Beiträge von Waldläufer70

    Da wird dir eine solche Reise bestimmt guttun. Oft spürt man ja recht genau, was einem in solch schwierigen Situationen den nötigen Boden unter die Füsse gibt. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute für dein Projekt!

    Deshalb habe ich auf Wanderwagen umgestellt

    Ich habe da etwas gefunden. Ich habe den gleichen Velo-Shopper von Andersen und auch schon vesucht, den als Wanderwagen zu nutzen. Die originale Deichsel ist mir dazu zu kurz. Du nutzt anscheinend auch Stöcke als Verlängerung. Magst du, so sich das System für dich noch immer bewährt, den mal in einem gesonderten Faden näher vorstellen?

    Aus meiner Erfahrung gibt es einfach erstaunlich grosse Unterschiede bei der optimalen Länge der Firstleine (Ridgeline). Ich habe schon einige Hängematten selber genäht und da ist die optimale Länge der Firstleine nicht bei jeder im gleichen Verhältnis zur Länge der Hängematte:

    • Die Hängematten von Warbonnet (von denen ich keine mein Eigen nenne) haben eine verhältnismässig lange Ridgeline (wohl um die 89 % der Hängemattenlänge) und somit steigt die Sitzhöhe der Hängematte bei gleich hoch angebrachten Haken ein Stück an.
    • Meine eigenen verhalten sich unterschiedlich: Je nach "Kurvenschnitt" der Stirnseiten des Stoffs und Länge der Hängematte kommen ganz unterschiedliche optimale Längen der Firstleine und damit ein unterschiedlicher idealer Durchhang heraus. Bei meinen Hängematten liege ich eher im Bereich von 80 % bis vielleicht 85 %, womit ich mit meinen Hängematten unterschiedlich hoch sitzen würde: auf jeden Fall aber ein ganzes Stück weiter unten als mit einer Warbonnet-Hängematte.
    • Dazu kommt noch, dass die Höhe des Fussendes vielleicht nicht bei jeder Hängematte gleich weit oben gewünscht ist.

    Kurz, bei unterschiedlichen Hängematten variiert bei fixen Haken die Sitzhöhe. Und wie oben erwähnt, mögen auch nicht alle Personen die gleiche Sitzhöhe. Und das Fussende möchte man vielleicht auch lieber an die Hängematte anpassen können.

    Ist die Distanz der Aufhängepunkte eher klein (sodass die Hängematte gerade so reinpasst), mag das nicht so viel ausmachen. Je grösser aber der Abstand der Aufhängepunkte wird, desto mehr macht es schlussendlich aus!

    Mir persönlich würden einzelne Haken besser gefallen als Airline-Schienen. Dennoch ergeben diese aus den genannten Gründen durchaus Sinn. Eine Alternative wäre das Anbringen von kräftigen Leisten mit etwas Abstand von der Wand als "Ersatzbäume". Da gab es auch schon diverse Beiträge im Forum. (siehe Hammock Fairy). Fagorian hat sogar schon eine (frei stehende?) Konstruktion für sein Zimmer vorgestellt: Da weiss ich allerdings nicht mehr, ob er fixe Haken genutzt hat.

    Gestern war ich endlich wieder mal im Wald. Nach einigen Tagen wechselhaftem Wetter und eher tiefen Temperaturen bei Bise war endlich wieder an einen gemütlichen Aufenthalt in der Hängematte zu denken. Ich hatte gestern davon "berichtet":

    Waldläufer70
    18. April 2023 um 15:03

    Die in den Bildern gezeigte Hängematte ist eine meiner letzten selbstgenähten Hängematten. Zu meinem Erstaunen war sie einfach total unbequem. In ihr hatte ich meine schlimmsten Hängematten-Nächte erlebt.

    Einem Impuls folgend, habe ich vorgestern die verstellbare Firstleine (Ridgeline) so abgeändert (neu eingespleisst), dass ich diese nun ein ganzes Stück kürzer einstellen kann. Und siehe da, sie ist jetzt viel bequemer geworden. So bequem, dass ich erstmals recht gut in ihr geschlafen habe.

    Fazit:

    • Irgendetwas muss bei der Ermittlung der ursprünglichen Länge der verstellbaren Firstleine schiefgelaufen sein.
    • Die Länge der Firstleine macht tatsächlich sehr viel aus. Es lohnt sich also, ganz verschiedene Längen auszuprobieren. (Ein Grund, weshalb ich am liebsten verstellbare Leinen verwende.)

    Ach so, dann war es die Perspektive deiner Fotos: Es sah so aus, als wäre die dem anderen Tarp zugewandte Seite sehr kurz.

    Der Link zu diygearsupply war auch defekt; deshalb konnte ich nicht nachschauen, wie die Vorlage aussieht. (Bei diesem Anbieter gab es kürzlich einen Wechsel der Inhaber. Die vorherigen Inhaber hatten schon damit gerechnet, den Laden schliessen zu müssen, als sich unverhofft eine neue Lösung ergab.)

    Du kannst auch den Rechner nutzen, den ich vor Jahren mal erstellt habe. Der berücksichtigt auch die Länge der Ridgeline und dürfte deshalb noch etwas praxistauglicher sein:

    Waldläufer70
    22. Mai 2016 um 14:33

    Hier ein kurzer Artikel über zunehmende Gefahren im Wald.

    Obwohl ich mich seit Kindheit, und ich bin jetzt Ü40, im Wald bewege war mir zum Beispiel die Gefahr von Witwenmachern bis zur Entdeckung diesen Forums garnicht bewusst.

    Ja, der Wald hat's zurzeit nicht leicht. Aber diese Aussage: "In Deutschland – weltweit eine Ausnahme – gibt es ein freies Betretensrecht für den Wald."

    Sieht es nicht eher so aus?

    • Freies Betretensrecht in Deutschland vom Bundesland und der Tageszeit abhängig
    • Freies Betretensrecht aber z.B. in Skandinavien und in der Schweiz gegeben

    Mir kommt das für Deutschland ein wenig wie Wunschdenken vor. Aber klar, dort, wo man die Wege verlassen darf, muss man sich der Gefahren bewusst sein. Auch in Deutschland.

    Als erstes habe ich mir einen möglichst kleinen Dogbone gespleißt. Dieser ist aufgrund der kurzen Spleißlänge von 5cm nicht so sicher, dass ich meine Hängematte daran aufhängen würde, aber für die Ridgeline reicht das.

    Lutige Sache. Genau so mache ich das bei meinen Hängematten auch. :)

    Schöne Anleitung übrigens! Danke!