Beiträge von DL1JPH

    Bzgl. Verkehrsbremse: Hier in der Region gibt's leider ein paar unrühmliche Beispiele... Das schlimmste ist in Karlsruhe. Dort wird an einer ohnehin reichlich unübersichtlichen Stelle der vielbefahrene Fahrradweg auf die ebenfalls vielbefahrene Durchfahrtsstraße geführt. Die Stelle ist für Radfahrer einfach nur lebensgefährlich. Durch die Radfahrer wird effektiv der Autoverkehr auf eine Geschwindigkeit unterhalb der erlaubten 50 km/h gebremst, was an den folgenden Einmündungen den Verkehrsfluss erleichtert. Danach gibt's auch wieder einen Radweg...

    Ich glaube auch nicht, dass jemand ernsthaft die Autos auf dem Verkehr ziehen will. Für längere Strecken oder wenn man mal wirklich was transportieren will ist es einfach praktischer. Darum geht's letztendlich aber auch nicht.

    Ein Problem gibt's nur dann, wenn das Rücksichtsgebot aus der StVO ignoriert wird - egal von wem. Nur: Ein Autofahrer übersieht ein Fahrrad leichter als umgekehrt. Das ist mittlerweile einigermaßen gesichert. Dazu kommt dann noch, dass teilweise durch wirklich unmögliche Planung der Straßen und Wege das Konfliktpotential noch erhöht wird (teilweise werden Radfahrer als "Verkehrsbremse" missbraucht!). Natürlich gibt's da auch Ausnahmen, aber hier in DE sind die leider noch relativ selten. Dass das letztendlich nicht gut geht ist abzusehen.

    Mir begegnet im Berufsverkehr nur sehr selten ein Auto - ich verwende lieber Forstautobahnen (wer den Begriff mich kennt: Wege, die breit und befestigt genug sind, um mit Langholztransportern darüber zu fahren) und Waldwege. Mit denen komme ich praktisch von der Haustür bis vor's Büro.

    Die Mentalität "Fahrradfahrer = langsam = stört" ist trotz ihrer offensichtlichen Unsinnigkeit (30km/h ist mit einem entsprechenden Fahrrad immerhin problemlos zu machen, auch 50km/h sind auf der Ebene nicht unmöglich!) leider ziemlich verbreitet. Gerade in vielen Innenstädten ist außerhalb der Hauptstraßen sowieso nicht selten Tempo 30... Das interessiert dann aber auch wieder keinen. Und wenn dann mal Radwege existieren sind die nicht selten in derart schlechtem Zustand oder so schmal, dass man sich doch wieder überlegt, ob die Straße nicht sicherer wäre. Wenn gebaut oder saniert wird, hat die Straße leider fast immer Vorrang, egal ob sinnvoll oder nicht. Das wird sich auch nicht ändern, solange die zuständigen Beamten in den Rathäusern bei ihrem alten Verhaltensmustern bleiben (dürfen). Aber an der Stelle wird das Thema doch sehr politisch...

    Womble Ich brauche keinen Antrieb für solche Geschwindigkeiten :) . Dass einige Pedelec-Fahrer absoluten Stuss zusammen fahren werde ich allerdings nicht in Frage stellen. Erfahrungsgemäß sind's oft ältere Semester oder offensichtlich nicht sonderlich sportliche Menschen, die dann meinen, dass man das Maximum des Antriebs ausfahren muss - und wenn die Teile entsprechend programmiert werden, kann man dann nur noch sehr schwer langsam fahren. Das machen einige Hersteller gerne - wenn man die Kurbel leicht bewegt, fährt das Rad von alleine mit maximaler Geschwindigkeit.

    Das witzige ist, dass ich (abgesehen von Homeoffice, was bei vielen Bürojobs ja durchaus auch eine Option sein kann) für den Arbeitsweg mit dem Auto je nach Verkehr 30-60 Minuten brauche, mit Tendenz (dank Berufsverkehr) zum oberen Ende. Mit dem Fahrrad brauche ich auf dem hinweg ziemlich genau eine Stunde, zurück etwas länger (Steigung). Dabei habe ich aber mein Trainingsprogramm schon geleistet und den Rest des Tages für andere Dinge frei. Alles in allem spare ich auf diese Weise sogar Zeit, oder verliere zumindest keine. Außerdem sehe ich jedesmal, wenn ich über die Brücke über die lokale Autobahn fahre, den morgendlichen Stau - die Leute sind irgendwie echt doof, dass sie sich das freiwillig jeden Morgen und Nachmittag antun statt entspannt mit einer Radtour in den Tag zu starten :) .

    Allgemein habe ich oft den Eindruck, dass viele Menschen den Anschein von Zeitersparnis als Gewinn an Lebensqualität fehlinterpretieren und dabei vollkommen übersehen, dass letztendlich mehr als die scheinbare Zeitersparnis durch andere Faktoren (zusätzliche Erholungszeit, zusätzliche Kosten, zusätzlicher Stress mit allen Folgen) ausgeglichen wird... Hatte Hesmon ja auch schon erwähnt.

    Meine Meinung zum Thema ist glaube ich mittlerweile hinreichend bekannt - ein sparsames Auto wenn's was größeres zu transportieren gibt oder für lange Strecken, sonst bin ich bei Wind und Wetter mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs und - gerade mit dem Rad - auf den ersten 10-20km oft nicht langsamer als mit dem Auto ;) .

    Was das Dorf betrifft: Ich habe das Glück, das ich in einem 150-Einwohner-Dorf auf einer Waldlichtung mitten im Landschaftsschutzgebiet und am Rande eines Naturschutzgebietes wohne. An Neubau gibt's hier nicht viel, die paar Häuser, die in den letzten Jahren gebaut wurden, passen auch eher gut ins Bild. Wenn ich aber allein schon die Neubaugebiete in den anderen Stadtteilen sehe, frage ich mich auch oft, warum sich Menschen sowas antun... Hellgrau auf dunkelgrau mit schwarzen Akzenten.

    Baumkind Ich hatte es doch als Kichererbsen-Kokos-Curry bezeichnet...

    Kokosmilch reduzieren bis sich das Fett abtrennt, Kichererbsen aus der Dose dazu (ohne den Sud), kurz anbraten, Grünkohl oder Spinat (roh oder aufgetaut und entwässert) mit dem Currypulver und ein paar Kokosflocken in den Topf. Wenn man mag, kann man am Ende noch etwas Hefeextrakt dazu machen - dann merkt endgültig niemand mehr, dass kein Fleisch 'drin ist. Reis dazu, servieren. Geht schnell und schmeckt.