Lawson Hängematte Blue Ridge Erfahrungen

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  • Hallo zusammen :)


    Mich würde in diesem Thread einmal interessieren ob schon jemand von Euch die Lawson Blue Ridge Brückenhängematte - auch "Zelt Hängematte" genannt - ausprobiert hat oder sonstige Erfahrungen damit mal gemacht hat.


    Ich hab e schon einige Hängematte zur Probe liegen dürfen aber an diesen speziellen Liegestiel (quer) um annähernd gerade zu liegen konnte ich mich bis dato nicht so Recht gewöhnen - bis ich dann vor einiger Zeit auf das Thema Brückenhängematten gestoßen bin. Leider sind die Modelle dieser Art sehr stark beschränkt was die Anbieter angeht..die Ridge Runner von Warbonnet als würdige Alternative einer Bridgehammock war ja auch lange Zeit nicht lieferbar bei bekannten Bezugsquellen (will keine Schleichwerbung machen)


    Was mir an der Lawson super gefällt ist die Tatsache, dass das Alugestell (2 Bögen) die das Mückennetz aufstellen dabei sind als auch die Angabe, dass man sie als Zelt auf dem Boden verwenden kann. Ich für meinen Teil bin gespannt auf Eure ( und nicht zuletzt meine eigenen) Praxiserfahrungen oder Gedanken dazu :-)


    Von daher würde ich mich freuen von Euch Feedback zu dem Thema zu bekommen.


    Gruß

    Michi

    Einmal editiert, zuletzt von Niddle ()

  • Vorweg: ich kenne die Lawson nur aus Videos, z.B. diesem:



    Mich überzeugt das Konzept der DD Frontline und ähnlicher Hängematten überhaupt nicht. Eine Hängematte, deren Vorteil darin besteht, auch auf dem Boden genutzt werden zu können? Sorry, aber auf dem Boden kann ich mit jeder Hängematte schlafen. Der Vorteil besteht doch nur darin, daß das Moskitonetz auch auf dem Boden schön aufgespannt bleibt und man nicht improvisieren muss.

    Dieser Vorteil wird mit einem Nachteil erkauft, den ich bei Nutzung als Hängematte immer ertragen muss. Als Hybrid ist es weder eine saubere Gathered-End-Hängematte, in der ich diagonal ziemlich flach liegen kann, noch eine Brückenhängematte, in der ich bauartbedingt längs ziemlich flach liegen kann. Also wird der Hybrid straff aufgespannt, wird dadurch kippelig und ein flaches Liegen ist dennoch nicht gewährleistet.

    Nicht mein Ding, aber es scheint durchaus zufriedene Nutzer zu geben. Ob sie jedoch Erfahrungen mit richtigen Brückehängematten haben und wissen, wie man eine GE-Hängematte aufspannen und benutzen soll, weiß ich nicht.

    Wenn für eine Tour durch baumarme Gegenden eine bequeme Hängematte mit Bodenoption benötigt wird, ist in meinen Augen eine 90°-Hängematte oder eine Brückenhängematte die deutlich bessere Lösung.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Ich kenne die Lawson Blue Ridge Hängematte leider nur aus dem Internet. Mich würde es brennend interessieren, wie sie sich liegt - aber um ehrlich zu sein habe ich starke Zweifel an dem Konzept. Deshalb wollte ich kein Geld dafür ausgeben, nur damit sie dann in meiner Kiste mit ähnlich sensationellen Hängematten verstaubt...


    Grundsätzlich bin ich kein Fan von Brückenhängematten, habe aber bisher auch nur 3 Modelle ausprobiert (Eureka Chrysalis, Warbonnet Ridgerunner, Dendronaut Koma). Meine Hauptkritikpunkte waren/sind:

    • alle brauchen einen großen Baumabstand
    • durch die Spreizstäbe kann man das Tarp nicht so steil abspannen wie bei einer GE Hängematte (Wetterschutz!)
    • für einen vergleichbaren Wetterschutz braucht man auch ein deutlich längeres Tarp (z.B. 13' statt 11' für die WBRR)
    • das Liegegefühl ist vergleichsweise kippelig
    • ich konnte zwar in allen Brückenhängematten auf der Seite liegen, aber dabei kam ein Knie immer auf dem harten, straff gespannten Rand zu liegen, was sehr unangenehm war.

    Die LBRH hat mindestens die ersten 4 Nachteile. Zusätzlich ist es keine richtige Brückenhängematte, sondern eine Spreizstabhängematte. Solche kenne ich aus diversen Gärten, und so straff gespannt ist die Gefahr einer Eskimorolle extrem groß. Ich bezweifle auch stark, dass man in der LBRH so flach liegen kann wie in einer echten Brückenhängematte - oder einer guten Gathered End Hängematte.


    Wenn du tatsächlich eine LBRH kaufen solltest, und zu einem unserer Sommertreffen kommst, wäre ich sehr an einem Probeliegen interessiert. Im Gegenzug darfst du dich gerne durch meine Hängemattensammlung testen. Sofern du das an 4 Tagen schaffst :D


    Ich hab e schon einige Hängematte zur Probe liegen dürfen aber an diesen speziellen Liegestiel (quer) um annähernd gerade zu liegen konnte ich mich bis dato nicht so Recht gewöhnen

    Welche Hängematten waren das? Waren sie gut aufgehängt?


    die Ridge Runner von Warbonnet als würdige Alternative einer Bridgehammock war ja auch lange Zeit nicht lieferbar bei bekannten Bezugsquellen

    Die WBRR war und ist immer lieferbar. Ich kann nur vermuten, dass du die Koma von Dendronaut meinst. Deren Produktion wurde eingestellt, und man muss Glück haben eine gebrauchte zu finden.


    Was mir an der Lawson super gefällt ist die Tatsache, dass das Alugestell (2 Bögen) die das Mückennetz aufstellen dabei sind als auch die Angabe, dass man sie als Zelt auf dem Boden verwenden kann. Ich für meinen Teil bin gespannt auf Eure ( und nicht zuletzt meine eigenen) Praxiserfahrungen oder Gedanken dazu :-)

    Leider gibt es keine eierlegenden Wollmilchsäue. Ein gutes Zelt ist ein gutes Zelt; eine gute Hängematte ist eine gute Hängematte. Aber ein hängendes Zelt ist weder ein gutes Zelt, noch eine gute Hängematte. Es kann von beidem nur ein bisschen etwas.


    Ich nehme entweder ein gutes Zelt oder eine gute Hängematte auf meine Reisen mit. Je nachdem was die Hängemöglichkeiten hergeben. Wenn ich nicht auf das Gewicht schauen muss, nehme ich im Zweifelsfall beides mit. Wobei zwischenzeitlich gute Zeltvermeidungsstrategien auf den Markt gekommen sind (siehe Tensa4 und Carbon Tree).


    Wenn du dich nicht von dem Gedanken lösen willst, auf dem Boden zu schlafen, dann schau dir 90° Hängematten wie die HammockTent, Cross Hammock oder Amok Draumr an.


    Wenn du etwas zeltähnlicheres suchst, wärst du u.U. auch mit Tentsile gut bedient. Das ist allerdings keine Hängematte mehr, sondern ein Baumzelt.

  • Uiui...jetzt muss ich aber zurück rudern bei den ganzen Infos hier...so hatte ich das noch überhaupt nicht betrachtet wie Ihr das hier schreibt...naja...hatte ja gehofft hier Profis vorzufinden - und wurde nicht enttäuscht :-)


    Ich fürchte für den Anfang ist eine BHM dann wohl doch nicht so ganz das Richtige..meint Ihr ich sollte es dann doch erstmal mit einer GE Variante + Netz probieren..die Lawson hätte hat nicht gleich über 200€ gekostet daher fand ich sie zusätzlich finanziell interessant...

  • die Lawson hätte hat nicht gleich über 200€ gekostet daher fand ich sie zusätzlich finanziell interessant...

    Für "In Ordung und günstig" werden die Ticket to the Moon-Hängematten ganz gerne empfohlen... Sind nicht die besten (oder bequemsten) aber mit 55€ + Versand auch nicht gerade die teuersten.

    haengemattenforum.de Ich bin zwar nur der Haustechniker, aber wenn es Probleme gibt kann ich wahrscheinlich helfen ;).
  • Die Lawson wäre im Übrigen auch gar keine Brückenhängematte gewesen, sondern eine klassische Hängematte mit Spreizstäben, ähnlich dem Modell hier im Forums-Titelbild.


    Vielleicht kannst du eine Brückenhängematte ja mal bei einem Forenmitglied in deiner Nähe Probe liegen.

  • meint Ihr ich sollte es dann doch erstmal mit einer GE Variante + Netz probieren..die Lawson hätte hat nicht gleich über 200€ gekostet daher fand ich sie zusätzlich finanziell interessant...

    Die Frage ist halt, welche GE Hängematten du bisher ausprobiert hast, und warum die für dich unbequem waren. Meine Vermutung wäre, dass es evtl. zu kurze und falsch aufgehängte Hängematten waren. Aus diesem Grund würde ich auch die Standard-Ticket to the Moon Hängematten nicht empfehlen. Die sind nämlich unter 300cm lang. Abhängig davon, wie groß du bist, würde ich eine GE Hängematte von mindestens 320cm Stofflänge empfehlen.


    Zum Preis: Bei mir bekommst du GE Hängematten mit Netz für unter 200€ (abhängig von der Aufhängung). Wenn du unter 190cm bist, kann ich die Warbonnet Eldorado sehr empfehlen. Die Dutch Half-Zipped finde ich persönlich nicht so bequem, aber das ist eine durchaus beliebte Einsteiger-Hängematte.


    Oder du nimmst erstmal eine netzlose Hängematte zum üben. Die Traveler XL ist eine super Hängematte wenn man kein Netz braucht. Die Lesovik Spirit Hängematten sind etwas schmäler, dafür aber etwas länger.


    Nur wenn du eine doppellagige GE Hängematte (zwecks Isomattennutzung) mit Netz haben willst, musst du tiefer in die Tasche greifen. Ich würde aber immer gleich zum Underquilt raten. Langfristig bleibt keiner bei der Isomatte. Das ist einfach zu unbequem.

  • Puuhh..das muss ich mir jetzt doch erstmal alles anschauen *g*...Danke auf jeden Fall für die vielen Tips an dieser Stelle. TreeGirl ich hatte zuletzt mal in der DD Frontline von einem Bekannten gelegen...zwar keine ganze Nacht aber dennoch kam sie mir irgendwie nicht so richtig "passig" vor - kann das sein, weil Du oben von der Körperlänge sprachst, dass eine Std. DD Frontline für mich mit 1.85m zu kurz ist und ich eher so etwas in der Größe eine Frontline XL benötige? Die von Dir vorgeschlagenen Modelle muss ich mir gleich mal anschauen - aber erst gibts nen frischen Kaffee dazu :-)


    P.S.: Das mit der Einlage von Isomatten hat mir auch gut gefallen zB bei der Frontline..aber das ist tatsächlich "unbequem" ja? Hätte ich nicht gedacht...

  • ich hatte zuletzt mal in der DD Frontline von einem Bekannten gelegen...zwar keine ganze Nacht aber dennoch kam sie mir irgendwie nicht so richtig "passig" vor - kann das sein, weil Du oben von der Körperlänge sprachst, dass eine Std. DD Frontline für mich mit 1.85m zu kurz ist

    Die DD Frontline ist 270cm lang. Bei 185cm Körpergröße würde ich auf jeden Fall eine Hängematte empfehlen, die mindestens 320cm lang ist.

    und ich eher so etwas in der Größe eine Frontline XL benötige?

    Die DD Frontline XL ist 300cm lang. Mit 165cm Körpergröße könnte das für mich passen. Für dich wohl eher nicht. Abgesehen davon, dass die Hängematte für die Größe sehr schwer ist.


    Das mit der Einlage von Isomatten hat mir auch gut gefallen zB bei der Frontline..aber das ist tatsächlich "unbequem" ja? Hätte ich nicht gedacht...

    Isomatten sind für Bodenschläfer konzipiert. Damit eine Isomatte in der Hängematte funktioniert, müsste sie im Torsobereich viel breiter sein. Ich denke mit 100cm Breite könnte man leben. Aber abgesehen von der schlechten Passform sind Isomatten umständlich und schwitzig. Wenn du schon eine Isomatte hast, kannst du sie natürlich ausprobieren. Extra für die Hängematte anschaffen ist meiner Meinung nach eine Fehlinvestition. Je nach Schmerztoleranz geben 999 von 1000 Hängemattennutzern früher oder später auf, und schaffen sich einen Underquilt an. Oder sie kehren auf den Boden zurück.

  • Niddle

    Micha, in einem geenterten Verkaufsbeitrag eines anderen Foristen verkaufst Du die Lawson.

    Den Beitrag habe ich inzwischen gelöscht.

    HIER aber fragst Du nach unserer Meinung.

    Erklär doch mal bitte.

    Warum der Wandel?