wie spät das Feuern im Wald in der Schweiz eingeschränkt wird
Wer sich die Mühe macht und eine topografische Karte Europas mit einer Niederschlagskarte vergleicht, wird schnell feststellen, dass es im Gebirge fast immer mehr regnet als im «Flachland». Mit anderen Worten: In der Schweiz ist es in der Grundtendenz immer feuchter als in Deutschland.

Europa – Niederschläge im Jahr © Quelle
Ich denke deshalb nicht, dass die Schweiz diesbezüglich deutlich weniger vorsichtig ist als Deutschland. In weiten Teilen der Schweiz ist der Untergrund aufgrund der gehäuften Niederschläge tatsächlich feuchter als in Deutschland, die Waldbrandgefahr in der Tendenz also deutlich geringer. Bei meinem Besuch im April in Berlin war ich erstaunt, wie trocken das am Boden liegende Holz in den Wäldern war. In der Schweiz findet man so trockenes Holz nur selten und schon gar nicht im April.
Letzten Sommer (2018) herrschte allerdings auch bei uns in fast allen Kantonen bis weit in den Herbst hinein ein Feuerverbot im Freien oder zumindest in der Nähe von Wäldern. Da war auch bei uns alles knochentrocken, weil es vom Juli bis in den Oktober hinein kaum Niederschläge gab.
Noch ein Nachtrag:
Oft herrscht in Deutschland eine Waldbrandgefahrensituation wie auf diesem Bild:
© Quelle
Da zeigt sich von Südwesten nach Nordosten genau der gleiche trockene Streifen wie auf der Niederschlagskarte oben. Da zeigt sich der Zusammenhang zwischen Niederschlagsmenge und Waldbrandgefahr sehr deutlich.