Schere für Dyneema

  • Da Spleißen ja eigentlich doch ziemlich einfach ist 😎, muss man natürlich auch Rohmaterial schneiden — und da es spezielle Scheren dafür gibt, habe ich mir eine davon zugelegt.

    So wirklich überzeugen kann das Ding aber nicht: Immerhin kann man damit Schnüre mit den üblichen drei Millimetern Durchmesser zerteilen, aber es ist schon ziemlich hakelig, und vermutlich wird es noch schlimmer, denn die Fasern sollen ja eine ziemliche Belastung für die Schärfe sein.


    Wie sind eure Erfahrungen mit Scheren? Oder ist man mit Heißschneider und Keramikmesser doch besser bedient?

  • Ich bin mit meiner Schere zufrieden. Durch die vielen kleinen Einkerbungen an der Schneide werden die Fasern recht gut am Verrutschen gehindert.

    Nun könnte es sein, dass entweder Deine Erwartungen an die Spezialschere zu hoch waren oder die Schere wirklich nichts taugt. Aus der Ferne leider nicht zu beurteilen.


    Mit einem richtig scharfen Messer (rasierklingenscharf) und einem Holzbrett kann ich auch arbeiten, ohne dabei zu fluchen.


    Heißschneider habe ich noch nicht probiert, befürchte aber, daß dabei benachbarte Fasern verkleben bzw. harte Schmelzkanten entstehen, die sich festhaken, wo sie nicht sollen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Tino

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  • nimm kein Holzbrett aus der Küche. Beim Schneiden werden einzelne Dyneemafasern ins Holz gedrückt. Die habe ich nicht mehr rausbekommen ;(

    ich nehme ein schleifbares Messer

    il dolce far niente:sleeping:

    Edited once, last by Ted ().

  • Sagt mal wie oft schneidet Ihr das Zeug. Verkauft Ihr Whoopies ? :P


    Ich knicke das Ding einfach um und schneide die mit dem Opinel durch. Dann kurz Abfackeln und gut.

  • Ich knicke das Ding einfach um und schneide die mit dem Opinel durch. Dann kurz Abfackeln und gut.

    Unabhängig ob mit Schere, Messer, Seitenschneider( :/ für Draht ja, aber Dyneema? Muss ich vielleicht auch mal ausprobieren) abgetrennt, du schmilzt auch an den auslaufenden Enden an? Oder nur bei komplett an einer Stelle durchgetrennten Dyneema-Schnüren?

  • Unabhängig ob mit Schere, Messer, Seitenschneider( :/ für Draht ja, aber Dyneema? Muss ich vielleicht auch mal ausprobieren) abgetrennt, du schmilzt auch an den auslaufenden Enden an? Oder nur bei komplett an einer Stelle durchgetrennten Dyneema-Schnüren?

    Nur bei komplett an einer Stelle durchgetrennten Dyneema-Schnüren! Die verknote ich dann in der Regel.


    Wenn ich das Ende Einspleiße sehe ich es ja nicht, das es ausfranst..

  • Moin zusammen,

    Ich verwende auch entweder ein sehr scharfes Messer oder eine meiner Dyneema Angelschnur Scheren von der Firma Korda oder Fox..........diese Scheren werden speziell für Dyneema Angelschnüre verkauft. Meine Korda Schere ist über 10 Jahre alt und schneidet immer noch wie der Teufel :thumbup:

    Gruß von der Ostsee

  • Ich benutze für gewöhnlich meinen Winkelschleifer. Dyneema in den Schraubstock einspannen, auf Zug bringen und dann langsam mit der Fächerscheibe durchschleifen. Die Enden veröde ich einzeln mit dem Lötkolben. Leute, Mensch! Es ist ein Seil, durchschneiden und fertig, egal wie ;)

  • nochmal im Detail:

    Ich knicke das Ding einfach um und schneide die mit dem Opinel durch

    das klappt bei mir auch gut beim Ablängen.

    beim Ausdünnen zum Spleissen habe ich nur ein kurzes Stück Schnur das ich kaum zu Greifen bekomme.

    Da finde ich

    in den Schraubstock einspannen,

    tatsächlich eine gute Idee. Habt Ihr da noch einen weiteren Kniff? Ich hab nämlich keinen Schraubstock der die kurzen Einzelfäden zuverlässig greift.

    il dolce far niente:sleeping:

  • Ich habe jahrelang ein Rasiermesser mit kleinem Holzbrett benutzt. Für meinen damaligen Spleißbedarf war es OK. Aber als ich angefangen habe, jeden Tag Zing-It / Lash-It und Amsteel zu schneiden, war diese Methode zu zeitaufwendig und mühsam. Ich habe erst eine günstige Dyneema-Schere aus dem Anglerbedarf gekauft - aber die war Schrott. Da ich mit der D-Splicer Spleißnadel sehr zufrieden war, habe ich auch die D-Splicer Dyneema Schere bestellt. Die ging anfänglich durch Dyneema-Seile wie Butter. Leider wurde sie einmal dazu benutzt, irgendein feuerfestes Vlies zu schneiden. Seitdem muss man etwas langsamer schneiden. Aber es geht immer noch schneller als mit einem Messer. Ich würde mir die Schere immer wieder anschaffen - aber wirklich nur um ausschließlich Dyneema damit zu schneiden.

  • Es ist ein Seil, durchschneiden und fertig, egal wie

    Es ist eine Hängematte, aufhängen und fertig, egal wie – wenn alle so denken würden, hätten wir statt Dyneema Brennesselseile oder Eisenketten… imo ist so gut wie es geht besser als „irgendwie“ und Austausch von Wissen ist in meinem Augen der Sinn eines Forums.


    Zum bloßen Abschneiden von Stücken braucht man wirklich nur ein Messer, aber spätestens, wenn man Enden ausdünnen will, kommt man so nicht weiter.


    Eine Schere, mit der man über längere Zeit ganze Aufhängungsseile in einem Zug durchtrennen kann, ist auf jeden Fall schon mal eine Hausnummer… meine muss ich dafür mehrfach ansetzen, und dabei habe ich sie nicht aus dem Anglerbedarf; allerdings hat sie auch nur etwas mehr als ein Drittel der D-Splice Schere gekostet (billig ist der Hersteller wirklich nicht 😂).

  • Zum bloßen Abschneiden von Stücken braucht man wirklich nur ein Messer, aber spätestens, wenn man Enden ausdünnen will, kommt man so nicht weiter.

    Das geht mit (einem scharfen) Messer und Holzbrettchen schon. Dauert nur länger und ist frickeliger als mit einer guten Schere.

    meine muss ich dafür mehrfach ansetzen, und dabei habe ich sie nicht aus dem Anglerbedarf; allerdings hat sie auch nur etwas mehr als ein Drittel der D-Splice Schere gekostet (billig ist der Hersteller wirklich nicht 😂).

    Gute Scheren sind nicht billig. Das habe ich auch bei Stoff-, Stick- und Papierscheren feststellen müssen. Es ist aber wie bei allen guten Werkzeugen: man weint nur beim Einkauf einmal. Später macht das Arbeiten damit soviel Spaß, dass man den Preis vergisst.

  • Das geht mit (einem scharfen) Messer und Holzbrettchen schon.

    Betonung auf "und Holzbrettchen" — das ist mehr als nur ein Messer (und auch wenn Brettchen quasi nichts kosten: Man kann damit kaum arbeiten, wenn man in der Hängematte liegt ;-).


    Tatsächlich war bei mir die Schere schuld — und ausgerechnet Amazon macht es besser als der Fachhandel (und billiger ist die "Clauss 18475 True Professional Kevlar Schere" auch noch… ;(; die schlechte Schere kostet tatsächlich eher die Hälfte als ein Drittel der D-Splice).

    Gleiche Methodik, aber mit einem guten Seitenschneider. Funktioniert zumindest gut mit 7/64.

    Da müssen wir unterschiedliche Definitionen haben — entweder von "Seitenschneider" oder von "gut": Mit dem Knipex erzeuge ich jedenfalls nur Abdrücke.

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