Beiträge von DL1JPH

    Schluppe Das habe ich vor einigen Jahren gemacht... Mit sehr kurzen (zu kurzen) Hängematten funktioniert das leidlich, mit sinnvolleren Hängematten überhaupt nicht. Der Schlafsack ist zu kurz, zu schmal und durch das Material der Hängematte entstehen riesige Luftlöcher, sodass du das ganze beim besten Willen nicht warm bekommst. Mit einem separaten Underquilt und Topquilt bist du wesentlich besser dran. Für erste Versuche in heimischen Wald reicht dir auch eine Decke, die du straff unter die Hängematte binden kannst (funktioniert dann wie ein Wooki)... Dazu der Schlafsack als Topquilt. Das ist halt insgesamt voluminös und schwer, aber wenn's nicht weit getragen werden muss macht das ja nichts.

    Ich habe den freien Tag mal wieder für eine längere Tour genutzt... Dann ist mir aufgefallen, dass 230km, 1600 Höhenmeter und die Steigung fast komplett in den letzten 30km nahezu exakt die Daten für die Strecke nach Mengerschied sind.

    Ja, mir fehlen die Treffen ;(.

    Beim Thema Mythen rund ums Rad kann ich dir versichern, dass das nicht nur für Liegeräder gilt ;) ... Wie gesagt, ich habe mit dieser Bauform nicht genug Erfahrung, um mir ein Urteil über die Vor- und Nachteile bilden zu können, daher werde ich's auch lassen.

    Letztendlich hat kein Rad eine Chance gegen die Physik. In der Praxis ist das Rad, bei dem man sich aufs losfahren freut, das beste - Vollkommen egal ob's ein Rennrad, E-MTB oder eben ein Liegerad ist. Wenn das nicht passt, dann wird's so oder so nicht klappen und wenn alles zusammen passt, dann wird man auf Dauer auch schnell genug für die Strecken, die man fahren möchte.

    Trotz Matte Glatze Ich glaube, du wirst hier solange niemanden überzeugen, bis du tatsächlich mal vergleichbare Fahrzeuge vergleichst... Ich selbst habe leider bisher nur sehr wenig tatsächliche Fahrerfahrung mit Liegerädern, daher werde ich mich bezüglich Wertungen zurückhalten.

    Allerdings kann ich dir sicher sagen, dass oberhalb von 15-20km/h die Aerodynamik des Fahrzeugs zum entscheidenden Faktor wird - da ist ein windschnittiges Fahrzeug im Vorteil (Velomobile stellen da regelmäßig ziemlich irre Rekorde auf, obwohl sie verhältnismäßig sehr schwer sind). Unterhalb dessen ist das Verhältnis von Leistung und Gewicht entscheidend. In der Spitze machen da tatsächlich auch ein paar Gramm oder ein paar Watt mehr oder weniger einen Unterschied. Wo genau der Übergang liegt, hängt vom Fahrer ab - bei Radprofis auf Rennrädern sind's in der Regel etwas über 7%, für den Rest der Welt entsprechend weniger.

    Da du nach eigener Aussage eher nicht in diesem Grenzbereich unterwegs bist, kann dir das selbstverständlich egal sein. Für diejenigen unter uns, die diese Grenzen tatsächlich ausreizen, lesen sich einige deiner Aussagen allerdings sehr seltsam...

    Das Thema Liegerad vs. klassische Form entfernt sich aber mittlerweile doch sehr weit vom ursprünglichen Thema... Das wäre in OT-Bereich besser aufgehoben.

    EDIT: Das war ernst gemeint. Ich habe versucht, die OT-Diskussion einigermaßen aus diesem Thread raus zu bekommen, so richtig gut ist mir das leider nicht gelungen...

    Ach ja, die größte, und das damit im wöchentlichen Sinne, Fehler ist mein Poncholiner. Der so gigafett selbst komprimiert

    Sag' ich doch ;) ... Für ein zuverlässiges Setup auf kürzeren Touren (ein paar Tage) solltest du mit dem Cumulus-Equipment definitiv nicht daneben liegen. Für längere Aktionen (mehrere Wochen) würde mir die seltsamer Wand, die diese Art von Underquilt erzeugt, dich etwas auf die Nerven gehen. Wo die Grenze ist, hängt von deiner Toleranz ab :) .

    Und ja, das Packmaß stimmt tatsächlich. Das bezieht sich auf den jeweils mitgelieferten Kompressionssack, der zwar knapp, aber definitiv ausreichend ist.

    Fagorian Dann isst du das Säckle aber mit - selbstgemachte Energieriegel können bei Wärme ganz ordentlich klebrig werden ;)

    Nein, als lebensmittelecht zertifiziert ist Silnylon üblicherweise nicht. Trotzdem habe ich da wenig Bedenken, da Silikone nach dem vernetzen im allgemeinen schlicht mit fast nichts reagieren. Nylon, was mit aktuellen Prozessen hergestellt wird, ist in der Regel auch unproblematisch (das gilt für sämtliche drölfzig Varianten von Nylon). Ich weiß allerdings von keinem Hersteller, der dir das für einen fertigen Verbundstoff schriftlich gibt. Sowohl für Nylon als auch für Silikone bekommst du entsprechend zertifizierte Produkte.

    Wenn du wirklich Bedenken hast, könntest du dir mal gewachste Baumwolle als Alternative anschauen - die bekommst du mit entsprechender Zertifizierung in vielen Drogerien.

    koout Mein Tipp wäre, dich Mal von jemandem von der Seite und von hinten Filmen zu lassen - da sieht man oft schon, wenn man irgendwelche komischen Zusatzbewegungen oder sonstige Verrenkungen macht. Im Idealfall sollten sich bei moderater Belastung nur die Beine parallel zum Rahmen bewegen und der Rest des Körpers eine entspannte Haltung einnehmen. Wenn das nicht klappt (was man selbst oft nicht unmittelbar merkt!), dann hast du wahrscheinlich ein Problem mit der Geometrie - RoyalHang hat dir in der Hinsicht ja schon ein paar gute Ansatzpunkte gegeben. Sonst liegt's vermutlich am Sattel oder den Klamotten (seltener auch an unterschiedlich langen Beinen).

    Bezüglich Sattelposition habe ich ganz gute Erfahrungen damit gemacht, den Sattel komplett nach vorne zu schieben und dann so lange ein paar Millimeter zurück, bis ich mich nur mit dem Druck auf den Pedalen (also freihändig) in der Position, in der ich fahre, halten kann. Sonst wird der Druck auf den Händen schnell zu groß und sie schlafen ein. Auch nicht angenehm.

    Du wirst aber schnell feststellen, dass es nicht "die eine" perfekte Position gibt - wenn du die Position des Lenkers veränderst, verändert sich die optimale Sattelposition (und die Cleatposition bei Klickpedalen) mit und umgekehrt. Leider ist Bikefitting mindestens genauso eine Kunst wie eine Wissenschaft... Das Ziel ist, eine Geometrie zu finden, die für dich passt.

    koout Die Erfahrung mit den Flüssen habe ich auch schon gemacht - ich plane mittlerweile immer rund 30km Umweg für Lagerplätze mit ein.

    Bezüglich Sattelprobleme: Passiert, oft genug ist der Sattel selbst oder die Hose die Ursache, nicht die Geometrie. Ich habe mittlerweile einen, auf dem ich problemlos lange Zeit sitzen kann, und passende Bibshorts dazu, aber der Weg dahin war auch nicht immer angenehm...

    treefrog für meine Riegel und Co (in der Regel selbst gemacht) habe ich in ein paar kleine Tütchen (ca. 1l) aus Silnylon dabei, die unterwegs einfach gespült und nach Gebrauch mit einem lebensmittelechten Desinfektionsmittel behandelt werden. Wenn ich unterwegs irgendwas dazu kaufe, wird die Verpackung vor Ort entsorgt und der Inhalt kommt in die Tüten. Das ganze ist wasserdicht , da die Nähte auch behandelt sind.

    Bzgl. Underquilts: Es gibt von anderen Herstellern sehr ähnlich konstruierte Underquilts wie den HG Incubator. Mit deinen 1,88m solltest du die meisten Under- und Topquilts verwenden können.

    Was meine Art von Bikepacking betrifft bin ich ganz bei RoyalHang - schnell, effizient, leicht, gelegentlich auch technisch anspruchsvoll. Komfort ist optional, aber gute Erholung (Schlaf und Ernährung) ist Pflicht, sonst geht spätestens ab Tag 3 überhaupt nichts mehr.

    Da bleibt nur noch zu hoffen, dass wir später dieses Jahr noch einen Termin finden, an dem wir dürfen und einen Platz bekommen... Leider war diese Absage ja schon seit einigen Tagen abzusehen.

    Wobei ich persönlich einfach nicht 16 Stunden im Sattel in der Timetrial-Position mit Rucksack verbringen kann... Eins davon muss ich aufgeben, für mich ist das der Rucksack. Lieber habe ich ein paar mehr Taschen am Rad oder verzichte auf etwas Komfort - hier in Deutschland vor allem Kocher und Zubehör, hier findet sich notfalls immer ein Restaurant oder so, wenn's wirklich Mal eine warme Mahlzeit sein soll.

    @Brandbeschleuniger Genau. Wenn man die etwas effizienter verpackt als im Original, geht das ganze sogar echt in Ordnung (dafür, dass es ausschließlich für Komfort ist) bezüglich Gewicht und Volumen. Dazu ein nicht zu dunkel gerösteter Kaffee und das Ergebnis ist durchaus genießbar.