Beiträge von Waldläufer70

    Eigentlich wollte ich gerne den Dogbone dem genähten Kanal entlang führen, hatte aber vorher noch keine gute Idee, wie ich das machen könnte...

    Tatsächlich hat mir das Warbonnet-Whipping mit dem eher engen Kanal meine Kurve (2,5cm bis 3,5cm breiter Tunnelzug) noch verstärkt. Statt etwa 2cm tief wie geplant, ist sie nun deutlich pointierter geworden. Man sieht das auch gut auf den Fotos:


    Blick von oben auf das Whipping: Kordel liegt an der Naht an


    Blick von unten auf das Whipping: Kordel hat beachtlichen Abstand zur Naht


    Blick von der Seite auf das Whipping: Man sieht schön, wie die Distanz vom Rand zur Mitte der Hängematte immer grösser wird.

    Das war so nicht geplant. Die Kordel hätte schön der Naht entlang gehen sollen. Nun ist die geplante Kurve wohl etwa 4cm statt nur 2cm tief. Das spürt man auch beim Liegen.

    Ich habe nun die folgenden Möglichkeiten:

    • Ich gewöhne mich daran.
    • Ich «entseele» die Paracord-Kordel: Sie wird dann eine Spur dünner und damit der Knubbel vielleicht eine Spur kleiner, so dass ich näher an die Naht komme. Das dürfte aber nur einen kleinen Unterschied machen.
    • Ich «verschliesse» das Hängematten-Ende mit der Paracord-Kordel, ohne diese vor dem Verknoten um den Stoff zu führen, verknote sie also einfach, direkt nachdem ich sie durch den Tunnelzug gezogen habe. Dann sollte es möglich sein, den Dogbone nahe oder zumindest näher an die Naht zu bringen und somit der geplanten Kurve näher zu kommen.

    Noch ein paar Eindrücke vom Test draussen:

    Und mit dem letzten Foto schicke ich einen dankbaren Gruß zu Omorotschka nach Berlin an den Flakensee:

    :)

    1.) Zum WBW:

    Wie kommt man auf diese Kordelzugtunnel-Umschlaglängen von 4-7cm? Da reichen doch 7mm Saum und allerhöchstens 10mm Tunnelumschlag um ne 3mm Kordel aufzunehmen und den Stoff falten schlagen lässt. Alles andere ist doch hergeschenkt?!! Oder?

    Sprichst du da aus Erfahrung?

    Ich habe gerade die Tunnelzüge meiner ersten ohne Hilfe genähten Hängematte aus Hexon 1.6 aufgetrennt und die Schnittkanten am Kopf- und Fussende begradigt (ich hatte damals noch nicht auf die Ripstop-Karos geachtet). Erstaunlich wie schräg da alles war. Um möglichst wenig Stoff zu verlieren, habe ich sehr schmale Endkanäle gemacht (rund 3cm). Davon ging noch etwas für die drei Nähte drauf. Den Umschlag hatte ich rund 1cm breit gemacht. Ich habe nun einen sehr schmalen Kanal, aber immer noch deutlich breiter als die von dir vorgeschlagenen 10mm für den Kanal.

    Was lerne ich daraus:

    A) Der Stoff hat zu wenig Platz, um sich zu kräuseln, er lässt sich auf dem Dogbone nicht so stark zusammenschieben, wie ich das gewohnt bin. Ich hätte jedenfalls nicht den Mut, diese Hängematte direkt durch den Tunnelzug aufzuhängen, da ich fürchte, dass durch das gewaltsame Kräuseln unter Last die Nähte zu stark belastet würden. Fazit: Fürs Zusammenschieben der Hängematte auf dem Amsteel braucht man ordentlich Platz.

    B) Ich habe dann beschlossen, das Warbonnet-Whipping anzuwenden, da ich ja nun ohnehin einen schmalen Tunnelzug habe und Hammock Fairy meinte, dass er bei mir bisher nicht funktioniert hat, weil mein Tunnelzug zu breit war. (Danke für den Hinweis an dieser Stelle: Ich kann das nun praktisch nachvollziehen.) Mit einer dünnen Kordel habe ich nun ein Warbonnet-Whipping versucht und folgendes festgestellt: Durch das starke Kräuseln des Stoffes aufgrund des schmalen Tunnelzugs entsteht unweigerlich ein Knubbel, der ungefähr so aussieht, wie ich ihn von diversen Fotos kenne. Mein Tunnelzug ist mit den rund 3cm sogar so schmal, dass ich die Kordel gar nicht direkt unter der Naht binden kann, da der Knubbel zu dick dafür ist. Fazit: Selbst für das Warbonnet-Whipping kann man den Tunnelzug zu schmal machen. Ich habe jetzt gezwungenermassen eine Kurve im Stoff: Die Mitte wird deutlich mehr verkürzt als der Rand der Hängematte. Da ich solche Kurven aber ohnehin mag, hoffe ich, dass die Hängematte bequem wird.

    Ich nähe jetzt mal noch den zweiten Tunnelzug und schaue dann mal, wie die Hängematte wird. Ich hoffe nur, dass das ganze nun mit Warbonnet-Whipping funktioniert und die (zu) schmalen Tunnelzüge keine ungeahnten Nachteile mit sich bringen.

    Fotos und Kurzbericht folgen...

    Auch meine Version des oben gezeigten Knotens funktioniert übrigens ebenfalls für die Befestigung einer Hängematte ohne genähten Tunnelzug:

    • geraffte Hängematte nach unten falten
    • Dogbone in den Falz legen
    • längeres Ende (für die Aufhängung) einmal um das gefaltete Ende führen, zuerst oben, dann unten durch
    • zum Schluss unter sicher selber durchführen und durch die Schlaufe des kürzeren Endes stecken
    • sorgfältig, Schritt für Schritt, festziehen (dabei das kürzere Ende nahe an den Falz ziehen, bis der Dogbone die Hängematte dort verlässt, wo man das möchte: z.B. exakt oben in der Mitte)

    Hier die Fotos dazu:

    Ansicht des fertigen Knotens von oben

    Ansicht von unten

    Ansicht von der Seite

    Befestigung des Tarps direkt am Baumgurt

    Die Idee, nur einen Evo-Loop pro Baum zu verwenden, um sowohl den Baumgurt am Baum als auch das Tarp am Baumgurt zu befestigen (siehe vorherigen Post), finde ich zwar nach wie vor einfach, leicht und gut praktikabel. Der einzige Nachteil, den ich sehe, ist der Umstand, dass man den mit einem Prusik am Gurtband befestigten Evo-Loop zuerst – abhängig vom Baumumfang – in die passende Position schieben muss. Aus diesem Grund ziehe ich nach wie vor Dutch Clips vor.

    Für die Befestigung des Tarps direkt am Baumgurt finde ich aber einen Evo-Loop (oder einen simplen Continuous Loop) nach wie vor sehr praktisch und baumschonend. Natürlich muss ich auch den in die passende Position schieben, aber das passiert, wenn der Baumgurt schon am Baum sitzt.

    Ich sehe die folgenden Vorteile:

    • Wenn ich den Evo-Loop direkt an den Dutch Clip schiebe, wird der Baumgurt im Dutch Clip fixiert und hält deshalb sehr gut am Baum: Er rutscht nicht oder kaum nach unten. (=> siehe Fotos)
    • Das Tarp ist immer exakt über der Hängematte. Ich kann es aber bei Bedarf beim Abspannen auch in die gewünschte Richtung ziehen.
    • Das Tarp verursacht keine Baumschäden (oder zumindest nicht mehr als der Baumgurt es allenfalls tut).
    • Ich kann wahlweise zuerst die Hängematte oder zuerst das Tarp auf- oder abbauen.
    • Ich komme mit weniger Schnur am First des Tarps aus, weil ich die Schnur nicht um den Baum führen muss.
    • Ich kann die Evo-Loops bei Bedarf auch nahe an die Hängematte schieben. (Das geschieht allerdings auf Kosten des ersten Vorteils.) Dann würde ich aber unbedingt ein Stück elastische Schnur in die FIrstleine des Tarps einbauen, weil sonst das Tarp unter Umständen die Funktion der Hängematten-Ridgeline übernimmt und sehr stark belastet werden könnte.

    Bisher ist der Prusik aus Amsteel zu meinem Erstaunen an meinen Baumgurten («Black Premium Webbing»), die eine relativ grobe Webstruktur aufweisen, noch nie verrutscht. Das kann auch damit zusammenhängen, dass ich den First des Tarps nie stark vorspanne, sondern die Spannung erst mittels Abspannung zum Boden richtig aufbaue. Ich bin dazu übergegangen, weil ich das Tarp bei grösseren Baumabständen nicht weiter oben haben, sondern auf die gewünschte Höhe senken wollte. Mein Tarp war bisher jedenfalls immer stabil, auch bei (leichtem bis mässigem) Wind.

    Zing-It / Lash-It statt Amsteel

    Da ich auch leichtere Baumgurte (z.B. das Polyester-Gurtband von Extremtextil) verwenden möchte, welche in der Regel eine viel feinere Webstruktur aufweisen, habe ich mir überlegt, ob sich für die Aufhängung des Tarps auch Evo-Loops (oder Continuous Loops) aus Zing-It / Lash-It eignen würden. Ein Prusik hält ja umso besser, je dünner das dafür verwendete Seil im Vergleich zum Seil ist, an dem er sich festklammert.

    Das scheint gut zu funktionieren:

    Der Praxistest steht allerdings noch aus. Jedenfalls konnte ich im Heimtest schon mal ziemlich viel Last auf die Schlaufe geben, ohne dass sie verrutscht ist. Ich weiss allerdings nicht, ob die kleinen Evo-Loops / Continuous Loops an einem Baumgurt aus Dyneema ausreichend Halt finden würden, da ich keine solchen Bänder habe. Vielleicht mag das jemand mal ausprobieren.

    Erst vor ein paar Tagen habe ich neben den bekannten Einführungen von «Shugemery», «Spiguyver Backpacking» und «Outdoor Adventures» eine weitere Einführungsreihe in Thema «Hammock Camping» entdeckt. Ich meine, sie sei hier bisher noch nicht vorgestellt worden:

    Der «HAMMOCKS - Beginner's Guide» von «Backpacking With a Hammock». Hier das erste Video der Reihe:

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    Die Grösse einer Hängematte spielt genau so eine Rolle wie die Grösse einer Jacke. ;)

    Das habe ich befürchtet. Deshalb steht wohl auf der Website auch, dass das Programm keinen nicht-bootenden Computer zum Laufen bringt. Ich hatte gehofft, dass sich vielleicht die «sich einmischende» Festplatte erst nachträglich anschliessen lässt. Aber mit dem Einfrieren wurde das nun auch nichts. Schade.

    Ich weiss auch nicht mehr, wozu ich damals das Programm installiert hatte. Irgendetwas war da mit dem Bootsektor kaputt gewesen. Und mit wenigen Klicks lief alles wieder.

    Ich melde mich mal als einer, der eigentlich keine Ahnung vom Thema hat, aber seinen PC schon ein paarmal abgeschossen und wieder zum Laufen gebracht hat.

    Einmal hat mir Easy BCD geholfen. (Wenn du runter scrollst, gibt's eine nicht-kommerzielle Version.)

    Ob du damit allerdings deinen nicht richtig bootenden Computer zum Laufen bekommst respektive richtig konfigurieren kannst...

    Ich bin sicher, in diesem Forum bekommst du noch professionelle Hilfe!

    Ich habe aktuell speziell für die Hängematte nur mein selbstgenähtes 12'-Hex-Tarp (Firstlänge: 365cm). Das bietet ausreichenden Regenschutz, wenn der Wind nicht extrem von der Seite kommt. Ich habe es allerdings schon erlebt, dass bei einem Gewitter der Wind böig von der Seite kam und da wurde mein Moskitonetz nass. Zum Glück zog das Gewitter schnell vorbei und so war bis zum Morgen alles wieder trocken.

    Wenn ich weiss, woher der Wind kommt, kann ich die Hängematte eher tief hängen und das Tarp dicht darüber. Die dem Wind zugewandte Seite ziehe ich dann sehr steil nach unten, so dass die untere Kante vielleicht noch 30cm über dem Boden liegt. Das gibt etwas Windschutz, aber auch nur, wenn der Wind nachts nicht dreht und wirklich schön im rechten Winkel aufs Tarp trifft. Ein Hex-Tarp ist in diesem Punkt heikel.

    Wenn du wirklich guten Windschutz wünschst, muss das Tarp über Türen verfügen und sehr lang sein, so dass du es praktisch bis zum Boden spannen kannst. Ich vermute allerdings, dass selbst bei einer kleinen Lücke zwischen Tarp und Boden immer ein leichter Luftzug spürbar bleibt, ähnlich wie in einem Zelt ohne solides Innenzelt. Wenn man das Tarp auf allen Seiten direkt am Boden befestigen könnte, so dass zwischen Tarp und Boden kein Spalt mehr vorhanden wäre, liesse sich die Zugluft wohl weitgehend eliminieren (siehe Hinweis von barfuß oben).

    Die andere Möglichkeit wäre eine Windsocke, die die Hängematte – quasi wie ein Innenzelt – umgibt und den Wind abhält.

    Ich hatte vorhin gerade ein interessantes Gespräch mit einem Förster aus meinem Bekanntenkreis. Ein paar Hinweise daraus möchte ich hier festhalten, damit ich sie nicht vergesse:

    • Bei Laubbäumen (in unseren Breiten) kann man innerhalb eines Jahresringes zwei Schichten unterscheiden: Im Frühling werden zuerst Holzschichten mit Röhren für den Wassertransport nach oben gebildet (Xylem). Im zweiten Teil der Wachstumsphase entsteht festes Holz ohne Röhren. Anders gesagt: Zuerst sorgt der Baum dafür, dass Wasser nach oben transportiert werden kann, dann sorgt er für die nötige Stabilität des Stammes und der Äste. Der Wassertransport erfolgt übrigens nicht nur im äussersten Jahresring, vielmehr sind daran in der Regel zahlreiche Schichten bis hin zum Kernholz beteiligt.
    • Die Verletzbarkeit eines Baumes hängt stark von der Jahreszeit ab: Im Frühjahr (April bis Juni), wenn der Saft in der Bastschicht (Phloem) nach oben gepumpt wird, ist die Rinde (Borke und Bast) viel empfindlicher. In dieser Zeit reagieren Bäume sehr empfindlich auf starke «Berührung»: Zu dieser Zeit darf man mit schweren Waldmaschinen nicht in den Wald, da die Borke und damit auch der Bast viel verletzbarer sind und relativ leicht zerstört werden. Das gilt auch für die Wurzeln, die in dieser Zeit viel leichter verletzt werden können. Befindet sich der Baum in voller Produktion (vom Sommer bis in den Herbst hinein), so ist das Rindensystem wieder viel stabiler und der Baum verträgt viel stärkere Belastungen. (Der Winter dürfte diesbezüglich auch kein Problem sein.)

    Da ich auf Grapplers Hitch bzw. Evo Loops umgestiegen bin, verstauben die Dutch Clips im Schrank.

    Ich habe mir auch schon überlegt, ganz auf die Evo Loops umzusteigen, finde aber die Dutch Clips einfach noch einen Tick einfacher zu handhaben. Das Gurtband ist dermassen flink eingehängt. Das gilt allerdings nur, wenn man den Evo Loop umgekehrt verwenden möchte, um gleich das Tarp mit einzuhängen. Man könnte auch einfach zwei Evo Loops verwenden: einen für die Befestigung am Baum, einen (oder einen Continuous Loop) für die Befestigung des Tarps; dann ginge es nahezu gleich flott wie mit einem Dutch Clip.

    Die Prusiks dienen nicht zur Abspannung des Tarps, sondern sind dazu da, dass ich das Tarp immer möglichst nahe am Baum einhängen kann. Das ist vor allem bei geringen Baumabständen wichtig.

    An der Prusikschlaufe hänge ich mit einem kleinen Karabiner die Spannschlaufen des Tarps ein. Am Tarp selbst befinden sich kleine Spanner. Mal schauen, ob ich davon noch ein Foto finde...

    Hier:

    Tarp wird mit einem Minikarabiner am Baumgurt befestigt.

    Am Tarp selbst ist die Aufhängung einerseits mit einem Gummiseil befestigt, mittels Kordelspanner kann es gespannt werden.

    Ach so, das ist der, der im Westen hoch geht bis zum nordwestlichsten Punkt (ungefähr). Cool!

    Ich nehme an, du kennst diese Website? Wenn du dir dort ein Konto eröffnest (kostenlos), hast du Zugriff auf die offiziellen Landeskarten des «Ordnance Survey» im Maßstab 1:25'000, zuzüglich der Wegführungen gemäss OSM.

    Wozu nimmst du das Packraft mit? Willst du Seen überqueren?