Sammel Faden Gearlisten (z. B. Lighterpack.com LINKS)

  • @Kubi Wie zufrieden bist du mit den Trekkingstöcken ausm Decathlon?

    Hab die auch mal ins Auge gefasst, aber hab Angst das die nur eine Saison mitmachen?

    Bin mit denen zufrieden. Die halten nun schon die zweite Saison und haben mir mit Schneetellern auch im Winter gute Dienste geleistet. Ich denke die werden noch einige Kilometer mit machen.

    Du kannst getragene Klamotten auch extra kennzeichnen so wie Essbares, dann werden die nicht zum Rucksackgewicht gezählt.

    Die Klamotten die ich trage sind da nicht mit aufgelistet. Nur Wechselbekleidung im Rucksack ;)

  • Hier mal meine HRP Packliste und Gear Review als Beispiel für eine leichte Langstreckenliste und Anregung dafür, dass Gepäck nicht linear mit Tourenlänge schwerer werden muss.

    https://lighterpack.com/r/pt7kny
    3,6kg baseweight, retrospektiv hätten es 450-500g weniger sein können (siehe weiter unten), also um 3kg.

    Keine Hängematte dabei, korrekt 8|

    Denkt Euch 260g für die Matte dazu, der Rest ist bei mir identisch, eben weil ich auf langen Touren auch sonst immer auch die Option Boden mitdenken muss und möchte - auch wenn sich dann doch immer wieder erstaunliche Kräfte mobilisieren lassen mit der Aussicht auf eine Hängemattenübernachtung.

    Zum Kontext:

    ~800-850km

    ~50.000 Höhenmeter

    Start Mitte Juli
    Laufrichtung Atlantik -> Mittelmeer

    44 Etappen, bei uns 23 Lauftage

    Wetter - sehr trocken und warm, überraschend gen Mittelmeer etwas wechselhafter

    Übernachtung: Meist unter'm Tarp, ab und an in unbewirtschafteten Refugios, ich glaube 3x bewirtschaftet.


    Da der HRP zum Großteil über der Baumgrenze verläuft und man die Etappen ganz anders hätte schneiden müssen, um möglichst viel in der Matte zu Pennen - und meine Begleitung Bodenschläfer war und ich nicht weiter verkomplizieren wollte, blieb die Matte zu Hause. Rückblickend gab's dann doch wider öfter Bäume als gedacht, und die Matte wäre gar nicht so unangebracht gewesen, aber wie gesagt, das hätte andere Etappeneinteilungen bedeutet.

    Auf der aufblasbaren war das Bodenschlafen annähernd erträglich, allerdings wird da noch deutlicher als in der Hängematte, dass mir die normale Breite im Oberkörperbereich als Rückenschläfer zu schmal ist, die Arme rutschen von der Matte oder man schläft in Merkel-Rautenpose - oder eben auf der Seite, was bei mir dann immer öfter der Fall war.

    Das meiste hat sich bewährt, nicht erst auf dieser Tour.
    Neuentdeckungen waren u.a. die Gaiters (weniger Dreck im Schuh, bis der selbst wie ein schweizer Käse aussah, Reibung und Blasengefahr) und der SonnenSTICK (aus der Plastehülle in einen Ziplock verfrachtet sind 25g=25g:love:).


    Was ich retrospektiv zu Hause gelassen/geändert hätte:

    • Swing liteflex Sonnen-/Regenschirm: Eigentlich liebe ich das Teil ja. Aber der HRP ist dann doch etwas fordernder, sodass ich meist einfach lieber beide Stöcker im Einsatz hatte - und der selbstgebastelte Hands-free Modus am Schultergurt zwar funktioniert hat, aber eben auch hier in schwieriger Steigung so ein ausladender Pilz über'm Kopf für Beweglichkeit und Übersicht auch nicht ideal ist - zumal bei ordentlich Wind.
      Die Sonnenschutz Kombo aus Armlingen, Mütze und leichtem Nackenschutz hat sich da als überlegen erwiesen - auch wenn auf Kosten der Mangelnden Kühlung durch Schirmschatten, den ich schon vermisst habe.
      Das lange Ladekabel, das für die Positionierung des Solarpanels auf dem Schirm dabei war, ist entsprechend auch obsolet gewesen.
    • Poncho/Regensetup: Das Geunke über Ponchos in hohen Lagen bei Wind halte ich für ziemlichen quatsch - vor allem mit einer Kordel, wie sie die neueren 3F haben und wie ich sie nachgerüstet habe. Klar gibt es extreme, wir sind einen NAchmittag quasi stundenlang seitlich in den Wind gelehnt gelaufen und trotzdem durch böen Zickzack getorkelt, dass man uns aus der Ferne gute drei Promille hätte attestieren können, aber das habe ich sonst so auch noch nicht erlebt - und es war trocken dabei. Im Regen, bzw. Unwetter hätte man sich da, ob Poncho ode Jacke, besser nicht weiter bewegt, sondern den Rückweg oder ABstieg oder irgendwo halbgeschützt Kauern vorgezgen.
      Es gibt inzwischen Modelle mit Ärmeln des Selben Herstellers, bei minimalem Mehrgewicht, muss ich mir mal ansehen. Durch die Kordel wird es vorne etwas kurz, etwas mehr Länge wäre nicht verkehrt.
      Untenrum bin ich noch immer unentschlossen. An den Beinen wird mir eigentlich nicht kalt - und wenn die Schuhe nass sind, ist das auch egal.
      Eigentlich hätte ich gerne einen lang geschnittenen Regenmantel, unter den auch noch mein Rucksack passt, mal über myog nachdenken, so in der Art https://www.yamatomichi.com/en/products/50879/
      Leichte Regen Überhandschuhe hatte ich zu Hause gelassen, hätte ich mit ab und an mal für einen Moment gewünscht, aber war auch so kein Drama.
    • Unterhose: Ich hatte schon bei der letzten längeren Tour versucht, mich an 'unten ohne' zu gewöhnen, hatte jedoch mit Wolf laufen anfänglich Probleme und es dann direkt gelassen. Diesmal bewusst nur eine Buxe mitgenommen, um noc mal einen Anlauf zu machen, aber wieder eine Fallback Option zu haben. Diesmal hat es (nach anfänglich ähnlicher Problematik - Learning: don't shave too late) super funktioniert und ich bin konvertiert. Setzt allerdings häufiges Waschen von Kleidung und Träger voraus, was bei den zalreichen Bächen und Quellen kein Problem war.
    • Puffy/Isolationsschicht: War schon das leichtestmögliche mit 173g, aber hätte trotzdem zu Hause bleiben können. Klar, wir hatten Glück mit dem Wetter, aber mir wird einfach auch im Nu zu warm mit Isoschicht beim Laufen - und im Camp habe ich den Quilt. Habe ich nicht ein Mal getragen und so war es dann einfach ein viel zu schweres Kopfkissen.
    • Windhose: Extra vorher noch genäht - und dann eigentlich nicht gebraucht. Gilt ähnliches, wie für die Isolationsschicht. Wenn man die kurze Laufhose nach dem Waschen nicht trocken tragen will, was bei dem Wetter aber kein Problem war, dann würde ich stattdessen lieber eine kurze Hose aus dem Windhosenmaterial mitnehmen, die aber diesmal zu Gusten der Langen zu Hause geblieben ist.
    • Quilt: Der leichtere Aegismax Windhard mit etwas Daunen Auffüllung knapp <500g hätte dicke gereicht. Da es die Woche vor unserem Start noch mal einen Temperatursturz mit Schneefällen gab, und wir z.T. sehr hoch biwakiert haben, hatte ich mich für Nummer sicher entschieden, wie auch mit der Isoschicht - hinterher ist man...
    • Papierkarten: Nicht ein Mal angerührt, dachte als Backup und für die Übersicht bei Umplanung kommod, aber vor allem, wenn man zu Zweit ist und Duplizierung schon durch zwei
      Smartphones gegeben ist für mich völlig obsolet.
    • 3. 1l Flasche: Wasser war genügend vorhanden, selbst die 2l waren seltenst voll.
    • Klopapier: Auch hier bin ich inzwischen völlig zum Blasterer konvertiert, don't pack your fears. Da es hieß, auf den Hütten gäb's kein Papier doch ein bisschen eingepackt, aber zu viel, da doch vorhanden, höchstens mal als Taschentuchersatz.
    • Küche: Da ich auch für Müsli ein Gefäß gebraucht hätte, habe ich mich für eine Minimalküche mit Esbit und entsprechend geringstmögliches Mehrgewicht (~30g +Brennstoff) entschieden. Da wir sie dabei hatten, haben wir sie auch ein paar Mal genutzt - und selbstverständlich ist eine warme Ramensuppe eine Freude, aber eben selten. Allein schon in Hinblick auf das übliche Supermarktangebot, hätte sie zu Hause bleiben können. Meist gab es nur Dinge, die länger köcheln müssten oder komplett überteuerte, qualitativ minderwertige Ramennudeln.
    • Heringe: Ich bin schon lange mit Swiss Piranha Heringen und ausschließlich Handgepäck unterwegs. Auf dem HRP hatte ich erstmals Probleme, allerdings nicht wegen steinigen Bodens, da findet sich eigentlich immer eine Lücke und die Plastik Heringe haben auf Grund der Flexibilität sogar noch Vorteile, sondern wegen extrem ausgetrocknetem, brettharten Boden. Zwar kam es nie so weit, das Tarp nicht stellen zu können, aber ich hatte irgendwann zu viele Der Heringe verbogen - die ich allerdings in einer Hütte auskochen und geradebiegen konnte, was wiederum ein Vorteil der SP ist. Ein paar shepherd hooks im Mix hätten hier sicherlich für mehr piece of mind gesorgt.
    • Kopfhörer (und damit das USB-C Kabel): Auf drögen Etappen, wenn es mal wieder einen ganzen Tag einen staubigen Verbindungsweg durch wenig anregende Landschaft geht höre ich gerne Podcasts um mich nicht ständig zu fragen, was ich hier eigentlich zum Teufel gerade tue. Zum Einen gab es derartige Abschnitte nur in geringem Maße - und zum anderen sind wir doch weniger mit Abstand voneinander gelaufen, als ich es sonst gewohnt bin.
    • Kleinkram: Wilderness wash nicht eingesetzt, Massageball viel zu selten (hätte aber nicht geschadet), USB-C Kabel ist inzwischen gegen einen Adapterstecker getauscht, der zu spät ankam, getrocknete baby wipes bei dem reichhaltigen Wasserangebot auch selten genutzt.

    Was hat nicht gehalten?

    • Schuhe - eigentlich bereits ab ~650km in indiskutablem Zustand und nun komplett durch, ist ja bereits an anderer Stelle
      thematisiert. Habe ich so mit anderen Minimalschuhen noch nicht erlebt, werde vielleicht noch mal ein anderes Altras Modell testen, da ein bisschen Dämpfung vor allem bei dem sehr fordernden Gelände nicht verkehrt war, und ansonsten wieder zu anderen wechseln.
      Und die Löcher in der Sohle, wahrscheinlich als Drainage gedacht, haben bei mir auch eher dazu geführt, dass ich viel zu schnell von unten Wasser drin hatte, obwohl es von der Sohlendicke bis Obermaterial eigentlich noch unproblematisch gewesen wäre - fand ich eher Panne die Idee.
    • T-Shirt, hinten völlig durch, aber auch schon etliche Jahre alt und viele km mitgemacht
    • Windjacke - durchnässt beim Ruck absetzen plötzlich im Schulterbereich einen Riss produziert. Gilt gleiches wie für das Shirt.


    Wie immer, vieles ist personal preference, mancher Zweck ließe sich auch durch andere Setup-Kombi realisieren.
    HYOH ;)

  • Wir gleiten in's OT, aber hier gibt es die Infos des Konstrukteurs. Wobei ausgerechnet in diesem Post die Bilder bei mir gerade nicht laden. Hoffentlich nur ein singuläres/temporäres Problem.


    GEs sind ja nicht meine Baustelle, aber mit 2,10 wahrscheinlich etwas zu sportiv schmal?

  • Demnächst will ich den Selketalstieg im Harz gehen. Etwas über 70km in 3-4 Tagen bei Tiefsttemperaturen zwischen 5 und 7 Grad.

    Hier meine Packliste (das Gewicht der Verpflegung ist noch nicht genau ermittelt): https://lighterpack.com/r/7k4mua

    5,6kg Baseweight.

  • Demnächst will ich den Selketalstieg im Harz gehen. Etwas über 70km in 3-4 Tagen bei Tiefsttemperaturen zwischen 5 und 7 Grad.

    Hier meine Packliste (das Gewicht der Verpflegung ist noch nicht genau ermittelt): https://lighterpack.com/r/7k4mua

    5,6kg Baseweight.

    Den bin ich letztes Jahr gegangen.

    Sehr schöner Weg, ohne lange ruppige Steigungen.

    Nur bei der ersten Übernachtung hat ich Mühe zwei Bäume zu finden.

    Tut nichts, was ich nicht auch täte

  • Du hast den 1kg Edelstahl-Hobo, die 80cm Säge, das 5mm dicke Messer, den 150x25mm Feuerstahl den Litter Öl und die gusseiserne 50cm Pfanne vergessen. Wie willst du den so das abendliche 800g Steak brutzeln 😱

    Don't Panic

  • Muetzelchen ich hab schon auf Satellitenbildern gesehen das zwischen Straßberg und Alexisbad wohl viel gerodet ist. Naja, mal schauen. Zwei Bäume werden sich schon noch finden und wenn nötig halt weiter abseits des Weges :)


    Walkabout sowas hatte ich noch nie mit :S

    Edited once, last by Kubi ().

  • Ted bin zufrieden mit der Bindi. Für Abends im Lager wurschteln und Nachts zum Wasser lassen absolut ausreichende Helligkeit und Ausleuchtung. Rotlicht ist auch dabei.

  • Die Bindi habe ich schon länger... Für den Zweck als Lagerlampe braucht es nicht mehr. Will man aber noch Notfalls im Dunkeln marschieren, ist die NU25 sicherlich besser.

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