Posts by TreeGirl

    Grundsätzlich richtig. Problematisch war, dass durch das Reindrücken die oberste Schicht durch weggedrückte Steinchen und Stöckchen so aufgelockert wurde, dass bei der gegebenen Länge eben keine Haltepower vorhanden war. Auf gegossenem Golfrasen oder lehmigem Boden hätte das super funktioniert. Im Wald mit inhomogenem Boden, wo noch Laub etc. draufliegt, spießt man 5 Blätter auf und der Kiesel/Stock, auf den man stößt, lockert das umgebende Erdreich, das dann bei geringstem Zug aufbricht. In die tieferen und festeren Schichten kommt man gar nicht, da zu kurz. Gilt wie gesagt für die Länge, die Amazonas im Adventure Set beilegt.

    Ich benutze jetzt seit 10 Jahren Y-Heringe in verschiedenen Längen und hatte bisher wirklich noch nie die von dir beschriebenen Probleme. Und ich habe sie in allen möglichen Untergründen benutzt. Wenn sie leicht reingehen, gehen sie natürlich auch leicht wieder raus. Wenn sie schwer reingehen, gehen sie auch schwer wieder raus. Der einzige Untergrund auf dem ich bisher mit der Haltekraft Probleme hatte war Waldboden auf dem viele Äste und Zweige lagen - entweder weil dort Bäume geerntet wurden, oder weil Bäume umgefallen sind. Dort ist der Boden kompostartig mit vielen Hohlräumen, aber dort hätte auch keine andere Heringform besser gehalten. Da würde nur Länge helfen. Aber an solchen Hängeplätzen gibt es meist ohnehin ausreichend natürliche Bodenanker, so dass ich gar keine Heringe benutzen muss.

    Kann ich auch bestätigen. Die sind auch beim Amazonas Adventure Tarp dabei. Durch das Y gehen die eher mäßig gut in den Boden. Dort ergeben sich Lücken im konkaven Bereich, wenn man nicht grade sandigen Boden hat. Dazu sind sie relativ kurz. So halten die dann wenig bis gar nix.


    Man kann aber 'nen dicken Stein drauf legen und muss den Stein dann nicht extra anbinden. 8o

    Zu den Terra Hiker Heringen kann ich nichts sagen. Grundsätzlich sind aber Y-Heringe der beste Allrounder. Ja, sie gehen nicht so leicht in den Boden wie Hirtenstab- oder Nagel-Heringe - dafür haben sie aber deutlich mehr Haltepower. Und wie schnell sie kaputt gehen hängt von der Qualität ab. Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit Y-Heringen gemacht, die aus weichem Aluminium gemacht waren. Deshalb habe ich darauf geachtet, dass meine Y-Heringe aus hartem Aluminium gemacht sind, wie es angeblich auch im Flugzeugbau verwendet wird.

    Das kannst du schon so machen, aber im Vergleich zu einem Quiltstoff hat das Monofil große Löcher. Es wird deshalb teilweise als Moskitonetz benutzt. Wenn du nicht gerade vor hast, das Apex komplett mit einem Quiltstoff zu umhüllen, und anschließend auf das Monofil zu nähen (also Monofil / Quiltstoff / Apex / Quiltstoff), pfeift dir erstens der Wind durch, und zweitens vermute ich, dass über kurz oder lang Apex-Fasern durch den Stoff schauen. echinotrix hat das Monofil für einen Sooki verwendet - er kann dir sicherlich noch mehr erzählen.

    Ich gehe davon aus, dass es (noch) nicht auf das Gewicht ankommt. Deshalb meine Empfehlungen:


    Stoff: 70D. Der ist robust und komfortabel. Die allermeisten Leute kommen damit nicht nur gut zurecht sondern finden ihn auch häufig am bequemsten.


    Hängemattenlänge: 11' für alle. Für 167 cm Körpergröße ist das nicht zu lang, und die anderen beiden wachsen ja noch rein. Bis die 11' Hängematten zu kurz werden, fließt noch einiges Wasser die Donau hinab.


    Hängemattenbreite: ich würde die maximale Breite verwenden, die der Stoff hergibt. Keinesfalls würde ich einen 150 cm breiten Stoff beschneiden.


    Underquilt: ich empfehle einen symmetrischen Wooki-Klon. Der wiegt auch nicht wesentlich mehr als ein asymmetrischer Wooki-Klon, aber es gibt nicht so viele mögliche Designfehler. Außerdem ist ermöglicht er das Experimentieren mit der Liegerichtung.


    Quiltstoff: ich halte Monofil nicht für geeignet für einen Quiltstoff. Da kannst du auch gleich Moskitonetz nehmen. Ich habe immer kalandrierte bzw. daunendichte Quiltstoffe verwendet und würde auch dabei bleiben. Evtl. kannst du das Apex direkt auf den Hängemattenstoff nähen, sofern der robust genug ist.

    naja, da ich das Netz nach den Tie Outs schneide, denke ich, das es mir schon was bringt, da ich ja dann die Form sogar übernehme, was der Plan war...

    Das ist richtig. In dem Fall empfehle ich dir den Warbonnet-Schnitt mit Tie-Outs im Netz. Ich denke, da kommt es auf ein paar Zentimeter in der ein oder anderen Richtung nicht an.

    Deuter ACT Lite 35 + 10 SL

    Egal ob es 1 Übernachtung ist oder mehr. Allerdings gehe ich im Winter nicht campen.

    Der Rucksack hat ca. 45 Liter Kapazität, wobei ich mir häufiger 10 Liter mehr wünschen würde. Hätte ich 55 Liter, würde ich mir aber vermutlich 65 Liter wünschen :)


    Das größte Plus für mich ist, dass er mir wie angegossen sitzt, und ich unter 10 kg eigentlich gar nichts spüre. Ab 14 kg wird es dann langsam ungemütlich, aber mehr als 15 kg sind ohnehin zu schwer für mich. Ich mag auch das Schlafsackfach, das mir den Kompressionsbeutel ersetzt.


    Insgesamt habe ich keine großen Kritikpunkte. Das Frauenmodell ist recht schmal geschnitten, was das Mitführen eines Bärenkanisters nicht gerade erleichtert hat. Andererseits bleibt man damit aber auch recht schmal und kann sich z.B. durch Felsspalten drücken, in denen man mit einem breiteren Rucksack hängen bleiben würde.


    Meckern auf hohem Niveau: es gibt nur eine Hüfttasche. Und ich hätte gerne eine leicht zugängliche Kartentasche. Kann man aber beides mit etwas DIY nachbessern.

    Genau deswegen hätte ich doch gerne Vergleichswerte 😉 Bin mit meinen Punkten zwar zufrieden, aber bisschen über den Tellerand schauen, schadet ja nicht.

    Die Vergleichswerte bringen dir aber nichts. Es macht keinen Sinn, die Abspannung an einer anderen Stelle anzubringen, wenn dein Netz nicht entsprechend geschnitten ist. Wenn dein Netz beispielsweise parallelogramförmig geschnitten ist, und der tiefste Punkt 40 cm von den Enden entfernt ist, macht es keinen Sinn, die Abspannung 60 cm vom Ende anzubringen. Dann wird das Netz nicht ordentlich gespannt und hängt dir ins Gesicht.

    Z.b. bringen mir die Tie Out Punkte von Rocketman eigentlich nichts, da Sie auf Ihn zugeschnitten wurden und meine Fuesse schon vor seiner Fussbox enden.

    Wie schon geschrieben: die Tie-Outs werden dort angebracht, wo sie das Netz am effektivsten spannen. Wenn du mit "Fussbox" den tiefsten Punkt des Netzes meinst, dann bringt es dir nichts, die Abspannung davor anzubringen. Du müsstest das Netz dann anders schneiden.


    Davon abgesehen ist eine Abspannung im Fußbereich meist gar nicht nötig. Warbonnet hat z.B. keine - und ich habe sie auch noch nie vermisst. Auch bei anderen Hängematten spanne ich die Seite meist nicht ab. Mehr Abspannleinen = mehr Stolpermöglichkeiten.

    Um wieviel haben sich die Warbonet RL gelaengt?

    Das kann ich nicht genau sagen, weil das immer von der Stärke der Belastung abhängt. Mir ist nur aufgefallen, dass alle meine Warbonnet-Ridgelines deutlich unterschiedliche Längen hatten, als ich sie ersetzt habe. Wenn eine genaue Länge wichtig ist, strecke ich meine Ridgelines deshalb immer maximal. Das heißt, ich hänge die fertige Ridgeline locker gespannt auf, und stütze mich auf die Mitte. Stärker wird die Ridgeline in der Hängematte nicht mehr belastet, d.h. die Länge bleibt dann stabil.

    Hängematte ohne Netz: keine Tie-Outs. Wozu auch? Sind nur mehr Schnüre über die man stolpern kann.


    Hängematte mit Netz: dort sind die Tie-Outs immer dort wo der Netzschnitt es erfordert. Denn die Abspannung soll das Netz ja aus dem Gesicht halten.

    Ich bin auf der Suche nach einem Gestell, dass sich zum regelmäßigen Transport im Camper zusammenklappen oder auseinander bauen lässt und nicht allzu schwer ist.

    Ich habe so einiges ausprobiert, und für diese Anwendung ist der Tensa4 oder ein Tensahedron (die DIY-Variante des Tensa4) unschlagbar. Wenn man das System einmal durchschaut hat, lässt sich der Tensa mit etwas Übung innerhalb von 5 Minuten aufbauen. Verpackt hat er eine Größe von ca. 55 cm x 20 cm und wiegt ca. 5,5 kg. Es geht zwar noch leichter und/oder platzsparender, aber nur auf Kosten von Stabilität und Anwenderfreundlichkeit.

    Vielleicht kann der ein oder andere mit Erfahrung hier mal die Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile erklären.

    Dazu müsstest du die Gestelle auflisten. Die auf den Fotos gezeigten Gestelle sind alle Mist.


    Foto 1: Ist nur für Stabhängematten. Wenn du da eine GE Hängematte rein hängst, setzt du auf.

    Foto 2 und 3: Alle Hasenohrgestelle haben einen deutlichen Flex in den Armen. Sie sind meist sauschwer, klobig, wenig transportabel - und ich mag es nicht, direkt unter mir eine Stange zu haben, auf die ich u.U. fallen kann.

    Ich denke mir z. B. dass die Standfestigkeit bei Gestellen mit vier Auflagepunkten deutlich besser ist, als bei Gestellen wo zwei ganze Streben aufliegen, vor allem, wenn der Untergrund sehr uneben ist. (Ich versuche mal entsprechende Fotos hinzuzufügen.)

    Gerade wenn der Untergrund uneben ist, ist der Tensa unschlagbar. Der hat ja auch nur 2 Auflagepunkte.

    Im Gegensatz zu diesen Gestellen habe ich auch Ständer gefunden, die zwingend abgespannt werden müssen, wie das Tensa oder Carbon Tree. Ist das richtig? Das bedeutet vermutlich, dass man dafür um einiges mehr an Platz und auch den passenden Untergrund braucht. Oder?

    Mit etwas Übung wird die Abspannung beim Tensa kaum belastet. Und ich würde nicht sagen, dass der Tensa mehr Platz braucht, als die abgebildeten Gestelle. Nur anders.

    Meine fest verknotete Dynema Ridgeline in 2,5 mm Stärke hat sich bis jetzt laut meinem Meterstab auch nicht gedehnt. Und die war auch schon gut auf Zug gespannt.

    Denke auch, das es an der Bauart liegt bei dir.

    Alle verknoteten Warbonnet Ridgelines haben sich gelängt. Überhaupt alle Dyneema-Seile mit denen ich bis jetzt gearbeitet habe längen sich. Auch unverknotet oder unverspleißt.


    Bitte beachten: ich spreche von Längung - nicht von Dehnung! Sobald es sich einmal unter Belastung gelängt hat, bleibt die Länge gleich (sofern es nicht noch stärker belastet wird).

    Man kann die Dehnbarkeit nicht exakt vergleichen, denn die Stoffe sind alle unterschiedlich konstruiert. Ich fand das HEX70 XL immer etwas dehnbarer als es vom Stoffgewicht her sein sollte - vermutlich durch das wabenförmige Ripstopmuster. Aber ob es dehnbarer als das 1.7 Hexon ist? Das ist zwar weniger dicht gewebt, hat aber ein doppeltes Ripstopmuster, das die Dehnung stärker einschränkt. Beide 70D-Stoffe sind weniger dehnbar als das 1.6 Hexon 40D. Das 1.2 MTN XL Hybrid dehnt sich aber definitiv am meisten. Auch wenn sich die Dehnung durch die unterschiedlichen Garnstärken anders anfühlt.

    Das dürfte aber nicht am Material Dyneema, sondern an der Bauart (Verstellbarkeit) der Ridgeline liegen.

    Nein, auch simple Dog Bones längen sich. Genau deshalb spleiße ich nur ungern fixe Ridgelines. Da muss ich 3 oder 4 Ridgelines spleißen, bis ich die gewünschte Länge treffe. Ich denke, zum Teil liegt das einfach an der Seilflechtung. Die zieht sich bei Benutzung einfach noch fest.