Posts by TreeGirl

    Wegen dem Underquilt: wenn es ein full-length Underquilt mit Daune werden soll, dann schau dir HammockGear und Undergroundquilts an. HG ist etwas leichter und günstiger. Wenn du einen 3/4 Underquilt willst, such nicht lange herum sondern bestell dir einen Warbonnet Yeti. Warbonnet gibt Sammelrabatte, und der Yeti ist ein wirklich schöner Underquilt. Wenn ich nicht so verfroren wäre, würde ich den benutzen...

    Klingt nach einem guten Plan. Ich würde dir jedoch die Webbing/Buckle Suspension empfehlen. Whoopies kannst du dir auch selbst spleissen; vielleicht kannst du das Rohmaterial gleich von Dutch mitbestellen. Ich finde die Gurtaufhängung wesentlich flexibler und einfacher. Man kann damit viel näher an den Baum ran, d.h. der Abstand zwischen den Bäumen kann geringer sein. Ich werde meine Blackbird allerdings demnächst mit Dutch Spiders pimpen - irgendwas lässt sich ja immer verbessern :)

    Ja, ich habe das Band bekommen. Die Seiten sind unterschiedlich von der Struktur her: Eine Seite ist relativ glatt und glänzt deshalb mehr. Die andere Seite hat mehr Struktur und glänzt nicht ganz so stark. Wenn ich das Band neben die Einfassung vom WB Tarp lege, glänzt allerdings auch die strukturiertere Seite mehr als das Band das Warbonnet benutzt. Ansonsten sehe ich keine großen Unterschiede.

    Wenn du die Möglichkeit hast dir etwas aus den USA mitbringen zu lassen, würde ich das auf jeden Fall nutzen! Selbst wenn du am Ende nicht damit zufrieden bist solltest du die Sachen hier ohne Verlust verkaufen können. Was sich immer gut verkauft (wenn man es denn will...) ist Warbonnet. Auch wenn dir die Hängematten nicht gefallen, kannst du mit einem Warbonnet Tarp nichts falsch machen.


    Ansonsten sehe ich das anders als DL1JPH: eine gute, leichte Gathered End Hängematte mit integriertem Moskitonetz bekommt man meines Wissens nur in den USA. Du kannst dir mal UK Hammocks anschauen. Die Hängematten sind nicht schlecht, gehören aber nicht zu den leichtesten. Und ich habe auf die Lieferung 9 Monate warten müssen weil angeblich 2 Pakete von der Post verschlampt wurden. Am Ende habe ich meine Bestellung ohne zusätzliche Kosten bekommen, aber wenn ich noch einmal bestellen würde, würde ich selbst einen Kurier organisieren.


    Bei 1,85m Körpergröße solltest du im Übrigen nach einer 11' Hängematte (~335cm) suchen. DD Hammocks & Co. scheiden damit sofort aus. Ich kann ansonsten noch die Hennessy Safari (Deluxe = einlagig, Jungle = doppellagig - Lieferung erfolgt wohl aus Irland) empfehlen. Das ist eine meiner bequemsten Hängematten - aber leider ziemlich schwer...


    Ticket to the Moon Hängematten fallen meiner Erfahrung nach eher kurz aus; vielleicht ist Paradise Hammocks eine Alternative. Angeblich sind die 350cm lang.

    Es gibt leider kein "bestes" Set-Up. Wie Bernd schon geschrieben hat muss man testen, testen, testen um herauszufinden was man komfortabel findet.


    Interpretiere ich deine Frage richtig, dass du in Europa kaufen willst? Dann bleiben nämlich nicht besonders viele Optionen. Ich habe mir meine Ausrüstung zum größten Teil aus den USA bestellt.


    Hast du dich schon für ein bestimmtes Hängematten-Design entschieden? Soll es eine traditionelle Hängematte werden, eine Brückenhängematte oder ein ausgefalleneres Design?

    Ich habe mir mittlerweile Satinband über eBay bestellt (hier). Vorher war ich in diversen Läden - aber wenn sie überhaupt Satinband hatten, dann nie in Schwarz und 20 oder 25mm.


    Vorgefalzte Bänder habe ich mir auch angesehen, aber die waren alle doppelt gefalzt und damit für meine Zwecke unbrauchbar.

    Ja, der Preis schreckt ab. Leider bietet er nur ein Tarp aus Cuben an - Silnylon würde weniger als die Hälfte kosten. Für den Preis findest du vermutlich eine Ergo plus Tarp ("Exped Ergo Combi"). Du könntest natürlich suchen ob du ein (günstigeres) Tarp mit ähnlichen Dimensionen findest. Oder du nähst dir selbst eins. Oder du findest jemanden, der bereit ist dir eins zu nähen.


    Was Alternativen betrifft: mit deinen Voraussetzungen ist das schwierig bis unmöglich. Es gibt in Europa ohnehin sehr wenige Bezugsquellen für brauchbare Hängematten - wenn noch "möglichst gerades Liegen" (das schließt doch "normale" Hängematten aus, oder?), Doppel-Lagen und geringes Gewicht dazu kommen, bleibt fast nichts mehr. Da muss man dann leider Richtung USA schauen, oder selbst nähen.

    Bei einem langen Tarp kollidiert die Hängemattenaufhängung mit der Tarp-Ridgeline. Deshalb sollten Tarp und Hängematte immer ein gutes Verhältnis zueinander haben. Beispielsweise ist die Standardlänge eines Hängemattentarps derzeit ca. 335cm (11'). Das funktioniert super für 10' Hängematten (Ridgelinelänge der Hängematte liegt dann ungefähr bei 254cm), bei 11' Hängematten wird es abhängig von der Hängematten-Ridgelinelänge dann schon etwas knapp mit dem Wetterschutz.


    Auf Hammockforums hat jemand eine Illustration angefertigt um das Problem zu verdeutlichen:


    [ATTACH=CONFIG]n13021[/ATTACH]


    Lass dich nicht von den Tarpformen irritieren - es geht nur darum, wie die Ridgelinelänge mit der Hängematten-Aufhängung kollidiert. Bei der Kombination langes Tarp / kurze Hängematte muss man das Tarp sehr hoch über die Hängematte hängen. Bei der Kombination kurzes Tarp / lange Hängematte muss das Tarp sehr dicht über die Hängematte gehängt werden um überhaupt noch ausreichenden Wetterschutz zu liefern.


    Die 90 Degree Hammock hat eine extrem kurze Ridgeline, weil die Hängematte ja im 90° Winkel zur Aufhängung ausgerichtet ist. Das dazugehörige Tarp hat eine Ridgeline von nur 260cm, aber dafür sehr lange Seiten (350cm). Vielleicht kannst du dein Tarp entsprechend drehen - aber der Schutz an den Seiten durch die Tarp-Türen fehlt dir. Dadurch dass die Hängematte eine große Tiefe hat, kann das schnell zum Problem werden.

    Aufgrund der einfachen geometrischen Form (Halbzylinder) dürfte es nicht schwer sein, eine warme Decke als eine Art Underquilt an der Hängematte zu befestigen.


    Da bin ich nicht 100%ig sicher. Häufig brauchen solche Designs die Stabilität einer aufblasbaren Matte um hinreichend bequem zu sein. Ich meinte, ich hätte dazu mal eine Review gelesen - aber ich finde sie gerade nicht. Jedenfalls würde ich im Zweifelsfall davon ausgehen, dass man eine Isomatte braucht, und ein Underquilt eher nicht (so gut) funktioniert.


    In den FAQ konnte ich nur das finden:


    Quote

    What's the advantage of inserting a pad into the pad-sleeve, as opposed to just laying a pad inside the hammock?


    It's much more comfortable for you if you insert a pad into the pad-sleeve. If you just lay a pad into the hammock you sometimes fall off it or it shifts underneath yourself and does not stay in its desired position.

    Klingt als ob http://www.hammocktent.com/ die beste Lösung für dich wäre:


    - die Hängematte ist doppellagig
    - gerader liegt man auch in einer Brückenhängematte nicht
    - die haben sehr leichte Modelle, sogar unter dem von dir gewünschten Gewicht
    - durch das Design brauchst du weniger Baumabstand als bei allen anderen Hängematten (am meisten Platz brauchen Brückenhängematten)
    - kleines Packmaß
    - Schweizer Hersteller
    - Preise sind halt abhängig von der Ausstattung


    Nur mit dem Tarp wird es Probleme geben, weil es sehr kurz sein muss. Das würde ich an deiner Stelle gleich mitbestellen.


    Ansonsten wäre da noch die Alternative Exped Ergo. Wenn ich mich richtig erinnere ist Exped eine Schweizer Firma. Beide Hängematten wurden vom gleichen Typen entwickelt.

    Ja, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Allerdings verwende ich ein uraltes, relativ plattes Federkissen unter meinen Beinen - und der Komfort ist doch etwas unterschiedlich :) Ich glaube ich will bei Daune bleiben. Eigentlich bin ich mit meinem WM Kissen ja sehr zufrieden - aber ich denke, mit HyperD wird es nochmal einen Tick angenehmer zu nutzen. Außerdem ist beim WM Kissen ein Packsack integriert den ich nicht brauche. Da kann ich also auf jeden Fall ein paar Gramm einsparen. Das neue Kissen soll mindestens genauso bequem sein - und wenn möglich weicher und leichter.

    Ich will mir ein Daunenkissen für die Hängematte aus weichem HyperD nähen. Mein derzeitiges Daunenkissen ist mit 850FP Daune gefüllt - aber meine Vermutung ist, dass es unnötig ist so gute Qualität zu verwenden. Im Schlafsack oder im Underquilt macht gute Daune Sinn, weil eine hohe Bauschkraft auch mehr Wärme bedeutet. Man kann also mit einer gleich schweren Füllung mehr Wärme erreichen. Aber beim Kissen ist die Bauschkraft vermutlich unwichtig, weil das Gewicht vom Kopf eh alles zusammendrückt.


    ExTex verkauft leider nur 700cuin und 860cuin Daune. Bei den von mir benötigten 100g ist der Preisunterschied schon 10 EUR. Wenn ich 600cuin verwenden kann und damit nochmal 10 EUR spare, ist es mir nur Recht. Deshalb meine Frage: kennt jemand eine Bezugsquelle für Daune mit weniger Bauschkraft - möglichst aus Totrupf?

    2.) Wenn die Spannung der strukturellen Ridgeline und der Winkel zur Horizontalen gleich bleiben, müsste eigentlich jeder Hang gleich sein.


    Könnte man meinen, ist aber nicht so. Wir können das beim nächsten Treffen gerne mal testen. Ich kann dir nicht wirklich erklären warum es so ist - aber es macht definitiv einen deutlichen Unterschied ob eine Hängematte mit struktureller Ridgeline im 10° oder im 30° Winkel aufgehängt wird, auch wenn die Ridgeline verhindert, dass die Hängematte selbst flacher hängt. Warbonnet empfiehlt für die Blackbird beispielsweise, dass die Ridgeline nach dem Aufhängen und Beladen zwar gespannt ist, sich aber noch fast um 90° knicken lässt. Ich bin damit aber nie zurecht gekommen. Ich hänge die Blackbird so auf, dass die Ridgeline relativ straff gespannt ist. Ich kann sie zwar noch knicken, aber keinesfalls um 90°. Da die Ridgeline aus Dyneema ist, kann man davon ausgehen dass die Dehnung minimalst ist - zumal sie ja nur 254cm lang ist. Trotzdem ändert sich das Verhalten der Hängematte deutlich.


    Vielleicht liegt es daran, dass der Zug auf den Stoff bei einem flacheren Winkel größer wird. Das heisst, wenn sich ein 90kg-Nutzer in die Hängematte legt, dürfte diese bei einem steileren Winkel mehr nachgeben als bei einem flacheren Winkel. Das ist jetzt reine Spekulation, aber anders kann ich mir nicht erklären warum sich das Liegegefühl so verändert. Die Ridgeline sorgt ja nur dafür, dass der Durchhängewinkel des Hängemattenstoffes gleich bleibt. Aber die Belastung ändert sich sehr wohl.

    1.) Bin ich vielleicht einfach zu empfindlich. (sollte hier jemand eine Auskunft dazu geben können, würde es mich sehr wundern ;) )


    Ich denke, wenn man die Calf Ridge einmal wahrgenommen hat, ist es schwierig sie wieder auszublenden. Jede Tuchhängematte produziert eine Calf Ridge - die Höhe hängt meiner Erfahrung nach vom Stoff, Schnitt und auch Nutzergewicht ab.


    2.) Kann es sein, dass eine strukturelle Ridgeline nicht wie erhofft dazu führt, dass jeder Hang gleich ist.


    Das ist auch meine Erfahrung.


    Ich habe den starken Eindruck, dass der Calf-Ridge zunimmt, wenn ich sehr flach abspanne.


    Das könnte ich mir gut vorstellen, denn der Stoff steht dann mehr unter Spannung - zusätzlich zu der Spannung durch das Körpergewicht.


    3.) Kann es sein, dass der Underquilt den Calf-Ridge verstärkt, insebsondere wenn er sehr straff gespannt ist?


    Das kann ich nicht bestätigen. Allerdings federt eine Isomatte zwischen den Lagen einer Double Layer Hängematte die Calf Ridge spürbar ab. Das ist einer (der wenigen) Vorteile wenn man eine Isomatte benutzt - und es war auch einer der Gründe, warum ich mir zwischenzeitlich überlegt hatte vom Underquilt zurück zur Isomatte zu wechselen. Aber letztendlich haben die Vorteile des Underquilts überwogen.



    Meine Beiträge auf HF hast du ja anscheinend gelesen. Ich denke, abgesehen von der Lösung einen wenig dehnbaren Stoff wie Polyester zu verwenden, kannst du nur versuchen die Calf Ridge in einen Bereich zu verschieben, wo sie dich nicht stört. Die Calf Ridge verläuft "inline", d.h. auf direkter Linie zwischen den Hängemattenenden. Weil der schwerste Teil des Körpers der Torso ist, ist sie direkt hinterm Hintern am extremsten. Bei der Liegerichtung Kopf-links / Füße-rechts ist das linke Bein am stärksten betroffen. Das heisst du kannst versuchen noch extremer diagonal zu liegen - damit verkürzt du die Kontaktlinie und bringst sie mehr unter den Oberschenkel, der meist unempfindlicher ist als Knie und Unterschenkel. Oder du kannst versuchen weniger diagonal zu liegen - zumindest vom Hintern an - damit verlängerst du die Kontaktlinie und verteilst den Druck besser über das gesamte Bein.


    Zuhause verwende ich einfach ein altes Federkissen. Das eliminiert nicht nur die Calf Ridge, sondern nimmt auch noch Druck von den Fersen. Unterwegs fülle ich einen Packsack mit nicht benutzten Klamotten und packe ihn unter die Beine. Das ist am einfachsten. Wenn das nicht möglich ist, liege ich mit Hintern und Beinen so inline wie möglich. Die Footbox meiner Blackbird erleichtert mir das.