Hamaka Hängematten

  • [USER="153"]Waldläufer70[/USER] vielen Dank für Deinen Beitrag. Leider beantwortet er nicht meine Frage. Mir ging es darum, ob bei der Verwendung der Baumgurte als Schlinge auf der Seite der Hängematte ein Druck auf den Baum und seine Rinde ausgeübt wird oder nicht. Ich gehe natürlich davon aus, dass es auch einen Unterschied macht, ob ich die Schlaufe "falsch" oder "richtig" positioniert habe.


    P. S. Ich verwende keine Kommentar-Funktion, da sie meinem Bestreben nach Chronologie entgegen wirkt. Hierzu darf gerne ein Kommentar abgegeben werden.:D

  • [USER="153"]Waldläufer70[/USER] vielen Dank für Deinen Beitrag. Leider beantwortet er nicht meine Frage. Mir ging es darum, ob bei der Verwendung der Baumgurte als Schlinge auf der Seite der Hängematte ein Druck auf den Baum und seine Rinde ausgeübt wird oder nicht. Ich gehe natürlich davon aus, dass es auch einen Unterschied macht, ob ich die Schlaufe "falsch" oder "richtig" positioniert habe.


    Das ist schwierig zu beantworten (deshalb habe ich nur einen Aspekt genannt). Insgesamt ist der Zug/Druck auf der Rückseite des Baumes am höchsten. Gegen vorne nimmt er immer mehr ab. Nur ist diese Antwort nicht ganz vollständig. Da ein beträchtlicher Druck auf die Rinde ausgeübt wird, wirken auch starke Reibungskräfte, die den Baumgurt in einer Position halten können, bei der der Druck einseitig verteilt ist. Zudem kann genau aufgrund der Reibung der Druck auf der Rückseite des Baumes auch geringer sein, als er das rein physikalisch-mathematisch auf den ersten Blick (bei einer rutschigen Verbindung) sein müsste. Soviel in Kürze, ich muss weg...

  • [USER="42"]Hängematz[/USER]: Habe gestern während einer Trauung nochmals darüber nachgedacht (war wohl einen Moment lang etwas langweilig):


    Es kommt vor allem auch darauf an, wie nahe am Baum die Schlaufe schliesst:

    • Die Schlaufe liegt sehr nahe am Baum: Dann übt der Baumgurt von allen Seiten einen beträchtlichen Druck auf die Rinde aus. Wenn wir die Unregelmässigkeiten, die sich aufgrund der Reibung ergeben (können), mal ausser Acht lassen, so ist der Druck aber dennoch auf der Baumabgewandten Seite am höchsten.
    • Die Schlaufe liegt immer weiter vom Baum entfernt, der Baumgurt hängt quasi nur lose um den Baum (diese Variante dürfte zwar nicht besonders praktikabel sein): Hier hätten wir ebenfalls hinten am Baum den höchsten Druck, auf den Seiten des Stammes würde der Druck sich dann immer mehr an Null annähern. Auf der der Hängematte zugewandten Seite des Baumes wäre dann kein Druck vorhanden.

    Naja, eigentlich ist es recht logisch, wenn man mal etwas darüber nachdenkt... Letztlich sind beide Fälle vergleichbar: Der Druck nimmt von der Rückseite des Baumes kontinuierlich bis dort ab, wo der Baumgurt den Baum verlässt.

    • In Fall 1 verlässt der Baumgurt den Baum erst spät (=> der Druck setzt sich auch auf die der Hängematte zugewandte Seite - allerdings immer mehr abgeschwächt - fort)
    • In Fall 2 kann sich der Druck eben nur bis auf die Seiten des Baums fortsetzen (auch bis dort, wo der Baumgurt den Baum verlässt).
  • HAllo,


    meine Baumgurte sind auch nur 1m lang und dann gehts mit 4mm Dyneema weiter.
    Ich lege die Gurte so, daß hinten nach rechts und links dieselbe Länge Gurt ist.
    Das hat sich bisher gut bewährt.
    In der 90° habe ich den Vortel, daß mein Aufhängewinkel zwischen 50und 70Grad ist.
    Also ein Baumkuschler.


    gruss
    Konrad

  • Ich habe gerade testhalber aus dem Hängemattenstoff von Extremtextil eine Hängematte genäht, weil ich den mal ausprobieren wollte.


    Da ich inzwischen meine 335cm (11') langen Hängematten schon fast etwas kurz finde, habe ich mir 4m Stoff bestellt und die Hängematte maximal lang gemacht. Sie ist im Moment testweise etwas über 380cm lang und aufgrund des Stoffes 147cm breit, also eher schmal. Nun bin ich mal gespannt, ob ich einen deutlich besseren Liegekomfort erreiche. Ich hoffe, dass sich das auch trotz der fehlenden Breite des Stoffes erahnen lässt.


    Meine eigentliche Frage hier ist nun aber:


    Es wurde ja weiter oben beanstandet, dass bei der Hamaka von der "Liegefläche" und nicht von der eigentlichen Stofflänge die Rede ist. Wie ist das nun mit der Stofflänge bei

    • Hängematten mit Kanal? Zählt da die Länge des Stoffes, nachdem der Kanal genäht worden ist? Wird der Kanal selbst zur Länge dazugerechnet? (Ich persönlich würde den Kanal jedenfalls dazu rechnen, da er ja unterschiedlich breit sein kann und zur Länge der Hängematte dazugehört. Ein wenig der Länge geht dadurch verloren, dass der Stoff sich um die Aufhängung schmiegt.)
    • Hängematten mit gewhiptem Ende? Wird da das volle Stoffmass als Länge angegeben? Oder die Strecke von Whip zu Whip? (Ich persönlich würde von Whip bis Whip oder besser von Aufhhängung bis Aufhängung rechnen. Der überstehende Rest ist für den Liegekomfort ja nicht relevant.)
  • Für mich ist die Hängematten-Länge die Länge von Stoffende zu Stoffende. Allerdings ist es gut zu wissen, ob die Hängematte gewhippt wird, oder ob die Aufhängung durch den Tunnelzug geht. Beim whippen geht doch einiges an Länge verloren. Die Warbonnet Hängematten sind auf dem Papier zwar 10' und 11' lang, aber von Aufhängung zu Aufhängung gemessen bleiben ca. 285cm und 314cm.

  • Für mich ist die Hängematten-Länge die Länge von Stoffende zu Stoffende. Allerdings ist es gut zu wissen, ob die Hängematte gewhippt wird, oder ob die Aufhängung durch den Tunnelzug geht. Beim whippen geht doch einiges an Länge verloren. Die Warbonnet Hängematten sind auf dem Papier zwar 10' und 11' lang, aber von Aufhängung zu Aufhängung gemessen bleiben ca. 285cm und 314cm.


    Ich würde das auch so sehen: Die Hängemattenlänge ist der Bereich zwischen Kopf- und Fussende, der sich (mehr oder weniger) frei entfalten kann. Bei Hängematten mit Clew-Suspension würde diese auch zur Länge gehören: Man spart sich dort einfach ein Stück Stoff und ersetzt dieses durch Seile. Leichter wird die Hängematte dadurch aber vermutlich nicht, ausser man verwendet hochwertige, minimal starke Seile aus "Dyneema".


    Dass die effektive Länge der Warbonnet-Hängematten (etc.) so "kurz" ist, bestärkt mich eher darin, dass mir selbst die XLC zu kurz sein dürfte.


    Ursprünglich, im Winter 2014, hatte ich neben der ENO DoubleNest auch die normale Blackbird auf dem Radar, wollte aber zuerst eine günstigere Hängematte kaufen, die mir mehr Möglichkeiten zum "Basteln" und Ausprobieren lässt. Von der Bedeutung der Länge einer Hängematte hatte ich damals noch keine Ahnung.


    Dass ich die Blackbird und die ENO DoubleNest in einem Satz nenne, ist beinahe ein Sakrileg, ich weiss. Wenn man als Neuling in diversen Foren herumstöbert, begegnen einem beide relativ häufig. So kam ich damals auf diese "Auswahl". Dass ich später damit anfangen würde, Hängematten selber zu nähen, hätte ich damals nicht für möglich gehalten.

  • Meiner Erfahrung nach gelten die "normalen" Regeln nicht für Warbonnet Hängematten. Bei meinen DIY-Hängematten brauche ich mindestens 10.5'. Trotzdem ist meine kurze Blackbird eine meiner bequemsten Hängematten. Bis vor ein paar Wochen hätte ich gesagt "meine bequemste", aber meine neue WB Traveler XL ist sogar noch einen Tick bequemer, obwohl sie keine Footbox hat. An deiner Stelle würde ich Warbonnet nicht auf Grund der Specs abschreiben. [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] hat sich lange nicht zu einer Warbonnet Hängematte überreden lassen. Seitdem er eine hat, ist das einzige was er bereut, dass er sich nicht eher eine gekauft hat.