch zwar eine Spur kürzer, dafür nimmt die Spannung, die auf den Baum wirkt deutlich ab.

    Ich persönlich bevorzuge übrigens Gummikordeln statt fester Schnüre, da bei versehentlich falschem Hinsetzen die Spannung aus den Schlaufen rausgenommen wird.

    Einfach, dass keine Missverständnisse entstehen: Auch ich nutze Gummikordeln. Bei sehr langen Hängematten nutze ich aber eine Verlängerung aus einem nicht-elastischen Material, damit die Gummikordeln weder überstrapaziert, noch die Spannung des Unterquilts unnötig hoch wird. In der Regel setze ich die Verlängerung am Fussende an, da dann der Quilt für mich besser positioniert ist.

    Ich verstehe, ehrlich gesagt, die Frage nicht: Wozu beschwert ihr den Stoff genau?

    Ich lege den zu nähenden Stoff hinter der Nähmaschine auf den Tisch, führe ihn unter dem Freiarm der Nähmaschine durch zu mir und dann unter dem Nähfuss durch wieder von mir weg. Der ungenähte Stoff kommt von hinten und der genähte Stoff geht wieder nach hinten weg.

    Wie in einem anderen Faden (dort allerdings zum Selva600) schon andiskutiert, ist dank der stärkeren Asymmetrie beim diagonalen Liegen (an sich ja positiv) das verrutschsichere Anhängen eines Underquilts mit zunehmender Länge der HM schwieriger.

    Ich selber habe ja den Incubator von HammockGear. Damit bin ich bisher mit jeder Hängemattenlänge ausgekommen: von ca. 280cm bis 380cm. Ich habe dazu nicht mal gross etwas "umgebaut", ausser das, was ich in diesem Faden mal empfohlen hatte:

    Befestigung des Unterquilts unter klassischen Tuchhängematten

    Wenn du den Faden nicht missverstehst (es geht nicht um die Ermittlung der passenden Schuhgrösse, wo man relativ wenig Spielraum hat, was passt und was nicht), kannst du mal diesen anschauen:

    Hängematten-Größen / Länge von Hängematten

    Es geht mir dabei weniger darum, dir eine lange Hängematte aufzudrängen, sondern eher um den Aha-Effekt, wie kurz die meisten in Europa erhältlichen Hängematten – Amazonas XXL eingeschlossen – sind.

    Du könntest dir somit einfach Mal 4m hiervon bestellen. (4 x 3,40€ = 13,60€).

    Diesen Stoff würde ich keinesfalls empfehlen. Sehr lose gewoben und wirkt entsprechend billig. Vermutlich wäre dir der auch zu dehnbar. Aber vor allem ist der Stoff nur rund 120cm breit, also viel zu schmal.

    Ich würde diesen Stoff empfehlen, obwohl auch der eher schmal ist (150cm ist die Standard-Rollenbreite). Breitere Stoffe gibt es auch, aber nicht bei Extremtextil. Bestimmt kennst du jemanden, der dir den Stoff rundherum säumen kann. Oder du kannst das sogar selber machen. Dann den Stoff an beiden Enden zusammenraffen. Fertig. (Link dazu hat dir RoyalHang oben bereits gegeben).

    Dass es so schwierig sein soll, in der Hängematte in den Schlafsack zu steigen habe ich schon oft gelesen und kann es nicht so recht nachvollziehen - Reißverschluss auf, Hintern rein, Füße rein, zurücklehnen und Reißverschluss wieder zu. Wo genau ist da ein Problem?

    Ich hab's auch nie verstanden. Selbst mit einem Schlafsack ohne Reissverschluss geht es relativ einfach: Füsse in die Luft, Schlafsack bis zum Hintern hochziehen, Füsse in der Hängematte abstützen, Gesäss anheben, Schlafsack ganz hochziehen... Aber mit einem Quilt geht es definitiv einfacher.

    Zunahme der Waldfläche in der Schweiz:

    LFI_Veraenderung_Waldflaeche_1983-2017.jpg

    © Quelle

    In den dicht besiedelten Gebieten (v.a. Mittelland) ist die Waldfläche erhalten geblieben, in den dünn besiedelten Regionen (v.a. Alpenraum, aber auch Jura) ist die Zunahme der Waldfläche markant.

    Gibt es so etwas auch für Deutschland oder Österreich?