Sammel Faden Gearlisten (z. B. Lighterpack.com LINKS)

  • Jo auf jeden Fall. Auf eine Lampe muss ich mich allerdings verlassen können, wenn ich nachts ein paar Stunden fahre. Da muss dann auch der Power Modus eingeschaltet bleiben. Die wechselbaren und separat aufladbaren Akkus sind da sehr hilfreich.

  • Die ist wirklich super, meine Standartlampe im Herbst und Winter. Die kannst du in Innenräumen (diffus), im Wald, bei Beobachtungen (rot) und auf dem Mountainbike (Starklicht) benutzen, bombensicher und wasserdicht verpackt, Akku wechselbar. Der Preis relativiert sich, wenn man das Ding von November bis Februar fast täglich benutzt.

  • bogus das was ich am Körper trage ist da nicht mit aufgelistet. Das sind dann zusätzlich zwei Fizan Compact Trekkingstöcke, kleiner Schlüsselbund mit einem Leatherman Squirt PS4, eine UL Geldbörse und mein Smartphone.

    Nach der Tour schreibe ich einen Bericht. Da liste ich dann nochmal alles auf. Ein bisschen filmen werde ich auch :)

  • Für mich hat es noch nie einen Sinn ergeben, das, was ich am Körper trage, nicht zum Basisgewicht zu zählen. Tragen muss ich es ja auch. Zähle ich das am Körper Getragene nicht, so muss ich einfach alle Kleidung aus dem Rucksack tragen, und kann mir dann wunderbar einreden, dass mein Rucksack gaaanz leicht ist. :/

  • Ist doch einfach nur ein Nomenklaturproblem, was Du da hast, Waldläufer70 - baseweight vs. skin out weight. Die Kleidung verhält sich am Körper getragen nun mal anders als im Rucksack. Das in einen Topf zu werfen macht mMn. keinen Sinn. Baseweight und skin-out sollte man durchaus beides, jedoch idealerweise je für sich betrachten, um Potentiale zu identifizieren.

  • Klar, am Schluss ist es sicher sinnvoll, beides, das Gewicht des Rucksacks und das der getragenen Kleidung, beide angemessen tief zu halten. Ist das aber gewährleistet, dann ist eben mein Basisgewicht (von beidem) ideal tief. Und dieses Gewicht muss ich dann tragen. Der Unterschied für die Knie ist vorhanden, aber gering.


    Wird das Wetter während der mehrtägigen Wanderung kälter, dann wird das Basisgewicht (des Rucksacks) kleiner und das Gewicht der getragenen Kleidung höher, wird es plötzlich deutlich wärmer, verhält es sich umgekehrt. Welches Szenario lege ich nun dem Basisgewicht / dem Gewicht der getragenen Kleidung zugrunde?


    Auch wenn sich Kleidung am Körper angenehmer trägt als im Rucksack, so wandere ich dennoch lieber bei Wetter, bei dem möglichst viel Kleidung im Rucksack verbleibt, weil da der Körper weniger Energie in den Temperaturhaushalt stecken muss.


    PS: Ich verstehe letztlich auch nicht wirklich, warum die meisten bei diesem Thema die englischen Begriffe verwenden, aus den 10 lbs (Grenze, unter der das Ultraleichtwandern beginnt) dann aber meistens grosszügig 5 kg gemacht werden, obwohl 10 lbs eigentlich nur 4,536 kg sind. Aber das ist ein anderes Thema. ;)

  • Es ist doch ganz einfach.

    Man tabellarisiert und kategorisiert sein Equipment, um Gewichtsauffälligkeiten in bestimmten Bereichen möglichst gut entdecken zu können. Dabei ist die möglichst gute Unterteilung in Bereiche - sei es nun baseweight und skin out, shelter, Hygiene und Küche etc. etc. nun mal hilfreich. Und um darüber kommunizieren zu können, helfen eben Begrifflichkeiten für die verschiedenen Grundgesamtheiten.

    Und darüber ist es eben durchaus ein merklicher Unterschied, ob ich mein im Schnitt grob 1kg Kleidung und Schuhe am Körper trage oder die plötzlich noch zusätzlich im Rucksack wären. Auch, aber nicht nur für Knie, sondern auch für Nacken, Rücken, Gleichgewicht etc. Ohne die Unterscheidung in der Gearlist könnte ich da nicht differenzieren, sondern hätte nur ein nichtssagendes Klumpengewicht. Wer das nicht differenzieren möchte, soll das nicht tun, ist doch ganz einfach. Es in der Anwendung einer Gearlist mit einem Klick aber einfach zu tun stört allerdings nun auch wirklich nicht sonderlich - und zumindest wissen wir dank der Begrifflichkeiten hier im Austausch, von was wir jeweils eigentlich sprechen.


    Was du dann ansprichst, ist allerdings noch ein ganz anderer Punkt - und hier liegt denke ich der Hund begraben...

    Wird das Wetter während der mehrtägigen Wanderung kälter, dann wird das Basisgewicht (des Rucksacks) kleiner und das Gewicht der getragenen Kleidung höher, wird es plötzlich deutlich wärmer, verhält es sich umgekehrt. Welches Szenario lege ich nun dem Basisgewicht / dem Gewicht der getragenen Kleidung zugrunde?

    Das geht mir maximal im Winter nennenswert so - wo ich als bekennender Dreijahreszeitenwanderer nicht auf längeren Touren über Wochenenden hinaus unterwegs bin. Das nun zu generalisieren und damit den Sinn der Differenzierung von Baseweight zu skin out weight abzutun halte ich für abwegig.

    Den bei Weitem überwiegenden Großteil des Jahres hat man mit 4,5kg Baseweight und weniger - in Bewegung und mit dem Anspruch einer längeren Tour - schlicht nichts nennenswertes an überflüssiger Kleidung dabei, die man im Rucksack mit sich rum schleppt. Was sollte das sein? Maximal noch ein 150-200g Fleece oder Puffy (in denen ich eigentlich selten bis nie laufe und die bei mir, wenn überhaupt dabei, auch nie in's skin out weight fallen), 20g Handschuhe oder Mütze (auch eher nicht skin out, da eher zu Tagesrandzeiten mal ein paar km am Körper), wenn es in die shoulder seasons geht.

    Es ist in der Praxis daher überhaupt kein Problem, zu benennen, was die Klamotten sind, die ich zu 99% in Bewegung am Körper habe. Schuhe, Socken, kurze Hose, Tshirt. Und dann je nach personal preference noch cap, Armline, buff und bei mir im skin out weight, da sehr viel getragen - Windjacke. Die Teile, die da mal an- und aus gezogen werden (und der Bequemlichkeit halber eh eher in die Hosentasche wandern), sind zusammen keine 100g.

    Wer da kiloweise Klamotten dabei hat, die auch in Bewegung immer wieder zwischen Körper und Rucksack hin- und her wandern, hat mit Blick auf UL würde ich sagen noch ganz andere, grundlegende Probleme mit seinem Kleidungssystem, als sich über Begrifflichkeiten der Kategorien Gedanken zu machen.

  • Danke für deine Ausführungen. Ich mag dir da für alle überschaubaren Wanderungen in einer Jahreszeit und weitgehend gleichbleibender Klimazone / Höhenlage zustimmen. Im Herbst im Gebirge sieht das schon etwas anders aus.


    Ich habe aber bei meinen Fragen stets meine Wanderung vor Augen, auf die ich - inzwischen ist es etwas länger her - im Spätsommer aufbrach und im Januar das Ziel erreicht habe. Da ist im Tageslauf und vor allem über die Monate ziemlich viel zwischen dem Rucksack und dem Körper hin und her gewandert: Vom Wandern in T-Shirt und kurzer Hose bis hin zum tagelangen Wandern in T-Shirt, mehreren Schichten Merino-Kleidung, Windjacke und Regenbekleidung war da alles dabei. Das Gewicht der Kleidung am Körper hat sich da immer wieder deutlich mehr als verdoppelt und wieder um diesen Faktor reduziert. Da war von Wandern bei 37 °C bis runter zu -5 °C so ziemlich alles dabei. (Für die Wintermonate hatte ich mir etwas zusätzliche Kleidung zuschicken lassen und im Gegenzug anderes nach Hause geschickt.)


    Ich habe übrigens kein Problem damit, wenn andere mit dem Basisgewicht nur ihren Rucksack im Blick haben und die am Körper getragene Kleidung / Ausrüstung separat verrechnen. Wenn das für andere einen Sinn ergibt und sie das machen wollen, ist das doch super und ich tue da überhaupt nichts ab. Es ist einfach so, dass mir diese Unterscheidung keinen zusätzlichen Nutzen bringt. Vielleicht geht es ja anderen auch so wie mir. Ich vermute, ich bin da nicht der einzige. Und deshalb wollte ich meine Überlegungen dazu einbringen. Es gibt - wie eigentlich überall - nicht nur eine «Wahrheit» oder nur eine Möglichkeit, an ein Thema heranzugehen.


    Vielleicht werde ich auch mal mit einer Packliste hier im Forum vorstellig, weil ich merke, dass ich meistens zu viel mitnehme. Das hängt dann aber nicht damit zusammen, dass ich meine Ausrüstung weniger strikt oder etwas anders in diverse Kategorien einteile.


    PS: Ich habe gerade mal noch meine Packlisten angeschaut. Ich liste durchaus das Gewicht der Ausrüstung, die ich standardmässig im Rucksack verstaue, und die am Körper getragene Ausrüstung/Kleidung separat auf. Nur rechnet meine Tabelle eben die gesamte Ausrüstung ohne Verbrauchsgüter zum «Basisgewicht» zusammen - einfach, weil mir diese Zahl mehr sagt.

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